{"id":23150,"date":"2010-10-27T09:35:28","date_gmt":"2010-10-27T07:35:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=23150"},"modified":"2010-10-27T09:36:07","modified_gmt":"2010-10-27T07:36:07","slug":"lesunf-von-christoph-peters-sven-hofestedt-sucht-geld-fur-erleuchtung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/lesunf-von-christoph-peters-sven-hofestedt-sucht-geld-fur-erleuchtung\/","title":{"rendered":"Lesung von Christoph Peters: &#8222;Sven Hofestedt sucht Geld f\u00fcr Erleuchtung&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/Christoph-Peters_001.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-large wp-image-23151\" title=\"Christoph Peters_001\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/Christoph-Peters_001-255x340.jpg\" alt=\"\" width=\"255\" height=\"340\" srcset=\"https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/Christoph-Peters_001-255x340.jpg 255w, https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/Christoph-Peters_001-240x320.jpg 240w, https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/Christoph-Peters_001.jpg 375w\" sizes=\"auto, (max-width: 255px) 100vw, 255px\" \/><\/a>Es war ein interessanter Auftakt der Lesereise um den Preis der LiteraTour Nord 2010\/2011. Am letzten Montag las Christoph Peters in der L\u00fcbecker Buchhandlung Weiland aus seinem j\u00fcngst bei Luchterhand, M\u00fcnchen, erschienenen Erz\u00e4hlband &#8222;Sven Hofestedt sucht Geld f\u00fcr Erleuchtung&#8220;. Nach seinem hochgelobten Roman &#8222;Mitsukos Restaurant&#8220; jetzt ein Band mit bestechenden Erz\u00e4hlungen. In ihnen beweist Peters die ganze Bandbreite und Virtuosit\u00e4t seines Schaffens. Sie sind Photographen, Sch\u00fcler, Studenten, Zeichner, Werbedesigner, Mafiakuriere, Finanzjongleure. Sie sind vielleicht manchmal Tr\u00e4umer oder Eigenbr\u00f6tler, aber sie kommen zurecht. <!--more-->Bis unverhofft etwas Verst\u00f6rendes geschieht, das sie in einen Abgrund der Verwirrung st\u00fcrzt. Mal sind es bizarre Ereignisse, mal sind es nur die Liebe und Leidenschaft, die ihnen jegliche Orientierung rauben und ihnen neue R\u00e4ume und Wirklichkeiten er\u00f6ffnen. Aber gleichg\u00fcltig, ob sie die Herausforderungen des Unbekannten als bedrohlich empfinden oder als zutiefst verlockend, eines ist gewi\u00df: Eine einfache R\u00fcckkehr in die altvertraute Ordnung der Dinge kann es danach nicht mehr geben.<\/p>\n<p>Auf faszinierende Weise umkreist Christoph Peters` zweiter Erz\u00e4hlband jene Themen, die ihn seit seinem ersten Roman &#8222;Stadt Land Fluss&#8220; besch\u00e4ftigen : die burlesken Irrungen und Wirrungen der Liebe etwa, die Faszination durch fremde Kulturen oder die Suche nach spiritueller Erkenntnis und Wahrheit. In dreizehn ungew\u00f6hnlichen Geschichten zeigt Peters, dass er nicht nur ein gro\u00dfer Romancier ist, sondern auch ein Meister der kurzen Form, dass er das Komische ebenso beherrscht wie das Ernste, das Leichte ebenso wie das Schwere, das Phantastische ebenso wie das Allt\u00e4gliche.<\/p>\n<p>Die literarischen Miniaturen sind oft skurril, grotesk, drollig, humorvoll hintergr\u00fcndig, doppeldeutig und paradox. Sie sind von einem magischen Realismus und einigen surrealistischen Passagen gepr\u00e4gt. Einige Geschichten z\u00e4hlen zum Genre der Popliteratur, die auf dem Prinzip der Demonstration oder Montage von Vorgefundenem und pr\u00e4fabrizierten Fertigteilen beruht, indem sie banale Objekte des Massenkonsums durch Isolierung oder Reihung verfremdet und kombiniert. Die Prosa kreist oft virtuell um ein entleertes postmodernes Ich und erinnert an filmische Sequenzen.<\/p>\n<p>Christoph Peters, geboren 1966 in Kalkar, studierte Malerei in Karlsruhe. Er ist u.a. Autor von bislang vier Romanen- zuletzt &#8222;Mitsukos Restaurant&#8220; (2009), der Erz\u00e4hlung &#8222;Heinrich Grewents Arbeit und Liebe&#8220; sowie des Erz\u00e4hlungsbandes &#8222;Kommen und gehen, manchmal bleiben&#8220;. 2004 hatte er die Poetik-Dozentur der Universit\u00e4t Mainz inne und erhielt 2009 den Rheingau-Literaturpreis. Christoph Peters lebt heute in Berlin.<br \/>\nDer Autor wurde schlie\u00dflich mit viel Beifall bedacht.<br \/>\nLutz Gallinat<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es war ein interessanter Auftakt der Lesereise um den Preis der LiteraTour Nord 2010\/2011. 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