{"id":246274,"date":"2017-12-04T10:35:27","date_gmt":"2017-12-04T10:35:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/besondere-neuigkeiten\/lka-sh-historische-luftbilder-in-neuer-qualitaetmenschen-mit-behinderung-scannten-26000-fotos-fuer-den-kampfmittelraeumdienst-schleswig-holstein\/"},"modified":"2017-12-04T10:35:27","modified_gmt":"2017-12-04T10:35:27","slug":"lka-sh-historische-luftbilder-in-neuer-qualitaetmenschen-mit-behinderung-scannten-26000-fotos-fuer-den-kampfmittelraeumdienst-schleswig-holstein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/lka-sh-historische-luftbilder-in-neuer-qualitaetmenschen-mit-behinderung-scannten-26000-fotos-fuer-den-kampfmittelraeumdienst-schleswig-holstein\/","title":{"rendered":"LKA-SH: Historische Luftbilder in neuer Qualit\u00e4t:\nMenschen mit Behinderung scannten 26000 Fotos f\u00fcr den Kampfmittelr\u00e4umdienst Schleswig-Holstein"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full\" title=\"Luftbildauswerter Kai Jensen zeigt den Besch\u00e4ftigten der Werkst\u00e4tten Rendsburg-Fockbek und der Werkst\u00e4tten Materialhof, Bernd Fischer und Manfred Schulz (von rechts), wie die neu gescannten Aufnahmen mittels modernster Technik analysiert werden. Gemeinsam mit einem weiteren Kollegen haben beide rund 26.000 Luftbilder des Kampfmittelr\u00e4umdienstes digitalisiert.\" src=\"https:\/\/cache.pressmailing.net\/thumbnail\/story_big\/2a1f78b8-0ada-4154-a215-6e0d8ab8a360\/image\" \/><\/p>\n<p>Kiel (ots) &#8211;     Um Grundst\u00fccke und Areale hinsichtlich ihrer Kampfmittelbelastung  einsch\u00e4tzen  zu k\u00f6nnen, ist die Auswertung historischer Luftbilder  der Alliierten aus dem Zweiten Weltkrieg f\u00fcr die Experten vom  Kampfmittelr\u00e4umdienst Schleswig-Holstein  ein unverzichtbares  Hilfsmittel.<!--more--> Neben der Erfahrung der Luftbildauswerter und weiteren  Archivalien spielt dabei auch die Qualit\u00e4t der Bilder eine gro\u00dfe  Rolle. 26.000 dieser wertvollen Luftbilder sind jetzt im Auftrag des  Landeskriminalamtes in einer Kooperation der Werkst\u00e4tten Materialhof  und den Werkst\u00e4tten Rendsburg-Fockbek neu gescannt  worden &#8211; ein  Gewinn f\u00fcr alle Beteiligten.     Manfred Schulz, Besch\u00e4ftigter im &#8222;Lettershop&#8220; der Werkst\u00e4tten  Materialhof, sowie Bernd Fischer und Michael Neumann aus der  Druckerei der Rendsburger Werkst\u00e4tten  &#8211;  beides Einrichtungen der  Gruppe Norddeutsche Gesellschaft f\u00fcr Diakonie &#8211;  blicken nach  eineinhalb Jahren intensiver Arbeit mit dem Bildmaterial des  Kampfmittelr\u00e4umdienstes fast ein bisschen wehm\u00fctig auf diesen  besonderen Auftrag zur\u00fcck. Durch ihre H\u00e4nde sind 26.000 Luftaufnahmen gegangen, die wichtige Hinweise auf Munitionsaltlasten im  schleswig-holsteinischen Erdreich liefern k\u00f6nnen. Sie haben sie  sortiert, gegl\u00e4ttet, gescannt und in hochwertiger Qualit\u00e4t bei den  Luftbildauswertern abgeliefert. Wo vorher nur  unscharfe Konturen zu  sehen waren, sind Bombenkrater und Verdachtspunkte f\u00fcr Blindg\u00e4nger  nun deutlich zu erkennen. &#8222;Wir sind begeistert von der G\u00fcte der  Bilder&#8220;, fasst Uwe Kuenzel, Leiter des Kampfmittelr\u00e4umdienstes, das  Ergebnis zusammen.     Luftbildauswerter Kai Jensen hat das Projekt f\u00fcr den  Kampfmittelr\u00e4umdienst betreut und wei\u00df, wieviel Arbeit dahinter  steckt. &#8222;Die gesamte Datenbank musste aktualisiert und jedes Bild  einzeln auf den Scanner gelegt werden.&#8220; Positiver Nebeneffekt: &#8222;Wir  wissen jetzt genau, wo welches Bild zu finden ist.&#8220; Und das ist auch  mehr als 70 Jahre nach Kriegsende enorm wichtig: Rund 45.000 Tonnen  Munition sind im Zweiten Weltkrieg \u00fcber Schleswig-Holstein abgeworfen worden, allein 29.000 Tonnen \u00fcber Kiel. &#8222;Da gibt es noch viel  Arbeit.&#8220; Der Bildbestand umfasst insgesamt 74.518 Luftbilder, die  jetzt alle in digitalisierter Form vorliegen. &#8222;Nach Sch\u00e4tzungen haben die Alliierten ungef\u00e4hr 150.000 Luftbilder von Schleswig-Holstein  gemacht&#8220;, sagt Jensen. Es gibt Vorher-\/Nachher-Bilder der  Luftangriffe, auf denen die Bombenabw\u00fcrfe und ihre Wirkung genau  dokumentiert sind.     Das historische Material hat seinen Preis: 65 Euro kostet ein  einzelnes Bild, das laut Staatsvertrag nur zweckgebunden genutzt  werden darf. Daf\u00fcr sollen die Bilder Informationen \u00fcber  Verdachtsfl\u00e4chen und Kampfmittelbelastung liefern &#8211; in m\u00f6glichst  guter Aufl\u00f6sung. Alan Bock, Leiter der Luftbildauswertung, ist mit  seinem f\u00fcnfk\u00f6pfigen Team darauf spezialisiert, die  stecknadelkopfgro\u00dfen Verdachtspunkte auf den Fotos zu erkennen und zu analysieren. Es gilt: Wo Bomben gefallen sind, k\u00f6nnten noch  Blindg\u00e4nger liegen. Dass jetzt alle Luftbilder in hoher Aufl\u00f6sung  digital zur Verf\u00fcgung stehen, betrachtet Bock als gro\u00dfen Fortschritt. &#8222;In digitaler Form k\u00f6nnen wir die Bilder nicht nur schneller finden,  sondern auch direkt am Bildschirm mit aktuellen Luftaufnahmen  vergleichen.&#8220;     Die Projektbeteiligten der Werkst\u00e4tten Materialhof und  Rendsburg-Fockbek sind ebenfalls begeistert von der gelungenen  Zusammenarbeit. &#8222;Wir haben uns \u00fcber diesen Auftrag sehr gefreut&#8220;,  sagt Silke Meyer, zust\u00e4ndig f\u00fcr Arbeits- und Berufsf\u00f6rderung in den  Werkst\u00e4tten Materialhof, die Menschen mit seelischen Handicaps  berufliche Bildung und Arbeit bieten. Die 12 Besch\u00e4ftigten des  &#8222;Lettershops&#8220; sind neben der Verarbeitung von Papier auf die  Digitalisierung verschiedener Medien spezialisiert. &#8222;Es war gleich  klar, dass wir uns den Auftrag mit der Druckerei der Rendsburger  Werkst\u00e4tten teilen&#8220;, berichtet Meyer. Wichtig f\u00fcr die Besch\u00e4ftigten:  Es gab keinerlei Zeitdruck, da die Bilder ja zumindest in der alten  Version vorlagen. Ihre gr\u00fcndliche Arbeit k\u00f6nnte dazu beitragen, dass  die Zeit f\u00fcr viele Blindg\u00e4nger in Schleswig-Holstein bald abgelaufen  ist.     <\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/blaulicht\/pm\/2256\/3805510\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kiel (ots) &#8211; Um Grundst\u00fccke und Areale hinsichtlich ihrer Kampfmittelbelastung einsch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen, ist die Auswertung historischer Luftbilder der Alliierten<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"class_list":["post-246274","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-besondere-neuigkeiten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/246274","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=246274"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/246274\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=246274"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=246274"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=246274"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}