{"id":249233,"date":"2018-01-16T11:22:01","date_gmt":"2018-01-16T11:22:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/kein-palmoel-in-den-tank-eu-parlament-stimmt-ueber-beimischungsregel-in-kraftstoffen-ab\/"},"modified":"2018-01-16T11:22:01","modified_gmt":"2018-01-16T11:22:01","slug":"kein-palmoel-in-den-tank-eu-parlament-stimmt-ueber-beimischungsregel-in-kraftstoffen-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/kein-palmoel-in-den-tank-eu-parlament-stimmt-ueber-beimischungsregel-in-kraftstoffen-ab\/","title":{"rendered":"Kein Palm\u00f6l in den Tank: EU-Parlament stimmt \u00fcber Beimischungsregel in Kraftstoffen ab"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; EU-Parlament stimmt \u00fcber schrittweise Senkung der  Obergrenze von bisher sieben Prozent Biokraftstoffen aus  Anbaubiomasse bis 2030 ab &#8211; Abholzungen wertvoller tropischer  Regenw\u00e4lder w\u00fcrde sich damit fortsetzen &#8211; Deutsche Umwelthilfe (DUH)  fordert Verbot der Beimischung von Pflanzen\u00f6len in Diesel und Benzin  &#8211; Biokraftstoffe aus Pflanzen\u00f6len sollten zuk\u00fcnftig nicht mehr als <!--more--> erneuerbare Energien anerkannt werden     Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert das EU-Parlament auf, sich  f\u00fcr ein umgehendes Verbot der Beimischung von Palm\u00f6l und anderen  Pflanzen\u00f6len in Kraftstoffen auszusprechen. Anlass ist die Abstimmung des EU-Parlaments am 17.1.2018 \u00fcber eine Neufassung der  Erneuerbaren-Energien-Richtlinie. Diese ist Teil des Gesetzespaketes  zur Umsetzung der Europ\u00e4ischen Energieunion.     Der dem Parlament vorliegende Entwurf des EU-Fachausschusses f\u00fcr  Industrie, Forschung und Energie sieht zum Thema Biokraftstoffe nur  eine schrittweise Senkung der Obergrenze f\u00fcr Biokraftstoffe auf  Pflanzenbasis von momentanen sieben auf null Prozent im Jahr 2030  vor. Die DUH kritisiert diesen Vorschlag als nicht ambitioniert  genug. Durch die nur schrittweise Reduzierung w\u00e4re auch f\u00fcr das  kommende Jahrzehnt eine Beimischung von problematischen Pflanzen\u00f6len  mit deren negativen Auswirkungen f\u00fcr Umwelt und Klima zul\u00e4ssig.     Die Entscheidung des EU-Parlaments ist vor allem wichtig, da sich  der EU-Energieministerrat bereits im Dezember 2017 daf\u00fcr  ausgesprochen hat, an der geltenden Obergrenze von sieben Prozent f\u00fcr Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse bis 2030 festhalten zu wollen. Das  EU-Parlament muss die Chance nutzen, um schnellstm\u00f6glich das Ende von umwelt- und klimasch\u00e4dlichen Biokraftstoffen einzuleiten und auf  Elektromobilit\u00e4t umzuschwenken.     Die steigende Nachfrage von Palm\u00f6l wirkt sich insbesondere auf die Hauptanbaul\u00e4nder S\u00fcdostasiens aus, in denen gro\u00dfe Regenwaldfl\u00e4chen  den wachsenden Palm\u00f6lplantagen weichen m\u00fcssen. Neben der Entwaldung,  die zum Verlust wichtiger Lebensr\u00e4ume verschiedenster Tier- und  Pflanzenarten f\u00fchrt, hat die Palm\u00f6lproduktion aufgrund der  CO2-Freisetzung erhebliche Auswirkungen auf das Weltklima und ist  gleichzeitig auch Ausl\u00f6ser enormer gesellschaftlicher und  wirtschaftlicher Konflikte. Die energetische Nutzung von Palm\u00f6l  spielt global zwar eher eine untergeordnete Rolle, in Deutschland und der EU ist der Palm\u00f6lanteil in Biokraftstoffen jedoch mit bis zu 55  Prozent au\u00dferordentlich hoch.     Sascha M\u00fcller-Kraenner, Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der DUH, fordert  deshalb: &#8222;Das EU-Parlament muss mit seiner Abstimmung zu dem  Gesetzesrahmen ein Signal setzen und bindende Biokraftstoffquoten  beenden sowie die Beimischung von Pflanzen\u00f6len in Benzin und Diesel  umgehend verbieten. Au\u00dferdem sollten Biokraftstoffe aus Pflanzen\u00f6len  in Zukunft generell nicht mehr als erneuerbare Energien anerkannt und als solche im Verkehrssektor angerechnet werden.&#8220; Schlie\u00dflich lasse  die europ\u00e4ische Richtlinie f\u00fcr Erneuerbare Energien zahlreiche andere M\u00f6glichkeiten zur Minderung von Treibhausgasen zu, als die  Beimischung von Palm\u00f6l und anderen Pflanzen\u00f6len. &#8222;Im Verkehrssektor  muss der Klimaschutz durch neue CO2-arme Antriebssysteme und eine  Mobilit\u00e4tswende vorangetrieben werden&#8220;, so M\u00fcller-Kraenner weiter.     Die angeblich positive Klimabilanz, die bislang als Argument f\u00fcr  die F\u00f6rderung biogener Kraftstoffe angef\u00fchrt wurde, muss in Frage  gestellt werden. Studien, wie die der europ\u00e4ischen Umweltorganisation Transport &amp; Environment, belegen 80 Prozent h\u00f6here  Treibhausgasemissionen von Diesel mit Palm\u00f6lbeimischung als von  Diesel mit Mineral\u00f6l. Grund daf\u00fcr sind die Treibhausgasemissionen aus der indirekten Landnutzung durch die Palm\u00f6l-Plantagen. Biosprit  sollte ausschlie\u00dflich aus Abfall- und Reststoffen oder aus Biomasse,  die nicht in Konkurrenz mit dem Anbau f\u00fcr Lebens- und Futtermitteln  steht, hergestellt werden.     Links: Mehr Informationen zur DUH-Kampagne &#8222;Kein Palm\u00f6l in den  Tank&#8220;: http:\/\/l.duh.de\/palml    Pressekontakt: Sascha M\u00fcller-Kraenner, Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrer 0160 90354509, mueller-kraenner@duh.de   DUH-Pressestelle: Andrea Kuper, Ann-Kathrin Marggraf  030 2400867-20, presse@duh.de  www.duh.de, www.twitter.com\/umwelthilfe, www.facebook.com\/umwelthilfe  Original-Content von: Deutsche Umwelthilfe e.V., \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/22521\/3840787\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; EU-Parlament stimmt \u00fcber schrittweise Senkung der Obergrenze von bisher sieben Prozent Biokraftstoffen aus Anbaubiomasse bis 2030 ab<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-249233","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/249233","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=249233"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/249233\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=249233"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=249233"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=249233"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}