{"id":255944,"date":"2018-04-23T10:22:05","date_gmt":"2018-04-23T10:22:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/internationaler-tag-des-versuchstieres-wissenschaftler-rufen-zu-verantwortungsvollem-umgang-mit-tierversuchen-auf\/"},"modified":"2018-04-23T10:22:05","modified_gmt":"2018-04-23T10:22:05","slug":"internationaler-tag-des-versuchstieres-wissenschaftler-rufen-zu-verantwortungsvollem-umgang-mit-tierversuchen-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/internationaler-tag-des-versuchstieres-wissenschaftler-rufen-zu-verantwortungsvollem-umgang-mit-tierversuchen-auf\/","title":{"rendered":"Internationaler Tag des Versuchstieres \/ Wissenschaftler rufen zu verantwortungsvollem Umgang mit Tierversuchen auf"},"content":{"rendered":"<p>M\u00fcnster (ots) &#8211; Nahezu jeder Fortschritt in der biomedizinischen  Forschung und bei der Bek\u00e4mpfung von Volkskrankheiten wie Krebs,  Demenz, Diabetes, Herz-, Kreislauf-, Immun- und Infektionskrankheiten entstand und entsteht unter Beteiligung von Tierversuchen. Darauf  machen Wissenschaftler anl\u00e4sslich des internationalen Tages des  Versuchstiers am 24. April 2018 aufmerksam.<!--more--> Tierversuche haben eine  gro\u00dfe Bedeutung f\u00fcr die Grundlagenforschung, die Medizin und die  Produktsicherheit &#8211; von Medikamenten bis zu Umweltgiften.     &#8222;Wenn wir keine Versuche an Tieren mehr durchf\u00fchren, w\u00fcrde die  Medizin auf dem heutigen Wissensstand eingefroren&#8220;, warnt Prof.  Martin Stratmann, Pr\u00e4sident der Max-Planck-Gesellschaft, in einer  neuen Interviewreihe der Informationsinitiative &#8222;Tierversuche  verstehen&#8220; (http:\/\/ots.de\/dS3IMi). Dort  \u00e4u\u00dfern sich neben Prof.  Stratmann unter anderem Prof. Christa Th\u00f6ne-Reineke, Leiterin des  Instituts f\u00fcr Tierschutz, Tierverhalten und Versuchstierkunde an der  Freien Universit\u00e4t Berlin, Dr. Florian Dehmelt vom Verein Pro-Test  Deutschland sowie Prof. Stefan Treue, Direktor des Deutschen  Primatenzentrums und Sprecher der Initiative Tierversuche verstehen,  zur Bedeutung von Tierversuchen.     Wesentliche Fortschritte haben Wissenschaftler mit Hilfe von  Tierversuchen nicht nur bei der Entwicklung neuer Therapien gegen  Volkskrankheiten erzielt. So wurde zum Beispiel an Primaten die  Tiefenhirnstimulation erforscht, die die Symptome von  Parkinson-Patienten lindert und Cochlea-Implantate erlauben Tausenden von Patienten das H\u00f6ren.     Tierversuche sind in der Europ\u00e4ischen Union streng reguliert. Sie  d\u00fcrfen nur dann durchgef\u00fchrt werden, wenn sie nicht durch  Alternativmethoden ersetzt werden k\u00f6nnen. Einen vollst\u00e4ndigen Ersatz  sehen die Wissenschaftler trotz Fortschritten in der Entwicklung  tierversuchsfreier Methoden auf absehbare Zeit nicht. Die Vorg\u00e4nge im menschlichen Organismus sind nach Auffassung von Wissenschaftlern zu  komplex, um sie in naher Zukunft durch den Nachbau von Organen im  Minitaturformat, sogenannten Organ-on-a-chip, Computermodellen und  Zellkulturen verl\u00e4sslich und vollst\u00e4ndig abbilden zu k\u00f6nnen. &#8222;Man  kann erst dann ein vereinfachtes Modell bauen, wenn man den echten  Lebensvorgang schon ziemlich gut verstanden hat&#8220;, sagt Florian Demelt (http:\/\/ots.de\/NJWmqb). Dass man viele Tierversuche nicht ersetzen  k\u00f6nne, liege also weniger an mangelnden F\u00f6rdermitteln, oder an  mangelnder Kreativit\u00e4t der Forscher. Sondern daran, dass man fast  immer erst einmal das Echte erforschen m\u00fcsse.     Auch f\u00fcr Treue bleiben Versuche an Tieren ein essenzieller  Bestandteil der biomedizinischen Forschung. &#8222;Ein kompletter Verzicht  auf Tierversuche zum aktuellen Zeitpunkt w\u00e4re nicht nur f\u00fcr die  zuk\u00fcnftige F\u00e4higkeit der Medizin, mit bekannten und neuen  Erkrankungen umzugehen, eine Katastrophe. Sondern sie w\u00fcrde auch  unsere Verantwortung gegen\u00fcber Patienten sowie die Bedeutung von  Forschung und Entwicklung f\u00fcr die moderne Gesellschaft ignorieren&#8220;,  betont Treue (http:\/\/ots.de\/UDwgOr).  &#8222;Grunds\u00e4tzlich kann sich eine  Gesellschaft aus ethischen Gr\u00fcnden f\u00fcr einen vollst\u00e4ndigen Verzicht  auf Tierversuche entscheiden, wenn sie bereit ist, die daraus  folgenden Konsequenzen zu tragen&#8220;, sagt Prof. Christa Th\u00f6ne-Reineke  (http:\/\/ots.de\/9yQ7RQ). Ohne Tierversuche w\u00fcrden der medizinische  Fortschritt und die Entwicklung neuer Therapien n\u00e4mlich deutlich  gebremst und erschwert, w\u00e4ren zum Teil sogar nicht mehr m\u00f6glich.     Der Tag des Versuchstiers wurde 1962 von der britischen  Tieraktivistin Muriel Dowding (1908-1993) ins Leben gerufen.  Urspr\u00fcnglich wollte sie damit vor allem auf den Einsatz von  Tierversuchen in der Kosmetikindustrie aufmerksam machen. Die  Entwicklung dekorativer Kosmetika mit Hilfe von Tierversuchen ist in  Deutschland seit 1986 und seit 1998 auch f\u00fcr pflegende Produkte  verboten. Seit 2013 ist der Verkauf und Import von in Tierversuchen  getesteten Kosmetika EU-weit verboten.     Dar\u00fcber und \u00fcber viele andere Aspekte tierexperimenteller  Forschung informiert fakten-basiert die Initiative &#8222;Tierversuche  verstehen&#8220; der Allianz der Wissenschaftsorganisationen.    Pressekontakt: Redaktion Tierversuche verstehen E-Mail: redaktion@tierversuche-verstehen.de Telefon: +49 251 98776-83 Web: www.tierversuche-verstehen.de Twitter: @TVVde  Anschrift: c\/o Cyrano Kommunikation GmbH Hohenzollernring 49-51 48145 M\u00fcnster  Original-Content von: Tierversuche verstehen, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/122619\/3923865\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcnster (ots) &#8211; Nahezu jeder Fortschritt in der biomedizinischen Forschung und bei der Bek\u00e4mpfung von Volkskrankheiten wie Krebs, Demenz, Diabetes,<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-255944","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/255944","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=255944"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/255944\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=255944"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=255944"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=255944"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}