{"id":21536,"date":"2010-09-28T07:16:02","date_gmt":"2010-09-28T05:16:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=21536"},"modified":"2010-09-28T07:16:02","modified_gmt":"2010-09-28T05:16:02","slug":"stadtleben-hartet-ab-gegen-krankheiten-hoheres-infektionsrisiko-machte-stadtmenschen-resistenter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/stadtleben-hartet-ab-gegen-krankheiten-hoheres-infektionsrisiko-machte-stadtmenschen-resistenter\/","title":{"rendered":"Stadtleben h\u00e4rtet ab gegen Krankheiten &#8211; H\u00f6heres Infektionsrisiko machte Stadtmenschen resistenter"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" style=\"border: 0pt none;\" src=\"http:\/\/img.pte.at\/\/lowrespics\/1285338102i20049.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"234\" align=\"middle\" \/>Stadt: Wo es Keime gibt, kann das Immunsystem trainieren (Foto: pixelio.de\/Broiango)<\/p>\n<p>London\/Cardiff\/K\u00f6ln (pte\/27.09.2010\/06:10) &#8211;   \t Kulturen, die schon fr\u00fch in St\u00e4dten lebten, sind besser gegen Lepra und  Tuberkulose gesch\u00fctzt. Das berichten britische Forscher um Ian Barnes  von der Royal Holloway University <a href=\"http:\/\/www.rhul.ac.uk\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.rhul.ac.uk<\/a> in der Zeitschrift &#8222;Evolution&#8220;. Optimale Brutst\u00e4tten f\u00fcr Krankheiten  waren St\u00e4dte schon immer aufgrund von Schmutz, Ratten, Fl\u00f6hen und  Menschenmassen. Genau das habe jedoch dazu gef\u00fchrt, dass Stadtmenschen  dank des \u00dcberlebens der Widerstandsf\u00e4higsten im Lauf der Geschichte  immer besser vor Infektionen gefeit waren.<!--more--><strong>Vorteil der fr\u00fchen Hochkulturen<\/strong><\/p>\n<p>Die Forscher entnahmen Freiwilligen aus 17 Regionen in Europa, Asien  und Afrika DNA-Proben. In diesen suchten sie nach einer Genvariante,  die resistent gegen die beiden Krankheiten macht. Deutlich zeigte sich,  dass die Nachfahren der fr\u00fchen Hochkulturen, die schon fr\u00fch St\u00e4dte  bauten, dieses Gen viel eher besa\u00dfen. Bei Menschen, die im Nahen Osten,  Indien oder im europ\u00e4ischen Mittelmeerraum lebten, war das Resistenzgen  fast immer vorhanden. Das Ergebnis sehen die Forscher auch als Erkl\u00e4rung  f\u00fcr die globalen Unterschiede in den Krankheitsresistenzen.<\/p>\n<p>Als &#8222;plausibel&#8220; bezeichnet Martin Siegel vom K\u00f6lner Institut f\u00fcr Gesundheits\u00f6konomie <a href=\"http:\/\/gesundheitsoekonomie.uk-koeln.de\/\" target=\"_blank\">http:\/\/gesundheitsoekonomie.uk-koeln.de<\/a> die These. &#8222;Je d\u00fcnner besiedelt eine Gegend ist, desto weniger  M\u00f6glichkeiten haben die Erreger, sich zu \u00fcbertragen.&#8220; Wie gut ein Mensch  auf Krankheitserreger reagiert, d\u00fcrfe jedoch vor allem von der Umwelt  abh\u00e4ngen. &#8222;So ist erkl\u00e4rbar, dass Westeurop\u00e4er bei Reisen in  Entwicklungsl\u00e4nder oft empfindlicher auf Keime im Trinkwasser reagieren  als Menschen, die dort aufgewachsen sind&#8220;, so der Experte gegen\u00fcber  pressetext.<\/p>\n<p><strong>Psyche braucht sozialen Halt<\/strong><\/p>\n<p>Ob dasselbe auch f\u00fcr die psychische Gesundheit gilt, ist allerdings  zu bezweifeln. In den &#8222;Archives of General Psychiatry&#8220; berichtet Stanley  Zammit von der Cardiff University <a href=\"http:\/\/www.cardiff.ac.uk\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.cardiff.ac.uk<\/a>,  dass Schizophrenie im st\u00e4dtischen Umfeld weit h\u00e4ufiger vorkommt als am  Land. Der Forscher untersuchte dazu Daten von \u00fcber 200.000 Schweden.  Schuld daran seien nicht L\u00e4rm, Reiz\u00fcberflutung, die h\u00f6here  Gewaltkriminalit\u00e4t und Bev\u00f6lkerungsdichte, sondern die Anonymit\u00e4t und  der fehlende soziale Zusammenhalt. &#8222;Je schlechter die sozialen Netzwerke  eines Stadtviertels, desto h\u00e4ufiger nicht-affektive Psychosen&#8220;, so  Zammit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stadt: Wo es Keime gibt, kann das Immunsystem trainieren (Foto: pixelio.de\/Broiango) London\/Cardiff\/K\u00f6ln (pte\/27.09.2010\/06:10) &#8211; Kulturen, die schon fr\u00fch in St\u00e4dten<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[11],"tags":[],"class_list":["post-21536","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-menschlich-gesehen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21536","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21536"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21536\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21536"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21536"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21536"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}