{"id":247894,"date":"2017-12-28T11:00:05","date_gmt":"2017-12-28T11:00:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/nabu-verleiht-bauernpraesident-rukwied-dinosaurier-des-jahres-2017-foto\/"},"modified":"2017-12-28T11:00:05","modified_gmt":"2017-12-28T11:00:05","slug":"nabu-verleiht-bauernpraesident-rukwied-dinosaurier-des-jahres-2017-foto","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/nabu-verleiht-bauernpraesident-rukwied-dinosaurier-des-jahres-2017-foto\/","title":{"rendered":"NABU verleiht Bauernpr\u00e4sident Rukwied &#8222;Dinosaurier des Jahres 2017&#8220; (FOTO)"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full\" title=\"Der NABU hat Bauernpr\u00e4sident Joachim Rukwied mit dem \"Dinosaurier des Jahres 2017\" ausgezeichnet. Weiterer Text \u00fcber ots und www.presseportal.de\/nr\/6347 \/ Die Verwendung dieses Bildes ist f\u00fcr redaktionelle Zwecke honorarfrei. Ver\u00f6ffentlichung bitte unter Quellenangabe: \"obs\/NABU\/Nicole Fl\u00f6per\"\" src=\"https:\/\/cache.pressmailing.net\/thumbnail\/story_big\/e026d7c4-8ad7-4e3e-87ef-db85b298c279\/image\" \/><\/p>\n<p>Berlin (ots) &#8211;     Der NABU hat Joachim Rukwied, Pr\u00e4sident des Deutschen  Bauernverbands (DBV), mit dem &#8222;Dinosaurier des Jahres 2017&#8220;  ausgezeichnet. Der DBV-Chef erh\u00e4lt Deutschlands peinlichsten  Umweltpreis f\u00fcr seine r\u00fccksichtslose Blockade einer  umweltfreundlichen Agrarreform.<!--more--> Der DBV-Pr\u00e4sident streitet die  Hauptverantwortung der industriellen Landwirtschaft f\u00fcr das  Artensterben ab, verteidigt ein Subventionssystem, das nachweislich  zulasten von Natur, Landwirten und Steuerzahlern geht und bek\u00e4mpft  regelm\u00e4\u00dfig alle Ma\u00dfnahmen zur Verbesserung der Umweltbilanz der  Agrarpolitik. Neben seiner Funktion beim DBV ist Rukwied auch Chef  des Landesbauernverbandes Baden-W\u00fcrttemberg und Pr\u00e4sident des  europ\u00e4ischen Agrarverbandes COPA.     &#8222;Die \u00d6ffentlichkeit ist ersch\u00fcttert \u00fcber die erneute Zulassung f\u00fcr Glyphosat, \u00fcber zu viel Nitrat im Grundwasser und das drastische  Insekten- und Vogelsterben &#8211; doch Herr Rukwied h\u00e4lt unbeirrt an  seiner Linie fest, das System der Agrarpolitik mit milliardenschweren Blankoschecks vom Steuerzahler ohne Wenn und Aber zu verteidigen&#8220;,  sagt NABU-Pr\u00e4sident Olaf Tschimpke. So setze er auch die Zukunft  vieler B\u00e4uerinnen und Bauern aufs Spiel: Denn schwinde die  gesellschaftliche Akzeptanz f\u00fcr die Landwirtschaft, versiege  langfristig auch die F\u00f6rderung aus der Staatskasse. Die von Rukwied  vehement verteidigten Pauschalsubventionen pro Fl\u00e4che seien zudem  nachweislich kein geeignetes Mittel, um das H\u00f6festerben aufzuhalten.     Der NABU hatte bereits 2001 Rukwieds Vorg\u00e4nger an der DBV-Spitze,  Gerhard Sonnleitner, mit dem Negativ-Preis f\u00fcr seine konsequente  Bremsleistung in Sachen Agrarwende bedacht. Seither hat sich nichts  verbessert, im Gegenteil: &#8222;Der Zustand von Wiesen und Weiden hat sich dramatisch verschlechtert, die Best\u00e4nde von Feldv\u00f6geln wie Kiebitz  und Feldlerche befinden sich ungebremst im freien Fall&#8220;, so Tschimpke weiter. Das Szenario des &#8222;stummen Fr\u00fchlings&#8220;  sei keine Panikmache  der Natursch\u00fctzer, sondern werde in gro\u00dfen Teilen unserer  Agrarlandschaft zunehmend Realit\u00e4t. &#8222;Rebhuhn, Feldhamster und vielen  anderen ehemaligen Allerweltsarten fehlt inzwischen der Lebensraum.  Sie drohen auszusterben. Gleichzeitig verlieren wir die auch f\u00fcr die  Landwirtschaft wichtigen Insekten als Best\u00e4uber und Regulatoren von  Sch\u00e4dlingen&#8220;, so Tschimpke.     Das Motto des diesj\u00e4hrigen Bauerntages lautete &#8222;Gemeinsam Zukunft  gestalten&#8220;. Der DBV-Pr\u00e4sident habe bislang weder erkennen lassen,  dass er an einem ernsthaften Dialog mit Natursch\u00fctzern interessiert  sei, noch an einer zukunftsf\u00e4higen Politik. Stattdessen w\u00fcrden  wissenschaftliche Studien, die das Insektensterben belegen, vom DBV  kleingeredet und relativiert. Statt \u00f6kologische Herausforderungen  anzunehmen, propagiere Rukwied die Branche sei bereits nachhaltig &#8211;  wenn es denn Umweltprobleme g\u00e4be, dann seien daf\u00fcr andere  Entwicklungen schuld.     Mit fast 40 Prozent ist die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der  gr\u00f6\u00dfte Posten des EU-Haushalts. Sie ist jedoch hochgradig ineffizient und \u00fcberwiegend umweltsch\u00e4dlich. Zu diesem Ergebnis kommt nicht nur  eine aktuelle Fitness-Check-Studie der europ\u00e4ischen Umweltverb\u00e4nde.  Auch der Europ\u00e4ische Rechnungshof best\u00e4tigt, dass selbst die j\u00e4hrlich zw\u00f6lf Milliarden Euro des sogenannten &#8222;Greening&#8220; der GAP keine  nennenswerte Wirkung f\u00fcr die Umwelt entfalten. Der NABU sieht in den  2018 beginnenden Verhandlungen \u00fcber die k\u00fcnftige GAP eine gro\u00dfe  Chance auf eine wirklich umweltfreundliche Ern\u00e4hrungs- und  Landnutzungspolitik. Mit der Studie &#8222;Fit, fair und nachhaltig &#8211;  Vorschl\u00e4ge f\u00fcr eine Neuausrichtung der Agrarpolitik&#8220; hatte der NABU  bereits Ende 2016 Berechnungen pr\u00e4sentiert, wie eine  Landwirtschaftspolitik mit hohen Umwelt-, Tierschutz- und  Qualit\u00e4tsstandards gleichzeitig die Natur sch\u00fctzen und Bauern  ausreichend hohe Einkommen sichern k\u00f6nnte. Daf\u00fcr m\u00fcssen die  bisherigen Pauschalzahlungen beendet werden. Im Gegenzug m\u00fcsste den  Landwirten erm\u00f6glicht werden, durch Ma\u00dfnahmen f\u00fcr die Artenvielfalt  ein attraktives Zusatzeinkommen zu erhalten.     &#8222;Wir verlangen das Ende der Blockadehaltung von der DBV-Spitze.  Ich fordere Herrn Rukwied ausdr\u00fccklich zum Gespr\u00e4ch und Austausch  auf&#8220;, so der NABU-Pr\u00e4sident. Nach dem Scheitern der  Jamaika-Sondierungen und mit Blick auf die Regierungsverhandlungen  von Union und SPD wird Deutschlands mitgliederst\u00e4rkster Umweltverband den \u00f6ffentlichen Druck weiter erh\u00f6hen. Unter dem Motto &#8222;Der  Agrarindustrie die Stirn bieten&#8220; demonstrieren der NABU und viele  Weitere am 20. Januar 2018 in Berlin f\u00fcr gesunde und  umweltfreundliche Lebensmittel.     Mit dem &#8222;Dinosaurier des Jahres&#8220;, einer 2,6 Kilogramm schweren  Nachbildung einer Riesenechse, zeichnet der NABU seit 1993  Pers\u00f6nlichkeiten des \u00f6ffentlichen Lebens aus, die sich durch  besonders r\u00fcckschrittliches \u00f6ffentliches Engagement in Sachen Natur-  und Umweltschutz hervorgetan haben. Preistr\u00e4ger 2016 war Bayer-Chef  Werner Baumann f\u00fcr dessen angestrebte Fusion von Bayer und Monsanto.     Weitere Informationen zum diesj\u00e4hrigen Preistr\u00e4ger:  www.NABU.de\/dinosaurier     Kostenfreie Pressefotos:  www.NABU.de\/pressebilder_dinosaurier-des-jahres     Fit, fair und nachhaltig &#8211; Vorschl\u00e4ge f\u00fcr eine Neuausrichtung der  Agrarpolitik: www.NABU.de\/agrarreform2021     Studie &#8222;Is the CAP Fit for purpose?&#8220;: www.NABU.de\/GAPcheck     Demonstration am 20.1.2018 in Berlin: www.NABU.de\/agrardemo2018    Pressekontakt: Kathrin Klinkusch, NABU-Pressesprecherin,  Tel.  +49 (0)30.284984-1510,   Mobil +49 (0)173.9306515, E-Mail: Kathrin.Klinkusch@NABU.de   NABU-Pressestelle Kathrin Klinkusch | Iris Barthel | Britta Hennigs | Nicole Fl\u00f6per  Tel. +49 (0)30.28 49 84-1510 | -1952 | -1722 | -1958  Fax: +49 (0)30.28 49 84-2000 | E-Mail: presse@NABU.de  Original-Content von: NABU, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/6347\/3826009\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Der NABU hat Joachim Rukwied, Pr\u00e4sident des Deutschen Bauernverbands (DBV), mit dem &#8222;Dinosaurier des Jahres 2017&#8220; ausgezeichnet.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-247894","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/247894","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=247894"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/247894\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=247894"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=247894"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=247894"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}