{"id":22735,"date":"2010-10-20T11:43:09","date_gmt":"2010-10-20T09:43:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=22735"},"modified":"2010-10-20T11:43:09","modified_gmt":"2010-10-20T09:43:09","slug":"schwips-gen-als-waffe-gegen-alkoholismus-warum-manche-menschen-die-alkohol-wirkung-rascher-spuren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/schwips-gen-als-waffe-gegen-alkoholismus-warum-manche-menschen-die-alkohol-wirkung-rascher-spuren\/","title":{"rendered":"Schwips-Gen als Waffe gegen Alkoholismus &#8211; Warum manche Menschen die Alkohol-Wirkung rascher sp\u00fcren"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" style=\"border: 0pt none;\" src=\"http:\/\/img.pte.at\/\/lowrespics\/1287566411i7848.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" align=\"middle\" \/>Sektgl\u00e4ser: Wirkung von Alkohol ist sehr unterschiedlich (Foto: aboutpixel.de\/Rainer Sturm)<\/p>\n<p>Chapel Hill  (pte\/20.10.2010\/11:00) &#8211;   \t Wissenschaftler der University of North Carolina <a href=\"http:\/\/www.unc.edu\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.unc.edu<\/a> haben ein Schwips-Gen identifiziert, das erkl\u00e4rt, warum manche Menschen  die Wirkung von Alkohol rascher sp\u00fcren als andere. Das Team um Kirk  Wilhelmsen geht davon aus, dass zehn bis 20 Prozent der Menschen \u00fcber  das Gen CYP2E1 verf\u00fcgen. Die Forscher hoffen, dass dieses Gen einen  gewissen Schutz gegen Alkoholismus bieten kann.<!--more--><strong>Nicht bis zum Vollrausch<\/strong><\/p>\n<p>Menschen, die stark auf Alkohol reagieren, werden weniger  wahrscheinlich s\u00fcchtig. Die Wissenschaftler betonen, dass die aktuelle  Untersuchung darauf abzielt, die Sucht zu bek\u00e4mpfen und nicht eine  M\u00f6glichkeit f\u00fcr einen billigen Rausch zu bieten. Menschen k\u00f6nnten eines  Tages Medikamente mit CYP2E1 einnehmen, damit sie empfindlicher auf  Alkohol reagieren. Das Ziel dabei w\u00e4re es nicht, schneller betrunken zu  werden, sondern zu verhindern, dass bis zum Vollrausch getrunken wird.<\/p>\n<p>Wilhelmsen erkl\u00e4rte, dass es noch eine ganze Weile dauern werde bis  ein derartiges Medikamente wirklich auf den Markt gebracht werden kann.  Die jetzt identifizierten Gene erkl\u00e4rten jedoch zu einem guten Teil, wie  Alkohol im Gehirn wirkt, hei\u00dft es bei BBC Online. Der meiste Alkohol  wird in der Leber abgebaut. Ein Teil gelangt jedoch ins Gehirn und wird  dort von einem Enzym abgebaut, f\u00fcr das das Gen CYP2E1 kodierte  Instruktionen liefert. Menschen, die \u00fcber die Schwips-Version des Gens  verf\u00fcgen, bauen den Alkohol rascher ab und f\u00fchlen seine Wirkung deutlich  rascher als andere.<\/p>\n<p>An der Studie nahmen mehr als 200 Studentenpaare teil, die  Geschwister waren. Sie verf\u00fcgten \u00fcber einen alkoholabh\u00e4ngigen  Elternteil, hatten selbst aber keine Probleme mit dem Alkohol. Die  Wissenschaftler verabreichten den Studenten eine Mischung aus  G\u00e4rungsalkohol und Soda. In regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden wurden sie in der  Folge befragt, ob sie sich betrunken oder n\u00fcchtern, m\u00fcde oder wach  f\u00fchlten. Diese Ergebnisse wurden mit den Gentests der Studenten  verglichen. Es zeigte sich, dass das Gen CYP2E1 auf dem Chromosom 10  festzulegen scheint, wie viel Alkohol ein Mensch vertr\u00e4gt.<\/p>\n<p><strong>Behandlung gegen Alkoholabh\u00e4ngigkeit<\/strong><\/p>\n<p>Laut Wilhelmsen sind weitere Studien erforderlich, um zu ermitteln,  ob diese Studienergebnisse bei der Entstehung neuer Behandlungsans\u00e4tze  gegen Alkoholabh\u00e4ngigkeit helfen k\u00f6nnen. &#8222;Alkoholismus ist eine sehr  komplexe Krankheit und es gibt zahlreiche Gr\u00fcnde warum Menschen trinken.  Das k\u00f6nnte nur einer der Gr\u00fcnde daf\u00fcr sein.&#8220;<\/p>\n<p>Details der Studie sind im Fachmagazin Alcoholism: Clinical and Experimental Research <a href=\"http:\/\/onlinelibrary.wiley.com\/journal\/10.1111\/\" target=\"_blank\">http:\/\/onlinelibrary.wiley.com\/journal\/10.1111\/<\/a>(ISSN)1530-0277\/issues erschienen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sektgl\u00e4ser: Wirkung von Alkohol ist sehr unterschiedlich (Foto: aboutpixel.de\/Rainer Sturm) Chapel Hill (pte\/20.10.2010\/11:00) &#8211; Wissenschaftler der University of North Carolina<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[11],"tags":[],"class_list":["post-22735","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-menschlich-gesehen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22735","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=22735"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22735\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=22735"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=22735"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=22735"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}