{"id":234112,"date":"2017-05-15T10:47:54","date_gmt":"2017-05-15T08:47:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=234112"},"modified":"2017-05-15T10:47:54","modified_gmt":"2017-05-15T08:47:54","slug":"tage-der-industriekultur-am-wasser","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/tage-der-industriekultur-am-wasser\/","title":{"rendered":"Tage der Industriekultur am Wasser"},"content":{"rendered":"<p><strong>Tage der Industriekultur am Wasser &#8211; <\/strong>Mit 380 Veranstaltungen in 131 Denkmalen an 68 Orten geht das erfolgreiche Kulturprojekt der Metropolregion Hamburg in die vierte Runde. Hafenanlagen, Schleusen und Schiffe, Leucht- und Wassert\u00fcrme, Br\u00fccken und M\u00fchlen, Fabriken und Kraftwerke geben am 17. und 18. Juni Einblicke in die Welt der Industriekultur am Wasser.<!--more--><br \/>\nAlle zwei Jahre stellen die Tage der Industriekultur am Wasser Denkmale der Industriegeschichte in der Metropolregion Hamburg vor, die oftmals der \u00d6ffentlichkeit unbekannt geblieben sind. Das verbindende Element ist die Technik, die Wasser nutzt, Wasser beherrscht und am Wasser liegt.<\/p>\n<p>F\u00fcr alle Kultur-, Geschichts- und Technikinteressierten, genauso wie f\u00fcr Aktive und Familien ist bei den 380 Veranstaltungen etwas dabei. Davon haben sich 2015 rund 18.000 Besucher \u00fcberzeugt. F\u00fchrungen und Vorf\u00fchrungen, Besichtigungen und \u201eDenkmale in Aktion\u201c erkl\u00e4ren die historische Technik und Arbeitswelt. Das Angebot ist so vielf\u00e4ltig wie die teilnehmenden Industrieanlagen.<\/p>\n<p>Am 11. Mai wurde das diesj\u00e4hrige Programm in Schwerin im denkmalgesch\u00fctzten Getreidespeicher am Ziegelsee aus dem Jahre 1939 vorgestellt. Als Teil des historischen Hafens geh\u00f6rt er zur Keimzelle des ersten Industriegebietes der Stadt. Hier wird an beiden Tagen der Historische Verein Schwerin e.V. an der Promenade mit Schautafeln und Informationsmaterial \u00fcber die Geschichte des Hafens, der Hafenbahn und einzelner Betriebe in dem ehemaligen Industriegebiet Auskunft geben.<\/p>\n<p>Die Schleifm\u00fchle am Faulen See in Schwerin z\u00e4hlt zu den wenigen historischen Anlagen, in denen mit Wasserkraft gro\u00dfe Natursteine ges\u00e4gt und geschliffen wurden. Hier werden am 17. und 18. Juni in der Zeit von 10.00 bis 17.00 Uhr \u00f6ffentliche F\u00fchrungen zur Geschichte der Schleifm\u00fchle angeboten. Au\u00dferdem k\u00f6nnen Besucher\u00a0 in der Schauanlage die\u00a0 Gesteinsbearbeitung von Natursteinen live miterleben.<\/p>\n<p>Auch die Drehbr\u00fccke hinter dem Schweriner Schloss ist an beiden Tagen in Aktion zu erleben: Das noch funktionst\u00fcchtige technische Denkmal, das Schiffen einst die Passage zum Burgsee erm\u00f6glichte, \u00f6ffnet sich am 17. Juni um 15.00 Uhr und am 18. Juni um 11.00, 13.00 und 15.00 Uhr.<\/p>\n<p>\u201eDas industriekulturelle Potenzial Schwerins ist gr\u00f6\u00dfer als viele glauben. Tonangebend f\u00fcr seine Zeit waren auch das E-Werk am Pfaffenteich, die Fokker-Werke oder unser Fernsehturm. Deshalb wollen wir ab Juni als zweite Stadt der Metropolregion eine regionale Route der Industriekultur anbieten\u201c, k\u00fcndigte Schwerins Oberb\u00fcrgermeister Rico Badenschier bei der Programmvorstellung an.<\/p>\n<p>Ihre Premiere bei den Tagen der Industriekultur in Mecklenburg-Vorpommern feiern diesmal die 1916 erbaute H\u00fcbbr\u00fccke in Plau am See, die mit ihrer Hubh\u00f6he von 1,86 m die h\u00f6chste Mecklenburgs ist; die Schleuse in L\u00fcbz und die Papierfabrik Neu Kali\u00df von 1871. Spannende Geschichten werden bei den Rundg\u00e4ngen \u00fcber das Gel\u00e4nde der Fabrik zu h\u00f6ren sein. War das Qualit\u00e4tspapier aus Kali\u00df doch so gefragt, dass es sogar nach D\u00e4nemark, Schweden, England und in die USA exportiert wurde.<\/p>\n<p>Zum ersten Mal mit dabei sind auch die 170 Jahre alte Stadtwasserm\u00fchle an der Wakenitz in L\u00fcbeck und der Seegrenzschlachthof, der als solcher als einziger in Deutschland noch erhalten ist. Hinzugekommen ist das Salzmuseum in L\u00fcneburg in der alten Saline, in dem sich alles um das \u201ewei\u00dfe Gold\u201c dreht. In Winsen neu dabei sind der Hafen St\u00f6ckte und die Schiffswerft August Eckhoff. Hier f\u00fchrt der Schiffbaumeister durch den Hafen und erkl\u00e4rt die Arbeit auf der Werft. Das Hamburger Speicherstadtmuseum veranschaulicht die Arbeit der Quartiersleute in einem Lagerhaus und nat\u00fcrlich werden Rundg\u00e4nge durchs Hamburgs Welterbe &#8211; die Speicherstadt, angeboten.<\/p>\n<p>Die Fahrten und Besichtigungen der zahlreichen historischen Fracht- und Arbeitsschiffe werden erneut ein H\u00f6hepunkt sein. Das Hamburger Feuerl\u00f6schboot \u00bbRepsold\u00ab bietet Mini-Hafenrundfahrten an. Der mehr als hundert Jahre alte Dampfeisbrecher \u00bbElbe\u00ab f\u00e4hrt zwischen Geesthacht und Lauenburg. In Gl\u00fcckstadt l\u00e4sst sich das Wriggen erlernen. Auf der anderen Seite der Elbe im Freiburger Hafen gibt es erstmalig Fahrten auf einem historischen Pfahlewer. Neu dabei sind auch die Viermastbark Passat in Travem\u00fcnde, ebenso wie die Elbf\u00e4hre Gl\u00fcckstadt\/Wischhafen.<\/p>\n<p>Erneut beteiligen sich auch herausragende maritime Highlights au\u00dferhalb der Metropolregion: Rostock nimmt mit zahlreichen Schiffen des Schiffbau- und Schifffahrtsmuseums teil und Aktive k\u00f6nnen auf gef\u00fchrten Kajaktouren die maritime Seite der Stadt erleben. In Rendsburg kann der Nord-Ostsee-Kanal, die meistbefahrene k\u00fcnstliche Wasserstra\u00dfe weltweit, auf gef\u00fchrten Touren im Fu\u00dfg\u00e4ngertunnel unterquert und auf der Br\u00fccke \u00fcberquert werden. In Kiel neu dabei ist die Howaldtsche Metallgie\u00dferei. Nach eing\u00e4ngigen F\u00fchrungen die zeigen, wie k\u00f6rperlich schwer die Produktion von Schiffszubeh\u00f6r war, k\u00f6nnen Besucher selber Kleinteile gie\u00dfen.<\/p>\n<p>F\u00fcr Sportbegeisterte bieten sich die gef\u00fchrten Radtouren an. So lassen sich im Amt Neuhaus die Sch\u00f6pfwerke und Deichsiele der Teldau erradeln. In Cuxhaven geht die Tour durch das gesamte Hafengebiet. Die f\u00fcr die Metropolregion oft typische Kombination aus Industrie und Landschaft l\u00e4sst sich hervorragend im Allertal erleben. Auf der gef\u00fchrten Tour geht es zu drei Industriedenkmalen: Das Kali-Bergwerk Grethem und die Nadelwehrschleuse in Hademstorf sind Relikte aus der Zeit, als im Aller-Leine-Tal das in der Landwirtschaft als D\u00fcnger begehrte Kalisalz gef\u00f6rdert wurde. Vorbei geht es auch an der Gierseilf\u00e4hre Eickeloh, die allein die Kraft der Str\u00f6mung nutzt, um \u00fcber die Aller zu pendeln.<\/p>\n<p>Speziell auf Familien ausgelegte Programme bieten die Ziegelei Pape in Bremerv\u00f6rde, der Oste-Hamme-Kanal in Gnarrenburg, die Filzwelt Soltau im alten Wollspeicher sowie der Kultur-Kran Harburg. Im Hafenmuseum Hamburg kann das kleine Hafenpatent erworben werden und in der Amtswasserm\u00fchle Moisburg k\u00f6nnen Kinder Schrot mahlen und sieben. Die Fischbauchbr\u00fccke Eversdorf in Kaaks beteiligt sich zum ersten Mal und gleich mit einem tollen Fest. Beim Br\u00fcckenschlag bauen Eltern und Kinder eine Holzbr\u00fccke \u00fcber die Bekau. Es gibt eine historische Heuernte, ein Spiel ohne Grenzen, eine Flo\u00dfrally und Musik und Tanz direkt an der Br\u00fccke.<\/p>\n<p>Das Programm zu allen 131 Orten der Industriegeschichte in der Metropolregion Hamburg liegt bei den Teilnehmern und in den Tourismusinformationen der Metropolregion aus. Auf der Website <a href=\"http:\/\/www.tagederindustriekultur.de\">www.tagederindustriekultur.de<\/a> finden sich weitere Details zur Industriegeschichte und den Denkmalen. Hier kann das Programm und der Katalog bestellt werden, der Anfang Juni erscheint.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tage der Industriekultur am Wasser &#8211; Mit 380 Veranstaltungen in 131 Denkmalen an 68 Orten geht das erfolgreiche Kulturprojekt der Metropolregion Hamburg in die vierte Runde. Hafenanlagen, Schleusen und Schiffe, Leucht- und Wassert\u00fcrme, Br\u00fccken und M\u00fchlen, Fabriken und Kraftwerke geben am 17. und 18. 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