{"id":258806,"date":"2018-06-06T14:48:50","date_gmt":"2018-06-06T14:48:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/gkv-veg-aok-kritisiert-rueckabwicklung-der-obligatorischen-anschlussversicherung-2\/"},"modified":"2018-06-06T14:48:50","modified_gmt":"2018-06-06T14:48:50","slug":"gkv-veg-aok-kritisiert-rueckabwicklung-der-obligatorischen-anschlussversicherung-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/gkv-veg-aok-kritisiert-rueckabwicklung-der-obligatorischen-anschlussversicherung-2\/","title":{"rendered":"GKV-VEG: AOK kritisiert R\u00fcckabwicklung der obligatorischen Anschlussversicherung"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Der AOK-Bundesverband bekr\u00e4ftigt seine Kritik an  der geplanten R\u00fcckabwicklung der obligatorischen  Anschlussversicherung. Anl\u00e4sslich des Kabinettsbeschlusses zum  Versichertenentlastungsgesetz (GKV-VEG) stellt der  Vorstandsvorsitzende Martin Litsch klar: &#8222;Es muss Schluss sein damit, die Absicherung von hilfsbed\u00fcrftigen Personen zu diskreditieren.<!--more-->&#8220;     Seit Einf\u00fchrung der sogenannten obligatorischen  Anschlussversicherung (oAV) im Jahr 2013 haben die AOKs den Willen  des Gesetzgebers umgesetzt und insbesondere auch hilfsbed\u00fcrftige  Personen versichert. Ziel dieser Regelung war es, den  Versicherungsschutz l\u00fcckenlos f\u00fcr alle Bundesb\u00fcrger zu gew\u00e4hrleisten. Jetzt sollen solche Versichertenverh\u00e4ltnisse r\u00fcckwirkend wieder  aufgel\u00f6st werden, wenn sich die Versicherten nicht bei den  Krankenkassen gemeldet haben. Dazu waren sie gesetzlich aber auch  nicht verpflichtet.     Litsch: &#8222;Es kann nicht sein, dass hilfsbed\u00fcrftige Menschen als  ,Zombies&#8216; und ,Karteileichen&#8216; diffamiert werden. Die Politik sollte  die sozialpolitische Verantwortung der AOKs anerkennen und besser  hinterfragen, warum bei den anderen Kassenarten auff\u00e4llig wenige  dieser vorrangigen obligatorischen Anschlussversicherungen er\u00f6ffnet  worden sind. Es sollte gepr\u00fcft werden, ob hier systematisch gegen  bestehendes Recht versto\u00dfen wurde, indem man diese Versicherten  falsch gekennzeichnet hat.&#8220;     Zudem sei eine Verquickung mit dem Thema Saisonarbeiter  unzul\u00e4ssig, betont Litsch: &#8222;In der AOK-Gemeinschaft wurden f\u00fcr  Saisonarbeiter keine obligatorischen Anschlussversicherungen  er\u00f6ffnet. Dies stellt die AOK schon seit Jahren \u00fcber interne  Regelungen sicher. Falls es hier zu Abweichungen gekommen ist, muss  dies nat\u00fcrlich r\u00fcckwirkend bereinigt werden.&#8220;     Es sei zu begr\u00fc\u00dfen, dass f\u00fcr die Zukunft unpraktikable Regelungen  zur Er\u00f6ffnung von Anschlussversicherungen korrigiert werden sollen.  Damit werde Klarheit geschaffen. Kritisch sei dagegen die geplante  R\u00fcckabwicklung von verwaltungstechnisch abgeschlossenen F\u00e4llen, die  viele Jahre in die Vergangenheit reichen. &#8222;Dies verst\u00f6\u00dft gegen das  gesetzliche R\u00fcckwirkungsverbot. Krankenkassen m\u00fcssen auf geltende  Regelungen vertrauen k\u00f6nnen, denn sonst entsteht Rechtsunsicherheit&#8220;, so Litsch. Man k\u00f6nne nur an den parlamentarischen Gesetzgeber  appellieren, diese Regelung noch einmal zu \u00fcberdenken.     Dagegen sieht es der AOK-Bundesverband positiv, dass die geplante  Abschmelzung der R\u00fccklagen um ein Jahr verschoben wird. &#8222;Das \u00e4ndert  aber nichts an unserer grunds\u00e4tzlichen Ablehnung dieses  Zwangsmechanismus&#8220;, betont Litsch.     Zwar sei die Absichtserkl\u00e4rung zu begr\u00fc\u00dfen, vorher eine Reform des morbidit\u00e4tsorientierten Risikostrukturausgleichs (Morbi-RSA) auf  Basis der dann vorliegenden gutachterlichen Expertise durchzuf\u00fchren.  &#8222;Allerdings geht es an der Sache vorbei, die Morbi-RSA-Reform mit dem R\u00fccklagenabbau zu vermischen. Das eine hat mit dem anderen nichts zu  tun.&#8220;    Pressekontakt: Dr. Kai Behrens Telefon: 030 \/ 34646-2309 Mobil: 01520 \/ 15603042 E-Mail: presse@bv.aok.de  Original-Content von: AOK-Bundesverband, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/8697\/3963382\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Der AOK-Bundesverband bekr\u00e4ftigt seine Kritik an der geplanten R\u00fcckabwicklung der obligatorischen Anschlussversicherung. 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