{"id":250487,"date":"2018-02-01T15:13:06","date_gmt":"2018-02-01T15:13:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/politischer-wille-bestimmt-europas-rolle-in-der-welt-guenter-verheugen-beim-neujahrsempfang-des-forschungsinstituts-doc\/"},"modified":"2018-02-01T15:13:06","modified_gmt":"2018-02-01T15:13:06","slug":"politischer-wille-bestimmt-europas-rolle-in-der-welt-guenter-verheugen-beim-neujahrsempfang-des-forschungsinstituts-doc","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/politischer-wille-bestimmt-europas-rolle-in-der-welt-guenter-verheugen-beim-neujahrsempfang-des-forschungsinstituts-doc\/","title":{"rendered":"Politischer Wille bestimmt Europas Rolle in der Welt &#8211; G\u00fcnter Verheugen beim Neujahrsempfang des Forschungsinstituts DOC"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; &#8222;Ich m\u00f6chte in Erinnerung rufen, wieviel weiter wir in Europa mit der Integration schon einmal gewesen sind.<!--more--> Die Charta  von Paris aus dem Jahre 1990, die alle europ\u00e4ischen Staaten  unterschrieben haben, sieht vor, dass alle gemeinsam die Aufgaben  angehen, die dem Kontinent insgesamt gestellt sind &#8222;, betonte der  ehemalige EU-Erweiterungskommissar G\u00fcnter Verheugen anl\u00e4sslich des  Neujahrsempfangs beim Forschungsinstitut Dialog der Zivilisationen am Dienstag.     Nach Verheugens Worten hat die EU sich &#8211; zum Nachteil politischer  Themen &#8211; viel zu lange ausschlie\u00dflich auf den Gemeinsamen Binnenmarkt und die W\u00e4hrungsunion konzentriert. Dabei sei vers\u00e4umt worden,  gewisserma\u00dfen als Souver\u00e4n des Kontinents bei europ\u00e4ischen und  globalen Friedensinitiativen eine ma\u00dfgebliche Rolle zu spielen.     Ganz besonders unterstrich der ehemalige EU-Kommissar die  Bedeutung des Dialogs der Zivilisationen und der Zivilgesellschaften. Mit Blick auf die Ukraine hob er die Notwendigkeit von Kontakten  beider Konfliktparteien gerade in Abwesenheit einer Friedensl\u00f6sung  hervor.     R\u00fcckblickend erinnerte Verheugen an die Zusagen der NATO-M\u00e4chte,  das B\u00fcndnis nach Osten nicht zu erweitern. Diese Zusagen, die durch  eine Reihe k\u00fcrzlich in den USA freigegebener Dokumente eindeutig  belegt seien, wurden vor allem in Polen und dem Baltikum nicht  eingehalten. Bei der Gestaltung zwischenstaatlicher Beziehungen gehe  es immer auch darum, die allseitigen Sensibilit\u00e4ten und  Befindlichkeiten &#8211; nicht nur die Rechtspositionen &#8211; zu beachten.  &#8222;Unsere L\u00e4nder, Russland und Deutschland, liegen nun einmal da wo sie sind und das wird auch so bleiben.&#8220;     Derzeit dominierten globale Probleme wie Massenvernichtungswaffen, Aufr\u00fcstung, gescheiterte Staaten, Terrorismus und soziale Spannungen  die Tagesordnung. Zum Thema Migration meinte der ehemalige EU  Kommissar es sei nicht m\u00f6glich das ganze Ausma\u00df der  Migrationsbewegungen und ihre Folge in ihrem ganzen Umfang  vorauszusehen. Das allein legitimiere die Feststellung, Europa und  Russland seien aufeinander angewiesen.     Verheugen konstatierte als Tatsache, dass Deutschland  wirtschaftlich die st\u00e4rkste europ\u00e4ische Nation ist. Umso heftiger  widersprach er der Vorstellung, daraus die Notwendigkeit einer  deutschen F\u00fchrungsrolle abzuleiten. &#8222;Niemand in Europa&#8220;, sagte er  ausdr\u00fccklich, &#8222;wartet darauf, von Deutschland gef\u00fchrt zu werden.&#8220;     &#8222;Europa ist ein Kontinent mit einer gro\u00dfen Vielfalt an  Traditionen, Kulturen und Sprachen. Das ist keine Schw\u00e4che &#8211; es ist  ein Reichtum. Welche Rolle Europa k\u00fcnftig spielen wird, h\u00e4ngt vom  politischen Willen und der politischen Leidenschaft der Europ\u00e4er ab.&#8220; In beiden Punkten, da lie\u00df Verheugen keinen Zweifel, gebe es noch  viel Luft nach oben.    Pressekontakt: Agnieszka Rzepka Pressesprecherin Tel: +49 30 209677900   Dialogue of Civilizations Research Institute  Franz\u00f6sische Str. 23 10117 Berlin   www.doc-research.org  Original-Content von: Dialogue of Civilizations Research Institute, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/121093\/3856306\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; &#8222;Ich m\u00f6chte in Erinnerung rufen, wieviel weiter wir in Europa mit der Integration schon einmal gewesen sind.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-250487","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/250487","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=250487"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/250487\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=250487"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=250487"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=250487"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}