{"id":201899,"date":"2016-04-18T10:49:46","date_gmt":"2016-04-18T08:49:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=201899"},"modified":"2016-04-28T10:55:09","modified_gmt":"2016-04-28T08:55:09","slug":"nachberichte-zum-besuch-von-cem-oezdemir","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/nachberichte-zum-besuch-von-cem-oezdemir\/","title":{"rendered":"Nachberichte zum Besuch von Cem \u00d6zdemir"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Grundschule-Wentorf-15-04.16-Gr\u00fcne-Diskussion-150-Besucher-Podium-Cem-\u00d6zdemir-MdB-Katharina-Bartsch-OV-Wentorf-Konstantin-von-Notz-MdB-3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-201900\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Grundschule-Wentorf-15-04.16-Gr\u00fcne-Diskussion-150-Besucher-Podium-Cem-\u00d6zdemir-MdB-Katharina-Bartsch-OV-Wentorf-Konstantin-von-Notz-MdB-3-320x240.jpg\" alt=\"Grundschule Wentorf 15-04.16 Gr\u00fcne Diskussion 150 Besucher Podium - Cem \u00d6zdemir MdB Katharina Bartsch OV Wentorf Konstantin von Notz MdB 3\" width=\"320\" height=\"240\" srcset=\"https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Grundschule-Wentorf-15-04.16-Gr\u00fcne-Diskussion-150-Besucher-Podium-Cem-\u00d6zdemir-MdB-Katharina-Bartsch-OV-Wentorf-Konstantin-von-Notz-MdB-3-320x240.jpg 320w, https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Grundschule-Wentorf-15-04.16-Gr\u00fcne-Diskussion-150-Besucher-Podium-Cem-\u00d6zdemir-MdB-Katharina-Bartsch-OV-Wentorf-Konstantin-von-Notz-MdB-3-768x576.jpg 768w, https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Grundschule-Wentorf-15-04.16-Gr\u00fcne-Diskussion-150-Besucher-Podium-Cem-\u00d6zdemir-MdB-Katharina-Bartsch-OV-Wentorf-Konstantin-von-Notz-MdB-3-453x340.jpg 453w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/a>Nachberichte zum Besuch von Cem \u00d6zdemir &#8211;<\/strong> Von Klimakrise, Welthandel und Hunger bis \u00d6ko-Landbau und Fairtrade zuhaus \u00ac von Krieg und Flucht bis zu Asyl und Integration in der Kommune \u00ac der Asyl-Deal mit der T\u00fcrkei, die B\u00f6hmermann-Satire und die Frage von Meinungsfreiheit und Menschenrechten \u00ac islamistischer Terror, erstarkender Rechtspopulismus und der Zustand unserer Demokratien in Europa\u00a0 \u2013 dieser weite Themenbogen zeigt, wie die gro\u00dfen internationalen Entwicklungen mit konkretem Engagement vor Ort zusammenh\u00e4ngen. <!--more--><\/p>\n<p>In einer immer vernetzteren Welt m\u00fcssen wir Innen- und Au\u00dfenpolitik zusammen- und damit weiterdenken, um L\u00f6sungen f\u00fcr die dringlichen Fragen unserer Zeit zu finden.<br \/>\nDas zeigte sich auch bei einer kleinen Reise Cem \u00d6zdemirs durch das s\u00fcdliche Schleswig-Holstein. Der gr\u00fcne Bundestagsabgeordnete Konstantin von Notz hatte den Bundesvorsitzenden in seinen Wahlkreis eingeladen. In der Landesunterkunft Wentorf informierten sie sich \u00fcber die Integrationsarbeit in der malerisch gelegenen Einrichtung, deren Zukunft jedoch derzeit ungewiss ist. Weil weniger Fl\u00fcchtlinge hier ankommen und eine teure Renovierung anstehen, m\u00f6chte das Land die Unterkunft vorerst schlie\u00dfen. Doch die mehrfach preisgew\u00fcrdigte Kooperation zwischen Rotem Kreuz und dem Runden Tisch soll nicht abbrechen. Zusammen mit der Fraktionsvorsitzenden aus dem Landtag, Eka von Kalben sprachen sie mit Helfern und Verwaltung, um nach einer Zukunftsperspektive zu suchen.<br \/>\n\u201eMit wie viel Herzblut aber auch Professionalit\u00e4t angepackt wird, ist beeindruckend. Die medizinische Versorgung in Kooperation mit Krankenh\u00e4usern und Arztpraxen sollte bundesweit Schule machen\u201c, lobte \u00d6zdemir. Die fl\u00fcchtlingspolitische Sprecherin Eka von Kalben war eigens aus Kiel angereist. \u201eNun m\u00fcssen wir die Helfer einbeziehen und nach einem guten Konzept f\u00fcr die Zukunft suchen. Denn nur weil weniger neue Fl\u00fcchtlinge kommen, bleiben Probleme, f\u00fcr die wir hier einen guten Ort und viel Kompetenz haben: Z.B. wenn ich an \u00fcberf\u00fcllte Unterk\u00fcnfte in Hamburg oder minderj\u00e4hrige Fl\u00fcchtlinge denke\u201c, zeigte sie erste Perspektiven auf. Nach einem leckeren syrischen Essen besichtigten die Abgeordneten noch das weitl\u00e4ufige Gel\u00e4nde.<br \/>\nIm nahe gelegenen Schulzentrum wurde dieses konkrete Beispiel gelingender Integration und zivilen Engagements dann in einen gr\u00f6\u00dferen Zusammenhang gestellt: Der gr\u00fcne B\u00fcrgermeister-Kandidat Dirk Petersen begr\u00fc\u00dfte rund 150 Besucher. Sie diskutierten mit den Abgeordneten die eigentlichen Fluchtursachen, ihre Auswirkungen auf Deutschland, Europa und seine Nachbarn wie auch L\u00f6sungsans\u00e4tze.<br \/>\n\u201eAm Anfang haben in Syrien nur Studenten friedlich protestiert \u2013 sie wollten nichts anderes als Teilhabe, ein Ende von Korruption und Unterdr\u00fcckung. Anstatt bei einem demokratischen Wandel mit einer breiten \u00dcbergangsregierung zu helfen, hat sich der Westen aber rausgehalten und dabei zugesehen, wie Assad die Opposition zusammenschie\u00dft. Heute sind fast nur noch Fanatiker \u00fcbrig geblieben und Autokraten wie Putin oder Saudi-Arabien n\u00fctzen die Krise aus. Umso mehr brauchen wir neben all der beeindruckenden Willkommensarbeit hier vor Ort auch eine aktive und dabei vorausschauende Au\u00dfenpolitik, die bei den Krisen- und damit auch Fluchtursachen rechtzeitig ansetzt\u201c, analysierte \u00d6zdemir. \u201eDazu geh\u00f6rt auch, mit schwierigen Akteuren zu reden. Es ist richtig, der T\u00fcrkei oder Jordanien zu helfen, damit sie die Menschen gut aufnehmen k\u00f6nnen und selbst nicht noch instabiler zu werden.\u201c<br \/>\nDer Umgang mit Menschenrechten und Minderheiten Ankaras macht allerdings Sorgen. \u201eDoch gerade deswegen m\u00fcssen wir reden und reisen\u201c, betonte der Politiker, der das Land gut kennt. \u201eFreilich ohne dabei unsere Grundwerte zu vergessen. Wenn wir kooperieren, gilt es Freiheit und Rechtsstaat einzufordern statt zu sie verdealen. Als die Chancen gut Standen f\u00fcr eine wirtschaftliche wie gesellschaftliche \u00d6ffnung der T\u00fcrkei hat Angela Merkel nur R\u00fccksicht auf ihre eigene Partei genommen und das Land sich selbst \u00fcberlassen. Die realistische Perspektive auf einen EU-Beitritt w\u00e4re eine gute und sinnvolle Verhandlungsbasis f\u00fcr die Menschenrechte in der T\u00fcrkei gewesen \u2013 jetzt hat sich die Kanzlerin hingegen erpressbar gemacht.\u201c<br \/>\nDas f\u00fchrte von Notz zur B\u00f6hmermann-Satire \u00fcber den t\u00fcrkischen Pr\u00e4sidenten Erdogan und die Debatte \u00fcber Meinungsfreiheit und diplomatische R\u00fccksichtnahme. \u201eMan mag das Gedicht geschmacklos finden und es gilt auch, auf die rassistischen Untert\u00f6ne mancher neuer B\u00f6hmermann-Fans von Rechtsau\u00dfen zu achten \u2013 aber das geh\u00f6rt eben zum kritischen Diskurs in einer lebendigen wie gefestigt-gelassenen Demokratie dazu. Freie Meinung, Kunst und Satire muss manchmal ausgefochten oder auch mal einfach ausgehalten werden. Das h\u00e4tte Angela Merkel gegen\u00fcber Erdogan erkl\u00e4ren, statt kleinreden sollen.\u201c<br \/>\n\u201eZugleich m\u00fcssen wir aber wachsam sein, wo unter dem Deckmantel von Meinungs- oder Versammlungsfreiheit vorgeblich f\u00fcr Frauen oder Homosexuelle gek\u00e4mpft, eigentlich aber nur gegen andere Minderheiten und Fl\u00fcchtlinge gehetzt wird. Das k\u00f6nnen wir nicht nur dem Rechtsstaat \u00fcberlassen, sondern wir alle m\u00fcssen hier gerade im eigenen Alltag Stellung beziehen, uns einmischen und mithelfen\u201c, erkl\u00e4rte der Wahlkreisabgeordnete f\u00fcr Herzogtum Lauenburg und Stormarn, der am Tag darauf auf eine breite Antinazi-Demonstration in Bad Oldesloe unterst\u00fctzte.<br \/>\nDoch zuvor ging es am Samstagmorgen mit der gr\u00fcnen Landesvorsitzenden Ruth Kastner ins mitten zwischen Feldern gelegene Fuhlenhagen an der Kreisgrenze zu Stormarn. Dorthin hatten die gr\u00fcnen Kreisverb\u00e4nde aus Stormarn und Herzogtum Lauenburg auf den Buschberghof eingeladen. Hier wird in einer vorbildlichen Projektarbeit \u00f6kologische Landwirtschaft und integratives Wohnen und Ausbildung miteinander verbunden.<br \/>\nBei selbst gebackenem Brot, Milch, Eiern, K\u00e4se frisch vom Hof kamen rund 20 G\u00e4ste zu einem gr\u00fcnen Fr\u00fchst\u00fcck zusammen. Der Medienandrang war gro\u00df, weil am Morgen Cem \u00d6zdemirs Spitzenkandidatur verk\u00fcndet wurde. Doch in Fuhlenhagen ging es weiter durch Gem\u00fcsegarten, H\u00fchner- und Kuhstall. Der Landwirt Karsten Hildebrandt f\u00fchrte \u00fcber das sch\u00f6n gelegene Gel\u00e4nde, um \u00fcber die Anf\u00e4nge wie die gro\u00dfen Erfolge bei der \u00f6kologisch-sozialen Arbeit in der Region zu berichten. Zugleich stellen sich gerade f\u00fcr dieses kombinierte Konzept mit spekulativen Pachtpreisen und b\u00fcrokratischer Regulierung zunehmend Probleme, f\u00fcr die die Gr\u00fcnen seit langem praxisnahe und pragmatische L\u00f6sungen fordern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachberichte zum Besuch von Cem \u00d6zdemir &#8211; Von Klimakrise, Welthandel und Hunger bis \u00d6ko-Landbau und Fairtrade zuhaus \u00ac von Krieg und Flucht bis zu Asyl und Integration in der Kommune \u00ac der Asyl-Deal mit der T\u00fcrkei, die B\u00f6hmermann-Satire und die Frage von Meinungsfreiheit und Menschenrechten \u00ac islamistischer Terror, erstarkender Rechtspopulismus und der Zustand unserer Demokratien in Europa  \u2013 dieser weite Themenbogen zeigt, wie die gro\u00dfen internationalen Entwicklungen mit konkretem Engagement vor Ort zusammenh\u00e4ngen. <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[18091],"class_list":["post-201899","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft","tag-nachberichte-zum-besuch-von-cem-oezdemir"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/201899","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=201899"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/201899\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":201901,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/201899\/revisions\/201901"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=201899"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=201899"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=201899"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}