{"id":258818,"date":"2018-06-06T18:53:20","date_gmt":"2018-06-06T18:53:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/besondere-neuigkeiten\/bka-zahlen-und-fakten-zur-bekaempfung-der-kinderpornografie-klarstellung-durch-das-bundeskriminalamt\/"},"modified":"2018-06-06T18:53:20","modified_gmt":"2018-06-06T18:53:20","slug":"bka-zahlen-und-fakten-zur-bekaempfung-der-kinderpornografie-klarstellung-durch-das-bundeskriminalamt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/bka-zahlen-und-fakten-zur-bekaempfung-der-kinderpornografie-klarstellung-durch-das-bundeskriminalamt\/","title":{"rendered":"BKA: Zahlen und Fakten zur Bek\u00e4mpfung der Kinderpornografie &#8211;\nKlarstellung durch das Bundeskriminalamt"},"content":{"rendered":"<p>Wiesbaden (ots) &#8211; Das Bundeskriminalamt weist bereits seit  geraumer Zeit auf die enorme Bedeutung der Vorratsdatenspeicherung  f\u00fcr die Bek\u00e4mpfung von Kinderpornografie hin. Ohne eine Umsetzung der Vorratsdatenspeicherung bleiben tausende F\u00e4lle von Kinderpornografie  unaufgekl\u00e4rt, unseren Ermittlerinnen und Ermittlern sind die H\u00e4nde  gebunden.<!--more-->     Aufgrund aktueller Nachfragen stellt das BKA klar: Im Jahr 2017  registrierte die deutsche Polizei 6.512 F\u00e4lle von Kinderpornografie.  Die Aufkl\u00e4rungsquote betrug rund 90 Prozent. Diese Daten sind um etwa 8.400 weitere F\u00e4lle zu erg\u00e4nzen, die von einer US-amerikanischen  Organisation \u00fcbermittelt wurden. Eine Aufkl\u00e4rung dieser Sachverhalte  war mangels Umsetzung der Vorratsdatenspeicherung nicht m\u00f6glich. Die  Daten finden bisher keinen Eingang in die Polizeiliche  Kriminalstatistik (PKS), weil sie zwar deutschen IP-Adressen, nicht  aber einer konkreten Person in einem Bundesland zuzuordnen sind.  Gleichwohl m\u00fcssen f\u00fcr eine Einsch\u00e4tzung der Lage beide Zahlen  zusammengefasst werden. Im Ergebnis erlangte die deutsche Polizei im  Jahr 2017 Kenntnis von rund 14.900 F\u00e4llen. Die Aufkl\u00e4rungsquote  reduziert sich somit von knapp 90 auf rund 40 Prozent.     Die Fakten     Die meisten Hinweise zu Dateien mit kinderpornografischen Inhalten erh\u00e4lt das BKA aktuell von der US-amerikanischen  Nichtregierungsorganisation National Centre for Missing and Exploited Children (NCMEC). Diese arbeitet wiederum mit amerikanischen  Internetanbietern und Serviceprovidern wie Facebook, Microsoft, Yahoo oder Google zusammen, die ihre Datenbest\u00e4nde und die \u00fcber ihre  Dienste verbreiteten Daten mittels modernster Filtertechnologien  permanent nach Missbrauchsabbildungen scannen. Die festgestellten  Dateien werden gel\u00f6scht und die verf\u00fcgbaren Informationen dem NCMEC  \u00fcbermittelt. Das NCMEC leitet diese Verdachtsanzeigen auf Basis der  IP-Adresse (Adresse, von der aus der Upload des strafrechtlich  relevanten Materials stattgefunden hat) an die jeweils zust\u00e4ndige  polizeiliche Zentralstelle des Landes weiter, in dem die Straftat  stattgefunden hat. \u00dcber 35.000 Hinweise auf m\u00f6gliche strafbare  Handlungen in Deutschland gingen so im Jahr 2017 im BKA ein. Als  Zentralstelle ist das Bundeskriminalamt f\u00fcr die Auswertung und die  Weiterleitung der Erkenntnisse an die zust\u00e4ndigen  Strafverfolgungsbeh\u00f6rden der Bundesl\u00e4nder zust\u00e4ndig.     Die Herausforderungen     In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Hinweise auf  Missbrauchsabbildungen im Internet kontinuierlich gestiegen. Die Zahl der F\u00e4lle, die Eingang in die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS)  fanden, blieb jedoch ann\u00e4hernd gleich, im Vorjahr lag sie bei 6.512  F\u00e4llen und einer Aufkl\u00e4rungsquote von knapp 90 Prozent, ein auf den  ersten Blick sehr guter Erfolg. Dieser war insbesondere m\u00f6glich, weil bei einer Vielzahl der aufgekl\u00e4rten F\u00e4lle die Inhaber der ermittelten IP-Adresse noch festgestellt werden konnten. So erkl\u00e4rt sich die hohe Aufkl\u00e4rungsquote der in der PKS registrierten F\u00e4lle und zeigt die  Notwendigkeit der Vorratsdatenspeicherung. Dennoch bildet die PKS nur einen sehr kleinen Teil der tats\u00e4chlichen Straftaten ab. Dies erkennt man daran, dass die Zahl der erfassten F\u00e4lle sehr viel geringer ist,  als die Zahl der Hinweise (rund 35.000).     Die im Vergleich zu den eingehenden Hinweisen geringe Anzahl an  registrierten F\u00e4llen ist einerseits darin begr\u00fcndet, dass nicht jedes gemeldete Foto oder Video tats\u00e4chlich strafbare Handlungen enthielt.  Andererseits konnte in vielen F\u00e4llen die vom Provider mitgelieferte  IP-Adresse mangels Vorratsdatenspeicherung keinem konkreten Anschluss in Deutschland mehr zugeordnet werden, da der Provider die zur  Identifizierung notwendigen Daten bereits gel\u00f6scht hatte. Diese F\u00e4lle fanden keinen Eingang in die PKS, weil sie eine Zuordnung zu einem  bestimmten Bundesland voraussetzt. 2016 und 2017 betraf dies jeweils  rund 8.400 F\u00e4lle. Andere Ermittlungsans\u00e4tze (etwa Email-Adressen oder Telefonnummern) waren in diesen F\u00e4llen nicht mehr vorhanden, die  Ermittlungen mussten eingestellt werden. Die 8.400 in Deutschland  nachweislich begangenen, aber wegen fehlender Vorratsdatenspeicherung nicht aufgekl\u00e4rten F\u00e4lle bezieht das BKA f\u00fcr ein klares Bild \u00fcber die tats\u00e4chlich begangenen Straftaten mit ein. Zusammen mit den 6.512 in  der PKS registrierten F\u00e4llen vom Jahr 2017 ergibt sich eine Zahl von  \u00fcber 14.900 F\u00e4llen von Kinderpornografie. So reduziert sich die  Aufkl\u00e4rungsquote von knapp 90 auf rund 40 Prozent.     <\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/blaulicht\/pm\/7\/3963573\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wiesbaden (ots) &#8211; Das Bundeskriminalamt weist bereits seit geraumer Zeit auf die enorme Bedeutung der Vorratsdatenspeicherung f\u00fcr die Bek\u00e4mpfung von<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"class_list":["post-258818","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-besondere-neuigkeiten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/258818","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=258818"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/258818\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=258818"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=258818"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=258818"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}