{"id":256482,"date":"2018-05-01T13:00:00","date_gmt":"2018-05-01T13:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/eu-foerdert-mit-agrarmilliarden-den-verstoss-gegen-eigene-umweltstandards-2\/"},"modified":"2018-05-01T13:00:00","modified_gmt":"2018-05-01T13:00:00","slug":"eu-foerdert-mit-agrarmilliarden-den-verstoss-gegen-eigene-umweltstandards-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/eu-foerdert-mit-agrarmilliarden-den-verstoss-gegen-eigene-umweltstandards-2\/","title":{"rendered":"EU f\u00f6rdert mit Agrarmilliarden den Versto\u00df gegen eigene Umweltstandards"},"content":{"rendered":"<p>Hamburg (ots) &#8211; Rund 58 Milliarden Euro gibt die Europ\u00e4ische Union jedes Jahr f\u00fcr die F\u00f6rderung ihrer Landwirtschaft aus. Es ist einer  der gr\u00f6\u00dften Ausgabenposten in der EU. Obwohl der Agrarhaushalt laut  Vorschlag der EU-Kommission wegen des Brexits ma\u00dfvoll schrumpfen  soll, ist keine grundlegende Neuverteilung der Agrarmilliarden  geplant.<!--more--> Die Zahlungen, die eigentlich die Einkommen von Landwirten  stabilisieren und den Umweltschutz verbessern sollen, verfehlen aber  oft die gew\u00fcnschte Wirkung. Die NDR-Redaktion des  ARD-Wirtschaftsmagazins &#8222;Plusminus&#8220; hat anl\u00e4sslich des Vorschlags f\u00fcr den neuen EU-Haushalt, der am 2. Mai vorgelegt wird, die Subventionen f\u00fcr das Agrarland Niedersachsen analysiert. Das Ergebnis: Fast 70  Prozent der Gelder flie\u00dfen in den Westen Niedersachsens &#8211; eine  Region, in der regelm\u00e4\u00dfig gegen Umweltrichtlinien der EU versto\u00dfen  wird.     Der Westen Niedersachsens steht f\u00fcr Massentierhaltung, gro\u00dfe  Mastbetriebe und zunehmende Umweltprobleme, verursacht durch  Landwirtschaft. Die nieders\u00e4chsische Landesregierung bezeichnet die  Region in ihrem aktuellen N\u00e4hrstoffbericht als &#8222;Risiko-Region&#8220;. Denn  hier werden die Grenzwerte f\u00fcr Nitrat, Phosphor und Stickstoff  \u00fcberschritten &#8211; Folgen einer verfehlten Agrarpolitik, finanziert von  den Steuerzahlern. Wissenschaftler kommen in einer Studie im Auftrag  der EU-Kommission zu dem Ergebnis, dass die von der Landwirtschaft  verursachten Umweltsch\u00e4den bei 300 Euro pro Hektar liegen. Damit  kommt in Deutschland zu den Direktzahlungen an die Landwirtschaft in  H\u00f6he von 5,2 Milliarden Euro j\u00e4hrlich noch einmal dieselbe Summe an  Umweltkosten, die der Steuerzahler zu tragen hat, kritisiert Prof.  Friedhelm Taube von der Universit\u00e4t Kiel. Als Mitglied des  Agrarbeirates der Bundesregierung moniert er seit Jahren, dass die EU mit ihren Subventionen eine Landwirtschaft f\u00f6rdert, die gegen Regeln  und Grenzwerte in der Europ\u00e4ischen Union verst\u00f6\u00dft.     Und auch das Ziel der Einkommensstabilisierung in der  Landwirtschaft wird nicht erreicht. EU-Agrarkommissar Phil Hogan  schreibt in seinem ersten Entwurf zur Neuausrichtung der gemeinsamen  Agrarpolitik, dass 80 Prozent der Direktzahlungen an nur 20 Prozent  der Landwirte flie\u00dfen. Es profitieren vor allem die Betriebe mit  gro\u00dfen Fl\u00e4chen, denn die Direktzahlungen werden pro Hektar gezahlt &#8211;  unabh\u00e4ngig davon, ob dieser Betrieb tats\u00e4chlich Einkommenszusch\u00fcssen  bedarf. &#8222;Plusminus&#8220; (NDR): Mittwoch, 2. Mai, 21.45 Uhr, im Ersten     Mehr Infos zur Sendung unter www.Plusminus.de    Pressekontakt: Norddeutscher Rundfunk Presse und Information Iris Bents Tel.: 040\/4156-2304 Mail: i.bents@ndr.de http:\/\/www.ndr.de  https:\/\/twitter.com\/NDRpresse  Original-Content von: NDR \/ Das Erste, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/69086\/3931684\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hamburg (ots) &#8211; Rund 58 Milliarden Euro gibt die Europ\u00e4ische Union jedes Jahr f\u00fcr die F\u00f6rderung ihrer Landwirtschaft aus. Es<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-256482","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/256482","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=256482"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/256482\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=256482"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=256482"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=256482"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}