{"id":258474,"date":"2018-05-31T15:53:21","date_gmt":"2018-05-31T13:53:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=258474"},"modified":"2018-05-31T15:58:06","modified_gmt":"2018-05-31T13:58:06","slug":"unterstuetzungsprogramm-fuer-kinder-von-inhaftierten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/unterstuetzungsprogramm-fuer-kinder-von-inhaftierten\/","title":{"rendered":"Unterst\u00fctzungsprogramm f\u00fcr Kinder von Inhaftierten"},"content":{"rendered":"<p>Justizministerin S\u00fctterlin-Waack startet Unterst\u00fctzungsprogramm f\u00fcr Kinder von Inhaftierten \u00b7 KIEL. Die stadt.mission.mensch startet ein neues und kostenloses Beratungs- und Unterst\u00fctzungsangebot f\u00fcr Kinder und Familien von Inhaftierten. Justizministerin Sabine S\u00fctterlin-Waack hat heute (31. Mai) den F\u00f6rderbescheid f\u00fcr das bundesweit einzigartige Projekt \u00fcbergeben. <!--more-->\u201eIch freue mich sehr, dass wir zusammen mit der Stadtmission dieses Vorhaben umsetzen k\u00f6nnen und erstmals die Kinder von Inhaftierten in den Mittelpunkt stellen. Diese leiden h\u00e4ufig besonders unter der Inhaftierung eines Elternteils, wissen nicht, wie sie mit der Situation umgehen k\u00f6nnen und haben bisher keine passgenauen Unterst\u00fctzungsm\u00f6glichkeiten\u201c, so die Ministerin.<\/p>\n<p>Internationale Sch\u00e4tzungen gehen davon aus, dass etwa die H\u00e4lfte der Gefangenen Kin-der unter 18 Jahren hat. In Schleswig-Holstein sind rund 800 Kinder dauerhaft von einem inhaftierten Elternteil getrennt. Eine der ersten Studien zum Wohlergehen dieser Kinder (im Rahmen des EU-gef\u00f6rderten \u201eCoping\u201c Projekts 2010-2012) hat ergeben, dass die Inhaftierung eines Elternteils negative Effekte auf die psychische Gesundheit von Kindern hat. Gef\u00fchle von Verlust, Schuld, Wut und Unsicherheit k\u00f6nnen zu abweichenden Verhaltensmustern bis hin zu Depressionen oder Delinquenz f\u00fchren. Kinder Inhaftierter k\u00f6nnen deshalb als indirekte Opfer von Kriminalit\u00e4tsfolgen gesehen werden. Die Coping-Studie empfiehlt zur Bearbeitung der Folgen aus einer Trennung von einem inhaftierten Elternteil einen m\u00f6glichst kontinuierlichen Kontakt zwischen Kind und Vater oder Mutter. Diese Forderung korrespondiert mit der Grundrechtecharta der EU sowie mit der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen.<\/p>\n<p>Die Stadtmission bietet nun in ganz Schleswig-Holstein Familien und Kindern von Inhaftierten Hilfe bei a w\u00fcnscht ist. Ein Schwerpunkt des Angebotes wird in der direkten Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen liegen. \u201eWir m\u00f6chten den Kindern der Inhaftierten eine Stimme geben, sie in die Entwicklung unseres Angebotes mit einbinden und somit zielgerichtet die Unterst\u00fctzung leisten, die sie selbst auch ben\u00f6tigen und von uns einfordern\u201c, so Karin Helmer, die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Stadtmission. Hierf\u00fcr werden zwei Mitarbeiterinnen freizeit- und erlebnisp\u00e4dagogische Angebote initiieren, die betroffene Kinder zusammen bringt und ihnen die M\u00f6glichkeit gibt, ihre W\u00fcnsche und Bed\u00fcrfnisse auszudr\u00fccken. Diese flie\u00dfen dann in die Weiterentwicklung des Projektes mit ein.<\/p>\n<p>Betroffene Familien und Kinder k\u00f6nnen sich entweder telefonisch (0431-260 44-757) oder per E-Mail (straffaelligenhilfe@stadtmission-mensch.de) an die Stadtmission wenden und einen ersten Termin mit den Mitarbeiterinnen vereinbaren. Diese suchen die Familien in ganz Schleswig-Holstein auf.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Justizministerin S\u00fctterlin-Waack startet Unterst\u00fctzungsprogramm f\u00fcr Kinder von Inhaftierten \u00b7 KIEL. 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