{"id":22402,"date":"2010-10-14T22:06:31","date_gmt":"2010-10-14T20:06:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/2010\/10\/menschheit-verbraucht-im-moment-15-erden-planet-kann-nicht-nachproduzieren-konsum-seit-1980-zu-hoch\/"},"modified":"2010-10-14T22:06:31","modified_gmt":"2010-10-14T20:06:31","slug":"menschheit-verbraucht-im-moment-15-erden-planet-kann-nicht-nachproduzieren-konsum-seit-1980-zu-hoch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/menschheit-verbraucht-im-moment-15-erden-planet-kann-nicht-nachproduzieren-konsum-seit-1980-zu-hoch\/","title":{"rendered":"Menschheit verbraucht im Moment 1,5 Erden &#8211; Planet kann nicht nachproduzieren &#8211; Konsum seit 1980 zu hoch"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" style=\"border: 0pt none;\" src=\"http:\/\/img.pte.at\/\/lowrespics\/1286966057i13083.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"214\" align=\"middle\" \/>Verbrannte W\u00e4lder: Unser Lebensstil \u00fcberfordert die Erde (Foto: WWF)<\/p>\n<p>London\/Wien (pte\/13.10.2010\/13:50) &#8211;   \t Unsere Lebensweise ist immer weniger nachhaltig. Eineinhalb Jahre  braucht unser Planet derzeit um zu ersetzen, was wir in einem Jahr  verbrauchen. In reichen L\u00e4ndern ist das Verh\u00e4ltnis noch viel  ung\u00fcnstiger. Das zeigt der &#8222;Living Planet Report&#8220;, den  Umweltschutzorganisationen heute in London pr\u00e4sentiert haben. Der  Bericht, der seit 1998 alle zwei Jahre erscheint, gibt aktuell den  Forschungsstand von 2007 wieder.<!--more-->Die Diagnose des Zustands vom &#8222;Patient Erde&#8220; hat sich gegen\u00fcber  2008 verschlechtert, als der Verbrauch mit 1,3 Erden beziffert wurde.  &#8222;Einerseits steigt die Abholzung weiter, andererseits kann der Bericht  nun auf mehr und detailliertere Daten zur\u00fcckgreifen als zuletzt&#8220;,  erkl\u00e4rt Franko Petri von WWF \u00d6sterreich <a href=\"http:\/\/wwf.at\/\" target=\"_blank\">http:\/\/wwf.at<\/a> im pressetext-Interview die Ver\u00e4nderung. Auch die Zukunftsprognosen  gehen nun davon aus, dass man bereits im Jahr 2030 statt erst 2050 auf  einen Verbrauch von zwei Erden kommen wird, 2050 sogar auf fast drei.  Seit Beginn der 80er-Jahre kann die Erde unserem Wirtschaften nicht mehr  nachkommen.<\/p>\n<p><strong>Rechnung f\u00fcr Umwelts\u00fcnden<\/strong><\/p>\n<p>Hinter dieser Entwicklung stehen die gro\u00dfen Umweltprobleme der  Gegenwart, allen voran die Treibhausgase, deren Aussto\u00df heute elfmal  h\u00f6her ist als 1961. 70 Prozent der Fischgr\u00fcnde sind durch die  industrielle Fischerei stark gesch\u00e4digt (pressetext berichtete: <a href=\"http:\/\/pressetext.com\/news\/100505032\/\" target=\"_blank\">http:\/\/pressetext.com\/news\/100505032\/<\/a> ), was 520 Mio. Menschen, die von der Fischerei leben, gef\u00e4hrdet. Die  Abholzung schreitet voran, wobei 130.000 Quadratkilometer Wald j\u00e4hrlich  in Weide- und Ackerland umgewandelt werden. Das entspricht der  gemeinsamen Gr\u00f6\u00dfe von \u00d6sterreich und der Schweiz.<\/p>\n<p>Ein Resultat dieser Entwicklungen ist das Artensterben. 30 Prozent  der 1970 lebenden Arten &#8211; in den Tropen sogar doppelt so viele &#8211; sind  heute verschwunden. Dammbauten und Flussregulierungen sind daran  wesentlich beteiligt &#8211; und sorgen auch f\u00fcr die Zuspitzung der globalen  Wasserkrise (siehe: <a href=\"http:\/\/pressetext.com\/news\/100203025\/\" target=\"_blank\">http:\/\/pressetext.com\/news\/100203025\/<\/a> ). 900 Mio. Menschen verf\u00fcgen derzeit nicht \u00fcber sauberes Trinkwasser  und 2,5 Mrd. fehlen saubere Sanit\u00e4ranlagen. Im Jahr 2025 werden 5,5 Mrd.  Menschen mit Wasserknappheit zu k\u00e4mpfen haben, warnt der Bericht.<\/p>\n<p><strong>Norden lagert Umweltprobleme aus<\/strong><\/p>\n<p>Nur im Norden erholen sich Tier- und Pflanzenarten dank Umwelt- und  Naturschutz und auch der Wasser-Fu\u00dfabdruck scheint in Mitteleuropa in  Ordnung zu sein. Der Schein tr\u00fcgt jedoch. &#8222;Durch die Importe verbrauchen  wir um ein Vielfaches mehr an Ressourcen und auch an Wasser. Der reiche  Norden lagert seine Umweltprobleme blo\u00df aus&#8220;, betont Petri. Das  verdeutlichen die Details des Reports. Weltweit verbraucht jeder  j\u00e4hrlich 2,7 Hektar zur Erzeugung von Ressourcen und CO2-Aufnahme, wovon  die Erde nur 1,8 Hektar wieder gutmachen kann. &#8222;In Deutschland,  \u00d6sterreich und der Schweiz betr\u00e4gt diese Fl\u00e4che \u00fcber f\u00fcnf Hektar, in  L\u00e4ndern wie Indien nur 0,5 Hektar.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Radikaler Wandel n\u00f6tig<\/strong><\/p>\n<p>Das Problem spitzt sich weiter zu, da die Menschheit bis 2050 die  Neun-Milliarden-Marke erreichen wird. Die L\u00f6sungen liegen auf der Hand,  ist der WWF \u00fcberzeugt. &#8222;Stopp der Entwaldung, Erkl\u00e4rung von 15 Prozent  der Erdoberfl\u00e4che zum Schutzgebiet, Reduktion des Konsums und  Ressourcenverbrauchs, mehr Energieeffizienz und Ersatz von fossilen  Energiequellen durch erneuerbare&#8220;, z\u00e4hlt Petri auf. Der Aussto\u00df von  Treibhausgasen m\u00fcsse sich bis 2050 um 80 Prozent reduzieren, zudem sei  der Kampf gegen Hunger und Armut unumgehbar. &#8222;Erst wenn man Frauen mehr  Rechte gibt und die Gesundheit sowie die sozialen Leistungen im S\u00fcden  verbessert, flacht der Bev\u00f6lkerungsanstieg ab.&#8220;<\/p>\n<p>Dieser radikale Wandel muss im n\u00e4chsten Klimaabkommen enthalten  sein, so der Umweltexperte. Der UN-Klimagipfel 2009 in Kopenhagen hat  ein solches Globalziel weit verfehlt, f\u00fcr den im Dezember 2010  stattfindenden Gipfel in Cancun oder Johannesburg 2011 sei es jedoch  verpflichtend. &#8222;Das Kyoto-Protokoll l\u00e4uft 2012 aus. Zudem kommt der  Norden kommt seiner Selbstverpflichtung f\u00fcr Hilfsleistungen an den S\u00fcden  auch bisher nicht nach&#8220;, erinnert Petri.<\/p>\n<p>Download des Berichts unter: <a href=\"http:\/\/wwf.at\/de\/livingplanetreport2010\/\" target=\"_blank\">http:\/\/wwf.at\/de\/livingplanetreport2010\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verbrannte W\u00e4lder: Unser Lebensstil \u00fcberfordert die Erde (Foto: WWF) London\/Wien (pte\/13.10.2010\/13:50) &#8211; Unsere Lebensweise ist immer weniger nachhaltig. 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