{"id":213516,"date":"2016-11-07T15:39:00","date_gmt":"2016-11-07T14:39:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=213516"},"modified":"2016-11-07T15:39:01","modified_gmt":"2016-11-07T14:39:01","slug":"213516","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/213516\/","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/OpenDoors_neu.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright  wp-image-202765\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/OpenDoors_neu-550x215.jpg\" alt=\"OpenDoors_neu\" width=\"509\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/OpenDoors_neu-550x215.jpg 550w, https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/OpenDoors_neu-320x125.jpg 320w, https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/OpenDoors_neu.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 509px) 100vw, 509px\" \/><\/a>Zentralafrikanische Republik: Erneuter Ausbruch von Gewalt &#8211; Geh\u00e4uft auftretende religi\u00f6s motivierte \u00dcbergriffe in den vergangenen Wochen (Open Doors, Kelkheim) \u2013 Am vergangenen Wochenende sind in der Zentralafrikanischen Republik bei K\u00e4mpfen zwischen ehemaligen Seleka-Anh\u00e4ngern und Anti-Balaka-Milizen 25 Menschen ums Leben gekommen. Weitere wurden verwundet. Nachdem sich die Lage im Land nach den b\u00fcrgerkriegs\u00e4hnlichen Zust\u00e4nden in den Jahren 2012\u20132014 einigerma\u00dfen beruhigt hatte, kam es in den letzten Wochen verst\u00e4rkt zu neuen Ausbr\u00fcchen von religi\u00f6s motivierter Gewalt.<!--more--><\/p>\n<p><strong>Seleka und Anti-Balaka \u2013 ein anhaltender Konflikt<\/strong><\/p>\n<p>Die Angriffe in der Stadt Bambari n\u00f6rdlich der Hauptstadt Bangui gingen haupts\u00e4chlich von Anh\u00e4ngern der vor drei Jahren offiziell aufgel\u00f6sten muslimischen Seleka-Vereinigung aus. Heute sind diese Rebellengruppen vor allem noch in der Hauptstadt Bangui und im Nordosten des Landes aktiv. Zwischen 2012 und 2014 hatten Seleka-K\u00e4mpfer oft gezielt christliche St\u00e4dte und D\u00f6rfer angegriffen. Dabei wurden viele Christen get\u00f6tet oder verwundet, Frauen vergewaltigt, Kirchen und Wohnh\u00e4user gepl\u00fcndert und verw\u00fcstet oder niedergebrannt. Zur Selbstverteidigung gegen die Anschl\u00e4ge gr\u00fcndeten sich die sogenannten Anti-Balaka als eine Art B\u00fcrgerwehren, deren haupts\u00e4chlich aus animistischem oder nur nominell christlichem Hintergrund stammenden Mitglieder bald zum Gegenangriff \u00fcbergingen und Vergeltung an muslimischen Zivilisten \u00fcbten. Die Kirchenleiter im Land verurteilten dieses Vorgehen geschlossen und distanzierten sich davon. Insgesamt f\u00fchrte der Konflikt dazu, dass tausende Menschen get\u00f6tet und hunderttausende vertrieben wurden. Bis heute kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen den beiden militanten Parteien.<\/p>\n<p><strong>\u00dcber 100 Menschen get\u00f6tet<\/strong><\/p>\n<p>\u201eDie alten D\u00e4monen der Vergeltungsschl\u00e4ge scheinen wieder die Oberhand zu gewinnen\u201c, \u00e4u\u00dferte ein lokaler Kirchenleiter j\u00fcngst seine Sorge gegen\u00fcber World Watch Monitor. Am 12. Oktober griffen Ex-Seleka ein Fl\u00fcchtlingslager in Kaga Bandoro im abgelegenen Norden des Landes an. Sie pl\u00fcnderten das gesamte Gel\u00e4nde und ermordeten brutal mindestens 13 Menschen. Ende September wurden bei einem Massaker in der \u00fcberwiegend christlichen Stadt Kouango mehr als 85 Menschen get\u00f6tet, darunter auch Frauen und Kinder, und 152 verletzt. Drei Kirchen und hunderte H\u00e4user wurden niedergebrannt. Viele Einwohner flohen \u00fcber die nahegelegene Grenze in die Demokratische Republik Kongo. Bereits Mitte September waren bei \u00dcbergriffen von islamischen Rebellen in der n\u00e4heren Umgebung von Kaga Bandoro ebenfalls Christen get\u00f6tet und Kirchen gepl\u00fcndert worden. \u201eDie Seleka-Leute betrachten Kaga Bandoro als die Hauptstadt ihrer selbst erkl\u00e4rten Republik im Nordosten des Landes. Sie halten es f\u00fcr legitim, alle Nichtmuslime dort zu t\u00f6ten\u201c, sagte eine lokale Kontaktperson gegen\u00fcber World Watch Monitor.<\/p>\n<p>Die Lage in der Zentralafrikanischen Republik ist noch immer sehr angespannt. Ein Analyst des \u00fcberkonfessionellen christlichen Hilfswerks Open Doors, Yonas Dembele, meint dazu: \u201eNach der Wahl im M\u00e4rz, die zu mehr Stabilit\u00e4t f\u00fchren sollte, ist das Massaker von Kaga Bandoro der bislang deutlichste Hinweis auf die Fortsetzung der religi\u00f6s motivierten Gewalt. Der Pr\u00e4sident steht vor der umfassenden Herausforderung, Recht und Ordnung wieder herzustellen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Gottesdienstbesuche in christlichem Land gef\u00e4hrlich<\/strong><\/p>\n<p>Die\u00a0<a href=\"http:\/\/mailing.opendoors.de\/c\/26926969\/9eab2b6e36e4-og4kgl\">Zentralafrikanische Republik<\/a> belegt aktuell Platz 26 auf dem\u00a0<a href=\"http:\/\/mailing.opendoors.de\/c\/26926970\/9eab2b6e36e4-og4kgl\">Weltverfolgungsindex<\/a> von Open Doors, einer Rangliste von L\u00e4ndern, in denen Christen weltweit am st\u00e4rksten verfolgt werden. Zwar gilt das Land als \u00fcberwiegend christlich, doch durch den zunehmenden Einfluss eines extremistischen Islam wird es f\u00fcr die Christen immer schwieriger, ihren Glauben zu praktizieren. Wer einen Gottesdienst im Nordosten des Landes oder im Stadtteil PK5 von Bangui besucht, riskiert damit, Opfer eines Anschlags zu werden. Open Doors pflegt seit Jahren Kontakte zu den Kirchen in der Zentralafrikanischen Republik und unterst\u00fctzt von Gewalt betroffene Christen.<\/p>\n<p><em>Quellen: World Watch Monitor, Open Doors<\/em><\/p>\n<p><strong>Hinweis<\/strong>: Am <strong>9. November<\/strong> um <strong>21.45 Uhr<\/strong> wird die Aufzeichnung des <strong>Open\u00a0Doors\u00a0Tags 2016<\/strong> unter dem Thema \u201eIm Angesicht des Todes \u2013 Der mutige Glaube verfolgter Christen\u201c auf <strong>Bibel TV<\/strong> ausgestrahlt.<\/p>\n<p>Die PDF-Version dieser Open Doors Nachrichten finden Sie <a href=\"http:\/\/mailing.opendoors.de\/c\/26926971\/9eab2b6e36e4-og4kgl\">hier<\/a>.<\/p>\n<p><em>Bitte leiten Sie diese Nachricht an interessierte Freunde weiter oder teilen Sie sie direkt:<\/em><\/p>\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>\u00dcber Open DoorsWeit mehr als 100 Millionen Christen werden weltweit aufgrund ihres Glaubens verfolgt. Open Doors ist als \u00fcberkonfessionelles christliches Hilfswerk seit \u00fcber 60 Jahren in rund 60 L\u00e4ndern im Einsatz f\u00fcr verfolgte Christen. J\u00e4hrlich ver\u00f6ffentlicht Open Doors den Weltverfolgungsindex, eine Rangliste von L\u00e4ndern, in denen Christen am st\u00e4rksten verfolgt werden. Projekte von Open Doors umfassen Hilfe zur Selbsthilfe, Ausbildung von christlichen Leitern, Engagement f\u00fcr Gefangene, Nothilfe und Trauma-Arbeit, die Bereitstellung von Bibeln und christlicher Literatur sowie die Unterst\u00fctzung von Familien ermordeter Christen. Mit einer breiten \u00d6ffentlichkeitsarbeit informiert das Werk in Publikationen und mit Vortr\u00e4gen \u00fcber Christenverfolgung und ruft zu Gebet und Hilfe f\u00fcr verfolgte Christen auf.<br \/>\nDie Arbeit von Open Doors Deutschland e.V. wird durch Spenden finanziert. Das Werk tr\u00e4gt das Spendenpr\u00fcfzertifikat der Deutschen Evangelischen Allianz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<table width=\"600\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"600\"><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zentralafrikanische Republik: Erneuter Ausbruch von Gewalt &#8211; Geh\u00e4uft auftretende religi\u00f6s motivierte \u00dcbergriffe in den vergangenen Wochen (Open Doors, Kelkheim) \u2013<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[22],"tags":[],"class_list":["post-213516","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-glaubhaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/213516","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=213516"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/213516\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":213542,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/213516\/revisions\/213542"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=213516"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=213516"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=213516"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}