{"id":253571,"date":"2018-03-19T07:43:22","date_gmt":"2018-03-19T07:43:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/so-denken-aerzte-ueber-gesundheitsminister-spahn\/"},"modified":"2018-03-19T07:43:22","modified_gmt":"2018-03-19T07:43:22","slug":"so-denken-aerzte-ueber-gesundheitsminister-spahn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/so-denken-aerzte-ueber-gesundheitsminister-spahn\/","title":{"rendered":"So denken \u00c4rzte \u00fcber Gesundheitsminister Spahn"},"content":{"rendered":"<p>Hamburg (ots) &#8211; Im Gesundheitsministerium steht nun also Jens  Spahn am Ruder. Ist der CDU-Politiker der richtige Mann f\u00fcr den Job?  Hat er das Fachwissen und die richtigen Pl\u00e4ne? Der  \u00c4rztenachrichtendienst (\u00e4nd) aus Hamburg fragte in der vergangenen  Woche nach der Meinung der niedergelassenen \u00c4rzte.<!--more--> Das Resultat:  Zahlreiche Mediziner bescheinigen dem ehemaligen  gesundheitspolitischen Sprecher der Unionsfraktion das n\u00f6tige  Vorwissen &#8211; bleiben aber trotzdem skeptisch.     Immerhin 43 Prozent der \u00fcber 1.100 Umfrageteilnehmer haben laut  Auswertung keine Zweifel daran, dass Spahn das n\u00f6tige Fachwissen f\u00fcr  den Ministerposten im Gesundheitsressort mitbringt. Lediglich 32  Prozent f\u00fcrchten, dass ihm die n\u00f6tigen Vorkenntnisse fehlen, um das  Amt angemessen aus\u00fcben zu k\u00f6nnen. Jeder Vierte (25 Prozent) traut  sich noch kein Urteil \u00fcber Spahns fachliche Eignung zu.     Mit Vorschusslorbeeren aus der \u00c4rzteschaft kann sich der neue  Minister jedoch nicht schm\u00fccken: Nur 14 Prozent der Umfrageteilnehmer sind der Meinung, dass Spahns bisherige Aussagen zur  Gesundheitspolitik und seine politische Einstellung Anlass zur  Hoffnung geben, dass der 37-j\u00e4hrige Kabinettsneuling deutliche  Verbesserungen in der ambulanten medizinischen Versorgung erreichen  kann. 30 Prozent wollten in der Sache noch keine Einsch\u00e4tzung  abgeben. Eine Mehrheit von 56 Prozent der befragte \u00c4rzte bef\u00fcrchtet  aber: Es wird eher zu Verschlechterungen kommen.     Grund f\u00fcr den Pessimismus k\u00f6nnte die Ausgangslage f\u00fcr Spahns  k\u00fcnftige Arbeit sein: Die gesundheitspolitischen Inhalte aus dem  Koalitionsvertrag halten 60 Prozent der \u00c4rzte f\u00fcr komplett  entt\u00e4uschend und in gro\u00dfen Teilen unsinnig. Rund 40 Prozent k\u00f6nnen  sich zumindest teilweise mit den von Union und SPD im  Koalitionspapier umrissenen Themen anfreunden &#8211; bem\u00e4ngeln jedoch,  dass die &#8222;GroKo&#8220; auch gro\u00dfe Probleme in der derzeitigen medizinischen Versorgung ignoriert habe. Die &#8222;absolute Zustimmung&#8220; zum  Koalitionsvertrag kreuzten nur f\u00fcnf Umfrageteilnehmer an.     Die Antworten auf die Frage, welchen Themenfeldern sich Spahn nun  mit h\u00f6chster Priorit\u00e4t widmen soll, zeigen deutlich: Die  niedergelassenen Mediziner hoffen in erster Linie, dass Spahn den  Ausstieg aus der Budgetierung in der ambulante medizinischen  Versorgung vorbereitet. Mit einigem Abstand folgt dann das Ende der  Regresse, das Zur\u00fcckdr\u00e4ngen des Einflusses von Krankenkassen ins  Versorgungsgeschehen sowie eine gezielte St\u00e4rkung der  Freiberuflichkeit.     An der Online-Umfrage des \u00e4nd beteiligten sich vom 05. bis zum 08. M\u00e4rz 2018 insgesamt 1.121 \u00fcberpr\u00fcfte niedergelassene Haus- und  Fach\u00e4rzte aus dem gesamten Bundesgebiet. Das auf \u00c4rztekommunikation  spezialisierte Medienunternehmen \u00c4ND AG in Hamburg ist Betreiber des  Portals www.aend.de &#8211; einer Verbindung aus berufsbezogenem  Nachrichtendienst und aktiver Diskussionsplattform zum  inner\u00e4rztlichen Wissensaustausch. Mehr als 45.000 \u00c4rzte sind derzeit  Mitglied auf www.aend.de.    Pressekontakt: \u00e4nd \u00c4rztenachrichtendienst Verlags-AG Kattjahren 4 22359 Hamburg 040\/6091540 j.scholz@aend.de  Original-Content von: \u00c4rztenachrichtendienst Verlags-AG (\u00e4nd), \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/61299\/3894460\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hamburg (ots) &#8211; Im Gesundheitsministerium steht nun also Jens Spahn am Ruder. 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