{"id":2565,"date":"2006-07-17T14:28:21","date_gmt":"2006-07-17T14:28:21","guid":{"rendered":"http:\/\/testserver\/wordpress\/?p=2465"},"modified":"2006-07-17T14:28:21","modified_gmt":"2006-07-17T14:28:21","slug":"ein_neuer_taschenguide_von_haufe_klrt_ber_finanzielle_auswirkungen_und_rechtliche_mglichkeiten_auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/ein_neuer_taschenguide_von_haufe_klrt_ber_finanzielle_auswirkungen_und_rechtliche_mglichkeiten_auf\/","title":{"rendered":"Ein neuer TaschenGuide von Haufe kl\u00e4rt \u00fcber finanzielle Auswirkungen und rechtliche M\u00f6glichkeiten auf"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" title=\"Elternunterhalt\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/images\/topics\/Elternunterhalt.jpg\" alt=\"Elternunterhalt\" \/><br \/>\n(Freiburg, 17. Juli 2006) &#8211; Die \u00dcberalterung der Gesellschaft wird schon in den n\u00e4chsten Jahrzehnten ein dramatisches Ausma\u00df annehmen. Kommen zurzeit auf jeden Rentner in Deutschland rund vier Personen im arbeitsf\u00e4higen Alter, werden es nach Zahlen des Statistischen Bundesamts im Jahr 2040 nur noch zwei sein. Eine Entwicklung, die schon heute sp\u00fcrbare Auswirkungen auf die sozialen Sicherungssysteme offenbart. Zum Beispiel die, dass B\u00fcrger, die selbst Familienern\u00e4hrer sind, pl\u00f6tzlich auch f\u00fcr ihre Eltern aufkommen m\u00fcssen. <!--more-->Werden n\u00e4mlich \u00e4ltere Menschen zum Pflegefall, reichen Rente und Verm\u00f6gen selten aus, um die Kosten f\u00fcr professionelle Betreuung und Heimunterbringung zu decken. Bislang haben diese L\u00fccke zumeist die Sozial\u00e4mter geschlossen. Doch in Anbetracht leerer Haushaltskassen und steigender Pflegekosten fordern die Sozialhilfetr\u00e4ger die Unterhaltszahlungen immer \u00f6fter von den Kindern der Betroffenen ein. Was viele nicht wissen: So, wie Eltern ihren Kindern gegen\u00fcber zum Unterhalt verpflichtet sind, sind es auch Kinder gegen\u00fcber ihren Eltern &#8211; wenn diese bed\u00fcrftig sind. Wenn die Beh\u00f6rde dann an die Angeh\u00f6rigen herantritt, sind diese meist \u00fcberfordert. Was darf das Sozialamt alles wissen? Kann man sich gegen Forderungen \u00fcberhaupt wehren? Muss man am Ende eine Reduzierung seines Lebensstandards in Kauf nehmen? <\/p>\n<p>Wer Antworten auf diese wichtigen Fragen sucht, sollte sich jetzt den neuen TaschenGuide &#8222;Elternunterhalt. Wenn Kinder zahlen sollen&#8220;, aus dem Rudolf Haufe Verlag anschaffen. Das \u00fcbersichtliche Buch kl\u00e4rt kompetent und rechtssicher \u00fcber die relativ neue Problematik auf. Der Autor Michael Baczko, Fachanwalt f\u00fcr Sozialrecht, kennt sich nicht nur bestens mit der Materie aus, er versteht es auch, dem Leser praktische Hilfe anzubieten. <\/p>\n<p>Im TaschenGuide &#8222;Elternunterhalt&#8220; informiert er den Leser \u00fcber Unterhaltspflichten generell: Wer ist zur Zahlung verpflichtet, wenn nur ein Elternteil bed\u00fcrftig ist &#8211; Ehegatte oder Kinder? Gilt die Unterhaltspflicht auch bei anderen staatlichen Leistungen, zum Beispiel Alg II? Und k\u00f6nnen Schwiegerkinder zur Zahlung herangezogen werden? Zu Letzterem lautet die Antwort: In der Praxis ja. Denn Einkommen und Verm\u00f6gen des Ehegatten werden beim sog. &#8222;Selbstbehalt&#8220; des unterhaltspflichtigen Kindes ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>Besonders kritisch ist die Unterbringung im Pflegeheim &#8211; sie macht viele Menschen zum Sozialfall. Was dann auf die Kinder konkret zukommt, auch dar\u00fcber informiert der Ratgeber. Fakt ist: Die Leistungen der Pflegeversicherung, maximal 1688 Euro, reichen nie f\u00fcr das Heim (Kosten: zwischen 3000 bis 5000 Euro im Monat). Geht man zum Beispiel von einer Rente von rund 1300 Euro aus, bleiben bei Heimkosten von 4000 Euro also immer noch mindestens 1000 Euro ungedeckt. Dauerhaft mit Sozialhilfe springt der Staat jedoch nur ein, wenn der Patient kein Verm\u00f6gen hat &#8211; also Sparguthaben, Lebensversicherungen oder Grundbesitz &#8211; und keine anderen Personen zum Unterhalt herangezogen werden k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Zu diesem Zweck \u00fcberpr\u00fcft die Beh\u00f6rde die finanziellen und famili\u00e4ren Verh\u00e4ltnisse des Pflegebed\u00fcrftigen genau. Mittels eines Auskunftsersuchs werden die Kinder und deren Ehegatten aufgefordert, ihre Verm\u00f6gensverh\u00e4ltnisse umfassend darzulegen. Wie diese Aufstellung von Einnahmen, Ausgaben und Verm\u00f6gen aussieht, erl\u00e4utert Michael Baczko Schritt f\u00fcr Schritt. Und r\u00e4t zur Ehrlichkeit: Denn sogar nach Schenkungen innerhalb der letzten zehn Jahre wird von Seiten der Beh\u00f6rde geforscht. <\/p>\n<p>Wie sich der Elternunterhalt schlie\u00dflich berechnet, wenn die Kinder tats\u00e4chlich herangezogen werden k\u00f6nnen, zeigt der Autor anhand zahlreicher Beispiele genau auf: ob mehrere Geschwister da sind, ob ein Ehegatte verdient (mit Unterscheidung: Besser- und Normalverdiener). Der Leser erf\u00e4hrt auf diese Weise, welches Einkommen als Berechnungsgrundlage herangezogen wird, wie sich der Selbstbehalt errechnet,  und wie viel von dem verbleibenden Betrag dann schlie\u00dflich gezahlt werden muss. <\/p>\n<p>Was aber tun, wenn man die so ermittelte Unterhaltsleistung f\u00fcr unberechtigt h\u00e4lt? Dann sollte man entsprechende Rechtsmittel einlegen. Auch dazu finden sich im TaschenGuide zahlreiche Tipps, Hinweise auf die entsprechenden Fristen sowie je ein Muster f\u00fcr einen Widerspruch oder eine Klage. Umgekehrt erf\u00e4hrt man aber auch, was zu tun ist, wenn man festgesetzten Zahlungen nicht nachgekommen ist und ein Mahnbescheid der Beh\u00f6rde ergeht oder der Fall sogar vors Gericht kommt. <\/p>\n<p>Am Ende hat der Leser eine Vielzahl an Informationen erhalten, die ihm erlauben, seine rechtliche Situation besser einzusch\u00e4tzen und Fehler beim Umgang mit der Sozialbeh\u00f6rde zu vermeiden. Damit zur schmerzlichen Erfahrung, die ein Pflegefall bei den eigenen Eltern bedeutet, nicht noch eine unn\u00f6tige finanzielle Belastung hinzutritt.<\/p>\n<p>&#8222;Elternunterhalt. Wenn Kinder zahlen m\u00fcssen&#8220; <br \/>\nVon Michael Baczko <br \/>\n1. Auflage 2006, Broschur, 128 Seiten, 6,90 Euro <br \/>\nRudolf Haufe Verlag, Niederlassung Planegg bei M\u00fcnchen <br \/>\nISBN 3-448-07222-8 <br \/>\nBestell-Nr. 0890-0001 <\/p>\n<div align=\"center\"> <img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/images\/topics\/Elternunterhalt_400.jpg\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Freiburg, 17. Juli 2006) &#8211; Die \u00dcberalterung der Gesellschaft wird schon in den n\u00e4chsten Jahrzehnten ein dramatisches Ausma\u00df annehmen. 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