{"id":2340,"date":"2006-05-19T08:03:10","date_gmt":"2006-05-19T08:03:10","guid":{"rendered":"http:\/\/testserver\/wordpress\/?p=2240"},"modified":"2006-05-19T08:03:10","modified_gmt":"2006-05-19T08:03:10","slug":"kooperationsvertrag_mit_lbecker_bauverein_geschlossen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/kooperationsvertrag_mit_lbecker_bauverein_geschlossen\/","title":{"rendered":"Kooperationsvertrag mit L\u00fcbecker Bauverein geschlossen"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" title=\"HLWappen\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/images\/topics\/HLWappen.jpg\" alt=\"HLWappen\" \/><br \/>\nThorsten Krellenberg, Vorstandsvorsitzender, und Detlef Aue, Vorstandsmitglied der L\u00fcbecker Gemeinn\u00fctziger Bauverein eG, Dr. Heinz Engelhaupt, Vorstand der Investitionsbank Schleswig-Holstein, und B\u00fcrgermeister Bernd Saxe haben gestern Mittag im Rathaus einen Kooperationsvertrag zur wohnungs- und st\u00e4dtebaulichen Fortentwicklung unterschrieben. Dieser wurde unter der Schirmherrschaft des Innenministers des Landes Schleswig-Holstein, Dr. Ralf Stegner, auf der Grundlage des bereits bestehenden Kooperationsvertrages f\u00fcr das Quartier St. J\u00fcrgen zwischen der Hansestadt L\u00fcbeck, dem L\u00fcbecker Gemeinn\u00fctzigen Bauverein und der Investitionsbank Schleswig-Holstein erarbeitet und durch die heutigen Unterschriften abgeschlossen. Der neue Kooperationsvertrag bezieht sich auf den gesamten Wohnungsbestand des L\u00fcbecker Bauvereins.<!--more-->Der Vertrag sei modellhaft f\u00fcr Schleswig-Holstein und die gesamte Bundesrepublik, sagte der zust\u00e4ndige Abteilungsleiter im Innenministerium, Ministerialdirigent Norbert Scharbach anl\u00e4sslich der Unterzeichnung des Vertrages im Audienzsaal des Rathauses. &#8222;Zum ersten Mal wird &#8211; bezogen auf den gr\u00f6\u00dften Teil des Wohnbestands eines Wohnungsunternehmens in einer Stadt &#8211; ein Kooperationsvertrag geschlossen. Vertraglich werden Wohnraumf\u00f6rderung, soziale und st\u00e4dtebauliche Aufwertung von Wohnquartieren vereinbart. St\u00e4rkere Eigenverantwortlichkeit der Wohnungsunternehmen, erh\u00f6hte Flexibilit\u00e4t der Wohnraumf\u00f6rderungspolitik und die gemeinsame Verantwortung f\u00fcr Integrationsma\u00dfnahmen senken die sozialen Kosten f\u00fcr die Gesellschaft&#8220;, so Scharbach.<br \/>\nHintergrund: Der erste Kooperationsvertrag wurde am 8. Januar 2003 zwischen der Hansestadt L\u00fcbeck, dem L\u00fcbecker Bauverein und der Investitionsbank Schleswig-Holstein geschlossen und betraf das Quartier St. J\u00fcrgen (Robert-Koch-Stra\u00dfe). Aufgrund der guten Erfahrungen mit dem Kooperationsvertrag f\u00fcr das Quartier St. J\u00fcrgen war es nahe liegend, die mit diesem Vertrag getroffenen Vereinbarungen zu erweitern und auf den gesamten Wohnungsbestand des L\u00fcbecker Bauvereins auszudehnen.<br \/>\nDazu liefen zwischen den Beteiligten seit November 2004 Verhandlungen, um einen solchen Kooperationsvertrag zu entwickeln. Die Gespr\u00e4che wurden wieder mit dem L\u00fcbecker Bauverein gef\u00fchrt, da dieses Unternehmen bereit war, Vereinbarungen unter dem Aspekt eines Mustervertrages zu treffen, die f\u00fcr Wohnungsunternehmen und Kommunen in Schleswig-Holstein M\u00f6glichkeiten er\u00f6ffnen sollen, angemessen auf eine sich \u00e4ndernde Marktsituation zu reagieren.<br \/>\nWesentlicher Baustein dieses Vertrages sind die auf der Grundlage der Bestimmungen des Wohnraumf\u00f6rderungsgesetzes (\u00a7\u00a7 14, 15 WoFG) getroffenen Regelungen zur Verteilung vorhandener und neuer Belegungs- und Mietpreisbindungen &#8211; unabh\u00e4ngig vom gef\u00f6rderten Bestand, aber in Abh\u00e4ngigkeit der Wohnraumversorgungs- und Wohnraumbedarfslage und der sozialen Situation der Stadtquartiere &#8211; mit dem Ziel, eine ausgewogene Struktur der Bewohnerinnen und Bewohner sowie eine bedarfsgerechte Wohnraumversorgung der Zielgruppe der sozialen Wohnraumf\u00f6rderung erreichen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nDabei werden, vereinfacht ausgedr\u00fcckt, die Belegungs- und Mietpreisbindungen gef\u00f6rderter Neubau- und Bestandswohnungen (F\u00f6rderwohnungen) bei Bedarf auf modernisierte oder teilmodernisierte und zugleich preiswertere, aber bisher nicht gebundene Genossenschaftswohnungen (Ersatzwohnungen) \u00fcbertragen. Hierdurch sollen bestehende Konzentrationen von Bindungen sozialvertr\u00e4glich aufgel\u00f6st und eine nachhaltige Stabilisierung und &#8222;Durchmischung&#8220; erreicht werden. Die Hansestadt L\u00fcbeck erhofft sich ebenso wie die beiden anderen Vertragspartner dadurch einen effektiven Beitrag zur Wohnraumversorgung und zur Belebung von benachteiligten Gebieten in der Hansestadt L\u00fcbeck, in denen es soziale Probleme gibt.<br \/>\nEin weiterer Eckpunkt neben einer &#8222;sozialen Durchmischung&#8220; zur Erhaltung stabiler Bewohnerstrukturen &#8211; keine &#8222;Ghettobildung&#8220; &#8211; in den Best\u00e4nden des L\u00fcbecker Bauvereins sind die Vereinbarungen bez\u00fcglich einer allgemeinen Verbesserung der Wohnverh\u00e4ltnisse. In diesem Zusammenhang hat der L\u00fcbecker Bauverein seine Bereitschaft erkl\u00e4rt, neben den Ausgaben f\u00fcr den Abriss von Wohnungen und den Investitionen f\u00fcr Neubauten und Modernisierungen der Bestandswohnungen weitere Ma\u00dfnahmen vorzunehmen. Dazu z\u00e4hlt unter anderem die Einrichtung eines Nachbarschaftstreffs in St. J\u00fcrgen. Dieser Nachbarschaftstreff wurde als Pilotma\u00dfnahme bereits am 5. Mai 2006 feierlich er\u00f6ffnet, wie auch in den Zeitungen zu lesen war. Ein weiterer soll im kommenden Jahr in K\u00fccknitz etabliert werden.<br \/>\nDieser Kooperationsvertrag gilt als Mustervertrag und soll andere Wohnungsunternehmen und Kommunen dazu ermuntern, flexibel und unb\u00fcrokratisch auch zum Wohle der B\u00fcrger und B\u00fcrgerinnen auf die zu erwartenden und teilweise bereits eingetretenen \u00f6konomischen, demografischen und wohnungsmarktpolitischen Ver\u00e4nderungen angemessen zu reagieren.<br \/>\nDas Vertragswerk bietet die Chance, stadtentwicklungs- und wohnungspolitisch den gesellschaftlichen und sozialen Problemen in der Hansestadt wirksam entgegenzutreten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Thorsten Krellenberg, Vorstandsvorsitzender, und Detlef Aue, Vorstandsmitglied der L\u00fcbecker Gemeinn\u00fctziger Bauverein eG, Dr. Heinz Engelhaupt, Vorstand der Investitionsbank Schleswig-Holstein, und<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[10],"tags":[],"class_list":["post-2340","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-lubeck-lupe"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2340","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2340"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2340\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2340"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2340"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2340"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}