{"id":20944,"date":"2010-09-16T09:10:35","date_gmt":"2010-09-16T07:10:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=20944"},"modified":"2010-09-16T09:10:35","modified_gmt":"2010-09-16T07:10:35","slug":"zukunftige-fischereipolitik-in-der-eu-fischereiministerin-juliane-rumpf-setzt-akzente-in-brussel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/zukunftige-fischereipolitik-in-der-eu-fischereiministerin-juliane-rumpf-setzt-akzente-in-brussel\/","title":{"rendered":"Zuk\u00fcnftige Fischereipolitik in der EU: Fischereiministerin Juliane Rumpf setzt Akzente in Br\u00fcssel"},"content":{"rendered":"<p><a rel=\"attachment wp-att-17721\" href=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/2010\/06\/erstes-jahr-weltnaturerbe-wattenmeer-%e2%80%93-bilanz-von-umweltministerin-juliane-rumpf-ein-groser-gewinn-fur-schleswig-holstein\/dr-juliane-rumpf\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-17721\" title=\"Dr. Juliane Rumpf\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/Dr.-Juliane-Rumpf-214x320.jpg\" alt=\"\" width=\"214\" height=\"320\" srcset=\"https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/Dr.-Juliane-Rumpf-214x320.jpg 214w, https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/Dr.-Juliane-Rumpf-227x340.jpg 227w, https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/Dr.-Juliane-Rumpf.jpg 335w\" sizes=\"auto, (max-width: 214px) 100vw, 214px\" \/><\/a>BR\u00dcSSEL. Fischereiministerin Dr. Juliane Rumpf hat f\u00fcr die Zukunft der europ\u00e4ischen Fischereipolitik wichtige Forderungen aus der Sicht Schleswig-Holsteins benannt. Zugleich bekannte sie sich klar zur Zukunft der norddeutschen Fischerei insgesamt: &#8222;&#8220;F\u00fcr die K\u00fcstenl\u00e4nder geh\u00f6rt die Fischerei untrennbar zu unserer Identit\u00e4t.<!--more--> Wir wollen eine lebendige Fischerei, Fischwirtschaft und Angelfischerei bei uns erhalten&#8220;&#8220;, sagte sie. Anlass war eine gemeinsame Veranstaltung der norddeutschen L\u00e4nder im Hanse Office in Br\u00fcssel, an der auch Vertreter der Bundesregierung, der Europ\u00e4ischen Kommission, des Europ\u00e4ischen Parlaments sowie von Fischerei- und Angelverb\u00e4nden teilnahmen. Derzeit laufen auf EU-Ebene die Beratungen zur Weiterentwicklung der europ\u00e4ischen Fischereipolitik (GFP) ab dem Jahre 2013.<br \/>\nAls Hauptprobleme der schleswig-holsteinischen Fischerei benannte Frau Rumpf gegenw\u00e4rtig schlechte Erzeugerpreise, hohe Betriebskosten und zahlreiche b\u00fcrokratische Vorschriften, die nicht zuletzt europ\u00e4ischen Ursprungs seien. Dabei seien es vor allem Familienbetriebe, die die schleswig-holsteinische Fischereiflotte von ca. 770 Fahrzeugen zwischen sechs und 24 Metern L\u00e4nge betreiben und in der Nordsee vorrangig dem Krabbenfang, in der Ostsee hingegen der Fischerei auf Dorsch und Hering nachgingen.<br \/>\nMit Blick auf die Weiterentwicklung der GFP formulierte die Fischereiministerin vier wesentliche Forderungen. So m\u00fcsse das System der nationalen Fangquoten erhalten bleiben. Frau Rumpf: &#8222;&#8220;Das geltende Quotensystem stellt bei effektiver Fischereikontrolle am ehesten sicher, dass die Mitverantwortung f\u00fcr eine nachhaltige Fischerei gewahrt bleibt und die europ\u00e4ische Fischerei in allen EU-K\u00fcstenstaaten eine verl\u00e4ssliche Zukunftsperspektive hat. Dies ist f\u00fcr uns ein zentraler Punkt, der nicht verhandelbar ist&#8220;&#8220;, sagte sie. Auf einzelne Betriebe verteilte und frei handelbare Quoten, wie derzeit diskutiert, seien hierf\u00fcr eindeutig kontraproduktiv.<br \/>\nWeiter pl\u00e4dierte die Ministerin f\u00fcr einen Erhalt der Zw\u00f6lf-Seemeilen-Zone mit exklusiven Fangrechten f\u00fcr jeden EU-Mitgliedstaat; auch dieses System habe sich bew\u00e4hrt.<br \/>\nZudem sprach sie sich im Sinne einer nachhaltigen Ressourcenbewirtschaftung f\u00fcr eine Senkung der R\u00fcckw\u00fcrfe von so genanntem Beifang aus. Allerdings pl\u00e4dierte sie dabei f\u00fcr eine differenzierte Betrachtung und konkret f\u00fcr eine Selektionsverbesserung der Fangger\u00e4te; ein totales R\u00fcckwurfverbot sei beispielsweise in der Krabbenfischerei nicht sinnvoll, &#8222;&#8220;da ein Gro\u00dfteil der wieder \u00fcber Bord gegebenen Mengen aus \u00fcberlebensf\u00e4higen kleinen Krabben und Plattfischen besteht&#8220;&#8220;, erl\u00e4uterte sie.<br \/>\nSchlie\u00dflich sprach Fischereiministerin Rumpf mit dem Thema Neubauf\u00f6rderung noch ein Thema an, &#8222;&#8220;wo Bundesregierung und deutsche K\u00fcstenl\u00e4nder nicht einer Meinung&#8220;&#8220; seien. Sie forderte &#8222;&#8220;in Anbetracht der fortschreitenden \u00dcberalterung der deutschen Kutterflotte, das Durchschnittsalter liegt \u00fcber 30 Jahren, f\u00fcr regional ausgerichtete nachhaltige Fischereien die Neubauf\u00f6rderung wieder zuzulassen&#8220;&#8220;. Neubauten seien f\u00fcr die kleinen Familienbetriebe und Existenzgr\u00fcnder im Normalfall ansonsten nicht finanzierbar. Somit w\u00fcrden auch die Potentiale, die der technologische Fortschritt gerade im Hinblick auf die Energieeffizienz, den Umweltschutz und die Arbeitssicherheit biete, weitgehend nicht genutzt. &#8222;&#8220;Auch zum Erhalt der Wettbewerbsf\u00e4higkeit ist eine regelm\u00e4\u00dfige Erneuerung der Flotte jedoch erforderlich&#8220;&#8220;, betonte Juliane Rumpf.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BR\u00dcSSEL. Fischereiministerin Dr. Juliane Rumpf hat f\u00fcr die Zukunft der europ\u00e4ischen Fischereipolitik wichtige Forderungen aus der Sicht Schleswig-Holsteins benannt. 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