{"id":227652,"date":"2017-03-08T10:12:49","date_gmt":"2017-03-08T09:12:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=227652"},"modified":"2017-03-09T10:14:57","modified_gmt":"2017-03-09T09:14:57","slug":"arbeitsmarktbilanz-2016-und-ausblick-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/arbeitsmarktbilanz-2016-und-ausblick-2017\/","title":{"rendered":"Arbeitsmarktbilanz 2016 und Ausblick 2017"},"content":{"rendered":"<p><strong>Arbeitsmarktbilanz 2016 und Ausblick 2017 &#8211;<\/strong>Die deutsche Wirtschaft hat im Jahr 2016 ihren moderaten Aufschwung fortgesetzt. Auch Ereignisse wie die Brexit-Entscheidung haben den Aufw\u00e4rtstrend nicht wesentlich beeinflusst. Wichtigste Konjunkturst\u00fctze blieb der inl\u00e4ndische Konsum, der von der positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt getragen wurde. <!--more--><\/p>\n<p>Arbeitslosigkeit und Unterbesch\u00e4ftigung sind jahresdurchschnittlich gesunken, obwohl sich mehr gefl\u00fcchtete Menschen arbeitslos meldeten oder als Teilnehmer arbeitsmarktpolitischer Ma\u00dfnahmen in der Unterbesch\u00e4ftigung gez\u00e4hlt wurden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eAuch im Bezirk der Agentur f\u00fcr Arbeit L\u00fcbeck sind wir auf einer sehr guten Basis ins Jahr 2017 gestartet. Die Arbeitslosigkeit ist so niedrig wie zuletzt 1992 und die Arbeitslosenquote lag in der Hansestadt L\u00fcbeck im Jahresdurchschnitt bei 9,1 Prozent\u201c, erkl\u00e4rt Markus Dusch, Vorsitzender der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung in der Agentur f\u00fcr Arbeit L\u00fcbeck.<\/p>\n<p>\u201eDie hohe Fl\u00fcchtlingszuwanderung im Jahr 2015 hat sich bisher nur moderat auf die Arbeitslosigkeit ausgewirkt. Ein Gro\u00dfteil der gefl\u00fcchteten Menschen befindet sich noch im Asylverfahren, besucht einen Kurs des Bundesamtes f\u00fcr Migration und Fl\u00fcchtlinge oder eine F\u00f6rderma\u00dfnahme der Arbeitsagentur oder des Jobcenters. Ich gehe davon aus, dass 2017 mehr gefl\u00fcchtete Menschen dem Arbeitsmarkt zur Verf\u00fcgung stehen werden. Diese Menschen brauchen die Chance, hier ihren Lebensunterhalt durch Arbeit zu verdienen. Wichtig ist deshalb eine fr\u00fch einsetzende und enge Verzahnung von Sprachf\u00f6rderung, betrieblicher Praxis und Qualifizierung. In enger Kooperation mit Unternehmen kann zum Beispiel sozialversicherungspflichtige Besch\u00e4ftigung mit dem Erwerb berufsbegleitender Teilqualifikationen und berufsbezogener Sprachf\u00f6rderung kombiniert werden. Aufgrund der demografischen Entwicklung wird in vielen Bereichen die Nachwuchs- und Fachkr\u00e4ftegewinnung schwieriger und bremst sogar weitere Besch\u00e4ftigungszuw\u00e4chse. Hier bietet neben der Integration gefl\u00fcchteter Menschen die Aus- und Weiterbildung Geringqualifizierter gute Chancen. Sie k\u00f6nnen neben einer T\u00e4tigkeit berufsbegleitend bis zum Erwerb eines Berufsabschlusses qualifiziert werden. Wichtig ist f\u00fcr Unternehmen individuelle Personalstrategien zu entwickeln und alle Potenziale zu nutzen. Sie sollten zu Kompromissen bei der Stellenbesetzung bereit sein und versteckten Talenten eine Chance geben. Wir informieren gerne \u00fcber die F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten\u201c, bietet Dusch an.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>1. Besch\u00e4ftigung<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bereits das elfte Jahr in Folge steigt die Zahl der sozialversicherungspflichtig Besch\u00e4ftigten in der Hansestadt L\u00fcbeck an. Laut der aktuellsten Daten haben 92.547 sozialversicherungspflichtig Besch\u00e4ftigte Ende Juni 2016 in der Hansestadt L\u00fcbeck gearbeitet, ein Plus von 2.220 oder 2,5 Prozent. Die Entwicklung fiel etwas schw\u00e4cher als in Schleswig-Holstein (+2,7 Prozent) und etwas st\u00e4rker als im Bundesgebiet (+2,0 Prozent) aus.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bei der Zahl der geringf\u00fcgig entlohnten Besch\u00e4ftigten ist nach einem R\u00fcckgang im Jahr 2015 erneut ein Anstieg auf 19.569 (+348 oder 1,8 Prozent) zu beobachten, ebenso wie in Schleswig-Holstein (+1,3 Prozent) und im Bundesgebiet (+0,8 Prozent). Das spricht daf\u00fcr, dass der gesetzliche Mindestlohn zu keinem dauerhaften Arbeitsplatzverlust gef\u00fchrt hat. Eine geringf\u00fcgig entlohnte Besch\u00e4ftigung liegt vor, wenn das Arbeitsentgelt aus dieser Besch\u00e4ftigung regelm\u00e4\u00dfig im Monat 450 Euro nicht \u00fcberschreitet.<\/p>\n<p>Die Mehrfachbesch\u00e4ftigungsquote betr\u00e4gt 7,9 Prozent und liegt damit unter dem Landesdurchschnitt von 9,1 Prozent. Sie gibt an, wie hoch der Anteil der Mehrfachbesch\u00e4ftigten an allen Besch\u00e4ftigten ist. Die bedeutsamste Form der Mehrfachbesch\u00e4ftigung ist die Kombination von sozialversicherungspflichtigem und geringf\u00fcgigem Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnis. In die Erwerbst\u00e4tigenrechnung gehen allerdings alleine die ausschlie\u00dflich geringf\u00fcgig entlohnt Besch\u00e4ftigten ein, weil die Nebenjobber schon mit ihrer Hauptbesch\u00e4ftigung gez\u00e4hlt werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Besch\u00e4ftigung beruht sowohl auf mehr Vollzeit- als auch auf mehr Teilzeitbesch\u00e4ftigung. Mit der Umsetzung einer EU Richtlinie im Teilzeit- und Befristungsgesetz im Jahr 2001 wurden die Rechte der Arbeitnehmer zur Verringerung der Arbeitszeit gest\u00e4rkt. In der Folge nahm die Zahl der Teilzeitbesch\u00e4ftigten deutschlandweit \u2013 und auch in L\u00fcbeck &#8211; zu. Im Vergleich zum Vorjahr gab es eine Zunahme um 3,9 Prozent (Schleswig-Holstein +4,7 Prozent). Mit einem Anteil von 31,4 Prozent an allen Besch\u00e4ftigten liegt der Teilzeitanteil \u00fcber dem Landesdurchschnitt von 30,3 Prozent.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Insbesondere in den Wirtschaftszweigen Gesundheitswesen (+483), Arbeitnehmer\u00fcberlassung (+392), Gastgewerbe (+252) und verarbeitendes Gewerbe (+209) nahm die Zahl der Besch\u00e4ftigten zu. Einen R\u00fcckgang verzeichneten die Wirtschaftszweige Handel (-80), Heime und Sozialwesen (-23) sowie Verkehr und Lagerei (-22).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit 76,7 Prozent der Besch\u00e4ftigten ist der terti\u00e4re oder Dienstleistungssektor st\u00e4rker ausgepr\u00e4gt als im Landes- (75,2 Prozent) und Bundesschnitt (70,6 Prozent). Da auch der Anteil des produzierenden Gewerbes (23,2 Prozent), in dem die Gehaltsstruktur meist besser ist, sowie der Anteil Hochqualifizierter (10,8 Prozent) vergleichsweise hoch sind, lag 2015 in L\u00fcbeck der Medianwert der monatlichen Bruttoarbeitsentgelte von sozialversicherungspflichtig Vollzeitbesch\u00e4ftigten (ohne Auszubildende) mit 2.931 Euro \u00fcber dem von Schleswig-Holstein (2.843). Er war allerdings niedriger als im Bundesgebiet (3.084 Euro).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Demografiebedingt ist die Zahl der \u00e4lteren Arbeitnehmer zwischen 55 und 65 Jahren auf 15.484 (+6,6 Prozent) gestiegen. Besonders stark war der Anstieg mit 10,6 Prozent auf 842 Arbeitnehmer bei 65 Jahre und \u00c4lteren.<\/p>\n<p>Vom Zuwachs der Besch\u00e4ftigung haben M\u00e4nner (+3,4 Prozent) und Ausl\u00e4nder (+19,9 Prozent) ebenfalls profitiert. 51,1 Prozent (47.309) aller Besch\u00e4ftigten, die in L\u00fcbeck arbeiten, sind m\u00e4nnlich und 7,4 Prozent (6.870) haben eine ausl\u00e4ndische Staatsangeh\u00f6rigkeit.<\/p>\n<p>Aufgrund von Einpendlern ist der Anteil der sozialversicherungspflichtig besch\u00e4ftigten Ausl\u00e4nder, die in der Hansestadt L\u00fcbeck wohnen, mit 6,7 Prozent (5.089) etwas niedriger. Er liegt \u00fcber dem Anteil von 5,1 Prozent in Schleswig-Holstein und unter den 9,6 Prozent im Bundesgebiet. Die gr\u00f6\u00dfte Gruppe stellen mit 24 Prozent T\u00fcrken, gefolgt von Polen (15 Prozent) und Bulgaren (6 Prozent).<\/p>\n<p>&nbsp;<br \/>\n2. Arbeitskr\u00e4ftenachfrage<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskr\u00e4ften kann \u00fcber die Zug\u00e4nge der gemeldeten Arbeitsstellen abgebildet werden. Weil bei der Stellenbesetzung z.B. auch Stellenangebote in Zeitungen oder pers\u00f6nliche Kontakte genutzt werden, decken diese nur einen Teil der Nachfrage ab.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>2016 wurden in der Hansestadt L\u00fcbeck 8.251 offene Stellen zur Besetzung gemeldet, das waren 7,4 Prozent weniger als 2015. Da im Kreis Ostholstein (+4,6 Prozent) die Anfrage anstieg, gab es im Gesamtbezirk der Arbeitsagentur L\u00fcbeck nur 2,9 Prozent weniger offene Stellen im Angebot. In Schleswig-Holstein nahm das Angebot um 7,7 Prozent und im Bundesgebiet um 6,7 Prozent zu.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Obwohl das Angebot von Zeitarbeitsunternehmen um 1.174 (-26,3 Prozent) auf 3.285 Stellen zur\u00fcckging, blieb es die nachfragest\u00e4rkste Branche. Weitere Schwerpunkte der Arbeitskr\u00e4ftenachfrage kamen aus den Wirtschaftszweigen Gesundheits- und Sozialwesen (918), Handel (870), Gastgewerbe (559) und verarbeitendes Gewerbe (463).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Verh\u00e4ltnis von Angebot und Nachfrage verschiebt sich in einigen Berufen bereits zu Gunsten der Arbeitnehmer. In Berufen der Mechatronik, Energie und Elektronik standen in L\u00fcbeck zum Beispiel nur noch rechnerisch 0,5 Arbeitslose je gemeldeter Stelle zur Verf\u00fcgung. In nicht medizinischen Gesundheitsberufen waren es rechnerisch 1,3 Arbeitslose. Auch in Metallberufen, Berufen der Maschinen- und Fahrzeugtechnik, Werbung oder Lebensmittelherstellung gibt es zunehmend weniger Bewerber pro Stelle. Entsprechend lang ist auch die Zeit von dem gew\u00fcnschten Besetzungstermin bis zur tats\u00e4chlichen Besetzung der Stelle. Sie lag zum Beispiel in Berufen der Mechatronik, Energie und Elektronik bei 154 Tagen und in nicht medizinischen Gesundheitsberufen bei 130 Tagen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>3. Arbeitskr\u00e4fteangebot<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Gesamtbezirk der Agentur f\u00fcr Arbeit L\u00fcbeck waren im Jahresdurchschnitt 16.061 Arbeitnehmer arbeitslos gemeldet, 1.022 oder 6,0 Prozent weniger als 2015.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In der Hansestadt L\u00fcbeck fiel der R\u00fcckgang der Arbeitslosigkeit mit 7,2 Prozent oder 780 Frauen und M\u00e4nnern auf 10.078 st\u00e4rker als in Schleswig-Holstein (-2,9 Prozent) und im Bundesgebiet (-3,7 Prozent) aus. Die meisten Arbeitslosen waren im Januar (11.151) gemeldet, w\u00e4hrend der niedrigste Bestand im November (9.456) erreicht wurde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Von den 10.078 Arbeitslosen wurden 2.125 (-165 oder 7,2 Prozent) von der Agentur f\u00fcr Arbeit und 7.953 (-616 oder 7,2 Prozent) vom Jobcenter L\u00fcbeck betreut.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Arbeitslosigkeit ist kein fester Block, vielmehr gibt es viel Bewegung. Im Laufe des Jahres 2016 haben sich im Gesamtbezirk in beiden Rechtskreisen 43.558 (\u20110,5 Prozent zum Vorjahr) Arbeitnehmer arbeitslos gemeldet und 44.788 (+2,3 Prozent) Frauen und M\u00e4nner konnten die Arbeitslosigkeit wieder verlassen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In der Hansestadt L\u00fcbeck meldeten sich 27.405 (+0,5 Prozent) Frauen und M\u00e4nner arbeitslos; 8.866 (-0,8 Prozent) davon in der Arbeitsagentur und 18.539 (+1,1 Prozent) im Jobcenter. Die Arbeitslosigkeit wieder verlassen konnten 28.360 (+4,2 Prozent) Arbeitnehmer; 8.276 (-1,8 Prozent) davon wurden von der Arbeitsagentur und 20.084 (+6,8 Prozent) vom Jobcenter betreut.<\/p>\n<p>Dabei ist die Zahl der Meldungen aus einer Erwerbst\u00e4tigkeit in der Arbeitsagentur um 286 oder 5,1 Prozent auf 5.282 Arbeitnehmer und im Jobcenter L\u00fcbeck um 471 oder 11,3 Prozent auf 3.714 zur\u00fcckgegangen. In eine Erwerbst\u00e4tigkeit einm\u00fcnden konnten 4.188 der von der Arbeitsagentur betreuten Arbeitnehmer, 214 oder 4,9 Prozent weniger als 2015. Im Jobcenter waren es 4.287 (-220 oder 4,9 Prozent).<\/p>\n<p>Rund 58 Prozent der Abg\u00e4nge aus Arbeitslosigkeit sind in L\u00fcbeck und Ostholstein jedoch auch noch sechs und 12 Monaten sp\u00e4ter sozialversicherungspflichtig besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bei weiteren 1.177 Arbeitnehmern, die sich arbeitsuchend gemeldet haben, wurde die Arbeitslosigkeit verhindert. Sie konnten bereits w\u00e4hrend der Job-to-Job-Phase integriert werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug in der Hansestadt L\u00fcbeck im Jahresdurchschnitt 9,1 Prozent. Damit blieb sie erneut \u00fcber den Quoten von Schleswig-Holstein (6,3 Prozent) und vom Bundesgebiet (6,1 Prozent). Die Arbeitslosenquote bewegte sich zwischen dem h\u00f6chsten Wert im Januar von 10,1 Prozent und dem niedrigsten im Oktober und November von 8,5 Prozent.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bezirk<\/p>\n<p>Bestand an Arbeitslosen<\/p>\n<p>% &#8211; Ver\u00e4nd. zum Vorjahr<\/p>\n<p>Arbeitslosenquote<\/p>\n<p>auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen<\/p>\n<p>SGB III-<\/p>\n<p>Anteil<\/p>\n<p>SGB II-<\/p>\n<p>Anteil<\/p>\n<p>Schleswig-Holstein<\/p>\n<p>94.977<\/p>\n<p>-2,9<\/p>\n<p>6,3<\/p>\n<p>30,8<\/p>\n<p>69,2<\/p>\n<p>Gesamtbezirk<\/p>\n<p>16.061<\/p>\n<p>-6,0<\/p>\n<p>7,5<\/p>\n<p>27,0<\/p>\n<p>73,0<\/p>\n<p>Hansestadt L\u00fcbeck<\/p>\n<p>10.078<\/p>\n<p>-7,2<\/p>\n<p>9,1<\/p>\n<p>21,1<\/p>\n<p>78,9<\/p>\n<p>Ostholstein<\/p>\n<p>5.983<\/p>\n<p>-3,9<\/p>\n<p>5,8<\/p>\n<p>36,9<\/p>\n<p>63,1<\/p>\n<p>Bezirk Eutin<\/p>\n<p>1.834<\/p>\n<p>-1,8<\/p>\n<p>7,6<\/p>\n<p>25,6<\/p>\n<p>74,4<\/p>\n<p>Bezirk Neustadt<\/p>\n<p>900<\/p>\n<p>-9,5<\/p>\n<p>5,6<\/p>\n<p>47,2<\/p>\n<p>52,8<\/p>\n<p>Bezirk Oldenburg<\/p>\n<p>1.586<\/p>\n<p>-4,0<\/p>\n<p>6,3<\/p>\n<p>37,0<\/p>\n<p>63,0<\/p>\n<p>Bezirk Timmendorfer Strand<\/p>\n<p>748<\/p>\n<p>-2,0<\/p>\n<p>4,8<\/p>\n<p>45,0<\/p>\n<p>55,0<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Jahresarbeitslosenquote der von der Arbeitsagentur betreuten Arbeitnehmer ging um 0,2 Prozentpunkte auf 1,9 Prozent zur\u00fcck. Im Jahresverlauf bewegte sie sich zwischen 2,2 und 1,7 Prozent.<\/p>\n<p>Die Quote der Kunden des Jobcenter L\u00fcbeck ging um 0,6 Prozentpunkte auf 7,2 Prozent zur\u00fcck. Hier bewegte sie sich zwischen 7,9 und 6,8 Prozent.<\/p>\n<p>Beide Arbeitslosenquoten sind seit 2005 st\u00e4rker zur\u00fcckgegangen als in Schleswig-Holstein und im Bundesgebiet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>4. Arbeitslosigkeit einzelner Personengruppen<\/p>\n<p>&nbsp;<br \/>\nIm Jahresdurchschnitt ging die Zahl der Frauen (-7,3 Prozent) st\u00e4rker zur\u00fcck als die der M\u00e4nner (-7,1 Prozent). Damit fiel der Anteil der Frauen an allen Arbeitslosen auf 43,3 Prozent. Insgesamt waren 4.366 Frauen (942 SGB III, 3.424 SGB II) und 5.712 M\u00e4nner (1.183 SGB III, 4.529 SGB II) im Jahresdurchschnitt arbeitslos.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>J\u00fcngeren unter 25 Jahren konnten am st\u00e4rksten vom R\u00fcckgang der Arbeitslosigkeit profitieren. Bei jungen Menschen, die von der Arbeitsagentur betreut werden, gab es einen R\u00fcckgang um 16,2 Prozent und beim Jobcenter um 13,0 Prozent. Im Jahresdurchschnitt waren 838 J\u00fcngere (249 SGB III, 589 SGB II) arbeitslos gemeldet. Ihr Anteil an allen Arbeitslosen lag bei 8,3 Prozent. In Schleswig-Holstein betrug der Anteil 10,3 Prozent.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auch \u00c4ltere konnten besser auf dem Arbeitsmarkt Fu\u00df fassen. Insgesamt waren 3.028 (759 SGB III, 2.269 SGB II) der Arbeitslosen \u00e4lter als 50 Jahre, 4,7 Prozent weniger als 2015. Bei der Arbeitsagentur gab es einen R\u00fcckgang um 2,6 Prozent und beim Jobcenter um 5,4 Prozent. Ihr Anteil an allen Arbeitslosen lag bei 30,0 Prozent und war damit niedriger als in Schleswig-Holstein mit 32,8 Prozent.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Einen R\u00fcckgang gab es auch bei Langzeitarbeitslosen. Insgesamt waren 3.880 Arbeitnehmer ein Jahr und l\u00e4nger arbeitslos (-6,9 Prozent). Ihr Anteil an allen Arbeitslosen lag bei 38,5 Prozent. Er blieb damit etwas h\u00f6her als in Schleswig-Holstein (36,8 Prozent). Bei der Arbeitsagentur waren 9,3 Prozent aller Arbeitslosen Langzeitarbeitslose (197) und beim Jobcenter 46,3 Prozent (3.682).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Obwohl die Zahl der Arbeitslosen ohne abgeschlossene Berufsausbildung im Jobcenter L\u00fcbeck auf 4.965 (-329 oder 6,2 Prozent) zur\u00fcckging, bleibt ihr Anteil an allen Arbeitslosen mit 62,4 Prozent mehr als doppelt so hoch wie in der Arbeitsagentur. Mit 494 (-55 oder 10,0 Prozent) Arbeitnehmern sind hier 23,3 Prozent der Arbeitslosen ohne berufliche Qualifikation.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Einen leichten Anstieg verzeichneten dagegen Arbeitslose mit ausl\u00e4ndischer Staatsangeh\u00f6rigkeit. Im Jahresdurchschnitt waren 1.801 Ausl\u00e4nder arbeitslos gemeldet, 4 oder 0,2 Prozent mehr als 2015. Der Anstieg fiel geringer als im Landesschnitt aus (+17,3 Prozent). 13,3 Prozent (239; +23 oder 10,5 Prozent) der ausl\u00e4ndischen Arbeitslosen wurden von der Arbeitsagentur und 86,7 Prozent (1.562; -19 oder 1,2 Prozent) vom Jobcenter betreut. Die gr\u00f6\u00dfte Gruppe stellen mit 24 Prozent T\u00fcrken, gefolgt von syrischen Staatsangeh\u00f6rigen mit 14 Prozent. Unter den Arbeitslosen sind auch Personen enthalten, die schon lange in Deutschland leben. Der Anteil der Arbeitslosen im Kontext von Fluchtmigration liegt insgesamt bei rund 25 Prozent und bei nichteurop\u00e4ischen Asylherkunftsl\u00e4ndern (Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia, Syrien) bei 80 Prozent.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>5. Unterbesch\u00e4ftigung<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Neben dem gesetzlich definierten Kreis der Arbeitslosen gibt es weitere Menschen, die ohne Besch\u00e4ftigung sind. Sie werden in der Unterbesch\u00e4ftigung erfasst und monatlich ver\u00f6ffentlicht, um den Arbeitsmarkt transparent zu machen. Die Unterbesch\u00e4ftigung stellt damit das Defizit an regul\u00e4rer Besch\u00e4ftigung dar. Hier werden neben den Arbeitslosen beispielsweise Personen in Qualifizierungsma\u00dfnahmen oder Arbeitsgelegenheiten, Krankgeschriebene, gef\u00f6rderte Existenzgr\u00fcnder oder Arbeitsuchende mit Vorruhestandsregelungen ausgewiesen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In L\u00fcbeck betrug 2016 die Unterbesch\u00e4ftigung im Jahresdurchschnitt 14.310 Personen. Die Zahl ging in den letzten zw\u00f6lf Monaten um 630 Personen (-4,2 Prozent) zur\u00fcck. Die Unterbesch\u00e4ftigungsquote lag mit 12,5 Prozent (-0,7 Prozentpunkte zum Vorjahr) \u00fcber der von Schleswig-Holstein mit 8,2 Prozent. 4.232 Personen befanden sich im Jahresdurchschnitt in Entlastungsma\u00dfnahmen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>6. Ausgaben und Planungen f\u00fcr den Bezirk der Arbeitsagentur L\u00fcbeck<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Agentur f\u00fcr Arbeit L\u00fcbeck hat 2016 in der Hansestadt L\u00fcbeck und im Kreis Ostholstein 143,8 Millionen Euro ausgegeben; 13,3 Millionen oder 10,1 Prozent mehr als 2015.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>54,5 Prozent der Haushaltsmittel wurden unter anderem f\u00fcr die Lohnersatzleistungen Arbeitslosengeld I (78,3 Millionen Euro; +19,7 Prozent) und Insolvenzgeld (3,5 Millionen Euro; -19,1 Prozent) gezahlt. Der Anstieg beim Arbeitslosengeld betraf die Kranken- und Rentenversicherungsbeitr\u00e4ge und ist auf eine technische Umstellung zur\u00fcckzuf\u00fchren. Seit 2016 k\u00f6nnen die gezahlten Beitr\u00e4ge den Arbeitsagenturen direkt zugeordnet werden. Vorher wurden sie nur in den Ausgaben der Bundesagentur insgesamt ausgewiesen. Im Jahresdurchschnitt gab es 4.605 Arbeitslosengeld I-Bezieher, die monatlich durchschnittlich 826 Euro erhielten und f\u00fcr die 592 Euro Sozialversicherungsbeitr\u00e4ge entrichtet wurden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Rund ein Viertel der Haushaltsmittel (35,1 Millionen Euro; +3,4 Prozent) wurde f\u00fcr Leistungen der aktiven Arbeitsf\u00f6rderung gew\u00e4hrt. 39 Prozent davon f\u00fcr die Teilhabe behinderter Menschen, 30 Prozent f\u00fcr Weiterbildung und Qualifizierung sowie 15 Prozent f\u00fcr die F\u00f6rderung Jugendlicher.<\/p>\n<p>1.216 Jugendliche wurden von der Agentur f\u00fcr Arbeit und 138 vom Jobcenter L\u00fcbeck und Jobcenter Ostholstein zum Beispiel durch berufsvorbereitende Bildungsma\u00dfnahmen, ausbildungsbegleitende Hilfen oder Einstiegsqualifizierungen gef\u00f6rdert. Durch das 2015 eigef\u00fchrte Instrument der \u201eAssistierten Ausbildung\u201c wurden 60 jungen Menschen unterst\u00fctzt. Dieses kostenfreie Angebot an zus\u00e4tzlichem Unterricht und sozialp\u00e4dagogischer Begleitung hilft dabei, den Abschluss erfolgreich zu erreichen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Integration von Arbeitslosen auf dem Arbeitsmarkt wird 2017 durch arbeitsmarktpolitische Ma\u00dfnahmen weiter unterst\u00fctzt. F\u00fcr Weiterbildung, Eingliederungszusch\u00fcsse, Aktivierung und berufliche Eingliederung, F\u00f6rderung der Selbst\u00e4ndigkeit oder spezielle Ma\u00dfnahmen f\u00fcr Jugendliche wurden insgesamt 16,2 Millionen Euro veranschlagt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>7. Ausgaben und Planungen des Jobcenters L\u00fcbeck<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eAuch 2016 ist es dem Jobcenter L\u00fcbeck gelungen, fast 5000mal Kundinnen und Kunden in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren: 4.941 Integrationen bedeuten gegen\u00fcber dem erfolgreichen Jahr 2015 noch einmal eine leichte Steigerung. Unsere pers\u00f6nlichen Ansprechpartner haben gute Arbeit geleistet und ihre hohe Beratungskompetenz effektiv eingesetzt, um ihren Kundinnen und Kunden weiterzuhelfen\u201c, res\u00fcmiert Joachim Tag, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Jobcenters L\u00fcbeck.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eIm zur\u00fcckliegenden Jahr hat die arbeitsmarktpolitische F\u00f6rderung wieder Priorit\u00e4t gehabt. Besonders freuen wir uns, wenn wir in passgenaue Qualifizierungen investieren konnten, die m\u00f6glichst zu einem anerkannten Abschluss gef\u00fchrt haben. Den damit verbundenen Beitrag zur Sicherung des Fachkr\u00e4ftebedarfs darf man nicht untersch\u00e4tzen. Diese Strategie werden wir 2017 fortsetzen. Insgesamt konnten wir 19,1 Millionen Euro einsetzen\u201c, erl\u00e4utert Tag weiter.<\/p>\n<p>Besonders im Pflegebereich, aber auch in den Bereichen Lager, Logistik und anderen Dienstleistungsbranchen haben viele Jobcenterkunden eine neue Aufgabe gefunden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Zahl der Leistungsempf\u00e4nger ist im September 2016 (gegen\u00fcber dem Vorjahresmonat) wieder r\u00fcckl\u00e4ufig (von 27.737 auf 27.334). Auch die Bedarfsgemeinschaften haben abgenommen (von 15.445 auf 15.115).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Trotz der Abnahme des Kundebestandes insgesamt, ist weiterhin ein Zustrom von gefl\u00fcchteten Menschen zu verzeichnen. Insgesamt werden 5.600 Kunden (September 2016) ausl\u00e4ndischer Herkunft im Jobcenter L\u00fcbeck betreut, von denen 1.921 aus nichteurop\u00e4ischen Herkunftsl\u00e4ndern stammen. Davon sind allein 968 Kunden aus der Arabische Republik Syrien. \u201eWir haben bereits 2015 begonnen, die infrastrukturellen und personellen Voraussetzungen zu schaffen, um auch auf einen noch gr\u00f6\u00dferen Zustrom von Schutzsuchenden vorbereitet zu sein. Dazu geh\u00f6rt auch, dass wir entsprechende Sprachkenntnisse in unserer Anlaufstelle vorhalten und ein qualifiziertes Angebot an Kursen mit berufsbezogener Sprachf\u00f6rderung haben. Dar\u00fcber hinaus bieten wir den gefl\u00fcchteten Menschen Ma\u00dfnahmen zur beruflichen Orientierung und Aktivierung an. Die J\u00fcngeren wollen wir nach M\u00f6glichkeit auf eine Ausbildung vorbereiten\u201c, erl\u00e4utert Tag weiter.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein Schwerpunkt der Jobcenterarbeit war 2016 die F\u00f6rderung und Unterst\u00fctzung von Langzeitarbeitslosen. Dieser Personenkreis wurde durch aufeinander abgestufte zum Teil niedrigschwellige Angebote gef\u00f6rdert, aber auch durch Lohnkostenzusch\u00fcsse und \u00f6ffentlich gef\u00f6rderte Besch\u00e4ftigung konnte Gutes bewirkt werden. Mit dem ESF-Projekt zur F\u00f6rderung von Langzeitarbeitslosen konnten mit Hilfe von Betriebsakquisiteuren und Coaches flankiert von Lohnkostenzusch\u00fcssen sozialversicherungspflichtige Besch\u00e4ftigungsangebote initiiert werden. Auch 2017 wird es darum gehen, die zahlreichen von den Betriebsakquisiteuren angebahnten Kontakte zwischen Langzeitarbeitslosen und L\u00fcbecker Unternehmen in sozialversicherungspflichtige Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse umzuwandeln.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>2016 ist das Programm \u201eNetzwerke ABCplus\u201c erfolgreich gestartet. \u201eDurch Nutzung unserer im Laufe der Jahre aufgebauten Netzwerkkontakte konnten wir auch viele Kundinnen und Kunden mit Vermittlungshemmnissen voran bringen und in 258 F\u00e4llen zu einer Besch\u00e4ftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt verhelfen. 2016 haben wir daher zusammen mit den Netzwerkpartnern nicht nur ein Unternehmen mit Weitblick ausgezeichnet, das durch vorausschauende Besch\u00e4ftigungspolitik Demographie sensibel handelt und ein gutes Beispiel f\u00fcr die Region sein kann, sondern auch einen \u201eChancengeber\u201c, der mit seinen Einstellungen ein Herz f\u00fcr marktfernere Kundinnen und Kunden bewiesen hat\u201c, fasst Joachim Tag zusammen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ebenso wie im Vorjahr hat das Jobcenter L\u00fcbeck insgesamt 166 Millionen Euro f\u00fcr passive Leistungen ausgegeben. 69,2 Millionen Euro (+0,7 Prozent) wurden f\u00fcr Leistungen zum Lebensunterhalt gezahlt, 66,2 Millionen Euro davon f\u00fcr Arbeitslosgengeld II und 3,0 Millionen Euro f\u00fcr Sozialversicherungsbeitr\u00e4ge. 70 Millionen Euro (-0,6 Prozent) wurden f\u00fcr Kosten der Unterkunft und Heizung sowie 893.000 Euro (+5,4 Prozent) f\u00fcr sonstige Leistungen ausgegeben. F\u00fcr aktive Arbeitsmarktleistungen konnten 19,1 Millionen Euro (\u20116,4 Prozent) eingesetzt werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nur zwei von f\u00fcnf Arbeitslosengeld II- Bezieherinnen und Beziehern sind arbeitslos. Der \u00fcberwiegende Teil der nicht arbeitslosen Leistungsempf\u00e4ngern befindet sich in einer ungef\u00f6rderten (27 Prozent) oder gef\u00f6rderten (6 Prozent) Erwerbst\u00e4tigkeit sowie im Studium oder Schulbesuch (14 Prozent). Leistungen zum Lebensunterhalt nach dem SGB II werden auch bei arbeitsmarktpolitischen Ma\u00dfnahmen (13 Prozent), vorruhestands\u00e4hnlichen Regelungen (10 Prozent) oder bei Kindererziehung\/ Pflege von Angeh\u00f6rigen (11 Prozent) gew\u00e4hrt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>2017 stehen 19,4 Millionen Euro f\u00fcr Eingliederungsleistungen wie berufliche Weiterbildung (24 Prozent des Budgets), Aktivierung und berufliche Eingliederung (30 Prozent), Ma\u00dfnahmen f\u00fcr Jugendliche (7 Prozent), Einstiegsgeld (3 Prozent), Eingliederungszusch\u00fcsse (5 Prozent) oder Arbeitsgelegenheiten (17 Prozent) zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>8. Handlungsbedarf 2017<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eManchmal sind es veraltete SAP-Kenntnisse oder eine fehlende Ausbildung, manchmal sind es gesundheitliche Gr\u00fcnde oder Einschr\u00e4nkungen in der Arbeitszeit: Die Gr\u00fcnde, die zur Arbeitslosigkeit f\u00fchren oder hindern, diese zu beenden, sind vielf\u00e4ltig. Pr\u00e4vention ist ein wirksamer Schl\u00fcssel, um Langzeitarbeitslosigkeit erst gar nicht entstehen zu lassen. Manchmal bedarf es stufenweiser Ma\u00dfnahmen bis der gew\u00fcnschte Erfolg eintritt. Mit Bildung und Qualifizierung k\u00f6nnen wir Menschen auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes vorbereiten. Doch wir brauchen auch Unternehmen, die bereit sind diesen Menschen \u2013 ebenso wie Jugendlichen mit Startschwierigkeiten &#8211; eine Chance zu geben\u201c, erl\u00e4utert Agenturchef Dusch.<\/p>\n<p>\u201eUnsere Arbeitswelt und die Anforderungen der Betriebe ver\u00e4ndern sich immer schneller. Durch die Digitalisierung werden Ver\u00e4nderungen beschleunigt. Es wird noch wichtiger, das Wissen und K\u00f6nnen der Arbeitskr\u00e4fte aller Qualifikationsniveaus auf dem neusten technologischen Stand zu halten. Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels werden alle Arbeitskr\u00e4fte ben\u00f6tigt und erfordern eine strategische Personalplanung, um fr\u00fchzeitig zu wissen, wo Arbeitspl\u00e4tze wegfallen und wo durch Qualifizierung Menschen in Arbeit gehalten werden k\u00f6nnen. Wichtig ist aber ebenso die Bereitschaft der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zum lebenslangen Lernen\u201c, so Dusch.<\/p>\n<p>\u201eAuch die Integration von gefl\u00fcchteten Menschen wird auf absehbare Zeit eine Herausforderung bleiben. Zwei Drittel der gefl\u00fcchteten Menschen sind j\u00fcnger als 30 Jahre. Da sind die Bildungskarrieren noch lange nicht zu Ende. Wenn wir es gemeinsam schaffen, ihnen Wege in Ausbildung und Arbeitsmarkt zu erschlie\u00dfen, bietet die Zuwanderung gro\u00dfe Chancen f\u00fcr unsere Region. Gerne steht der Arbeitgeber-Service Unternehmen als Partner rund um alle Fragen zur Nachwuchs- und Personalgewinnung sowie Qualifizierung der einheimischen und ausl\u00e4ndischen Arbeitnehmer zur Seite\u201c, bietet Dusch an.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Arbeitsmarktbilanz 2016 und Ausblick 2017 -Die deutsche Wirtschaft hat im Jahr 2016 ihren moderaten Aufschwung fortgesetzt. Auch Ereignisse wie die Brexit-Entscheidung haben den Aufw\u00e4rtstrend nicht wesentlich beeinflusst. 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