{"id":254686,"date":"2018-04-05T10:08:56","date_gmt":"2018-04-05T10:08:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/guter-start-in-ein-anspruchsvolles-investmentjahr-gewerbliches-transaktionsvolumen-mit-123-mrd-euro-auf-vorjahreskurs\/"},"modified":"2018-04-05T10:08:56","modified_gmt":"2018-04-05T10:08:56","slug":"guter-start-in-ein-anspruchsvolles-investmentjahr-gewerbliches-transaktionsvolumen-mit-123-mrd-euro-auf-vorjahreskurs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/guter-start-in-ein-anspruchsvolles-investmentjahr-gewerbliches-transaktionsvolumen-mit-123-mrd-euro-auf-vorjahreskurs\/","title":{"rendered":"Guter Start in ein anspruchsvolles Investmentjahr &#8211; Gewerbliches Transaktionsvolumen mit 12,3 Mrd. Euro auf Vorjahreskurs"},"content":{"rendered":"<p>Frankfurt (ots) &#8211; Die Weltwirtschaft brummt immer noch. Und in  Deutschland kann endlich mit dem Regieren begonnen werden. Dennoch  tr\u00fcbt sich die Stimmung ein. Ein generelles Unbehagen macht sich  breit. Das hat verschiedene Ursachen. Zum einen die un\u00fcbersehbare  Disharmonie im deutschen Regierungsgef\u00fcge bereits in den ersten Tagen der GroKo.<!--more--> Dann das \u00fcberraschend starke Lohnwachstum in den USA mit  anziehenden Inflationsraten in der Konsequenz. F\u00fcr Investoren ergab  sich daraus die Gefahr schneller steigender Zinsen und einer  Ausbremsung der Konjunktur. Dieser erste Sturm mit Verwerfungen an  den Aktienm\u00e4rkten Anfang Februar hat sich zwar wieder gelegt. Daf\u00fcr  baut sich zum Ende des Quartals eine Unwetterfront ganz anderen  Kalibers auf.     &#8222;Protektionismus und erstarkender Nationalismus wurde von uns  bereits seit Jahren als politisches Risiko identifiziert. Jetzt wird  daraus Ernst, und die Furcht vor einem Handelskrieg gewinnt eine  reale Dimension, ausgel\u00f6st durch die angek\u00fcndigte Strafzoll-Politik  des amerikanischen Pr\u00e4sidenten f\u00fcr bestimmte industrielle G\u00fcter aus  Asien und Europa. Obwohl deren Umsetzung f\u00fcr Europa zun\u00e4chst noch  abgewendet werden konnte, versetzte dies die M\u00e4rkte und Investoren in Schrecken und zumindest zwischen China und den USA hat ein  Straf-Zoll-Pingpong begonnen mit nicht absehbaren Folgen f\u00fcr die  Weltwirtschaft&#8220;, so Timo Tschammler, CEO JLL Germany.     Timo Tschammler weiter: &#8222;Obwohl die Unw\u00e4gbarkeiten zugenommen  haben und wir im Laufe des Jahres immer mal wieder mit Volatilit\u00e4ten  rechnen, sollte sich die Konjunktur in Deutschland dennoch anhaltend  positiv entwickeln. Auch die Inflation sollte nur langsam anziehen,  die magische 2%-Grenze nicht \u00fcberschreiten und damit der Notenbank  insofern keinen Handlungsdruck auferlegen, fr\u00fcher als geplant an der  Zinsschraube zu drehen. Es bleibt also bei einem allm\u00e4hlichen und  langsamen Ausstieg aus der Nullzinspolitik.&#8220;     Entsprechend werden auch die Zinsen f\u00fcr Staatsanleihen im  Jahresverlauf nur langsam ansteigen. Real, also nach Abzug der  Inflation, werden die Zinsen noch l\u00e4ngere Zeit im negativen Bereich  verharren. Doch auch ohne formale Leitzins-Anhebung hat die Zinswende in Europa bereits begonnen. Die Kapitalmarktzinsen zeigen nach oben,  nicht zuletzt eine Reaktion auf das diesj\u00e4hrige Auslaufen des Ankaufs von Anleihen durch die EZB. &#8222;Diese Gemengelage aus positiven  Konjunkturdaten, zunehmend skeptischer Stimmung und steigenden  Zinss\u00e4tzen f\u00fchrt dazu, dass 2018 ein insgesamt anspruchsvolles  Investmentjahr f\u00fcr alle Akteure werden wird&#8220;, so Timo Tschammler.     Folgende Herausforderungen m\u00fcssen bew\u00e4ltigt werden:     &#8211; Die Zinsen bleiben niedrig, gleichwohl gilt es f\u00fcr Investoren,       sich im Umfeld einer ver\u00e4nderten Zinslandschaft (neu) zu       orientieren.    &#8211; Die Kaufpreise steigen ungeachtet der finanzwirtschaftlichen       Rahmendaten weiter. Bei gleichzeitig steigenden Anleiherenditen       verringert sich der Risikoaufschlag f\u00fcr Immobilieninvestments.    &#8211; Der Kapital-Anlagedruck ist nach wie vor immens und f\u00fcr viele       Investoren bleibt es schwierig, ad\u00e4quates Produkt zu finden.    &#8211; Die wirtschaftlichen Fundamentaldaten sind weiterhin intakt und       die Basis f\u00fcr weiter gut performende Nutzerm\u00e4rkte. &#8222;Sollte aber       die Inflation pl\u00f6tzlich ansteigen mit in der Folge dann st\u00e4rker       steigenden Zinsen, k\u00f6nnte sich die Konjunktur allerdings       schneller als erwartet abk\u00fchlen&#8220;, so Helge Scheunemann, Head of       Research JLL Germany.     Transaktionsvolumen knapp unter Vorjahresniveau     Das Transaktionsvolumen auf dem deutschen Gewerbeimmobilienmarkt  hat mit rund 12,3 Mrd. Euro ein \u00e4hnliches Ergebnis wie im gleichen  Zeitraum des Vorjahres erreicht (minus 2 %). &#8222;Wie immer eignet sich  das erste Quartal zwar noch nicht f\u00fcr eine verl\u00e4ssliche Prognose,  dennoch deutet sich auch aufgrund der Anzahl der Transaktionen an,  dass wir 2018 erneut von einem sehr aktiven und dynamischen  Investmentmarkt ausgehen k\u00f6nnen. Wir rechnen mit einem  deutschlandweiten Transaktionsvolumen f\u00fcr das Gesamtjahr in H\u00f6he von  rund 55 Mrd. Euro. Das Umfeld f\u00fcr Investitionen erscheint nach wie  gut und gepaart mit den positiven Konjunkturdaten setzen langfristig  orientierte Investoren auf weiteres Mietwachstum und lassen sich  deshalb auch nicht von den aktuell hohen Preisen und schlechteren  Finanzierungskonditionen abschrecken&#8220;, betont Timo Tschammler.     B\u00fcroimmobilien in den Big 7 sehr stark nachgefragt     In den ersten drei Monaten des Jahres war keine  Milliarden-Transaktion zu verzeichnen. Dennoch summierten sich die  zehn gr\u00f6\u00dften Abschl\u00fcsse des Quartals auf rund 2,9 Mrd. Euro,  entsprechend fast einem Viertel des Quartalsergebnisses. Wie schon  zum Ende des letzten Jahres markierte dabei eine pan-europ\u00e4ische  Portfolio-Transaktion, bestehend aus Logistikimmobilien mit insgesamt 18 Objekten in Deutschland, den gr\u00f6\u00dften Deal. Rund eine halbe Mrd.  Euro war dem s\u00fcdostasiatischen Investor dieses Paket wert. Weitere  sieben Transaktionen jenseits der 200 Mio. Euro &#8211; allesamt  Einzeltransaktionen &#8211; fanden in Hamburg, M\u00fcnchen und Frankfurt statt.     Sechs dieser sieben Transaktionen waren reine B\u00fcroobjekte. Das  sorgte daf\u00fcr, dass der Anteil dieser Assetklasse deutlich auf 53 %  ausgebaut wurde. Mit knapp 6,5 Mrd. Euro bleibt die B\u00fcroimmobilie  nicht nur unangefochten Anlegers Liebling, sondern erzielte das  h\u00f6chste jemals gemessene Transaktionsvolumen eines ersten Quartals.     Einzelhandelsimmobilien folgen trotz ihres auf einen Anteil von 14 % signifikant reduzierten Transaktionsergebnisses auf Platz 2 (mit  nur zwei Transaktionen von mehr als 100 Mio. Euro). Demgegen\u00fcber  scheint die starke Investorennachfrage nach Logistikimmobilien auch  2018 anzuhalten. Eine angespannte Produktverf\u00fcgbarkeit verhinderte  ein noch h\u00f6heres Volumen. Knapp 1,5 Mrd. Euro und 12 % des  Transaktionsvolumens wurden in den Monaten Januar bis M\u00e4rz  investiert.     Weiter steigende Nachfrage f\u00fcr die Big 7     Aggregiert entfielen bis Ende M\u00e4rz 2018 rund 8,6 Mrd. Euro auf die sieben gro\u00dfen Investment-Hochburgen Berlin, D\u00fcsseldorf, Frankfurt,  Hamburg, K\u00f6ln, M\u00fcnchen und Stuttgart. Dies entspricht einem Plus von  47 % gegen\u00fcber dem ersten Quartal des Vorjahres und einem Anteil von  70 % am gesamtdeutschen Transaktionsvolumen. &#8222;Der oftmals vermutete  Trend eines Ausweichens der Investoren auf Standorte abseits der  etablierten Metropolen auf der Suche nach attraktiveren Renditen  l\u00e4sst sich zumindest f\u00fcr den Jahresauftakt 2018 nicht best\u00e4tigen. Nur zwei der registrierten 24 Einzeltransaktionen in der Gr\u00f6\u00dfenordnung ab 100 Mio. Euro fanden nicht in einer der Big 7 statt. Ob sich hieraus  eine klare Richtung der Investoren f\u00fcr das Gesamtjahr 2018 ergibt,  kann derzeit noch nicht final gesagt werden, dennoch erscheint es in  der Momentaufnahme aber ein klares Bekenntnis der Investoren zu  Risikoaversion im Hinblick auf m\u00f6gliche Vermietungsthemen und  besseren M\u00f6glichkeiten eines potentiellen Weiterverkaufs nach Ablauf  der geplanten Haltedauer zu sein&#8220;, so Helge Scheunemann.     Das Wechselspiel an der Tabellenspitze geht munter weiter.  Top-Investment-Destination mit Abstand ist nun wieder M\u00fcnchen mit  einem Transaktionsvolumen von 2,4 Mrd. Euro (entsprechend einem Plus  von 48%). Es folgen Frankfurt (+ 73 %) und Berlin (+3 %), mit 1,56  Mrd. Euro bzw. 1,5 Mrd. Euro fast gleichauf sowie Hamburg mit 1,4  Mrd. Euro. In der Hansestadt konnte mit 135 % das st\u00e4rkste  12-Monatsplus unter den vier Standorten registriert werden. Doppelt  so hoch lag der prozentuale Jahreszuwachs in Stuttgart. Mit einem  Transaktionsvolumen von knapp 700 Mio. Euro konnte die schw\u00e4bische  Metropole D\u00fcsseldorf (650 Mio. Euro) auf Platz f\u00fcnf verweisen.     \u00c4hnlich wie im letzten Jahr liegt auch zu Beginn des neuen Jahres  der Anteil ausl\u00e4ndischen Kapitals bei rund der H\u00e4lfte des  Transaktionsvolumens. Bei vier der f\u00fcnf gr\u00f6\u00dften Transaktionen waren  ausl\u00e4ndische Investoren auf K\u00e4uferseite aktiv, gleichzeitig standen  bei diesen Transaktionen bei vier von f\u00fcnf Deals deutsche Investoren  auf der Verk\u00e4uferseite. Und asiatische Investoren? Zumindest im  ersten Quartal hielten sie sich vornehm zur\u00fcck: nur bei zwei aller 29 Transaktionen gr\u00f6\u00dfer als 100 Mio. Euro traten sie als K\u00e4ufer in  Erscheinung.     Leichter Renditer\u00fcckgang setzt sich fort     &#8222;Wohin tendieren die Renditen? Angesichts der lang anhaltenden  Renditekompression und dem nun offensichtlich vollzogenem Ende der  &#8218;Nullzinsen&#8216; eine der interessantesten Fragestellungen im aktuellen  Marktgeschehen. Noch kristallisiert sich keine eindeutige Antwort  heraus, noch \u00fcberwiegt der Anlagedruck der Investoren in Folge des  weiterhin massiven Kapitalzuflusses in diese Assetklasse gegen\u00fcber  dem Risiko eines kurzfristigen Zinsanstiegs&#8220;, betont Scheunemann. Die j\u00fcngst ver\u00f6ffentlichte Statistik des Gesamtverbandes der deutschen  Versicherungswirtschaft (GdV) zeigt am Beispiel der Versicherungen,  dass das Kapitalanlagevolumen 2017 im Vergleich zu 2016 zwar um 30  Mrd. Euro zugenommen hat, die Immobilienquote allerdings nahezu  unver\u00e4ndert bei 3,7 % liegt. Demgegen\u00fcber stieg der Anteil an  b\u00f6rsennotierten Schuldverschreibungen, zu dem Staats- und  Unternehmensanleihen z\u00e4hlen, auf 18 % an. \u00dcberraschend angesichts der nur sehr d\u00fcrftigen Renditen insbesondere bei Staatsanleihen. &#8222;An  diesen Zahlen wird aber deutlich, welcher zus\u00e4tzliche Renditedruck  auch im Immobilienbereich h\u00e4tte entstehen k\u00f6nnen, wenn noch mehr  Kapital seinen Weg in die Assetklasse Immobilien gefunden h\u00e4tte&#8220;, so  Helge Scheunemann.     Im Schnitt \u00fcber alle sieben Hochburgen hinweg liegt die  Spitzenrendite f\u00fcr B\u00fcroimmobilien Ende M\u00e4rz 2018 bei 3,26 % und damit fast unver\u00e4ndert gegen\u00fcber dem Vorquartal, aber 21 Basispunkte unter  dem Wert des ersten Quartals 2017. Lediglich in M\u00fcnchen reduzierte  sich die Spitzenrendite im aktuellen Zeitraum um 10 Basispunkte auf  jetzt 3,20 %. Innerst\u00e4dtische Gesch\u00e4ftsh\u00e4user in den  Top-Einkaufslagen der gro\u00dfen St\u00e4dte bleiben ein sehr rares  Anlageprodukt. Vor diesem Hintergrund sanken die Renditen \u00fcber die  Big 7 hinweg im Quartalsvergleich um 3 Basispunkte auf 2,93 %. Auch  die Netto-Anfangsrenditen f\u00fcr einzelne Fachm\u00e4rkte und f\u00fcr  Fachmarktzentren gaben noch einmal leicht nach und liegen  mittlerweile bei 5,20 % bzw. 4,50 %. F\u00fcr gut positionierte und auf  ihr jeweiliges Einzugsgebiet ausgerichtete Shopping Center  stabilisierten sich die Renditen bei 3,90 %. Wie bereits im letzten  Quartal war der st\u00e4rkste R\u00fcckgang der Renditen bei Logistikimmobilien zu beobachten. Hier sanken die Spitzenrenditen binnen der letzten  drei Monate um weitere 10 Basispunkte auf aktuell nur noch 4,40%.     &#8222;Trotz des leichten Anstiegs bei Staatsanleihen sollten die  Immobilienrenditen bis Ende des Jahres weiter leicht nach unten  tendieren. Damit verringert sich die positive Renditel\u00fccke langsam  und es ist zu erwarten, dass die Preise ihren H\u00f6hepunkt erreichen  werden. Ein starker unmittelbarer Zusammenhang zwischen langlaufenden Staatsanleihen und Immobilienrenditen ist grunds\u00e4tzlich aber nicht  festzustellen. Erst wenn die Kapitalmarktzinsen weiter und nachhaltig nach oben tendieren, sollten auch die Renditen f\u00fcr Immobilien eine  Wende einleiten. F\u00fcr die Wertentwicklung bleibt allerdings  abzuwarten, welche Gegenbewegung durch die nach wie vor steigenden  Mieten entfacht wird, denn es darf nicht vergessen werden, dass  steigende Zinsen Begleiter einer positiven Konjunkturentwicklung sind mit entsprechend positiven Folgen f\u00fcr die Mietpreisentwicklung&#8220;,  kommentiert Timo Tschammler.    Pressekontakt: Dorothea Koch, Tel. 069 2003 1007, dorothea.koch@eu.jll.com  Original-Content von: Jones Lang LaSalle SE (JLL), \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/62984\/3908273\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frankfurt (ots) &#8211; Die Weltwirtschaft brummt immer noch. Und in Deutschland kann endlich mit dem Regieren begonnen werden. 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