{"id":244526,"date":"2017-10-26T14:00:10","date_gmt":"2017-10-26T12:00:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=244526"},"modified":"2017-10-26T14:00:10","modified_gmt":"2017-10-26T12:00:10","slug":"risiko-fuer-wildunfaelle-steigt-nach-der-zeitumstellung-am-29-10-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/risiko-fuer-wildunfaelle-steigt-nach-der-zeitumstellung-am-29-10-2017\/","title":{"rendered":"Risiko f\u00fcr Wildunf\u00e4lle steigt nach der Zeitumstellung am 29.10.2017"},"content":{"rendered":"<p><strong>Risiko f\u00fcr Wildunf\u00e4lle steigt nach der Zeitumstellung am 29.10.2017 &#8211;\u00a0<\/strong>Alle zweieinhalb Minuten passiert ein Wildunfall in Deutschland. Nasses Herbstwetter, Maisernte und Zeitumstellung erh\u00f6hen das Risiko in den kommenden Wochen. Der Berufsverkehr f\u00e4llt in die Morgend\u00e4mmerung, besondere Aufmerksamkeit ist geboten.<!--more--><\/p>\n<p>Bald, am 29.10.2017,\u00a0beginnt die Winterzeit und Menschen k\u00f6nnen eine Stunde l\u00e4nger schlafen. Wildtiere allerdings orientieren sich am Tageslicht und kennen diesen Wechsel nicht: W\u00e4hrend sie vortags die Fahrbahn noch gefahrenlos \u00fcberqueren konnten, braust nach der Zeitumstellung pl\u00f6tzlich der Berufsverkehr \u00fcber die Stra\u00dfe. Die Morgenstunden werden so zur Falle f\u00fcr Tier und Mensch. Die Maisernte im Oktober erh\u00f6ht das Wildunfallrisiko zus\u00e4tzlich, da besonders aufgeschreckte Wildschweine auch tags\u00fcber unvermittelt die Stra\u00dfe queren k\u00f6nnen. Weitere Gefahrenquelle f\u00fcr Verkehrsteilnehmer im Herbst: das wechselhafte Wetter mit Laub und Schmutz auf nassen Stra\u00dfen. Autofahrer sollten deshalb besonders an un\u00fcbersichtlichen Feld- und Waldr\u00e4ndern mit Wild rechnen und die Geschwindigkeit anpassen, r\u00e4t der Deutsche Jagdverband (DJV). Wer Tempo 80 statt 100 f\u00e4hrt, verk\u00fcrzt den Bremsweg bereits um 25 Meter.<\/p>\n<p>Wenn ein Tier am Stra\u00dfenrand steht, sollte der Fahrer kontrolliert bremsen, abblenden und hupen. Die Augen der Wildtiere sind deutlich lichtempfindlicher als die der Menschen, das Fernlicht blendet und macht orientierungslos. Der Hupton hilft Wildtieren, sich akustisch zu orientieren und zu fl\u00fcchten. Falls eine Kollision unvermeidbar ist, sollte der Autofahrer nicht riskant ausweichen, sondern das Lenkrad gut festhalten und bremsen. Ein unkontrolliertes Ausweichman\u00f6ver erh\u00f6ht das Unfallrisiko, besonders wenn das Auto in den Gegenverkehr ger\u00e4t oder am Baum endet.<\/p>\n<p>Nach einer Kollision muss die Unfallstelle unverz\u00fcglich gesichert werden: Warnblinkanlage einschalten und Warndreieck aufstellen. Das tote Tier kann mit Handschuhen von der Fahrbahn gezogen werden, um die Gef\u00e4hrdung anderer Verkehrsteilnehmer zu senken. Lebt das Wild noch, sollten sich Menschen nicht n\u00e4hern, da ein Verletzungsrisiko besteht und das Tier in Todesangst ger\u00e4t. Im Interesse des Tierschutzes ist es laut DJV Pflicht, die Polizei anzurufen, selbst dann, wenn das Tier gefl\u00fcchtet ist. Diese kontaktiert den zust\u00e4ndigen J\u00e4ger, der das verletzte Tier suchen und erl\u00f6sen kann. Die Polizei oder der J\u00e4ger stellt vor Ort eine Wildunfallbescheinigung aus, die als Nachweis bei der Versicherung dient. Eine Teilkasko \u00fcbernimmt s\u00e4mtliche Sch\u00e4den, die durch Haarwild verursacht werden. Wenn Federwild die Windschutzscheibe besch\u00e4digt, \u00fcbernimmt die Teilkasko auch diese Kosten. Bei Kollisionen mit K\u00fchen oder Pferden zahlt die Versicherung \u00fcbrigens nicht.<\/p>\n<p>Wie kann ein Wildunfall verhindert werden?<\/p>\n<p>\u2981 Reduzierte Geschwindigkeit entlang un\u00fcbersichtlicher Wald- und Feldr\u00e4nder<br \/>\n\u2981 Besonders gef\u00e4hrlich sind neue Stra\u00dfen durch Waldgebiete, da das Wild seine gewohnten Wege beibeh\u00e4lt.<br \/>\n\u2981 Die gr\u00f6\u00dfte Gefahr droht in der Morgen- und Abendd\u00e4mmerung, bei Nacht und bei Nebel.<br \/>\n\u2981 Tier am Stra\u00dfenrand: abblenden, hupen, bremsen<br \/>\n\u2981 Ein Tier kommt selten allein &#8211;\u00a0Autofahrer sollten stets mit Nachz\u00fcglern rechnen.<\/p>\n<p>Was ist nach einem Wildunfall zu tun?<\/p>\n<p>\u2981 Unfallstelle sichern: Warnblinkanlage anschalten, Warndreieck aufstellen und Polizei anrufen<br \/>\n\u2981 Aufgrund der Infektionsgefahr niemals tote Tiere ohne Handschuhe anfassen. Abstand halten zu lebenden Tieren<br \/>\n\u2981 Wer Wild mitnimmt, macht sich der Wilderei strafbar.<br \/>\n\u2981 Einem gefl\u00fcchteten Tier nicht folgen, in der Unfallmeldung die Fluchtrichtung mitteilen. So kann der J\u00e4ger das verletze Tier leichter finden.<br \/>\n\u2981 F\u00fcr die Versicherung Wildunfallbescheinigung von J\u00e4ger oder Polizei ausstellen lassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Risiko f\u00fcr Wildunf\u00e4lle steigt nach der Zeitumstellung am 29.10.2017 &#8211; Alle zweieinhalb Minuten passiert ein Wildunfall in Deutschland. Nasses Herbstwetter, Maisernte und Zeitumstellung erh\u00f6hen das Risiko in den kommenden Wochen. 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