{"id":258809,"date":"2018-06-06T14:45:54","date_gmt":"2018-06-06T14:45:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/drv-praesident-holzenkamp-gap-plaene-bedeuten-schmerzhafte-einschnitte-foto-2\/"},"modified":"2018-06-06T14:45:54","modified_gmt":"2018-06-06T14:45:54","slug":"drv-praesident-holzenkamp-gap-plaene-bedeuten-schmerzhafte-einschnitte-foto-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/drv-praesident-holzenkamp-gap-plaene-bedeuten-schmerzhafte-einschnitte-foto-2\/","title":{"rendered":"DRV-Pr\u00e4sident Holzenkamp: GAP-Pl\u00e4ne bedeuten schmerzhafte Einschnitte (FOTO)"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full\" src=\"https:\/\/cache.pressmailing.net\/thumbnail\/story_big\/e21d722b-20da-404e-941e-6434bf385996\/image\" \/><\/p>\n<p>Berlin (ots) &#8211;     Franz-Josef Holzenkamp, Pr\u00e4sident des Deutschen  Raiffeisenverbandes (DRV), hat die Kommissionsvorschl\u00e4ge f\u00fcr die  Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europ\u00e4ischen Union  kritisiert: &#8222;Diese Vorschl\u00e4ge bedeuten schmerzhafte Einschnitte in  die Einkommenssituation unserer Mitglieder, insbesondere der als  Mehrfamilienunternehmen t\u00e4tigen Agrargenossenschaften&#8220;, sagte er <!--more--> gegen\u00fcber Journalisten in Berlin.     Eine starke Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) sei von gro\u00dfer Bedeutung und die damit verbundene Stabilit\u00e4t Grundlage f\u00fcr  Investitionsentscheidungen der Agrargenossenschaften. In diesem  Zusammenhang kritisierte er die geplante Kappung bei 100.000 Euro je  Empf\u00e4nger und die bereits ab 60.000 Euro einsetzende deutliche  Degression scharf: &#8222;Beides st\u00f6\u00dft bei uns und vor allem bei unseren  Agrargenossenschaften, die als Mehrfamilienbetriebe wirtschaften, auf komplettes Unverst\u00e4ndnis und Ablehnung.&#8220; Der DRV-Pr\u00e4sident bedauerte  auch die Positionierung des Europ\u00e4ischen Parlaments f\u00fcr eine  verpflichtend auf EU-Ebene festgelegte Degression und Kappung: &#8222;F\u00fcr  mich ist es ein Widerspruch, dass in dieser Frage starre  Gemeinschaftsregeln festgelegt werden sollen, w\u00e4hrend das neue von  der EU-Kommission angestrebte GAP-Modell grunds\u00e4tzlich im Sinne der  Subsidiarit\u00e4t den Mitgliedstaaten mehr Flexibilit\u00e4t einr\u00e4umen soll.&#8220;     &#8222;Stabilit\u00e4t ist besonders in Zeiten von Brexit und zunehmender  Unsicherheiten in der Politik innerhalb und au\u00dferhalb der  Europ\u00e4ischen Union ein hohes Gut&#8220;, so Holzenkamp. Er forderte die  Bundesregierung auf, den Export von Agrarg\u00fctern in Drittl\u00e4nder  st\u00e4rker zu unterst\u00fctzen, damit Genossenschaften ihre wirtschaftlichen Aktivit\u00e4ten breiter aufstellen k\u00f6nnen: &#8222;Wir brauchen eine gemeinsame  Plattform von Bund, L\u00e4ndern und Wirtschaftsbeteiligten, um Prozesse  auf dem Weg zum Handel mit Drittl\u00e4ndern durchl\u00e4ssiger zu machen.&#8220;     Eine besondere Bedrohung des Handels ist die Gefahr eines  Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland. Das h\u00e4tte  einen sofortigen Stopp des Exports von Schweinefleisch und  Schweinefleischprodukten aus Deutschland in Drittl\u00e4nder zur Folge.  Der Verband fordert daher Vereinbarungen mit diesen L\u00e4ndern \u00fcber die  Trennung zwischen Haus- und Wildschweinen im Veterin\u00e4rzertifikat  sowie \u00fcber die Anerkennung der Regionalisierung.     Das vom Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft  geplante Tierwohllabel m\u00fcsse eine breite Wirkung entfalten, betonte  Holzenkamp: &#8222;Das Label darf mit seinen Anforderungen nicht \u00fcber ein  realistisches Ziel hinausschie\u00dfen. Sind die Kriterien zu  anspruchsvoll, kann das so ausgezeichnete Fleisch nur ein  Nischenprodukt sein.&#8220; Und das sei weder im Interesse der Erzeuger  noch in dem der Verbraucher. Die Basis f\u00fcr den freiwilligen Einstieg  m\u00fcssten deshalb die Kriterien der Initiative Tierwohl sein.     Keine Einmischung seitens der Politik fordert der Verband bei der  Ausgestaltung der Lieferbeziehungen in den Molkereigenossenschaften.  Dr. Henning Ehlers, DRV-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer, betonte: &#8222;Solche  Eingriffe wirken negativ auf die genossenschaftsinternen  Willensbildungsprozesse und bedrohen in der Konsequenz auch  erfolgreiche genossenschaftliche Verarbeitungs- und  Vermarktungsstrukturen.&#8220; Die Molkereigenossenschaften h\u00e4tten bereits  viele Schritte gemacht, um die genossenschaftlichen Liefer- und  Eigent\u00fcmerbeziehungen entsprechend den Bed\u00fcrfnissen der Mitglieder  und den Herausforderungen der M\u00e4rkte zu gestalten.     \u00dcber den DRV      Der DRV vertritt die Interessen der genossenschaftlich  orientierten Unternehmen der deutschen Agrar- und  Ern\u00e4hrungswirtschaft. Als wichtiges Glied der Wertsch\u00f6pfungskette  Lebensmittel erzielen die 2.104 DRV-Mitgliedsunternehmen im Handel  und in der Verarbeitung von pflanzlichen und tierischen Erzeugnissen  mit rund 82.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 63,0 Mrd. Euro.  Landwirte, G\u00e4rtner und Winzer sind die Mitglieder und damit  Eigent\u00fcmer der Genossenschaften.    Pressekontakt: Wiebke Schwarze Deutscher Raiffeisenverband e.V. Presse- und \u00d6ffentlichkeitsarbeit Telefon: +49 30 856214-430 Telefax: +49 30 856214-432 E-Mail: schwarze@drv.raiffeisen.de  Original-Content von: Deutscher Raiffeisenverband, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/6949\/3963377\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Franz-Josef Holzenkamp, Pr\u00e4sident des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV), hat die Kommissionsvorschl\u00e4ge f\u00fcr die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik der<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-258809","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/258809","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=258809"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/258809\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=258809"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=258809"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=258809"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}