{"id":245972,"date":"2017-11-27T17:24:58","date_gmt":"2017-11-27T17:24:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/winkelmeier-beckerweinberg-werbung-fuer-abtreibung-waere-inakzeptable-einflussnahme\/"},"modified":"2017-11-27T17:24:58","modified_gmt":"2017-11-27T17:24:58","slug":"winkelmeier-beckerweinberg-werbung-fuer-abtreibung-waere-inakzeptable-einflussnahme","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/winkelmeier-beckerweinberg-werbung-fuer-abtreibung-waere-inakzeptable-einflussnahme\/","title":{"rendered":"Winkelmeier-Becker\/Weinberg: Werbung f\u00fcr Abtreibung w\u00e4re inakzeptable Einflussnahme"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Keine Verharmlosung von Abtreibung     Das Amtsgericht Gie\u00dfen hat eine Gie\u00dfener \u00c4rztin wegen unerlaubter  Werbung f\u00fcr Schwangerschaftsabbr\u00fcche zu einer Geldstrafe verurteilt.<!--more-->  In der aktuellen Diskussion um eine Aufhebung des Werbeverbots gem\u00e4\u00df  \u00a7 219a StGB erkl\u00e4ren die rechtspolitische Sprecherin der  CDU\/CSU-Bundestagsfraktion Elisabeth Winkelmeier-Becker und der  frauenpolitische Sprecher der CDU\/CSU-Bundestagsfraktion Marcus  Weinberg:     Elisabeth Winkelmeier-Becker: &#8222;Die CDU\/CSU-Bundestagsfraktion h\u00e4lt am Werbeverbot f\u00fcr Schwangerschaftsabbr\u00fcche nach \u00a7 219a StGB  grunds\u00e4tzlich fest. Es darf kein Gesch\u00e4ftsmodell gef\u00f6rdert werden,  das auf der T\u00f6tung ungeborenen Lebens beruht. Wer den \u00a7 219a StGB  ersatzlos aufheben m\u00f6chte, muss in Zukunft mit offener Werbung im  Internet, Fernsehen, Zeitschriften, etc. f\u00fcr Abtreibungen rechnen.  Dies wird dem Sachverhalt nicht gerecht. Allenfalls w\u00e4re zu pr\u00fcfen,  ob schon die sachliche Information f\u00fcr eine T\u00e4tigkeit, die nach der  einschl\u00e4gigen Geb\u00fchrenordnung f\u00fcr \u00c4rzte verg\u00fctet wird, diese  Voraussetzungen erf\u00fcllt.     Es ist bedauerlich, dass die jetzt aufgeflammte Debatte wieder  sehr schematisch abl\u00e4uft und alte Feindbilder aufleben l\u00e4sst. Ein  Festhalten am Werbeverbot wird in &#8211; so scheint es oftmals &#8211; bewusstem Missverst\u00e4ndnis mit einem Festhalten an l\u00e4ngst \u00fcberholten  Rollenklischees gleichgesetzt. Dabei ist klar: Jede Frau hat die  freie Entscheidung dar\u00fcber, ob und wann sie Kinder haben will, welche Partner sie hat, welche Verh\u00fctungsmittel sie anwendet und wie sie  berufliche und famili\u00e4re Ziele vereinbaren will. Ist ein Kind  gezeugt, geht es aber nicht mehr nur um sie selbst, sondern auch um  das Lebensrecht des Ungeborenen.&#8220;     Marcus Weinberg: &#8222;Die gesetzlichen Regelungen, ob und unter  welchen Umst\u00e4nden ein Schwangerschaftsabbruch straffrei ist, fu\u00dfen  auf einem Bundesverfassungsgerichtsurteil. Dieses stellt fest, dass  das sich im Mutterleib entwickelnde Leben als selbst\u00e4ndiges Rechtsgut unter dem Schutz der Verfassung steht. Das Strafgesetzbuch setzt  dieses Bundesverfassungsgerichtsurteil um. Dementsprechend sieht es  vor, dass im Rahmen einer Beratung nach \u00a7 219 StGB auch deutlich  werden muss, &#8218;dass das Ungeborene in jedem Stadium der  Schwangerschaft auch der Frau gegen\u00fcber ein eigenes Recht auf Leben  hat und dass deshalb nach der Rechtsordnung ein  Schwangerschaftsabbruch nur in Ausnahmesituationen in Betracht kommen kann&#8216;.     Wer in einer Ausnahmesituation ist, in der eine Abtreibung in  Frage kommt, sollte gut informiert sein und eine m\u00f6glichst freie,  unbeeinflusste Entscheidung treffen. Dazu geh\u00f6rt es auch, Raum und  Zeit zu haben, sich \u00fcber ein Leben mit oder ohne das Kind Gedanken zu machen, und es geh\u00f6rt ebenfalls dazu, sich bewusst zu werden, dass  das Kind ein Mensch ist, der auch leben m\u00f6chte. Der Abw\u00e4gungsprozess  ist oft ein existenzieller, der den meisten Frauen nicht leicht  f\u00e4llt. Gerade in dieser Zeit sollten Versuche der Beeinflussung &#8211;  etwa durch Werbema\u00dfnahmen &#8211; unterbleiben.     Die betroffenen Frauen erhalten nach dem Gesetz die medizinischen  und psychosozialen Informationen im Rahmen eines Beratungsgespr\u00e4chs  bei einem Arzt oder einer \u00c4rztin, der oder die nicht selbst den  Abbruch durchf\u00fchrt, sowie bei den  Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen. Allgemeine Informationen  sind auch \u00fcber die Bundeszentrale f\u00fcr gesundheitliche Aufkl\u00e4rung  erh\u00e4ltlich.     Die CDU\/CSU-Fraktion sieht f\u00fcr den pers\u00f6nlichen und existenziellen Abw\u00e4gungsprozess, ein Kind auszutragen oder nicht, keinen Vorteil  darin, zu wissen, ob eine bestimmte \u00c4rztin oder ein Arzt selbst  Schwangerschaftsabbr\u00fcche durchf\u00fchrt. Richtig problematisch wird es  aber, wenn die \u00c4rztin oder der Arzt im engeren Sinne Werbung f\u00fcr  Abtreibungen macht. Das Werbeverbot soll Gesch\u00e4ftsmodelle mit  Abtreibungen verhindern. Mit einer Lockerung des Werbeverbotes nach \u00a7 219a StGB k\u00f6nnte aber auch eine Verharmlosung von  Schwangerschaftsabbr\u00fcchen einhergehen. Das verbietet sich schon  verfassungsrechtlich. Daher werden wir an dem Werbeverbot  festhalten.&#8220;    Pressekontakt: CDU\/CSU &#8211; Bundestagsfraktion Pressestelle Telefon:  (030) 227-52360 Fax:      (030) 227-56660 Internet: http:\/\/www.cducsu.de Email: pressestelle@cducsu.de  Original-Content von: CDU\/CSU &#8211; Bundestagsfraktion, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/7846\/3799821\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Keine Verharmlosung von Abtreibung Das Amtsgericht Gie\u00dfen hat eine Gie\u00dfener \u00c4rztin wegen unerlaubter Werbung f\u00fcr Schwangerschaftsabbr\u00fcche zu<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-245972","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/245972","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=245972"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/245972\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=245972"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=245972"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=245972"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}