{"id":207493,"date":"2016-08-12T10:55:20","date_gmt":"2016-08-12T10:55:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/besondere-neuigkeiten\/lka-sh-polizisten-verlangen-nie-ihr-geld-5\/"},"modified":"2016-08-12T10:55:20","modified_gmt":"2016-08-12T10:55:20","slug":"lka-sh-polizisten-verlangen-nie-ihr-geld-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/lka-sh-polizisten-verlangen-nie-ihr-geld-5\/","title":{"rendered":"LKA-SH: Polizisten verlangen nie Ihr Geld!"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full\" title=\"Dieses Bild ist durch das BKA zur Ver\u00f6ffentlichung frei gegeben worden.\" src=\"http:\/\/cache.pressmailing.net\/thumbnail\/story_big\/c0bceb37-071c-4715-9570-e90b35e49b68\/image\" \/><\/p>\n<p>Kiel (ots) &#8211;     Sie sitzen meist im Ausland. Sie durchforsten deutsche  Telefonb\u00fccher, gezielt nach \u00e4lteren Menschen, die dort auch mit ihrer Anschrift verzeichnet sind. Und wenn sie anrufen, geben sie sich als  Polizisten oder Staatsanw\u00e4lte aus. Und sie haben nur ein Ziel: Sie  wollen IHR  Geld!<!--more--> Im vergangenen halben Jahr sind der Polizei in  Schleswig-Holstein rund 80 Taten bekannt geworden, bei denen Anrufer  versucht haben, in der Mehrheit \u00e4ltere Frauen davon zu \u00fcberzeugen,  ihr Geld von Konten, aus Bankschlie\u00dff\u00e4chern oder aus Tresoren zu  holen und den T\u00e4tern zu \u00fcbergeben. Das ist ihnen zum Gl\u00fcck nur in  wenigen F\u00e4llen gelungen, aber der Schaden ist immens hoch. Mehrere  hunderttausend Euro haben die Betr\u00fcger bereits ergaunert. Das  Dunkelfeld der versuchten und vollendeten Taten d\u00fcrfte sehr viel  gr\u00f6\u00dfer sein. Aber wie gelingt es den T\u00e4tern, zum Erfolg zu kommen?  Sie nutzen r\u00fccksichtslos das Vertrauen \u00e4lterer Menschen zur Polizei  aus. Haupts\u00e4chlich wenden sie zwei Maschen an: Der akzentfrei Deutsch sprechende Anrufer, der sich als Polizeibeamter ausgibt, spricht  seine Opfer mit Namen an und bringt  zuweilen zum Ausdruck, dass er  wei\u00df, wo sie wohnen. Er berichtet z.B. von vermehrten Einbr\u00fcchen in  der Umgebung und einem festgenommen T\u00e4ter, bei dem man Zettel mit  Namen und Adressen, auch die der Angerufenen, gefunden habe. Man  mache sich nun Sorgen und hinterfragt die vorhandenen Verm\u00f6genswerte. Diese wolle man f\u00fcr sie sicher verwahren&#8230; In anderen F\u00e4llen  berichtet man den Angerufenen von mafi\u00f6sen Strukturen bei ihrer Bank  und fordert sie auf, sicherheitshalber ihr Geld abzuheben,  Schlie\u00dff\u00e4cher zu r\u00e4umen und die Verm\u00f6genswerte zu Hause zu lagern.  Auf Bedenken der Bankmitarbeiter werden die Gesch\u00e4digten vorbereitet. Durch erneute Anrufe versichern sich die T\u00e4ter der Abholung des  Geldes und fordern nun zum Mitteilen von Banknotennummern auf. Darauf folgt die Behauptung, es handele sich um Falschgeld, dass die Polizei abholen m\u00fcsse&#8230; Die geschilderten Legenden sind nur zwei Beispiele  einer Vielzahl von Geschichten, die sich die T\u00e4ter einfallen lassen.  Sie gehen arbeitsteilig vor. Perfekt geschulte Telefonisten f\u00e4deln  die Abholungen ein. Es werden sogar &#8222;Rollenspiele&#8220; mit mehreren  Anrufern durchgef\u00fchrt. Wieder andere T\u00e4ter erscheinen sp\u00e4ter bei den  Opfern. Die T\u00e4ter bedienen sich modernster Telekommunikationsmittel,  die es erm\u00f6glichen, jede beliebige Rufnummer im Display der  Gesch\u00e4digten erscheinen zu lassen. Auch die der zust\u00e4ndigen  Kriminalpolizeidienststelle! \u00dcbrigens: Die Polizei ruft Sie nie  von  der Rufnummer 110 aus an. Die Gesch\u00e4digten erhalten auch eine  R\u00fcckrufnummer, in der Regel eines  Mobiltelefons, um mit den T\u00e4tern  Kontakt aufnehmen zu k\u00f6nnen. Sie werden sogar dazu ermuntert.  Anbahnungshandlungen k\u00f6nnen sich zum Teil \u00fcber Tage hinziehen. Nicht  selten wird den Gesch\u00e4digten glaubhaft gemacht, konspirativ an  Ermittlungen der Polizei mitzuwirken. Die T\u00e4ter erschleichen sich  durch ihr Vorgehen das Vertrauen der Gesch\u00e4digten, stellen sogar  Fangpr\u00e4mien in Aussicht. Ziel der T\u00e4ter ist es immer, sich Zutritt in die Wohnungen potentieller Opfer zu verschaffen, um dann durch  Ablenkung oder als Fortsetzung der dreisten L\u00fcgengeschichten an Geld  und Wertgegenst\u00e4nde zu gelangen. Die Polizei arbeitet mit Hochdruck  und eng vernetzt an der Ermittlung der T\u00e4ter, was sich aufgrund der  oben geschilderten Vorgehensweisen als sehr schwierig erweist. Sie  hat es mit hochprofessionell agierenden T\u00e4tergruppen zu tun. Was  k\u00f6nnen Sie tun, um sich und ihre Angeh\u00f6rigen zu sch\u00fctzen? &#8211;\t \u00dcberpr\u00fcfen Sie Ihren Telefonbucheintrag. \u00c4ndern Sie ihn  gegebenenfalls. Ihr Vorname sollte abgek\u00fcrzt sein und eine Anschrift  ist oft nicht n\u00f6tig. &#8211;\tMachen Sie Fremden gegen\u00fcber nie Angaben \u00fcber  Ihre Verm\u00f6genswerte. Polizeibeamte w\u00fcrden Sie nie danach oder gar  nach Passw\u00f6rtern fragen. &#8211;\tPolizei und Staatsanwaltschaft w\u00fcrden Sie  niemals telefonisch zu einer Zahlung auffordern. Sie erhalten immer  eine schriftliche Zahlungsaufforderung auf dem Postweg. &#8211;\tLassen Sie  sich nicht zu etwas dr\u00e4ngen, dass Ihnen nicht behagt. Falsche Scham  spielt den Betr\u00fcgern in die Tasche! &#8211;\tDeponieren Sie keine Wertsachen auf Anordnung vor dem Haus. &#8211;\tHaben sich Unbekannte angemeldet, holen Sie sich Unterst\u00fctzung ins Haus. Polizeibeamte in Zivil weisen sich  immer aus. &#8211;\tWenn Sie sich unsicher sind, notieren Sie Namen,  Dienststelle und Rufnummer des Anrufers und legen Sie auf. W\u00e4hlen Sie den Serviceruf der Polizei 110. Hier finden Sie unmittelbar  Unterst\u00fctzung. Die hohe Anzahl der angezeigten Betrugsversuche zeigt, dass sehr viele lebens\u00e4ltere Menschen sehr aufmerksam sind und sich  nicht darauf einlassen. Aber leider gilt dies nicht f\u00fcr jeden. Darum  bittet die Polizei Sie, auch lebens\u00e4ltere Angeh\u00f6rige, Nachbarn und  Bekannte aufzukl\u00e4ren. Wenn Sie bereits gesch\u00e4digt wurden oder jemand  versucht hat, Sie zu betr\u00fcgen, zeigen Sie dies bitte in jedem Fall  an. Weitere Hinweise entnehmen sie bitte dem Programm Polizeiliche  Kriminalpr\u00e4vention, www.polizei-beratung.de .     <\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.presseportal.de\/blaulicht\/pm\/2256\/3402214\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kiel (ots) &#8211; Sie sitzen meist im Ausland. Sie durchforsten deutsche Telefonb\u00fccher, gezielt nach \u00e4lteren Menschen, die dort auch mit<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"class_list":["post-207493","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-besondere-neuigkeiten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/207493","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=207493"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/207493\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=207493"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=207493"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=207493"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}