{"id":2249,"date":"2006-04-28T08:26:12","date_gmt":"2006-04-28T08:26:12","guid":{"rendered":"http:\/\/testserver\/wordpress\/?p=2149"},"modified":"2006-04-28T08:26:12","modified_gmt":"2006-04-28T08:26:12","slug":"kinder_brauchen_unsere_achtsamkeit_und_frsorge__kinderschutzbund_und_nordelbis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/kinder_brauchen_unsere_achtsamkeit_und_frsorge__kinderschutzbund_und_nordelbis\/","title":{"rendered":"Kinder brauchen unsere Achtsamkeit und F\u00fcrsorge &#8211; Kinderschutzbund und Nordelbis"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" title=\"kindkirche\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/images\/topics\/kindkirche.jpg\" alt=\"kindkirche\" \/><br \/>\nKiel\/L\u00fcbeck (gg\/nr). Die Zahl der schweren Misshandlungen von Kindern unter 15 Jahren ist in Schleswig-Holstein weiter gestiegen. Die Kriminalstatistik weist f\u00fcr das vergangene Jahre 111 F\u00e4lle aus, die der Polizei gemeldet wurden. Im Jahr 2004 waren es noch 86. <\/p>\n<p>Grund genug, am kommenden Sonntag (30. April) auch in Schleswig-Holstein den vom Deutschen Kinderschutzbund zum dritten Mal ausgerufenen Tag f\u00fcr gewaltfreie Kindererziehung zu nutzen, um den besonderen Schutz von Kindern einzufordern. Der Kinderschutzbund Schleswig-Holstein und die Nordelbische Evangelisch-Lutherische Kirche haben sich in diesem Jahr zusammengetan und machen gemeinsam auf die Problematik aufmerksam. Dies geschieht unter anderem mit einem Faltblatt, das beide Institutionen aufgelegt haben, und mit einem zentralen Gottesdienst in der L\u00fcbecker Marienkirche, den Bisch\u00f6fin B\u00e4rbel Wartenberg-Potter halten wird. <\/p>\n<p><!--more-->F\u00fcr den Kinderschutzbund Schleswig-Holstein macht deren Vorsitzende Irene Johns, darauf aufmerksam, dass immer noch die H\u00e4lfte aller Eltern davon ausgeht, eine Ohrfeige sei als Mittel der Erziehung erlaubt. &#8222;In der Beratung und Krisenhilfe beobachten wir, dass die angewendete Gewalt roher wird, wir sehen immer j\u00fcngere Kinder&#8220;, sagt Irene Johns, verweist aber gleichzeitig auch auf die andere Seite der Erziehungsrealit\u00e4t, wonach 91 Prozent der Eltern in der Gewaltfreiheit ein Ideal sieht. Der Kinderschutzbund propagiere ein Erziehungsverst\u00e4ndnis, das sich auf den gegenseitigen Respekt von Eltern und Kindern gr\u00fcnde. Gewalt in der Erziehung sei ein Problem, das alle Bev\u00f6lkerungsschichten angehe und M\u00fctter ebenso wie V\u00e4ter. &#8222;Wir wollen dazu beitragen, dass immer mehr Eltern gewaltfrei erziehen und diesen Wunsch umsetzen k\u00f6nnen&#8220;, erkl\u00e4rt Irene Johns.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Bisch\u00f6fin des Sprengels Holstein-L\u00fcbeck, B\u00e4rbel-Wartenberg-Potter, ist es unverzichtbar, &#8222;unser besonderes Augenmerk auf die praktizierte Gewalt und den Missbrauch in der Familie gegen\u00fcber Kindern zu legen. Einmal, weil Kinder ganz besonders unserer Achtsamkeit und F\u00fcrsorge anvertraut sind, zum anderen, weil gewaltt\u00e4tiges Verhalten fr\u00fch gelernt wird und es wichtig ist, gewaltfreie L\u00f6sungswege aus Konflikten zu erleben. Jesus selbst, so wird es im Markus-Evangelium berichtet, hat sich f\u00fcr den Schutz der Kinder eingesetzt und Angriffe gegen sie abgewehrt&#8220;, erinnert die Bisch\u00f6fin.<\/p>\n<p>Auf einer heute in Kiel anberaumten Pressekonferenz stellten Vertreterinnen der Nordelbischen Kirche und des Kinderschutzbundes zwei Projekte vor, mit denen der Gewalt in der Kindererziehung vorgebeugt werden soll. In den 18 evangelischen Kindertagesst\u00e4tten des Kirchenkreises Flensburg l\u00e4uft das Gewaltpr\u00e4ventionsprojekt &#8222;Faustlos&#8220; mit Erfolg. &#8222;Darin machen Kinder, Eltern und Erzieherinnen der evangelischen Kindertagesst\u00e4tten ebenso wie die Grundschulen, die die Kinder aufnehmen, gute Erfahrungen und erleben t\u00e4glich: Friedenserziehung im Kindergarten ist effektiv und sinnvoll&#8220;, sagte Carmen Rahlf, Diakoniepastorin und Leiterin des Evangelischen Kindertagesst\u00e4ttenwerkes.<\/p>\n<p>Lidija Baumann hob das vom Kinderschutzbund initiierte Projekt &#8222;Starke Eltern &#8211; Starke Kinder(r)&#8220; hervor. &#8222;In entspannter Atmosph\u00e4re lernen Eltern, neu auf die manchmal verfahrenen Alltagssituationen zu sehen&#8220;, so die Multiplikatorentrainerin f\u00fcr Elternkurse. In dem Treffen sechs Monate nach einem Elternkurs z\u00f6gen die Kursleiter mit den Eltern oft die Bilanz, dass sie ihr Kind anders wahr n\u00e4hmen, ohne dass es sich ver\u00e4ndert habe.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Jugendpastor der Nordelbischen Kirche, J\u00f6rn M\u00f6ller, ist es in diesem Zusammenhang wichtig, am Tag f\u00fcr gewaltfreie Erziehung den Druck auf die Eltern nicht zu erh\u00f6hen. &#8222;Wir m\u00fcssen Eltern mit Schw\u00e4chen und Scheitern wahrnehmen. Erziehung kann misslingen. Erkennen die Eltern dies, zeigen sie Bedauern und Reue und kehren auf den Weg des gewaltfreien Umgangs zur\u00fcck, muss man als Christ auch vergeben k\u00f6nnen&#8220;, sagte der Jugendpastor auf der Pressekonferenz.<\/p>\n<p>Der zentrale Gottesdienst f\u00fcr Schleswig-Holstein &#8211; gestaltet mit dem  Nordelbischen Jugendpfarramt und dem Kinderschutzbund &#8211; findet am Sonntag, 30. April, um 10 Uhr in der Marienkirche zu L\u00fcbeck statt. Die Predigt h\u00e4lt Bisch\u00f6fin B\u00e4rbel Wartenberg-Potter. <\/p>\n<p>F\u00fcr die j\u00fcngsten  Besucher wird &#8211; nach einem gemeinsamen Beginn &#8211; in der Briefkapelle ein speziell auf sie zugeschnittener Kindergottesdienst angeboten. Dar\u00fcber hinaus werden auch in einzelnen Kirchengemeinden in Nordelbien die regul\u00e4ren Sonntagsgottesdienste und Kindergottesdienste zum Tag f\u00fcr gewaltfreie Erziehung gestaltet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kiel\/L\u00fcbeck (gg\/nr). Die Zahl der schweren Misshandlungen von Kindern unter 15 Jahren ist in Schleswig-Holstein weiter gestiegen. 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