{"id":241327,"date":"2017-09-07T17:18:24","date_gmt":"2017-09-07T15:18:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=241327"},"modified":"2017-09-07T17:18:24","modified_gmt":"2017-09-07T15:18:24","slug":"erster-deutscher-eiti-bericht-veroeffentlicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/erster-deutscher-eiti-bericht-veroeffentlicht\/","title":{"rendered":"Erster deutscher EITI-Bericht ver\u00f6ffentlicht"},"content":{"rendered":"<p><strong>Erster deutscher EITI-Bericht ver\u00f6ffentlicht &#8211;\u00a0<\/strong>Die an der deutschen Transparenzinitiative im Rohstoffsektor (D-EITI) beteiligten zivilgesellschaftlichen Organisationen begr\u00fc\u00dfen die Ver\u00f6ffentlichung des ersten EITI-Berichts in Deutschland. Der Bericht bietet einen \u00dcberblick \u00fcber den deutschen Rohstoffsektor und legt Zahlungen von rohstoffgewinnenden Unternehmen an die \u00f6ffentliche Hand sowie die entsprechenden Einnahmen staatlicher Stellen offen. Er wurde von der Zivilgesellschaft gemeinsam mit Vertretern der Wirtschaft und der \u00f6ffentlichen Hand erarbeitet und im Konsens verabschiedet.<!--more--><\/p>\n<p>Aus Sicht der Zivilgesellschaft ist der Bericht ein Schritt in die richtige Richtung. Erstmals werden Zahlungen von Rohstoffunternehmen an den Staat ver\u00f6ffentlicht. Auch die Register der Bergbeh\u00f6rden werden in Zukunft f\u00fcr jedermann zug\u00e4nglich sein. Entscheidende Debatten rund um den Rohstoffabbau in Deutschland wie der Umgang mit Eingriffen in die Natur, die Energiewende, Subventionen oder die Finanzierung der Folgekosten des Rohstoffabbaus wurden auf Initiative der Zivilgesellschaft in den Bericht aufgenommen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eWir sind stolz darauf, dass der EITI Bericht die Handschrift der Zivilgesellschaft tr\u00e4gt und unser Ergebnis auch ein Vorbild f\u00fcr EITI Prozesse in anderen L\u00e4ndern darstellt. Vom n\u00e4chsten deutschen Bericht erwarten wir allerdings einen noch gr\u00f6\u00dferen Mehrwert. Er sollte noch st\u00e4rker dar\u00fcber hinausgehen, was an anderer Stelle sowieso schon ver\u00f6ffentlicht ist\u201c, so Swantje Fiedler, stellvertretende Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des Forum \u00d6kologisch-Soziale Marktwirtschaft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eInsbesondere begr\u00fc\u00dfen wir, dass wir bereits im ersten Bericht das Thema der Erneuerbaren Energien aufgegriffen haben und so die Energiewende dokumentieren. F\u00fcr den zweiten Bericht sollten wir uns vornehmen, die lokale Ebene st\u00e4rker zu ber\u00fccksichtigen und die Beitr\u00e4ge des Rohstoffsektors an die Gemeindekassen sichtbar zu machen\u201c, so Edda M\u00fcller, Vorsitzende von Transparency Deutschland.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcr den Folgebericht fordern die zivilgesellschaftlichen Organisationen eine deutlich ambitioniertere Umsetzung der EITI in Deutschland, um mit den D-EITI-Berichten einen klaren Mehrwert zur \u00f6ffentlichen Debatte zu leisten. Zum Beispiel sollten weitere Zahlungsstr\u00f6me wie Gewerbesteuer und Verbrauchsteuern aufgenommen werden und noch mehr rohstofff\u00f6rdernden Unternehmen \u00fcber ihre Steuerzahlungen berichten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eWenn wir mit D-EITI die \u00f6ffentliche Debatte rund um den Rohstoffabbau in Deutschland beleben wollen, dann muss der n\u00e4chste Bericht nachlegen\u201c, so J\u00fcrgen Maier, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Forum Umwelt und Entwicklung: \u201e\u00dcber Sicherheitsleistungen und R\u00fcckstellungen der Rohstoffunternehmen wird aktuell beispielsweise kontrovers diskutiert. Wir werden dieses Thema als Zivilgesellschaft auf die Tagesordnung von D-EITI setzen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eEine weltweite Initiative f\u00fcr Transparenz \u00fcber Zahlungsstr\u00f6me zwischen Rohstoffsektor und Staat ist wichtig f\u00fcr Gewerkschaften, f\u00fcr Mitbestimmung in den Unternehmen und Teilhabe an der Gesellschaft. Es ist gut, dass auch Deutschland dabei ist und einen ersten Bericht \u00fcber die Zahlungsstr\u00f6me in unserem Land vorgelegt hat. Transparenz kann helfen, die Debatte \u00fcber den Bergbau und den Rohstoffsektor in Deutschland zu versachlichen. Denn das ist dringend geboten. Zahlen und Informationen \u00fcber Beitr\u00e4ge zu Wertsch\u00f6pfung und \u00f6ffentlichen Haushalten tragen ihren Teil dazu bei. Daten von Unternehmen, die jetzt noch fehlen, werden hoffentlich bald nachgetragen. Im n\u00e4chsten Bericht erwarten wir auch Informationen dar\u00fcber, wie deutsche Unternehmen in Nicht-EITI-L\u00e4ndern im Rohstoffsektor<\/p>\n<p>t\u00e4tig sind\u201c, so Ralf Bartels, Gewerkschaftssekret\u00e4r der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hintergrund<\/p>\n<p>Die globale \u201eInitiative f\u00fcr Transparenz im rohstoffgewinnenden Sektor\u201c (Extractive Industries Transparency Initiative \u2013 EITI) engagiert sich seit 2003 f\u00fcr mehr Transparenz und Rechenschaftspflicht im Rohstoffsektor. Deutschland setzt die Initiative seit 2015 um und hat Kandidaten-Status.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zu einer erfolgreichen Teilnahme am EITI-Prozess geh\u00f6ren j\u00e4hrliche Berichte gem\u00e4\u00df EITI-Standard. Diese bestehen aus einem Abgleich von mit der Rohstofff\u00f6rderung verkn\u00fcpften Zahlungen der Rohstoffunternehmen und den entsprechenden Einnahmen der \u00f6ffentlichen Hand sowie einem Kontextbericht, der Informationen zur nationalen Rohstoffgewinnung b\u00fcndelt. Gesteuert wird der Umsetzungsprozess in den EITI-L\u00e4ndern durch Multi-Stakeholder-Gruppen, die sich aus Mitgliedern der \u00f6ffentlichen Hand, der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft zusammensetzen. Die deutsche Multi-Stakeholder-Gruppe hat im M\u00e4rz 2015 ihre Arbeit aufgenommen und den ersten deutschen EITI-Bericht am 09. August 2017 im Konsens verabschiedet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zum ersten deutschen EITI-Bericht: <a href=\"http:\/\/www.d-eiti.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/1_D-EITI_Bericht_-fuer_-2016.pdf\">www.d-eiti.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/1_D-EITI_Bericht_-fuer_-2016.pdf<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcr weitere Informationen: <a href=\"http:\/\/www.d-eiti.de\">www.d-eiti.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erster deutscher EITI-Bericht ver\u00f6ffentlicht &#8211; Die an der deutschen Transparenzinitiative im Rohstoffsektor (D-EITI) beteiligten zivilgesellschaftlichen Organisationen begr\u00fc\u00dfen die Ver\u00f6ffentlichung des ersten EITI-Berichts in Deutschland. Der Bericht bietet einen \u00dcberblick \u00fcber den deutschen Rohstoffsektor und legt Zahlungen von rohstoffgewinnenden Unternehmen an die \u00f6ffentliche Hand sowie die entsprechenden Einnahmen staatlicher Stellen offen. 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