{"id":243502,"date":"2017-10-06T18:14:57","date_gmt":"2017-10-06T16:14:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=243502"},"modified":"2017-10-06T18:15:48","modified_gmt":"2017-10-06T16:15:48","slug":"nigeria-fulani-hirten-attackieren-50-doerfer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/nigeria-fulani-hirten-attackieren-50-doerfer\/","title":{"rendered":"Nigeria: Fulani-Hirten attackieren 50 D\u00f6rfer"},"content":{"rendered":"<p><a title=\"http:\/\/mailing.opendoors.de\/c\/30201024\/9eab2b6e36e4-oxeool\" href=\"http:\/\/mailing.opendoors.de\/c\/30201024\/9eab2b6e36e4-oxeool\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"http:\/\/mailing.opendoors.de\/c\/30201024\/9eab2b6e36e4-oxeool\" src=\"http:\/\/files.crsend.com\/104000\/104812\/images\/Logos\/OpenDoors_Logo.jpg\" alt=\"Open Doors Logo\" width=\"314\" height=\"64\" border=\"0\" \/><\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" style=\"display: block; border-width: 0px;\" src=\"http:\/\/files.crsend.com\/104000\/104812\/images\/Logos\/Open_Doors_Nachrichten_Banner_600x168.jpg\" alt=\"Open Doors Gebetsmail\" width=\"600\" height=\"168\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p>Nigeria: Fulani-Hirten attackieren 50 D\u00f6rfer in 12 Monaten<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 13px; font-family: Arial,Geneva,sans-serif; color: #942d6d; font-style: italic; line-height: 120%;\">Vertreibung christlicher Siedler als Teil des Dschihad. Regierung weitgehend tatenlos.<\/span><\/p>\n<p><!-- START FLIESSTEXT -->(Open Doors, Kelkheim) \u2013 Etwa 38 Millionen Menschen werden dem Volk der Fulani zugerechnet, das in 19 zentral- und westafrikanischen L\u00e4ndern beheimatet ist. Als gr\u00f6\u00dftes Nomadenvolk der Welt sind sie best\u00e4ndig auf der Suche nach Weideland f\u00fcr ihre gro\u00dfen Tierherden. <!--more-->Etwa 99\u00a0% der Fulani sind Anh\u00e4nger des Islam, mit unterschiedlicher Auspr\u00e4gung. W\u00e4hrend der Norden Nigerias mit seinen 12 Scharia-Staaten \u00fcberwiegend muslimisch ist, finden sich im sogenannten Mittelg\u00fcrtel mit zahlreichen Ethnien sowohl Muslime als auch Christen, letztere zahlenm\u00e4\u00dfig st\u00e4rker.<\/p>\n<p>Anhaltende D\u00fcrren im Westen Afrikas f\u00f6rdern das Vordringen der W\u00fcste im Norden Nigerias, weshalb die Fulani in den Mittelg\u00fcrtel und S\u00fcden des Landes ziehen, wo es zu Zusammenst\u00f6\u00dfen mit den ans\u00e4ssigen \u2013 zumeist christlichen \u2013 Siedlern kommt, weil die Herden die Agrarfl\u00e4chen der Siedler zerst\u00f6ren oder abfressen. Dies umso mehr, als die Besiedlungsdichte dort seit Jahren zunimmt. Der Streit um nat\u00fcrliche Ressourcen hat vermehrt auch einen stark religi\u00f6s gepr\u00e4gten Unterton. Die Angriffe von Fulani auf mehr als 50 D\u00f6rfer von Christen innerhalb von 12 Monaten allein im S\u00fcden von Kaduna sind nur eines von vielen Beispielen. Die \u201eInternational Crisis Group\u201c mit Hauptsitz in Belgien legte dazu am 19. September einen <a title=\"http:\/\/mailing.opendoors.de\/c\/30210481\/9eab2b6e36e4-oxeool\" href=\"http:\/\/mailing.opendoors.de\/c\/30210481\/9eab2b6e36e4-oxeool\">aktuellen Bericht<\/a> vor.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"\" src=\"http:\/\/files.crsend.com\/104000\/104812\/images\/2017_10_06_Web_ODNews_Nigeria_Mail-Banner_569x280.jpg\" alt=\"\" width=\"569\" height=\"280\" border=\"0\" \/><br \/>\nChrist vor seinem zerst\u00f6rten Haus im S\u00fcden Kadunas<\/p>\n<p><strong>Politische Strategie \u201eHaus des Islam\u201c <\/strong><\/p>\n<p>Das \u201eNigeria Conflict Security Analysis Network\u201c schreibt in einem vom Nachrichtendienst World Watch Monitor zitierten <a title=\"http:\/\/mailing.opendoors.de\/c\/30210482\/9eab2b6e36e4-oxeool\" href=\"http:\/\/mailing.opendoors.de\/c\/30210482\/9eab2b6e36e4-oxeool\">Bericht<\/a>, dass es hierbei nicht um typische Gebietsstreitigkeiten gehe, sondern vielmehr um die Durchsetzung der politischen Strategie des \u201eDar al-Islam\u201c. Nicht-islamische Gebiete sollen demnach in das \u201eHaus des Islam\u201c \u00fcberf\u00fchrt werden. Dabei bringen die Nomaden nicht nur ihre Religion und Traditionen mit \u2013 das ist selbstverst\u00e4ndlich \u2013, sondern wollen diese auch in der Region durchsetzen, in allen Lebensbereichen. Untersuchungen in drei Bundesstaaten haben ergeben, dass in Benue 88\u00a0% der von Vertreibung durch Fulani Betroffenen Christen waren. In Taraba waren es 70\u00a0% und in Nasarawa 75\u00a0%. Die ans\u00e4ssigen Familien lebten seit Generationen in der Region. Ihren Grund und Boden rei\u00dfen die Fulani an sich.<br \/>\nDurch den immer st\u00e4rker werdenden Einfluss streng-islamischer Prediger aus Saudi-Arabien und dem Iran haben sich die Fulani zunehmend radikalisiert, die Landeinnahme ist f\u00fcr sie Teil des Dschihad.<\/p>\n<p><strong>Christen fordern mehr Schutz seitens der Regierung \u2013 die bleibt weitgehend unt\u00e4tig<\/strong><\/p>\n<p>Die Bisch\u00f6fe der katholischen Kirche von Kaduna, wo die Christen in den letzten Jahren viele Angriffe erleiden mussten, beobachten: \u201eDie Fulani wollen die Christen unterwerfen, das Land zerst\u00fcckeln, das Evangelium schw\u00e4chen und das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben zerst\u00f6ren. Die Agenda ist gegen die christliche Mehrheit im s\u00fcdlichen Kaduna gerichtet. Hinter dieser Form des Dschihad steckt eine starke finanzielle Unterst\u00fctzung und Planung.\u201c<\/p>\n<p>Hunderte christliche M\u00e4dchen und Frauen wurden bislang in diesem Kampf entf\u00fchrt, unz\u00e4hlige Wohnh\u00e4user und Kirchen zerst\u00f6rt, weite Teile von Land und Besitzt\u00fcmern gestohlen. Untersuchungen von Open Doors haben ergeben, dass die Fulani allein in den Jahren 2013-2015 in den Bundesstaaten Kaduna, Plateau, Nasarawa, Benue und Taraba etwa 6.500 Menschen get\u00f6tet haben.<\/p>\n<p>Bischof Joseph Bagobiri von Kafanchan in S\u00fcd-Kaduna spricht f\u00fcr viele: \u201eDie Krise besteht fort wegen der Art und Weise, wie die Regierungen des Landes, der Bundesl\u00e4nder sowie die Sicherheitskr\u00e4fte mit den Problemen umgehen. Viele von uns sind entt\u00e4uscht, da unsere Regierung nicht unparteiisch agiert, sondern \u2013 direkt oder indirekt \u2013 die Fulani unterst\u00fctzt. So verlieren sie schnell das Vertrauen der Menschen.\u201c Pr\u00e4sident Buhari selbst geh\u00f6rt zu den Fulani. W\u00e4hrend der Kampf gegen Boko Haram Erfolge zeigt, hat er bislang wenig Interesse f\u00fcr die Menschen im Mittelg\u00fcrtel Nigerias aufgebracht. Ein Beobachter vor Ort kommentiert: \u201eEine Regierung kann einen Konflikt nicht l\u00f6sen, den sie nicht erkennt und anerkennt. Die Vernachl\u00e4ssigung dieses Konfliktes hat dazu beigetragen, dass die Angriffe der Fulani immer professioneller und t\u00f6dlicher werden.\u201c<\/p>\n<p>Auf dem <a title=\"http:\/\/mailing.opendoors.de\/c\/30210483\/9eab2b6e36e4-oxeool\" href=\"http:\/\/mailing.opendoors.de\/c\/30210483\/9eab2b6e36e4-oxeool\">Weltverfolgungsindex<\/a> von Open Doors nimmt Nigeria aktuell Rang 12 unter den L\u00e4ndern ein, in denen Christen einem hohen Ma\u00df an Verfolgung ausgesetzt sind.<\/p>\n<p>Beten Sie mit beim <strong>Weltweiten Gebetstag f\u00fcr verfolgte Christen<\/strong>. Am <strong>12. November<\/strong> werden wir besonders f\u00fcr die Christen in <strong>Eritrea<\/strong> und im <strong>Jemen<\/strong> eintreten. Bestellen Sie jetzt das kostenlose Material zur Vorbereitung Ihres Gottesdienstes und Kindergottesdienstes unter: 06195 \u2013 67670 und <a title=\"mailto:info@opendoors.de\" href=\"mailto:info@opendoors.de\">info@opendoors.de<\/a>. Weitere Information finden Sie hier: <a title=\"http:\/\/mailing.opendoors.de\/c\/30211567\/9eab2b6e36e4-oxeool\" href=\"http:\/\/mailing.opendoors.de\/c\/30211567\/9eab2b6e36e4-oxeool\">www.opendoors.de\/gebetstag<\/a>.<\/p>\n<p><!-- INHALT ENDE --><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nigeria: Fulani-Hirten attackieren 50 D\u00f6rfer in 12 Monaten Vertreibung christlicher Siedler als Teil des Dschihad. Regierung weitgehend tatenlos. (Open Doors,<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[22],"tags":[],"class_list":["post-243502","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-glaubhaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/243502","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=243502"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/243502\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":243503,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/243502\/revisions\/243503"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=243502"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=243502"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=243502"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}