{"id":228222,"date":"2017-03-14T10:47:55","date_gmt":"2017-03-14T09:47:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=228222"},"modified":"2017-03-14T10:47:55","modified_gmt":"2017-03-14T09:47:55","slug":"nabucco-open-air-am-02-07-17-in-basthorst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/nabucco-open-air-am-02-07-17-in-basthorst\/","title":{"rendered":"Nabucco Open Air am 02.07.17 in Basthorst"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_228223\" aria-describedby=\"caption-attachment-228223\" style=\"width: 320px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/2.-Foto2-FOP-VGN.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-228223 size-medium\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/2.-Foto2-FOP-VGN-320x211.jpg\" alt=\"Mutterstadt Palatinum Verdi- Gala mit Aida, IL Trovatore, Don Carlo, La Forza Del Destino, Nabucco  *** Local Caption ***  - copyright by : KUNZ, Stuhlbruderhofstr 5, 67112 Mutterstadt, Germany.  PSK 166623671,BLZ 54510067, Tel.+49-(0)6234-4530 , presse@foto-kunz.de  -Abdruck+jede Verwendung honorarpflichtig. Honorar ist MwSt-pflichtig: + 7% MwSt. Veroeffentlichung ausschliesslich fuer journalistisch-publizistische Zwecke. 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Der gewaltige Chor der Gefangenen wird erklingen mit einem Aufgebot an klangstarken und facettenreich singenden Solisten. Open Air-Produktionen bedeuten f\u00fcr jedes Opernensemble eine besondere k\u00fcnstlerische Herausforderung. Hier gilt es Auff\u00fchrung und Ambiente der Spielst\u00e4tte zu einem unvergesslichen Opernspektakel zu vereinen. S\u00e4nger, Orchester, Regie und Technik m\u00fcssen sich bei jeder Spielst\u00e4tte neu auf die atmosph\u00e4rischen und akustischen Gegebenheiten einstellen. Dies ist der Oper bei ihren bisherigen Sommer Open Air Auff\u00fchrungen mit bisher\u00a0\u00fcber 2 Millionen Zuschauern hervorragend gelungen.<\/p>\n<p><strong>\u00dcberblick \u00fcber das Werk<\/strong> &#8211; Grundlage der Oper ist das Libretto des Italieners Temistocle Solera (1816\u20131878). Die Handlung speist sich aus Legenden um den biblischen Herrscher Nabucco (dt. Nebukadnezar II), K\u00f6nig Babylons von 605 bis 562 vor Christus. Mit seiner Herrschaft sind Bauten wie das Ischtartor, die H\u00e4ngenden G\u00e4rten und der Babylonische Turmbau verbunden. Hintergrund der Opernhandlung sind die Eroberung Jerusalems 587 v. Chr. und die Wegf\u00fchrung des j\u00fcdischen Volkes in babylonische Gefangenschaft 586 v. Chr. (2. K\u00f6nige 25). Das Libretto \u00fcbernimmt daraus nur wenige Motive. Die Handlung besteht aus vier Akten.<\/p>\n<ol>\n<li><strong> Akt: Jerusalem &#8211; <\/strong>Nabucco belagert Jerusalem. Die Einwohner beten unter dem Hohepriester Zacharias um Gottes Schutz. Zacharias sagt den Hebr\u00e4ern, dass ihnen Fenena, die Tochter Nabuccos, als Geisel dienen soll. Er \u00fcberantwortet sie Ismael, dem Neffen des K\u00f6nigs von Jerusalem. Fenena und Ismael lieben einander, seit Fenena einst Ismael aus dessen babylonischer Gefangennahme befreit hat und mit ihm nach Jerusalem gekommen ist. Doch auch Abigail, vermeintliche Erstgeborene Nabuccos, verliebt sich in Ismael. Es gelingt ihr, das liebende Paar im Tempel gefangen zu nehmen. Abigail ist bereit, Ismael freizulassen, wenn er sie liebt und Fenena verl\u00e4sst. Doch Ismael weist sie zur\u00fcck. Er will das Schicksal seines Volkes teilen. Nabucco erobert Jerusalem. Zacharias offenbart ihm, dass Fenena Geisel der Hebr\u00e4er ist. Als Nabucco, um seine Tochter zu retten, daraufhin die Stadt nicht mehr pl\u00fcndern will, entl\u00e4sst Ismael Fenena in die Freiheit. Da verbrennen die Babylonier den Tempel, und die Hebr\u00e4er verfluchen Ismael.<\/li>\n<\/ol>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong> Akt: Der Frevler<\/strong> &#8211; Abigail erf\u00e4hrt, dass sie eigentlich eine Sklavin ist und Fenena die echte K\u00f6nigstochter und Thronfolgerin. Sie l\u00e4sst sich vom babylonischen Hohepriester in Nabuccos Abwesenheit die Macht \u00fcbertragen und will Fenena beseitigen. Da erscheint der schon Totgeglaubte Nabucco. Voller Zorn ruft er sich selbst zum Gott aus. Ein Blitzstrahl Jahwes schl\u00e4gt ihn mit Wahnsinn. Abigail nimmt seine Stelle ein.<\/li>\n<\/ol>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong> Akt: Die Prophezeiung<\/strong> &#8211; Abigail hat den umnachteten Nabucco in ihrer Hand. Sie bringt ihn dazu, den Befehl zur Hinrichtung der Hebr\u00e4er auszustellen. Das w\u00fcrde auch Fenenas Ende bedeuten, denn sie ist inzwischen zum Judentum \u00fcbergetreten. Abigail vernichtet den Beweis ihrer niederen Herkunft. Die gefangenen Hebr\u00e4er beklagen am Ufer des Euphrat ihr Schicksal. Doch ihr Hohepriester Zacharias prophezeit das bevorstehende Ende Babylons.<\/li>\n<\/ol>\n<ol start=\"4\">\n<li><strong> Akt: Das zerbrochene G\u00f6tzenbild<\/strong> &#8211; Fenena wird zur Hinrichtung gef\u00fchrt. Als Nabucco dies sieht, unterwirft er sich Jahwe, dem Gott der Hebr\u00e4er, und bittet ihn um Beistand. Sofort f\u00e4llt die Umnachtung von ihm ab. Mit seinem Getreuen Abdallon befreit er im letzten Augenblick seine Tochter Fenena und alle Hebr\u00e4er. Abigail sieht, dass alles verloren ist, vergiftet sich und fleht um Verzeihung. Nun offenbart sich auch Gottes Macht und der Sieg \u00fcber den babylonischen Gott Baal. Dessen G\u00f6tzenbild st\u00fcrzt machtlos zu Boden.<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Giuseppe Verdi &#8211; Entstehung des Werkes: <\/strong>\u201eNabucco\u201c markiert den Beginn der \u201eGaleerenjahre\u201c Verdis, in denen er sich von immer neuen Vertr\u00e4gen zum Schreiben von nicht immer erfolgreichen Opern treiben lie\u00df. Der Begriff geht auf einen Brief Verdis von 1858 zur\u00fcck: \u201eSeit Nabucco habe ich sozusagen keine ruhige Stunde mehr gehabt. Sechzehn Jahre Galeerenarbeit\u201c, schrieb der Komponist da \u2013 also von 1842 bis 1858. Zugleich war &#8222;Nabucco&#8220; der erste, ganz gro\u00dfe Erfolg Verdis auf der Opernb\u00fchne.<\/p>\n<p><strong>Giuseppe Verdi \u2013 Die Person: <\/strong>Giuseppe Fortunino Francesco Verdi wurde am 10.10.1813 in Le Roncole bei Parma geboren. Als Sohn eines Gastwirts kam er aus einfachen Verh\u00e4ltnissen. Dennoch zeigte sein Vater Verst\u00e4ndnis f\u00fcr seine musikalische Neigung und gab ihn dem Dorforganisten an die Hand. Mit zw\u00f6lf Jahren erlangte er die Aufmerksamkeit von Antonio Barezzi, einem wohlhabenden Kaufmann aus Busseto. Dieser nahm ihn zu sich und lie\u00df ihn musikalisch ausbilden. Er f\u00f6rderte Verdi weiterhin, da dieser kein Stipendium des Konservatoriums erhielt. So konnte Verdi sein Studium bei dem Paisiello-Sch\u00fcler Vincenzo Lavigna (1776\u20131836) absolvieren. Seit 1836 als \u201cMaestro di Musica\u201d wieder in Busseto, heiratete Verdi Margherita Barezzi, die Tochter seines F\u00f6rderers. 1839 begann seine Laufbahn als Opernkomponist mit <em>Oberto, conte di San Bonifazio<\/em>\u00a0 an der Mail\u00e4nder Scala. Es folgte die bisher gr\u00f6\u00dfte Krise seines Lebens. Seine beiden Kinder und seine Frau starben bis 1840. Seine zweite Oper, <em>Un giorno di regno,<\/em> wurde ein Reinfall. Verdi verzweifelte an sich selbst und nahm zun\u00e4chst keine weiteren Auftr\u00e4ge der Scala mehr an. Erst 1842 erschien mit <em>Nabucco<\/em> sein n\u00e4chstes Werk und wurde sofort zu einem rauschenden Triumph. Verdi, selbst gl\u00fchender Anh\u00e4nger des \u201cRisorgimento\u201d, der italienischen Einigungsbewegung, hatte den Lebensnerv der Italiener getroffen. Der ber\u00fchmte Gefangenenchor, Va, pensiero, sull\u2019 ali dorate (Flieg, Gedanke, auf goldenen Schwingen), wurde sofort zur heimlichen Nationalhymne. In den folgenden acht Jahren schuf Verdi mit <em>I Lombardi<\/em>, <em>Ernani<\/em>, <em>I due Foscari<\/em> und <em>Macbeth <\/em>weitere patriotische Opern, die alle sehr erfolgreich waren. Verdi war nun so wohlhabend, dass er sich ein Landgut in Sant\u2019 Agata kaufen konnte, sein bevorzugter Wohnsitz von da an. Sein Name diente den Italienern schon zu dieser Zeit als K\u00fcrzel der Parole \u201cVittorio Emanuele Re d\u2019Italia\u201d, \u201cViktor Emanuel, K\u00f6nig Italiens\u201d. Verdi lebte seit 1847 mit der S\u00e4ngerin Giuseppina Strepponi zusammen, die er 1859 heiratete. Giuseppina hatte in der Ouvert\u00fcre des <em>Nabucco<\/em> 1842 die Partie der Abigail gesungen. Mit <em>Rigoletto<\/em>\u00a0 begann 1851 Verdis zweite Schaffensperiode. Nun entstanden seine bis heute beliebtesten Werke: <em>Il Trovatore<\/em>, <em>La Traviata<\/em> und <em>I vespri siciliani. <\/em>Eine Schaffenspause legte Verdi 1860\/61 ein, den Jahren der italienischen Einigung. Er wurde Abgeordneter f\u00fcr Busseto im Regionalparlament von Parma, wurde vom K\u00f6nig empfangen und war bei dessen Kr\u00f6nung zum ersten K\u00f6nig Italiens dabei. Wieder folgte eine intensive Schaffenszeit in der so bedeutende Werke wie <em>La forza del destino<\/em>, <em>Don Carlos Aida <\/em>entstanden. Doch nach 1874 zog Verdi sich f\u00fcr lange Jahre ganz auf sein Landgut zur\u00fcck, entt\u00e4uscht von der sozialen Stagnation Italiens nach der Einigung. Erst mit <em>Otello<\/em> und <em>Falstaff<\/em> gelangen ihm noch zwei sehr reife Alterswerke. Als seine Frau Giuseppina verstarb, erlosch Verdis Lebenswille. Krank zog er nach Mailand und erlag dort am 27.01.1901 den Folgen eines Schlaganfalls. \u00dcber 300.000 Menschen aus ganz Europa nahmen an seiner Beerdigung teil. Arturo Toscanini dirigierte als letzten Gru\u00df einen Chor von 900 S\u00e4ngern mit dem ber\u00fchmten Chor aus Nabucco: Va, pensiero, sull\u2019 ali dorate. (1865)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Karten an allen \u00f6rtlich bekannten Vorverkaufsstellen und Konzertkassen!<br \/>\nWeitere Infos und Ticketverkauf unter 0531 34 63 72 und <a href=\"http:\/\/www.paulis.de\">www.paulis.de<\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong>Karten gibt es ab 44\u20ac!<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Nabucco bei YouTube: <\/strong><a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=4rycj20e2XY\">http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=4rycj20e2XY<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nabucco Open Air am 02.07.17 in Basthorst &#8211; Diese prachtvolle Oper mit dem dramatischen Spiel um Liebe und Macht begeisterte bisher Hunderttausende von Zuschauern. 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