{"id":257573,"date":"2018-05-16T15:22:08","date_gmt":"2018-05-16T15:22:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/ohne-bestaeubung-kein-leben-imkerinnen-und-imker-feiern-weltbienentag\/"},"modified":"2018-05-16T15:22:08","modified_gmt":"2018-05-16T15:22:08","slug":"ohne-bestaeubung-kein-leben-imkerinnen-und-imker-feiern-weltbienentag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/ohne-bestaeubung-kein-leben-imkerinnen-und-imker-feiern-weltbienentag\/","title":{"rendered":"Ohne Best\u00e4ubung kein Leben \/ Imkerinnen und Imker feiern Weltbienentag"},"content":{"rendered":"<p>Wachtberg (ots) &#8211; Am kommenden Sonntag wird erstmals in vielen  L\u00e4ndern der Weltbienentag gefeiert. Auch in Deutschland beteiligen  sich Imkerinnen und Imker mit speziellen Aktionen, um auf die  Bedeutung der Bl\u00fcten best\u00e4ubenden Insekten hinweisen. Dazu hat der  Deutsche Imkerbund e.V. (D.I.B.) seine Mitglieder aufgerufen.<!--more--> Das ist eine gute Gelegenheit, den kleinen, n\u00fctzlichen Tieren einmal ganz nah zu sein und in ihr faszinierendes Leben Einblick zu erhalten. Ein  einzigartiges Erlebnis, das schon f\u00fcr viele Menschen der Ausl\u00f6ser  war, selbst Bienen zu halten oder diese zu unterst\u00fctzen.     D.I.B.-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Barbara L\u00f6wer meint: &#8222;Wir freuen uns,  dass sich seit elf Jahren immer mehr Menschen f\u00fcr die Imkerei  interessieren. Aber es muss noch lange nicht jeder Imker werden, um  Bienen zu helfen. Zumal wir besonders von Wildbienen sprechen, wenn  es um das vielzitierte Bienensterben geht. Denn im Gegensatz zur  Honigbiene, auf die der Mensch (Imker) achtet, sterben Wildbienen  fast unbemerkt. Helfen w\u00fcrde deshalb bereits ein kritischer Blick ins eigene Lebensumfeld und die Frage: Ist dieses bienenfreundlich  gestaltet?&#8220;     Was damit gemeint ist: Immer mehr G\u00e4rten verwandeln sich in Stein- oder gr\u00fcne W\u00fcsten, in welchen Insekten weder Nistm\u00f6glichkeiten noch  Futter finden. L\u00f6wer: &#8222;Viele meinen, ein bienenfreundlicher Garten  sei mit gro\u00dfem Aufwand verbunden. Dem ist aber nicht so. Am  Weltbienentag wollen wir mit diesem Vorurteil aufr\u00e4umen.&#8220;     Der Weltbienentag ist das Ergebnis jahrelanger Bem\u00fchungen, einen  solchen wiederkehrenden Tag einzuf\u00fchren, um der Bev\u00f6lkerung die  Bedeutung der Bienen und anderer Best\u00e4uber ins Bewusstsein zu rufen  und konkrete Aktionen zum Schutz der Insekten durchzuf\u00fchren. Begonnen hatte die Initiative bereits vor drei Jahren in Slowenien. Der  slowenische Imkerverband hatte die Idee, die von politischer Seite  durch Landwirtschaftsminister Dejan Zidan ma\u00dfgeblich unterst\u00fctzt  wurde. Es folgten weltweite Werbekampagnen bis im Dezember 2017 115  UN-Mitgliedsstaaten f\u00fcr den Weltbienentag stimmten, darunter alle  EU-Staaten, die USA, Kanada, China, Russland, Indien, Brasilien und  Australien. Auch der D.I.B. begr\u00fc\u00dfte die Einf\u00fchrung. Barbara L\u00f6wer:  &#8222;Als Apimondia-Mitglied haben wir den Vorschlag Sloweniens  unterst\u00fctzt. Der 20. Mai bietet uns zuk\u00fcnftig sicherlich eine  hervorragende M\u00f6glichkeit, insbesondere medial auf die Problematik  der Verschlechterung der Lebens- und Nahrungsbedingungen aller Bl\u00fcten best\u00e4ubenden Insekten hinzuweisen.&#8220;     Seit Jahren k\u00e4mpfen die Imkereien immer wieder mit hohen  Winterverlusten. L\u00f6wer: &#8222;Hohe Verluste gab es auch fr\u00fcher schon.  Jedoch kehren diese seit ca. 15 Jahren in geringeren Abst\u00e4nden  wieder. Ursachen sind in erster Linie Bienenkrankheiten, jedoch  spielen auch andere Einflussfaktoren wie die Ern\u00e4hrungssituation und  der Einfluss von chemischen Pflanzenschutzmitteln eine wichtige  Rolle. Die beiden letztgenannten k\u00f6nnten minimiert werden, wenn ein  Umdenken in der Bev\u00f6lkerung und in der Landwirtschaft einsetzt. Dazu  tr\u00e4gt hoffentlich der Weltbienentag bei.&#8220;     Auch in der Politik wird die Problematik mittlerweile ernst  genommen. Seit einigen Jahren ist die Zusammenarbeit zwischen D.I.B.  und dem Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) intensiver geworden.  Es findet ein regelm\u00e4\u00dfiger Austausch statt und es wurden gemeinsam  mehrere Bienenkonferenzen auf nationaler und internationaler Ebene  organisiert, die zur Vernetzung von Politik, Wissenschaft, Verb\u00e4nden  sowie Landwirten, Imkern und Kommunen gef\u00fchrt haben.     Im Vorfeld des Weltbienentages hat das BMEL einen Bienenaktionstag im Berliner Amtssitz organisiert, an dem morgen D.I.B.-Pr\u00e4sident  Peter Maske teilnehmen wird. Dann gibt es auch die erste Gelegenheit  zu einem pers\u00f6nlichen Gespr\u00e4ch mit Bundesministerin Julia Kl\u00f6ckner.  Bereits im M\u00e4rz hatte der D.I.B. in einem Schreiben die Themen  vorgelegt, die aktuell im Bereich Imkerei anstehen. Um die Verluste  bei Bienenv\u00f6lkern zu senken, setzt der Verband an verschiedenen  Punkten an. In Richtung Forschung liegt dem BMEL ein Projektantrag  vor, in dem es um eine geringere Varroa-Reproduktion durch Selektion  geht. Au\u00dferdem fordert der D.I.B. nach wie vor das Verbot der  hochtoxischen Neonikotinoide aufgrund der Auswirkungen auf Bl\u00fcten  best\u00e4ubende Insekten. Zu einer deutlichen Reduzierung von  Pflanzenschutzmittel-R\u00fcckst\u00e4nden in der Bl\u00fcte w\u00fcrde auch die  beworbene Dropleg-Technik beitragen. Da die Umr\u00fcstung f\u00fcr die  Landwirte ein hoher finanzieller Aufwand ist, erhofft sich Peter  Maske hier F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten seitens des Bundes oder der L\u00e4nder.  Des Weiteren sollen die Ma\u00dfnahmen zum Glyphosat-Einsatz angesprochen  werden. Denn insbesondere das Verbot der Vorernte-Sikkation und des  Abspritzens von Begleitgr\u00fcn an Ackerr\u00e4ndern w\u00fcrde zur Verbesserung  der Nahrungssituation Bl\u00fcten besuchender Insekten im Sommer  beitragen. Ein weiterer Vorschlag dazu ist die Produktion von  Bio-Diesel aus \u00d6lpflanzen (z. B. Raps, Leindotter, Sonnenblumen).     Peter Maske ist erwartungsvoll: &#8222;Ich bin Bundesministerin Julia  Kl\u00f6ckner dankbar, dass sie sich bei der EU-Abstimmung am 27. April  f\u00fcr Deutschland erstmals klar gegen die Anwendung der Neonikotinoide  Clothianidin, Thiametoxam und Imidacloprid im Freiland positioniert  und damit zur positiven Entscheidung beigetragen hat. Dies ist ein  Schritt in die richtige Richtung und ich bin gewiss, dass wir  gemeinsam weitere positive Schritte f\u00fcr die Bienen erreichen k\u00f6nnen.  Warum nicht mit einem Weltbienentag.&#8220;    Pressekontakt: Petra Friedrich, dib.presse@t-online.de,  Tel. 0228\/9329218 o. 0163\/2732547  Original-Content von: Deutscher Imkerbund e. V., \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/68302\/3945489\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wachtberg (ots) &#8211; Am kommenden Sonntag wird erstmals in vielen L\u00e4ndern der Weltbienentag gefeiert. 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