{"id":250928,"date":"2018-02-07T18:39:25","date_gmt":"2018-02-07T18:39:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/verabredung-zu-taktik-und-marschrouten-hamburger-verfassungsschutz-kannte-offenbar-plaene-militanter-g20-gegner\/"},"modified":"2018-02-07T18:39:25","modified_gmt":"2018-02-07T18:39:25","slug":"verabredung-zu-taktik-und-marschrouten-hamburger-verfassungsschutz-kannte-offenbar-plaene-militanter-g20-gegner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/verabredung-zu-taktik-und-marschrouten-hamburger-verfassungsschutz-kannte-offenbar-plaene-militanter-g20-gegner\/","title":{"rendered":"Verabredung zu Taktik und Marschrouten &#8211; Hamburger Verfassungsschutz kannte offenbar Pl\u00e4ne militanter G20-Gegner"},"content":{"rendered":"<p>Hamburg (ots) &#8211; Ein halbes Jahr nach den schweren Ausschreitungen  w\u00e4hrend des G20-Gipfels in Hamburg werden neue Details \u00fcber das  Vorgehen linksextremer Gewaltt\u00e4ter bekannt.<!--more--> Demnach warnte nach NDR  Recherchen eine Quelle des Hamburger Landesamtes f\u00fcr  Verfassungsschutz (LfV) schon am Abend des 6. Juli 2017 offenbar  direkt aus dem Camp der G20-Gegner im Altonaer Volkspark, dass sich  autonome Gruppen konkret \u00fcber Marschrouten und Gewalttaten w\u00e4hrend  der Gipfeltage austauschen und absprechen w\u00fcrden.     In den Meldungen, die das LfV am Abend des 6. Juli und in der  Nacht des 7. Juli an die Hamburger Polizei \u00fcbermittelte, hei\u00dft es  unter anderem, dass sich Aktivisten des Camps am Morgen des 7. Juli  zum Marsch in vier Demonstrationsz\u00fcgen, sogenannten &#8222;Fingern&#8220;, in  Richtung Messehallen verabredet h\u00e4tten. Die Gipfelgegner wollten  demnach auf einer n\u00f6rdlichen und s\u00fcdlichen Route von Altona aus  Richtung Innenstadt laufen, konkrete Wegstrecken wolle man aber erst  direkt beim Aufbruch aus dem Camp am fr\u00fchen Morgen verabreden. Zur  besseren Kommunikation untereinander h\u00e4tten die Aktivisten analoge  Funkger\u00e4te vereinbart, Telefonate oder Messenger-Dienste w\u00fcrden sie  aus Angst vor \u00dcberwachung und Mitschnitt aber nicht verwenden.     Laut Meldung des LfV kursierte unter den Aktivisten au\u00dferdem das  Wissen, dass in der Stadt an verschiedenen Orten &#8222;Sprit&#8220;, also  Fl\u00fcssigbrennstoff, deponiert worden sei, um Barrikaden und Autos  anzuz\u00fcnden. Die Aktionen seien als Vergeltung f\u00fcr die gewaltsame  Aufl\u00f6sung der autonomen Demonstration &#8222;Welcome to Hell&#8220; am 6. Juli  2017 gedacht. Nach NDR Recherchen fand die Polizei am Ende der  Gipfel-Tage tats\u00e4chlich an mehreren Stellen in der Stadt geheime  Depots mit Molotow-Cocktails und Pyrotechnik.     Zudem wussten die Camp-Teilnehmer laut LfV-Meldung auch, dass sich ein besonders militanter Teil der G20-Gegner am n\u00e4chsten Morgen am  S-Bahnhof Stellingen in der N\u00e4he des Altonaer Volksparks versammeln  w\u00fcrde.     Videos von \u00dcberwachungskameras des benachbarten Volksparkstadions  belegen, dass am Morgen des 7. Juli gegen 6.10 Uhr ein 150 bis 200  Personen starker, einheitlich in schwarz gekleideter Zug in Richtung  S-Bahnhof Stellingen marschierte. Auf ihrem Weg beging die Gruppe  nach Angaben der Hamburger Staatsanwaltschaft zahlreiche  Sachbesch\u00e4digungen bis sie schlie\u00dflich in der Stra\u00dfe Rondenbarg auf  eine Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit der Bundespolizei traf.  Aus der Gruppe der G20-Gegner wurden Steine und Pyrotechnik auf die  Polizisten geworfen, anschlie\u00dfend zerschlugen die Beamten den Aufzug  mit gro\u00dfer H\u00e4rte. Es gab Verletzte, 59 Personen wurden festgenommen.  Im Anschluss stellte die Polizei eine Vielzahl gef\u00e4hrlicher  Gegenst\u00e4nde wie H\u00e4mmer, Knallk\u00f6rper, Pyrotechnik, Stahlseile sowie  Vermummungsmaterial wie Sturmhauben und dunkle Sonnenbrillen sicher.     Die Hamburger Polizei best\u00e4tigt auf NDR Anfrage, dass es Meldungen des Landesamtes f\u00fcr Verfassungsschutz an die G20-Einsatzzentrale der  Polizei gegeben habe. &#8222;Die Informationen sind in die Lagebeurteilung  eingeflossen. Entsprechende Ma\u00dfnahmen wurden eingeleitet&#8220;, sagt  Pressesprecher Timo Zill.     Das Hamburger Landesamt f\u00fcr Verfassungsschutz wollte den Vorgang  auf Anfrage des NDR nicht kommentieren.     F\u00fcr den innenpolitischen Sprecher der CDU-Fraktion in der  Hamburger B\u00fcrgerschaft, Dennis Gladiator, besteht nach den jetzt  bekannt gewordenen Hinweisen auf Absprache und Planung von  Gewalttaten der G20-Gegner gro\u00dfer Aufkl\u00e4rungsbedarf: &#8222;Die Hinweise  zeigen deutlich, wie gro\u00df der Aufkl\u00e4rungsbedarf noch ist. Wir wissen, dass das Hin und Her um die Camps und die Demoverbotszone nicht  hilfreich war und die Arbeit der Polizei erschwert hat. Der Senat  konnte sich auf keine klare Linie einigen. Waren die politischen  Rahmenbedingungen, war die politische Unterst\u00fctzung ausreichend f\u00fcr  einen solch gro\u00dfen Einsatz? Und vor allem wird die Frage immer  konkreter, wusste man doch mehr \u00fcber die Gefahren als der  B\u00fcrgermeister und sein Innensenator behaupten?&#8220;, so Gladiator.     Das Thema soll am Donnerstag, 8. Februar 2018, auch im  G20-Sonderausschuss der Hamburger B\u00fcrgerschaft diskutiert werden.  Nachdem in den letzten Sitzungen \u00fcber die Vorbereitung des Gipfels  durch Bundesbeh\u00f6rden und Hamburger Senat gesprochen wurde, soll es  nun in einer zweiten Phase um die Geschehnisse an den eigentlichen  Gipfeltagen gehen.    Pressekontakt: Norddeutscher Rundfunk Presse und Information Ralf Ple\u00dfmann Tel.: 040\/4156-2333 Mail: r.plessmann@ndr.de http:\/\/www.ndr.de  https:\/\/twitter.com\/NDRpresse  Original-Content von: NDR Norddeutscher Rundfunk, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/6561\/3861634\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hamburg (ots) &#8211; Ein halbes Jahr nach den schweren Ausschreitungen w\u00e4hrend des G20-Gipfels in Hamburg werden neue Details \u00fcber das<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-250928","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/250928","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=250928"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/250928\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=250928"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=250928"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=250928"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}