{"id":23557,"date":"2010-10-31T08:10:16","date_gmt":"2010-10-31T06:10:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=23557"},"modified":"2010-10-29T19:13:10","modified_gmt":"2010-10-29T17:13:10","slug":"2010-krankenstande-steigen-weiter-langere-lebensarbeitszeiten-verlangen-pravention-bereits-bei-jungeren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/2010-krankenstande-steigen-weiter-langere-lebensarbeitszeiten-verlangen-pravention-bereits-bei-jungeren\/","title":{"rendered":"2010: Krankenst\u00e4nde steigen weiter &#8211; l\u00e4ngere Lebensarbeitszeiten verlangen Pr\u00e4vention bereits bei J\u00fcngeren"},"content":{"rendered":"<p>Die Krankenst\u00e4nde steigen nun bereits im vierten Jahr leicht, aber konti-nuierlich. Von Januar bis September liegen die monatsdurchschnittlichen Krankenstandswerte bei 4,0 Prozent, im gleichen Vorjahreszeitraum waren es 3,9 Prozent (2008: 3,8 Prozent, 2007: 3,7 Prozent). Die gravierendsten Steigerungsraten weisen die psychischen Leiden auf, Arbeitnehmer erkranken daran doppelt so h\u00e4ufig wie noch vor zwanzig Jahren.<!--more--><\/p>\n<p>Im \u201eKrisenjahr\u201c 2009 zeigt der Anstieg der Fehltage, dass die Krankenstandsentwicklung nicht den Konjunkturbewegungen folgt. Arbeitnehmer fehlten krankheitsbedingt an 14,4 Tagen, 2008 fielen sie einen Tag weniger (13,4 Tage) aus, w\u00e4hrend 2006, mit 12,4 Tagen, die geringsten Krankentage seit 30 Jahren gemeldet wurden.<\/p>\n<p>Durch die Alterung der geburtenst\u00e4rkeren Jahrg\u00e4nge \u00e4ndern sich die Belegschaften. Die Erwerbst\u00e4tigkeit der \u00fcber 55-J\u00e4hrigen steigt sp\u00fcrbar: In den letzten zehn Jahren hat sie um 49 Prozent zugenommen.<\/p>\n<p>K\u00f6rperlich belastende T\u00e4tigkeiten wie in Bau- und Metallberufen, bei Rei-nigungskr\u00e4ften wie auch in Verkehrsberufen weisen die h\u00f6chsten Ausfall-zeiten bei den \u00fcber 55-J\u00e4hrigen auf. Im Durchschnitt liegen sie bei vier und mehr Krankheitswochen. Dagegen fehlten \u00e4ltere F\u00fchrungskr\u00e4fte, die im Management arbeiten sowie Techniker oder Ingenieure durchschnittlich nur zwei bis zweieinhalb Wochen im Jahr.<\/p>\n<p>Allerdings gibt es auch bei h\u00f6her qualifizierten Berufen einen Aufw\u00e4rtstrend bei den Fehlzeiten. Derzeit ist jeder achte m\u00e4nnliche Ingenieur \u00fcber 55 Jahre alt und erkrankte 2009 im Schnitt rund 18 Tage im Jahr. Dies bedeutet gegen\u00fcber dem Vorjahr fast eine Verdopplung der Krankheitstage. Ursachen hierf\u00fcr k\u00f6nnten in st\u00e4ndig wachsenden Leistungsanforderungen und Restrukturierungen der Unternehmen liegen.<\/p>\n<p>Rechnungskaufleute oder Datenverarbeiter verzeichneten bei den \u00fcber 55-J\u00e4hrigen mit 19,4 Arbeitsunf\u00e4higkeitstagen ebenfalls einen Anstieg von etwa vier Tagen gegen\u00fcber dem Vorjahr. \u00c4hnlich wie bei Ingenieuren d\u00fcrften auch hier die zunehmend belastenden Arbeitsbedingungen in den entsprechenden Branchen und T\u00e4tigkeitsfeldern eine Rolle spielen.<\/p>\n<p>Vorbeugung bei l\u00e4ngeren Lebensarbeitszeiten immer wichtiger<br \/>\nBei n\u00e4herer Betrachtung h\u00e4ufiger Erkrankungen \u00fcber die Altersgruppen f\u00e4llt auf, dass R\u00fcckenleiden bereits bei den 35- bis 39-J\u00e4hrigen signifikant ansteigen. Gegen\u00fcber der Altergruppe der 25- bis 29-J\u00e4hrigen sind mehr als doppelt so viele Mittdrei\u00dfiger (63 Prozent) wegen R\u00fcckenproblemen arbeitsunf\u00e4hig. Bei den \u00fcber 55-J\u00e4hrigen fallen aufgrund von Chronifizierungen mehr als dreimal so lange Krankheitszeiten wegen R\u00fcckenleiden an. Wie die ambulanten Arztdaten zeigen, beginnen diese Beschwerden vor allem wegen Bewegungsmangel oft schon in jungen Jahren. Jeder zehnte junge Mann zwischen 15 und 25 Jahren und fast jede siebte junge Frau (13,4 Prozent) dieser Altersgruppe gingen wegen R\u00fcckenschmerzen zum Arzt.<\/p>\n<p>Die Herz- und Kreislauferkrankungen nehmen &#8211; besonders bei M\u00e4nnern &#8211; in den Jahrg\u00e4ngen um die 40 zu, gegen\u00fcber den Mittzwanzigern sind die 40-J\u00e4hrigen im Schnitt doppelt so h\u00e4ufig deswegen krank.<\/p>\n<p>\u201eSowohl den R\u00fcckenleiden als auch den Herz-Kreislauferkrankungen kann durch individuelle Gesundheitsvorsorge gut vorgebeugt werden. Die BKK gaben im Jahr 2009 rund 73 Millionen Euro f\u00fcr Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahmen aus: Zum einen f\u00fcr die gerade bei alternden Belegschaften immer wichtiger werdende betriebliche Gesundheitsf\u00f6rderung, die von Betriebskrankenkassen bezuschusst wird; zum anderen f\u00fcr qualit\u00e4tsgesicherte individuelle Kurse in den Bereichen Bewegung, Ern\u00e4hrung und Stressbew\u00e4ltigung,\u201c so Heinz Kaltenbach, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des BKK Bundesverbandes.<\/p>\n<p>BKK Report 2010 \u201eGesundheit in einer \u00e4lter werdenden Gesellschaft\u201c             Der im November erscheinende BKK Gesundheitsreport wird sich den dr\u00e4ngenden Problemen einer \u00e4lter werdenden Gesellschaft widmen. Au\u00dferdem wird es auch ausf\u00fchrliche Analysen zur Arbeitswelt, zu verschiedenen Berufsgruppen und n\u00e4here Untersuchungen zur Betroffenheit der Branchen und Berufe mit bestimmten Krankheitsbildern geben. Den letzten BKK Gesundheitsreport \u201eGesundheit in Zeiten der Krise\u201c gibt es unter<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Krankenst\u00e4nde steigen nun bereits im vierten Jahr leicht, aber konti-nuierlich. 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