{"id":233181,"date":"2017-04-28T10:23:26","date_gmt":"2017-04-28T08:23:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=233181"},"modified":"2017-04-28T10:23:26","modified_gmt":"2017-04-28T08:23:26","slug":"praeventionsprogramm-p-a-r-t-y-konfrontiert-jugendliche-mit-folgen-schwerer-verkehrsunfaelle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/praeventionsprogramm-p-a-r-t-y-konfrontiert-jugendliche-mit-folgen-schwerer-verkehrsunfaelle\/","title":{"rendered":"Pr\u00e4ventionsprogramm P.A.R.T.Y. konfrontiert Jugendliche mit Folgen schwerer Verkehrsunf\u00e4lle"},"content":{"rendered":"<p><strong>Pr\u00e4ventionsprogramm P.A.R.T.Y. konfrontiert Jugendliche mit Folgen schwerer Verkehrsunf\u00e4lle &#8211;\u00a0<\/strong>Die Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Unfallchirurgie e.V. (DGU) startet in Zusammenarbeit mit der AUC \u2013 Akademie der Unfallchirurgie (AUC) die bundesweite P.A.R.T.Y.-Aktionswoche: Das Programm zur Unfallpr\u00e4vention richtet sich an Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren.<!--more--><\/p>\n<p>Vom 8. bis zum 12. Mai 2017 besuchen Sch\u00fcler in ihrem Klassenverband eine Unfallklinik in ihrer Region und erleben einen Tag lang, wie Schwerverletzte nach einem Verkehrsunfall versorgt werden. Ziel des P.A.R.T.Y.-Programms ist es, Jugendliche darin zu best\u00e4rken, dass sie im Stra\u00dfenverkehr keine unn\u00f6tigen Risiken eingehen. Die deutschen Unfallchirurgen beteiligen sich damit an der weltweiten Woche der Verkehrssicherheit. Sie findet unter dem Titel \u201eFourth UN Global Road Safety Week\u201c vom 8. bis zum 14. Mai 2017 statt.<\/p>\n<p>An der zum dritten Mal stattfindenden P.A.R.T.Y.-Woche beteiligen sich bundesweit \u00fcber 20 Traumazentren (TZ) der Initiative TraumaNetzwerk DGU\u00ae. DGU-Pr\u00e4sident und Unfallchirurg Professor Dr. Ingo Marzi sagt: \u201eWer einmal hautnah erlebt, welche Folgen ein Verkehrsunfall haben kann, vergisst das nie wieder.\u201c Professor Dr. Bertil Bouillon, der die Initiative aufgebaut hat, erg\u00e4nzt: \u201eJugendliche sollen aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen am P.A.R.T.Y.-Tag in die Lage versetzt werden, in kritischen Situationen kluge Entscheidungen zu treffen. Denn riskantes Verhalten oder Fahren unter Alkohol gef\u00e4hrdet nicht nur Jugendliche selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer.\u201c<\/p>\n<p>P.A.R.T.Y. steht f\u00fcr \u201ePrevent Alcohol and Risk Related Trauma in Youth\u201c. Beim sogenannten Trauma-Rundgang durch die Unfallklinik erfahren die Sch\u00fcler, wie die Versorgung von schwerverletzten Unfallopfern abl\u00e4uft: vom Rettungswagen oder dem Helikopter in den Schockraum, von der Intensivstation \u00fcber die Normalstation und die physiotherapeutische Betreuung. Auf den Stationen lernen die Jugendlichen akut Verletzte oder ehemals Schwerverletzte kennen. Die Patienten berichten, wie sich ihr Leben durch einen Unfall ver\u00e4ndert hat und welche famili\u00e4ren oder beruflichen Folgen er hatte. Eine von ihnen ist zum Beispiel Christin Forster, die in einem M\u00fcnchner Klinikum \u00fcber den Unfall, die Ursachen und die Zeit danach berichtet. In der Rubrik \u201eGesichter aus O und U\u201c auf der DGOU-Website wird die junge Frau aus Bayern und ihr Engagement f\u00fcr die P.A.R.T.Y.-Kampagne portr\u00e4tiert.<\/p>\n<p>In einigen Kliniken steht auch ein Mittagessen mit Handicap auf dem Programm. Dabei tragen die Jugendlichen eine Armschlinge oder ein Stiffneck (Halswirbels\u00e4ulen-Schiene). Damit werden sie in die Lage eines verletzten Patienten versetzt und herausgefordert, vermeintlich einfache Dinge des t\u00e4glichen Lebens zu erledigen. Dar\u00fcber hinaus halten Unfallchirurgen und Polizisten Vortr\u00e4ge \u2013 ohne erhobenen Zeigefinger. Viel mehr tragen der Rundgang in der Klinik und Gespr\u00e4che mit Patienten wesentlich dazu bei, dass die Jugendlichen ungefilterte Eindr\u00fccke und pers\u00f6nliche Schockmomente hautnah erleben und so daf\u00fcr sensibilisiert werden, sich im Stra\u00dfenverkehr achtsam zu verhalten und wohl\u00fcberlegte Entscheidungen zu treffen.<\/p>\n<p>Junge Verkehrsteilnehmer im Alter zwischen 15 und 25 Jahren sind nach wie vor die gr\u00f6\u00dfte Risikogruppe auf deutschen Stra\u00dfen. Ihr Unfall- und Sterberisiko im Stra\u00dfenverkehr ist mit Abstand das gr\u00f6\u00dfte. Im Jahr 2016 verloren laut Statistischem Bundesamt 519 Menschen in dieser Altersgruppe bei Verkehrsunf\u00e4llen ihr Leben \u2013 13.381 trugen schwere Verletzungen davon. Insgesamt verungl\u00fcckten im vergangenen Jahr 3.206 Menschen bei Verkehrsunf\u00e4llen t\u00f6dlich. 67.399 Menschen aller Altersgruppen erlitten schwere Verletzungen.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnde, warum junge Menschen im Stra\u00dfenverkehr zum Risiko f\u00fcr sich und andere werden, sind vielschichtig und reichen von unangepasster Geschwindigkeit und fehlender Fahrpraxis \u00fcber die Handynutzung am Steuer sowie dem Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss bis hin zu einer extrem hohen Risikobereitschaft.<\/p>\n<p>Insgesamt beteiligen sich in diesem Jahr bundesweit mindestens 22 Unfallkliniken an der P.A.R.T.Y.-Aktionswoche.<\/p>\n<p>Klinik Ort Bundesland Datum<br \/>\nJosef-Hospital Delmenhorst Delmenhorst Niedersachsen 08.05.2017<br \/>\nUniversit\u00e4tsmedizin G\u00f6ttingen G\u00f6ttingen Niedersachsen 08.05.2017<br \/>\nClemenshospital M\u00fcnster Nordrhein-Westfalen 08.05.2017<br \/>\nBG Klinik Ludwigshafen Ludwigshafen Rheinland-Pfalz 09.05.2017<br \/>\nBundeswehrkrankenhaus Koblenz Koblenz Rheinland-Pfalz 09.05.2017<br \/>\nBG Unfallklinik Frankfurt Frankfurt am Main Hessen 10.05.2017<br \/>\nKlinikum K\u00f6ln Merheim K\u00f6ln Nordrhein-Westfalen 10.05.2017<br \/>\nUniklinik Regensburg Regensburg Bayern 10.05.2017<br \/>\nBG-Unfallklinik Duisburg Duisburg Nordrhein-Westfalen 10.05.2017<br \/>\nKlinikum Bremen Mitte Bremen Bremen 10.05.2017<br \/>\nClinic Neuendettelsau Neuendettelsau\u00a0\u00a0 Bayern 10.05.2017<br \/>\nUniversit\u00e4tsmedizin Leipzig Leipzig Sachsen 10.05.2017<br \/>\nUniklinik Aachen Aachen NRW 10.05.2017<br \/>\nEvangelisches Krankenhaus Oldenburg Oldenburg Niedersachsen 10.05.2017<br \/>\nUniverst\u00e4tsklinikum Marburg Marburg Hessen 10.05.2017<br \/>\nJohannes Wesling Klinikum Minden Minden NRW 11.05.2017<br \/>\nUniklinik Greifswald Greifswald Mecklenburg-Vorpommern 11.05.2017<br \/>\nMarienkrankenhaus St. Wendel St. Wendel Baden-W\u00fcrttemberg 11.05.2017<br \/>\nUniklinik Ulm Ulm Baden-W\u00fcrttemberg 11.05.2017<br \/>\nSLK Klinik am Gesundbrunnen Heilbronn Heilbronn Baden-W\u00fcrttemberg 12.05.2017<br \/>\nKlinikum rechts der Isar M\u00fcnchen Bayern 12.05.2017<br \/>\nKatharinenhospital Stuttgart Baden-W\u00fcrttemberg 12.05.2017<br \/>\nAlle P.A.R.T.Y.-Standorte auf der Deutschlandkarte auf einen Blick unter<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.party4school.de\/index.php?id=762\">http:\/\/www.party4school.de\/index.php?id=762<\/a><\/p>\n<p>Hintergrund:<br \/>\nIn der Woche vom 8. bis zum 14. Mai 2017 findet die vierte weltweite Verkehrssicherheitswoche der Vereinten Nationen statt. Die UN-Verkehrssicherheitswoche hat das Ziel, das Bewusstsein f\u00fcr die Verkehrssicherheit zu st\u00e4rken und Ma\u00dfnahmen zu ergreifen, um die Stra\u00dfen sicherer zu machen und die Zahl der Unfallopfer zu reduzieren. Die diesj\u00e4hrig Kampagne: Save Lives &#8211; #SlowDown macht darauf aufmerksam, dass viele Unf\u00e4lle im Stra\u00dfenverkehr durch zu hohe Geschwindigkeit verursacht werden. Sie fordert Ma\u00dfnahmen, um dem entgegen zu wirken und die Anzahl der durch Verkehrsunf\u00e4lle get\u00f6teten oder verletzten Menschen zu reduzieren.<\/p>\n<p>Das P.A.R.T.Y.-Programm z\u00e4hlt seit \u00fcber 25 Jahren zu den erfolgreichsten Pr\u00e4ventionsprogrammen weltweit. Es wurde urspr\u00fcnglich in Kanada entwickelt, um der hohen Zahl an Verkehrsverletzten unter jungen Menschen entgegenzuwirken. In Deutschland setzt die AUC das P.A.R.T.Y.-Programm seit 2012 im Auftrag der DGU um. Damit tragen die deutschen Unfallchirurgen zur Verkehrssicherheitsdekade \u201eDecade of Action for Road Safety 2011-2020\u201c der Vereinten Nationen (UNO) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei. Partner und Unterst\u00fctzer der deutschen P.A.R.T.Y.-Initiative sind der Deutsche Verkehrssicherheitsrat e.V. (DVR) und der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV).<\/p>\n<p>Referenzen:<br \/>\n1) T. Brockamp, P. Koenen, M. Mutschler, C. Probst, B. Bouillon, U. Schmucker, AG Pr\u00e4vention von Verletzungen der DGU (Juni, 2016) P.A.R.T.Y. Eine Initiative f\u00fcr mehr Risikobewusstsein bei Jugendlichen. Unfallchirurg 119:428\u2013432<br \/>\nZusendung der Publikation auf Anfrage m\u00f6glich (Erlaubnis des Verlages liegt vor)<\/p>\n<p>Weitere Informationen:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.party4school.de\">www.party4school.de<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.party-dgu.de\">www.party-dgu.de<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.dgu-online.de\">www.dgu-online.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pr\u00e4ventionsprogramm P.A.R.T.Y. konfrontiert Jugendliche mit Folgen schwerer Verkehrsunf\u00e4lle &#8211; Die Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Unfallchirurgie e.V. 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