{"id":253274,"date":"2018-03-13T13:47:35","date_gmt":"2018-03-13T13:47:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/schaefereiretten-schaefer-schafe-und-zivilgesellschaft-demonstrieren-vor-dem-bundeslandwirtschaftsministerium\/"},"modified":"2018-03-13T13:47:35","modified_gmt":"2018-03-13T13:47:35","slug":"schaefereiretten-schaefer-schafe-und-zivilgesellschaft-demonstrieren-vor-dem-bundeslandwirtschaftsministerium","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/schaefereiretten-schaefer-schafe-und-zivilgesellschaft-demonstrieren-vor-dem-bundeslandwirtschaftsministerium\/","title":{"rendered":"#Sch\u00e4fereiRetten &#8211; Sch\u00e4fer, Schafe und Zivilgesellschaft demonstrieren vor dem Bundeslandwirtschaftsministerium"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; \u00dcber 150 Sch\u00e4fer, 40 Schafe und Glockengel\u00e4ut  begr\u00fc\u00dften Dienstagmorgen die Mitarbeiter des  Bundeslandwirtschaftsministeriums in Berlin. Die Schafhalter fordern  die Rettung ihres traditionsreichen Berufes durch eine  Weidetierpr\u00e4mie. Aufgrund der Bedeutung von Sch\u00e4ferei f\u00fcr Natur,  Umwelt und Landschaft beteiligten sich viele B\u00fcrger, Politiker und  Verb\u00e4nde.<!--more--> Eine Petition zur Demo unter dem hashtag #Sch\u00e4fereiRetten  sammelte 75.000 Unterschriften.     Zwischen 2005 und 2016 sanken die Schafbest\u00e4nde in Deutschland um  32% auf 1,2 Millionen Mutterschafe. Die Lage der Betriebe ist ernst.  Obwohl es 2016 noch 19.556 Schafhalter gab, waren darunter nur 989  haupterwerbliche Sch\u00e4fer, 13% weniger als 2010. Sie pflegen 6,4% des  landwirtschaftlichen Dauergr\u00fcnlandes, besonders Naturschutzfl\u00e4chen.     Gefordert wird eine Weidetierpr\u00e4mie von 38 Euro je Mutterschaf und Mutterziege als Direktzahlung der gemeinsamen europ\u00e4ischen  Agrarpolitik. Daf\u00fcr m\u00fcssten lediglich 0,6% des deutschen  Agrarhaushalts eingesetzt werden, sch\u00e4tzt der Bundesverband  Berufssch\u00e4fer. Landwirte erhalten normalerweise Fl\u00e4chenpr\u00e4mien.  Tierpr\u00e4mien sind zus\u00e4tzlich m\u00f6glich, wenn sie besondere  gesellschaftliche Leistung der Landwirtschaft sichern. Im Fall der  Sch\u00e4ferei geht es um den Natur- und Umweltschutz. Diese F\u00f6rderung  w\u00e4re bestandserhaltend, ohne Produktionsanreiz oder Marktverzerrung.     Aus Sicht des Bundesministeriums f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft  widerspricht die Weidetierpr\u00e4mie dem politischen Ziel der  Marktorientierung. Seit 2005 versucht Deutschland erfolglos in Europa die gekoppelte St\u00fctzung abschaffen. Alle anderen Mitgliedstaaten  nutzen dieses Instrument. Knapp 500 Millionen Euro flie\u00dfen im Jahr  dar\u00fcber zur Unterst\u00fctzung der Sch\u00e4fer, nur nicht in Deutschland. Die  Folgen sind deutlich. W\u00e4hrend sich die Sch\u00e4ferei in Europa  stabilisiert, geht der deutsche Abw\u00e4rtstrend weiter. Im Jahr 2015 lag die heimische Selbstversorgung mit 45% dramatisch unter dem  europ\u00e4ischen Mittel von 82%.     &#8222;Es gibt keine sachlichen Argumente gegen die Weidetierpr\u00e4mie,&#8220; so G\u00fcnther Czerkus vom Bundesverband Berufssch\u00e4fer. &#8222;Die gekoppelte  St\u00fctzung ist besonders zur Sicherung der Weidetierhaltung geschaffen  worden. In ganz Europa wird sie erfolgreich eingesetzt. Jedes andere  F\u00f6rderinstrument hat hierzulande bisher versagt.&#8220;     Die Bundesregierung k\u00f6nnte die Weidetierpr\u00e4mie sofort einf\u00fchren,  mit Wirkung ab 2019. Auch die Zivilgesellschaft will, dass Sch\u00e4fer  f\u00fcr Natur-, Umwelt- und Klimaschutz entlohnt werden. Hinter dieser  Forderung stehen \u00fcber 30 Verb\u00e4nde, einige demonstrierten mit, wie  ABL, BUND, NABU und WWF.     Knut Kucznik vom Schafzuchtverband Berlin-Brandenburg erkl\u00e4rt:  &#8222;Unsere Betriebe haben kein Geld. Unsere wenigen Nachwuchssch\u00e4fer  haben keine wirtschaftliche Perspektive. In zehn Jahren ist uns nicht mehr zu helfen. Es muss jetzt was passieren. Es darf nicht sein, dass die Sch\u00e4fer an politischem Stolz und ideologischer Dogmatik zu Grunde gehen. Wir brauchen die Weidetierpr\u00e4mie.&#8220;     Hintergrund: https:\/\/goo.gl\/5w6168    Pressekontakt: Andreas.Schenk@berufsschaefer.de, +49-1523-456.2709, Bundesverband Berufssch\u00e4fer e.V., Zur Sch\u00e4ferei 1,  54675 Wallendorf, www.berufsschaefer.de.  Original-Content von: Bundesverband Berufssch\u00e4fer e.V., \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/129824\/3890123\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; \u00dcber 150 Sch\u00e4fer, 40 Schafe und Glockengel\u00e4ut begr\u00fc\u00dften Dienstagmorgen die Mitarbeiter des Bundeslandwirtschaftsministeriums in Berlin. 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