{"id":228489,"date":"2017-03-14T15:09:08","date_gmt":"2017-03-14T14:09:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=228489"},"modified":"2017-03-16T15:11:01","modified_gmt":"2017-03-16T14:11:01","slug":"handwerk-begruesst-starke-signale-in-richtung-bruessel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/handwerk-begruesst-starke-signale-in-richtung-bruessel\/","title":{"rendered":"Handwerk begr\u00fc\u00dft starke Signale in Richtung Br\u00fcssel"},"content":{"rendered":"<p><strong>Handwerk begr\u00fc\u00dft starke Signale in Richtung Br\u00fcssel &#8211;\u00a0<\/strong>\u00a0Bundestag und Bundesrat haben am Donnerstag bzw. Freitag starke Zeichen in Richtung Br\u00fcssel gesendet, in dem sie Subsidiarit\u00e4tsr\u00fcgen zum aktuellen Dienstleistungspaket der Eu-rop\u00e4ischen Kommission erhoben haben.<!--more--><\/p>\n<p>Dazu erkl\u00e4rt G\u00fcnther Stapelfeldt, Pr\u00e4sident der Handwerkskammer Schleswig-Holstein: \u201eWir begr\u00fc\u00dfen diese R\u00fcgen ausdr\u00fccklich. Damit haben Bundesrat und Bundestag der Europ\u00e4ischen Kommission deutlich auf den Weg gegeben, sich nicht in Angelegenheiten einzumischen, die auf Ebene der einzelnen Mitglieds-staaten, aber auch der Bundesl\u00e4nder oder Kommunen zu regeln sind. Das Dienstleistungspaket greift tief in Zust\u00e4ndigkeiten der Mitgliedsstaaten ein, ohne dass es einen Grund daf\u00fcr gibt.\u201c<\/p>\n<p>Zum Hintergrund:<br \/>\nDie EU-Kommission hat am 10. Januar 2017 ein sogenanntes Dienstleistungs-paket vorgelegt. Es enth\u00e4lt unter anderem erweiterte Vorschl\u00e4ge zur \u00dcberpr\u00fc-fung der Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit von Berufsreglementierungen und zu einer sog. Notifizierungspflicht. Das Handwerk w\u00e4re von diesem Paket betroffen, weil die Meisterpflicht oder eine gleichwertige Qualifikation als Voraussetzung f\u00fcr die Selbst\u00e4ndigkeit im Handwerk von der Europ\u00e4ischen Kommission als Berufsreg-lementierung angesehen wird.<\/p>\n<p>Es besteht kein Bedarf, den Mitgliedsstaaten neue Anforderungen bei der Pr\u00fc-fung ihrer Berufsreglementierungen aufzuerlegen. Die einzelnen Staaten m\u00fcs-sen auch k\u00fcnftig selbst\u00e4ndig regeln k\u00f6nnen, in welcher Form sie gesellschaftliche \u00dcberzeugungen, wie einen effektiven Verbraucherschutz oder eine hohe Ausbildungsleistung sicherstellen.<br \/>\nF\u00fcr die Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeitspr\u00fcfung im Bereich reglementierter Berufe gibt es schon seit Jahrzehnten Kriterien des Europ\u00e4ischen Gerichtshofes. \u201eZus\u00e4tzliche Kriterien sind v\u00f6llig \u00fcberfl\u00fcssig. Letztlich geht es der Europ\u00e4ischen Kommission wieder einmal darum, die Axt an unser handwerkliches Qualit\u00e4tssystem anzule-gen. Dadurch bleibt aber die duale Ausbildung auf der Strecke\u201c, so G\u00fcnther Stapelfeldt weiter. Mit einer sogenannten Notifizierungspflicht will die Europ\u00e4i-sche Kommission ein Vorabpr\u00fcfverfahren einf\u00fchren und sich die Befugnis si-chern, Ma\u00dfnahmen des Bundestages und des Landtages im Vorwege pr\u00fcfen, \u00e4ndern oder sogar stoppen zu k\u00f6nnen. G\u00fcnther Stapelfeldt sieht grunds\u00e4tzliche Bedenken: \u201eEs kann nicht sein, dass Bundestag und Landtag jede Ausbil-dungsvorschrift in Br\u00fcssel zur Genehmigung vorlegen m\u00fcssen. Bildungspolitik muss Sache der einzelnen Mitgliedsstaaten bleiben\u201c.<\/p>\n<p>Das Handwerk erwartet jetzt, dass die Europ\u00e4ische Kommission das klare Vo-tum des Bundestages und des Bundesrates respektiert. \u201eWir sind es leid, uns immer wieder f\u00fcr unsere tolle Ausbildungsleistung, das duale Ausbildungssys-tem und die St\u00e4rke unseres Handwerks entschuldigen zu m\u00fcssen\u201c, so G\u00fcnther Stapelfeldt abschlie\u00dfend.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Handwerk begr\u00fc\u00dft starke Signale in Richtung Br\u00fcssel &#8211;  Bundestag und Bundesrat haben am Donnerstag bzw. 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