{"id":21295,"date":"2010-09-23T17:37:09","date_gmt":"2010-09-23T15:37:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=21295"},"modified":"2010-09-23T17:43:17","modified_gmt":"2010-09-23T15:43:17","slug":"forscher-haben-sich-bei-pflanzen-enorm-verschatzt-internationales-inventar-um-600-000-arten-gekurzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/forscher-haben-sich-bei-pflanzen-enorm-verschatzt-internationales-inventar-um-600-000-arten-gekurzt\/","title":{"rendered":"Forscher haben sich bei Pflanzen enorm versch\u00e4tzt &#8211; Internationales Inventar um 600.000 Arten gek\u00fcrzt"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" style=\"border: 0pt none;\" src=\"http:\/\/img.pte.at\/\/lowrespics\/1285080823i2247.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" align=\"middle\" \/>Urwald: Der gr\u00f6\u00dfte Teil ist immer noch unerforscht (Foto: W. Weitlaner)London\/Wien (pte\/22.09.2010\/06:00) &#8211;   \t Das weltweite Inventar an Pflanzen ist um mehr als 600.000 Arten gek\u00fcrzt  worden. Der Hauptgrund daf\u00fcr ist die Tatsache, dass viele der Gew\u00e4chse  mehrmals gez\u00e4hlt wurden. Damit k\u00f6nnte die Menge an weltweit vorkommenden  Samenpflanzen mittlerweile bei rund 300.000 Arten liegen, kommt ein  britisch-amerikanisches Forscherteam zum Schluss.<!--more-->Bisher gibt es kein weltweit g\u00fcltiges Z\u00e4hlsystem f\u00fcr Pflanzen.  Forscher kritisieren dies immer wieder, da es dadurch auch zu wenig  Informationen \u00fcber bedrohte Arten gibt. Gemeinsam mit dem Missouri  Botanical Gardens arbeiten Wissenschaftler der Kew Gardens <a href=\"http:\/\/www.kew.org\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.kew.org<\/a> an der Erstellung einer Liste s\u00e4mtlicher weltweit vorkommender Pflanzen.<strong>Wissenschaftliche Erkenntnisse dringend n\u00f6tig<\/strong><\/p>\n<p>&#8222;Ohne  akkurate Namen, die von Autorit\u00e4ten bestimmt werden, w\u00fcrde das  Verst\u00e4ndnis und die wissenschaftliche Kommunikation \u00fcber Pflanzen in  einem heillosen Chaos enden&#8220;, so Stephen Hooper, Direktor von den Kew  Gardens. Auch der Botaniker Manfred Fischer von der Universit\u00e4t Wien <a href=\"http:\/\/www.botanik.univie.ac.at\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.botanik.univie.ac.at<\/a> best\u00e4tigt im pressetext-Gespr\u00e4ch diese Tatsache. &#8222;Die Zahl der Namen  macht drei mal so viel aus wie jene der Arten&#8220;, erkl\u00e4rt der Experte.<\/p>\n<p>&#8222;Die  Problematik liegt in der Vergangenheit der Artbeschreibung und ist vor  allem in jenen Regionen, in denen die Flora relativ gut erforscht ist,  immanent&#8220;, so Fischer. Erst Ende des 19. Jahrhunderts haben  internationale Nomenklaturregeln einige Verbesserungen gebracht. Durch  das wissenschaftliche Grundprinzip, wonach der \u00e4lteste Name auch der  geltende ist, gebe es weiteren Forschungsbedarf.<\/p>\n<p>Neuere Ans\u00e4tze,  die auf genetische Analysen zur\u00fcckgreifen und damit die genauen  Verwandtschaftsverh\u00e4ltnisse kl\u00e4ren, bringen zus\u00e4tzliche Erkenntnisse.  Ein weiteres Problem ist die Definition zwischen Arten und Unterarten.  &#8222;Dieser schwankende Artbegriff kommt erschwerend hinzu&#8220;, erkl\u00e4rt der  Wissenschaftler.<\/p>\n<p><strong>Massives Problem des Artensterbens<\/strong><\/p>\n<p>Fischer  kritisiert im pressetext-Interview auch das massive Artensterben in den  tropischen Regionen der Erde. &#8222;Hier verschwinden Pflanzenarten, die  beispielsweise Palm\u00f6l-Monokulturen zum Opfer fallen. Und das noch bevor  sie erforscht wurden.&#8220; Das Artensterben sei eine Analogie zum  Klimaproblem.<\/p>\n<p>Auch beim Forschungsprojekt der beiden gro\u00dfen  botanischen Anstalten geht es um die Erfassung der Pflanzen weltweit.  Die Forscher, die an der neuen Inventurliste arbeiten, sind sich im  Klaren dar\u00fcber, dass ihr Vorhaben nicht ohne Probleme m\u00f6glich ist. &#8222;Das  Projekt ist wie eine Hochschaubahn und die Resultate werden sicherlich  weit von einer Perfektion entfernt sein&#8220;, so Projekt-Koordinator Eimear  Nic Lughadha von den Kew Gardens. Dennoch werde das die bisher beste  Liste sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Urwald: Der gr\u00f6\u00dfte Teil ist immer noch unerforscht (Foto: W. 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