{"id":256966,"date":"2018-05-08T12:00:06","date_gmt":"2018-05-08T12:00:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/iva-maerkte-fuer-mineralduenger-und-pflanzenschutzmittel-unter-druck-agrarchemie-weiter-ruecklaeufig-branche-will-chancen-der-digitalisierung-nutzen-zulassungsstau-bereitet-sorgen-foto\/"},"modified":"2018-05-08T15:17:40","modified_gmt":"2018-05-08T13:17:40","slug":"iva-maerkte-fuer-mineralduenger-und-pflanzenschutzmittel-unter-druck-agrarchemie-weiter-ruecklaeufig-branche-will-chancen-der-digitalisierung-nutzen-zulassungsstau-bereitet-sorgen-foto","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/iva-maerkte-fuer-mineralduenger-und-pflanzenschutzmittel-unter-druck-agrarchemie-weiter-ruecklaeufig-branche-will-chancen-der-digitalisierung-nutzen-zulassungsstau-bereitet-sorgen-foto\/","title":{"rendered":"IVA: M\u00e4rkte f\u00fcr Minerald\u00fcnger und Pflanzenschutzmittel unter Druck \/ Agrarchemie weiter r\u00fcckl\u00e4ufig \/ Branche will Chancen der Digitalisierung nutzen \/ Zulassungsstau bereitet Sorgen (FOTO)"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft \" src=\"https:\/\/cache.pressmailing.net\/thumbnail\/story_big\/357d79f5-ee6e-4b72-baea-b33b786006f3\/image\" width=\"473\" height=\"488\" \/><\/p>\n<p>Frankfurt\/Main (ots) &#8211; Auf den M\u00e4rkten f\u00fcr Pflanzenschutzmittel und Minerald\u00fcnger ist keine grundlegende Trendwende in Sicht. Nachdem die Ums\u00e4tze der im Industrieverband Agrar e. V. (IVA) organisierten Unternehmen der deutschen Pflanzenschutz-Industrie 2017 im Vergleich zum Vorjahr abermals gesunken sind auf 1,385 Milliarden Euro (2016: 1,415 Mrd.<!--more--> Euro), verlief auch der Start in das neue Gesch\u00e4ftsjahr 2018 verhalten. Der Pflanzenschutzmarkt in Deutschland ist damit drei Jahre in Folge geschrumpft und lag zuletzt unter dem Niveau des Jahres 2012. Eine \u00e4hnliche Entwicklung hat auch der Absatz von Stickstoffd\u00fcngern in Deutschland genommen. Die Absatzmenge erreichte in der D\u00fcngesaison 2016\/17 ein Volumen von 1,66 Millionen Tonnen, was einem leichten R\u00fcckgang gegen\u00fcber der Vorsaison entspricht (2015\/16: 1,71 Mio. Tonnen, minus 3,1 Prozent). Deutlich zur\u00fcckgegangen ist gegen\u00fcber der Vorsaison auch die abgesetzte Phosphat-Menge von 288 000 auf 231 000 Tonnen. Erh\u00f6ht haben sich gegen\u00fcber der Vorsaison die Abs\u00e4tze an Kali (430 000 Tonnen, plus 8 Prozent) und Kalkd\u00fcngern (2,67 Mio. Tonnen, plus 10 Prozent). Damit konnten die letztj\u00e4hrigen R\u00fcckg\u00e4nge weitgehend wettgemacht werden. &gt;&gt; Detaillierte Informationen zum Pflanzenschutzmarkt (PDF 206 KB) https:\/\/bit.ly\/2IbBVnZ &gt;&gt; Detaillierte Informationen zum D\u00fcngemittelmarkt (PDF 120 KB) https:\/\/bit.ly\/2jrhDca &#8222;Die Ursachen f\u00fcr die Marktr\u00fcckg\u00e4nge sind vielf\u00e4ltig. Faktoren wie Krankheitsbefall, Sch\u00e4dlingsdruck, Witterung und die Preisentwicklung spielen eine wichtige Rolle. Landwirte handeln als Unternehmer und setzen Pflanzenschutz- und D\u00fcngemittel je nach Befall und Bestandsf\u00fchrung \u00f6konomisch rational ein&#8220;, sagte IVA-Pr\u00e4sident Dr. Helmut Schramm: &#8222;Die Entwicklung der vergangenen Jahre widerlegt jene, die Forderungen nach drastischen Reduktionsprogrammen mit der Behauptung begr\u00fcnden, Landwirte setzten immer mehr Pflanzenschutzmittel ein. Die Fakten sprechen eine andere Sprache.&#8220; &#8222;Insbesondere die Witterungsbedingungen haben den Absatz von stickstoffhaltigen D\u00fcngern beeinflusst&#8220;, so bewertet Ulrich Foth, Vorsitzender des IVA-Fachbereichs Pflanzenern\u00e4hrung, die Entwicklung des Markts f\u00fcr Minerald\u00fcnger im vergangenen D\u00fcngejahr. &#8222;Interessant ist, dass die Landwirte zunehmend auf Produkte mit passgenauen Eigenschaften, wie schwefelhaltige D\u00fcnger, setzen, um die N\u00e4hrstoffeffizienz zu verbessern. Dieser Trend wird sich durch die versch\u00e4rften Vorgaben der D\u00fcngeverordnung verst\u00e4rken. Unsere Branche bietet den Landwirten zahlreiche Produkte und Services, um bedarfsgenau und mit so wenig N\u00e4hrstoffverlusten wie m\u00f6glich zu d\u00fcngen.&#8220; Zu den ersten Auswirkungen der seit Sommer 2017 geltenden deutschen D\u00fcngeverordnung erkl\u00e4rt Ulrich Foth: &#8222;Die sch\u00e4rferen Regelungen haben f\u00fcr erhebliche Verunsicherung bei den Landwirten gesorgt. Die Umsetzung vieler Details, auch bei der zentralen D\u00fcngebedarfsermittlung, bleibt unklar und viele Landwirte haben sehr vorsichtig kalkuliert. Zusammen mit den widrigen Witterungsverh\u00e4ltnissen und gro\u00dfen Problemen aufgrund zu knapper Lagerkapazit\u00e4t f\u00fcr Wirtschaftsd\u00fcnger in einigen \u00dcberschussregionen hat dies zu sp\u00fcrbaren Absatzeinbu\u00dfen f\u00fcr Minerald\u00fcnger im laufenden D\u00fcngejahr gef\u00fchrt. Wir gehen anhand aktueller Zahlen von einem 10-prozentigen R\u00fcckgang f\u00fcr Stickstoff und Phosphat bis zum Sommer aus.&#8220; Die Zulassungssituation im Pflanzenschutzbereich sieht IVA-Pr\u00e4sident Schramm weiter kritisch. Zwar seien 2017 deutlich mehr Zulassungsantr\u00e4ge als in den Vorjahren entschieden worden, doch noch immer liegen zahlreiche, l\u00e4ngst verfristete Antr\u00e4ge f\u00fcr neuartige Produkte auf dem Aktenstapel. Um den Zulassungsstau abzubauen, haben die Beh\u00f6rden jedoch zuletzt vor allem einfachere Antr\u00e4ge, etwa gegenseitige Anerkennungen mit anderen EU-Staaten, abgearbeitet. Umfangreiche und komplexe Dossiers f\u00fcr innovative Produkte gerieten dadurch ins Hintertreffen und werden weiterhin nicht fristgerecht bearbeitet. &#8222;Die Situation ist unbefriedigend. Gerade die neuen, innovativen Produkte sollten den Landwirten m\u00f6glichst schnell zur Verf\u00fcgung stehen&#8220;, forderte Schramm. Die Digitalisierung der Landwirtschaft wird auch das Gesch\u00e4ftsmodell der Hersteller von Pflanzenschutzmitteln und Minerald\u00fcngern ver\u00e4ndern. IVA-Pr\u00e4sident Schramm betonte, dass der IVA diesen Ver\u00e4nderungsprozess aktiv mitgestalten will: &#8222;Wir sehen gro\u00dfe Chancen, die Nachhaltigkeit der Landwirtschaft zu steigern. Im Pflanzenbau k\u00f6nnen wir dem Landwirt wichtige Entscheidungsgrundlagen an die Hand geben, etwa zur detaillierten N\u00e4hrstoffversorgung seiner B\u00f6den oder zu gezielten Behandlungsm\u00f6glichkeiten seiner Kulturen. Und wenn Pflanzenschutz- und D\u00fcngemittel durch intelligente Ausbringungstechnik zielgerichteter und effizienter eingesetzt werden, schafft das \u00f6kologische und \u00f6konomische Vorteile.&#8220; Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) vertritt die Interessen der agrochemischen Industrie in Deutschland. Zu den Gesch\u00e4ftsfeldern der 54 Mitgliedsunternehmen geh\u00f6ren Pflanzenschutz, Pflanzenern\u00e4hrung, Biostimulantien und Sch\u00e4dlingsbek\u00e4mpfung. Die vom IVA vertretene Branche steht f\u00fcr innovative Produkte f\u00fcr eine moderne und nachhaltige Landwirtschaft. Pressekontakt: Industrieverband Agrar e. V., Pressestelle Martin May Tel. +49 69 2556-1249 oder +49 151 54417692 Fax +49 69 2556-1298 E-Mail: may.iva@vci.de http:\/\/www.iva.de https:\/\/twitter.com\/IVA_Presse Original-Content von: Industrieverband Agrar e.V., \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/16070\/3938179\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frankfurt\/Main (ots) &#8211; Auf den M\u00e4rkten f\u00fcr Pflanzenschutzmittel und Minerald\u00fcnger ist keine grundlegende Trendwende in Sicht. 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