{"id":256481,"date":"2018-05-01T11:00:11","date_gmt":"2018-05-01T11:00:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/aktuelle-krankenhausfinanzierung-schadet-patienten\/"},"modified":"2018-05-01T11:00:11","modified_gmt":"2018-05-01T11:00:11","slug":"aktuelle-krankenhausfinanzierung-schadet-patienten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/aktuelle-krankenhausfinanzierung-schadet-patienten\/","title":{"rendered":"Aktuelle Krankenhausfinanzierung schadet Patienten"},"content":{"rendered":"<p>Hamburg (ots) &#8211; Die Bundesl\u00e4nder ziehen sich immer mehr aus der  Krankenhaus-Finanzierung zur\u00fcck. Sie \u00fcbernehmen nur noch knapp die  H\u00e4lfte der Investitionskosten, f\u00fcr die sie laut Gesetz zust\u00e4ndig  sind.<!--more--> Diese Unterfinanzierung f\u00fchrt dazu, dass Krankenh\u00e4user einen  Teil der notwendigen Investitionen selbst zahlen m\u00fcssen &#8211; und zwar  aus den Mitteln der Krankenkassen, die eigentlich f\u00fcr die Behandlung  von Patienten gedacht sind. Das geben Krankenhausmanager in einer dem ARD-Wirtschaftsmagazin &#8222;Plusminus&#8220; vorliegenden qualitativen Studie  an. Die Professoren Karl-Heinz Wehkamp (Hochschule f\u00fcr Angewandte  Wissenschaften in Hamburg) und Heinz Naegler (Hochschule f\u00fcr  Wirtschaft und Recht Berlin) hatten f\u00fcr die Studie 60 \u00c4rzte und  Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer in zw\u00f6lf Bundesl\u00e4ndern befragt.     Der Verband der Ersatzkassen errechnete f\u00fcr &#8222;Plusminus&#8220;, dass im  Jahr 2015 eine Investitionsl\u00fccke von mehr als drei Milliarden Euro  bestand. Aktuellere Daten, anhand derer sich die nicht  gesetzeskonforme Verwendung von Geldern errechnen lie\u00dfe, gibt es laut dem Verband der Ersatzkassen derzeit nicht. Doch die  Unterfinanzierung der Krankenh\u00e4user durch die Bundesl\u00e4nder h\u00e4lt an  und damit der Druck f\u00fcr zahlreiche Krankenhausmanager,  Mittel anders einzusetzen als urspr\u00fcnglich vorgesehen.     \u00c4rzte geben in der Studie an, dass Manager von den Medizinern eine bestimmte Zahl an Operationen fordern. Damit besteht die Gefahr, dass in deutschen Krankenh\u00e4usern mehr Menschen operiert werden als  medizinisch notwendig ist. So verlangte 2010 im Medizinischen  Versorgungszentrum (MVZ) in Stellingen ein Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von seinen \u00c4rzten 20 Herzkatheter-Eingriffe pro Tag. Sollten die nicht erf\u00fcllt  werden, drohte er mit Gehaltsabzug. Die Hamburger Staatsanwaltschaft  pr\u00fcft in diesem Zusammenhang jetzt eine anonyme Anzeige. Das MVZ gibt an, die Anweisung sei nie umgesetzt und zur\u00fcckgenommen worden.     Die bundesweit gestiegene Zahl der Herzoperationen ist  grunds\u00e4tzlich auff\u00e4llig. Das best\u00e4tigt auch der GKV-Spitzenverband,  die Vertretung der gesetzlichen Krankenkassen. Von 2010 bis 2016  stiegen die Kosten f\u00fcr Herzoperationen in Deutschland laut GKV um 2  Milliarden Euro. Es sei wahrscheinlich, dass es zu einer  Indikationsausweitung gekommen ist, so der Verband. Im Vergleich zu  den meisten anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern werden in Deutschland  verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig viele Herzoperationen durchgef\u00fchrt.     &#8222;Plusminus&#8220; (NDR): Mittwoch, 2. Mai, 21.45 Uhr, im Ersten     Mehr Infos zur Sendung unter www.Plusminus.de    Pressekontakt: Norddeutscher Rundfunk Presse und Information Iris Bents Tel.: 040\/4156-2304 Mail: i.bents@ndr.de http:\/\/www.ndr.de  https:\/\/twitter.com\/NDRpresse  Original-Content von: NDR \/ Das Erste, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/69086\/3931605\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hamburg (ots) &#8211; Die Bundesl\u00e4nder ziehen sich immer mehr aus der Krankenhaus-Finanzierung zur\u00fcck. 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