{"id":25571,"date":"2010-12-07T12:27:25","date_gmt":"2010-12-07T11:27:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=25571"},"modified":"2010-12-07T12:27:25","modified_gmt":"2010-12-07T11:27:25","slug":"handwerk-nachbesserung-bei-gez-reform-gefordert-dezembertagung-der-vollversammlung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/handwerk-nachbesserung-bei-gez-reform-gefordert-dezembertagung-der-vollversammlung\/","title":{"rendered":"Handwerk: Nachbesserung bei GEZ-Reform gefordert &#8211; Dezembertagung der Vollversammlung"},"content":{"rendered":"<p>L\u00fcbeck, 07. Dezember 2010 \u2013 Volles Programm f\u00fcr das \u201eParlament des Handwerks\u201c: Neben dem traditionellen Jahresr\u00fcckblick des Pr\u00e4sidenten standen die Ehrung der Bundessieger  im  Leistungswettbewerb  des  Handwerks\u00a0 sowie der Haushalt 2010 auf der umfangreichen Tagesordnung der Dezembervollversammlung der Handwerkskammer L\u00fcbeck. Die gute Neuigkeit vorweg: Die Beitr\u00e4ge bleiben auch in Zukunft stabil. <!--more-->Mit  Blick  auf  die  Wirtschaftsaussichten  des  Handwerks  konnte  der  Vizepr\u00e4sident  der<br \/>\nHandwerkskammer L\u00fcbeck, G\u00fcnther Stapelfeldt, der den erkrankten Kammerpr\u00e4sidenten<br \/>\nHorst Kruse vertrat, durchaus Positives berichten: \u201eWir blicken auf ein Jahr zur\u00fcck, dass<br \/>\nbesser  gelaufen  ist,  als  wir  uns  vorgestellt  haben.  Derzeit  hat  das  Handwerk  genug  zu<br \/>\ntun\u201c. Allerdings sei die Unsicherheit \u00fcber die n\u00e4here Zukunft gro\u00df, denn kaum ein Betrieb<br \/>\nsei l\u00e4nger als ein\/zwei Monate ausgelastet. Nach Ansicht Stapelfeldts habe auch das Kon-<br \/>\njunkturpaket II zur guten Situation des Handwerks beigetragen. In diesem Zusammenhang<br \/>\nlobte er die Kommunen, die sich die Appelle und Forderungen des Handwerks zu Herzen<br \/>\ngenommen h\u00e4tten, so dass tats\u00e4chlich viele Auftr\u00e4ge in der Region geblieben seien.<\/p>\n<p>Weiter Kritik an GEZ-Reform<\/p>\n<p>Die Ministerpr\u00e4sidenten der L\u00e4nder haben beschlossen, dass ab 2013 anstelle der bishe-<br \/>\nrigen  ger\u00e4tebezogenen  Geb\u00fchrenerfassung  eine  Haushalts-  und  Betriebsst\u00e4ttenabgabe<br \/>\ntreten soll. Die Mitglieder der Vollversammlung kritisierten, dass das neue Rundfunkgeb\u00fch-<br \/>\nrenmodell  gravierende  belastende  Auswirkungen  auf  die  kleinen  und  mittleren  Hand-<br \/>\nwerksbetriebe, insbesondere die Filialbetriebe, zur Folge h\u00e4tte. Zwar h\u00e4tten die Minister-<br \/>\npr\u00e4sidenten k\u00fcrzlich Nachbesserungen beschlossen, aber auch \u201edieser Vorschlag bedeu-<br \/>\ntet f\u00fcr die Handwerksbetriebe im Lande erhebliche Zusatzbelastungen\u201c, warnte Stapelfeldt.<br \/>\nBerechnungen  der  Handwerkskammer  w\u00fcrden  zeigen,  dass  die  durchschnittliche  Belas-<br \/>\ntung der Betriebe von 350 auf 626 Euro steigen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Stapelfeldt forderte in diesem Zusammenhang von Ministerpr\u00e4sident Peter Harry Carsten-<br \/>\nsen und seinen Kollegen weitere Nachbesserungen. Die Zerlegung von Betrieben in ein-<br \/>\nzelne  Betriebsst\u00e4tten  sei  nach wie  vor unverst\u00e4ndlich, da dies insbesondere die Filialbe-<br \/>\ntriebe des Handwerks, wie B\u00e4ckereien, Fleischereien oder Friseure belaste. Die Betriebe,<br \/>\ndie in erheblichem Ma\u00dfe Teilzeit-Arbeitspl\u00e4tze zur Verf\u00fcgung stellen, d\u00fcrfen nicht benach-<br \/>\nteiligt werden. \u201eTeilzeitbesch\u00e4ftigungen m\u00fcssen in Vollzeit-\u00c4quivalente umgewandelt wer-<br \/>\nden\u201c, hei\u00dft es auch in einem Schreiben an die Abgeordneten des schleswig-holsteinischen<br \/>\nLandtags (Link). Als weitere Forderung nannte Stapelfeldt die Herausnahme gewerblicher<br \/>\nFahrzeuge aus der Beitragspflicht: \u201eEin Fahrzeug stellt keinen Betrieb dar, viele Fahrzeuge<br \/>\nim Handwerk verf\u00fcgen bewusst \u00fcber keine Autoradios\u201c.<\/p>\n<p>07.12.2010<\/p>\n<p>Ulf Gr\u00fcnke<\/p>\n<p>0451 \/ 1506 -202<\/p>\n<p>0451 \/ 1506 -272<\/p>\n<p>UGruenke@<br \/>\nhwk-luebeck.de<br \/>\n&#8211; 2 &#8211;<\/p>\n<p>Berufliche Bildung wird diskriminiert<\/p>\n<p>Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Andreas Katschke wies darauf hin,  dass auch die  Handwerkskam-<br \/>\nmer L\u00fcbeck selbst mit erheblichen Zusatzbelastungen rechnen m\u00fcsse. Die Kammer f\u00fchrt<br \/>\nf\u00fcr die Lehrlinge Kurse durch, durch die die betriebliche Ausbildung erg\u00e4nzt wird. Die Teil-<br \/>\nnehmer m\u00fcssen teilweise in Internaten untergebracht werden, die \u00f6ffentlich gef\u00f6rdert wer-<br \/>\nden. \u201eTrotzdem kann es sein, dass wir ab 2013 13.000 Euro mehr bezahlen m\u00fcssen. Unis<br \/>\nund  Schulen sind ausgenommen. Also  wird  die  berufliche Bildung mal wieder schlechter<br \/>\ngestellt\u201c, so der Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer.<\/p>\n<p>Positives Zwischenfazit zur Imagekampagne<\/p>\n<p>Viel Lob gab es von den Mitgliedern der Vollversammlung zum gelungenen Start der bun-<br \/>\ndesweiten  Imagekampagne  des  Handwerks.  Auf  sympathische  Art  und  Weise  zeigt  die<br \/>\nKampagne, welche Bedeutung das Handwerk f\u00fcr Deutschland und den Alltag des Einzel-<br \/>\nnen hat. Noch einmal G\u00fcnther Stapelfeldt: \u201eWir wollen uns und unsere Betriebe in der \u00d6f-<br \/>\nfentlichkeit und vor allem bei den Jugendlichen als das zeigen, was wir sind: Modern und<br \/>\ninnovativ, mit tollen Ausbildungsberufen und hervorragenden Aussichten und Perspektiven<br \/>\nf\u00fcr Schulabg\u00e4ngerinnen und Schulabg\u00e4nger\u201c. Die auf 5 Jahre angelegte Imagekampagne<br \/>\nsoll alle Facetten des Handwerks zeigen und behandelt in den ersten Jahren die Themen<br \/>\nGr\u00f6\u00dfe, Innovationskraft und Vielfalt der \u201eWirtschaftsmacht von nebenan\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>L\u00fcbeck, 07. 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