{"id":248653,"date":"2018-01-08T10:17:18","date_gmt":"2018-01-08T10:17:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/umwelt-und-klimaschutz-muessen-grundlage-fuer-neuen-eu-haushalt-sein\/"},"modified":"2018-01-08T10:17:18","modified_gmt":"2018-01-08T10:17:18","slug":"umwelt-und-klimaschutz-muessen-grundlage-fuer-neuen-eu-haushalt-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/umwelt-und-klimaschutz-muessen-grundlage-fuer-neuen-eu-haushalt-sein\/","title":{"rendered":"Umwelt- und Klimaschutz m\u00fcssen Grundlage f\u00fcr neuen EU-Haushalt sein"},"content":{"rendered":"<p>Br\u00fcssel\/Berlin (ots) &#8211; \u00dcber 20 Verb\u00e4nde aus dem Natur-, Tier- und  Umweltschutz haben heute ihre Forderungen zum EU-Budget nach 2020  ver\u00f6ffentlicht.<!--more--> Hintergrund ist die zurzeit stattfindende  EU-Konferenz, bei der hochrangige Vertreter aus Politik und  Gesellschaft mit Haushaltskommissar G\u00fcnter Oettinger bereits jetzt  die M\u00f6glichkeiten und Entscheidungen des neuen Mehrj\u00e4hrigen  EU-Finanzrahmens (MFR) diskutieren. Dieser ist das grundlegende  Instrument der Finanzplanung und spiegelt die politischen Priorit\u00e4ten der EU ab 2021 wider.     Die Verb\u00e4nde fordern die EU-Kommission auf, den MFR st\u00e4rker als  bislang an der Gesundheit und lebenswerten Zukunft der 500 Millionen  Menschen in Europa auszurichten. Dazu geh\u00f6rt, den eingegangenen  Verpflichtungen des Klimaschutzabkommens von Paris und der  UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) nachzukommen. Eine nachhaltige  Entwicklung, die Erhaltung der Artenvielfalt und die Bek\u00e4mpfung des  Klimawandels m\u00fcssen bei der Mittelverteilung zur alternativlosen  Grundlage erkl\u00e4rt werden. &#8222;F\u00fcr ein lebenswertes Europa brauchen wir  eine Haushaltspolitik, die eine gesunde Zukunft gestaltet statt die  fossile Vergangenheit zu zementieren. Wenn wir wollen, dass sich die  Menschen nachhaltig-moderne Lebensstile leisten k\u00f6nnen, muss bei der  EU-Mittelverteilung grundlegend umgesteuert werden&#8220;, sagt Kai  Niebert, Pr\u00e4sident des Umweltdachverbands Deutscher Naturschutzring  (DNR).     Die deutschen NGOs bef\u00fcrchten, dass die Sicherstellung von  sauberer Luft, Boden und Wasser zum Schutz des Menschen auch  weiterhin nicht ausreichend beachtet wird. Bereits f\u00fcr den laufenden  Haushalt hatte sich die EU-Kommission vorgenommen, mindestens 20  Prozent des Gesamtbudgets f\u00fcr den Klimaschutz aufzuwenden. Die  entsprechenden rund 200 Milliarden Euro sollten f\u00fcr Ma\u00dfnahmen in den  Bereichen Strukturfonds, Forschung, Landwirtschaft, Meerespolitik  sowie Fischerei und Entwicklung eingesetzt werden. Aktuellen  Sch\u00e4tzungen der EU zufolge wird dieses Ausgabenziel nicht erreicht.  Auch beim derzeit gr\u00f6\u00dften Ausgabenpunkt, der Gemeinsamen  Agrarpolitik, flie\u00dft immer noch mehrheitlich Geld in eine  umweltsch\u00e4digende Landwirtschaft, w\u00e4hrend der Naturschutz weiterhin  unterfinanziert ist. Ebenso stehen Projekte wie der Bau von  Erdgaspipelines oder Stra\u00dfen- und Flugverkehrsprojekte den  Nachhaltigkeitszielen entgegen. Stattdessen sollte die EU ihre  Zahlungen auf Natur- und Umweltschutz, Tierwohl und unbelastete  Nahrungsmittel verlagern.     &#8222;Wir leben in einer Zeit, in der es darum geht, die  internationalen Umweltschutz-Vertr\u00e4ge umzusetzen und zu einem Erfolg  werden zu lassen. Die EU hat bei der Ausgestaltung des neuen  mehrj\u00e4hrigen Haushaltsplans die einmalige Chance, mit Weitblick zu  agieren und zum globalen Vorreiter f\u00fcr ein gesundes Leben und  Arbeiten im europ\u00e4ischen Wirtschaftsraum zu werden&#8220;, unterst\u00fctzt  Ernst-Ulrich von Weizs\u00e4cker, Ko-Pr\u00e4sident des Club of Rome die  Forderungen der Umweltverb\u00e4nde.     Neben den zus\u00e4tzlichen Herausforderungen &#8211; Brexit, Migration,  Verteidigung und Sicherheit &#8211; und damit einhergehend einem  voraussichtlich sinkenden Budget bei zunehmenden Ausgaben, fordern  die Verb\u00e4nde, die internationalen Klima- und  Umweltschutz-Verpflichtungen als Blaupause zu nutzen: Bei s\u00e4mtlichen  Ausgaben muss genauestens gepr\u00fcft werden, ob dadurch  Nachhaltigkeitsziele gef\u00e4hrdet werden. Ma\u00dfnahmen, die Umwelt,  Gesundheit und Klima und infolgedessen die europ\u00e4ischen  Volkswirtschaften unumkehrbar sch\u00e4digen, d\u00fcrfen nicht mehr  subventioniert werden. Die Finanzmittel f\u00fcr Natur- und Umweltschutz  m\u00fcssen deutlich erh\u00f6ht werden.     Der MFR bietet nach \u00dcberzeugung der Verb\u00e4nde eine entscheidende  Chance der Neuausrichtung. Durch ihn kann eine Energie- und  Verkehrswende eingeleitet sowie eine nachhaltige Industrie- und  Agrarwende erm\u00f6glicht werden. Ferner kann dadurch die Richtung  vorgegeben werden, um eine dringend notwendige Offensive im Natur-  und Artenschutz durch die Einrichtung eines ausreichend  ausgestatteten EU-Naturschutzfonds zu unterst\u00fctzen. Die Natur- und  Umweltschutzorganisationen sehen die EU in einer zentralen Rolle  innerhalb der internationalen Staatengemeinschaft auf den Gebieten  Klimaschutz, nachhaltige Energiewende, nachhaltige Lieferketten sowie Naturschutz. Die damit verbundene Verantwortung ist Herausforderung  und Chance zugleich f\u00fcr eine lebenswerte, freiheitliche und  solidarische Gesellschaft und eine intakte Umwelt f\u00fcr ein  zukunftsf\u00e4higes und demokratisches Europa.    Pressekontakt: Bjela Vossen: Leiterin der EU-Koordination des Deutschen  Naturschutzrings, E-Mail: bjela.vossen@dnr.de; Tel. +49 (0)30  6781775-85, Mobil 0179 3947984  Original-Content von: Deutscher Naturschutzring, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/29188\/3833256\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Br\u00fcssel\/Berlin (ots) &#8211; \u00dcber 20 Verb\u00e4nde aus dem Natur-, Tier- und Umweltschutz haben heute ihre Forderungen zum EU-Budget nach 2020<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-248653","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/248653","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=248653"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/248653\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=248653"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=248653"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=248653"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}