{"id":259562,"date":"2018-06-17T13:24:42","date_gmt":"2018-06-17T13:24:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/jahrestagung-des-bundesverbandes-der-deutschen-kalkindustrie-e-v-bvk-am-15-juni-2018-in-lindau-foto\/"},"modified":"2018-06-17T13:24:42","modified_gmt":"2018-06-17T13:24:42","slug":"jahrestagung-des-bundesverbandes-der-deutschen-kalkindustrie-e-v-bvk-am-15-juni-2018-in-lindau-foto","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/jahrestagung-des-bundesverbandes-der-deutschen-kalkindustrie-e-v-bvk-am-15-juni-2018-in-lindau-foto\/","title":{"rendered":"Jahrestagung des Bundesverbandes der Deutschen Kalkindustrie e.V. (BVK) am 15. Juni 2018 in Lindau (FOTO)"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full\" src=\"https:\/\/cache.pressmailing.net\/thumbnail\/story_big\/cdf8a089-6b56-4401-8a79-9b3f167743b0\/image\" \/><\/p>\n<p>Lindau (ots) &#8211;     Auf der Jahrestagung des Verbandes analysiert der BVK-Vorsitzende  Dr. Kai Schaefer die aktuelle politische und wirtschaftliche  Entwicklung. Dabei spricht er die zentralen Themen der kommenden  Jahre an: Rohstoffsicherung und Reduktion der CO2-Emissionen bis  2050. Schlie\u00dflich stellt er die aktuellen Zahlen der Deutschen  Kalkindustrie vor.<!--more--> BVK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Martin Ogilvie vermittelt einen \u00dcberblick \u00fcber die Arbeit, die Kernthemen und das Netzwerk des  Verbandes. Dr. Burkhard Naffin, stellvertretender BVK-Vorsitzender,  gibt die Gewinner des diesj\u00e4hrigen Arbeitssicherheitswettbewerbs  bekannt.     Die Mitgliederversammlung als Branchentreffen der deutschen,  \u00f6sterreichischen und schweizerischen Kalkindustrie findet dieses Jahr in Lindau statt.     Der Verbandsvorsitzende Dr. Kai Schaefer, Mitglied der  Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der SCHAEFER KALK GmbH &amp; Co KG, Diez, wirft einen  Blick auf die Koalitionsvereinbarung. Die deutsche Kalkindustrie  begr\u00fc\u00dft ausdr\u00fccklich die Fortf\u00fchrung des B\u00fcndnisses &#8222;Zukunft der  Industrie&#8220; und der entsprechenden Branchendialoge, die Festschreibung eines Fachkr\u00e4fteeinwanderungsgesetzes und einer Fachkr\u00e4fteinitiative  und insbesondere die Verankerung einer langfristigen Investitions-  und Planungssicherheit f\u00fcr die heimische Rohstofff\u00f6rderung im  Koalitionsvertrag.     Sie bef\u00fcrwortet weiterhin das Bekenntnis der Koalition zur  Gew\u00e4hrleistung der Wettbewerbsf\u00e4higkeit &#8211; insbesondere der  energieintensiven Industrien und integrierter Wertsch\u00f6pfungsketten &#8211;  sowie die Zusage eines umfassenden Carbon-Leakage-Schutzes.     &#8222;Dass das EU ETS als klimapolitisches Leitinstrument gest\u00e4rkt  werden soll, entspricht auch unserer Forderung, die wir gemeinsam im  B\u00fcndnis der Energieintensiven Industrien immer wieder an die Politik  getragen haben&#8220;, so Dr. Schaefer. Versteckte Risiken f\u00fcr die deutsche Kalkindustrie sieht Schaefer in unterschiedlichen Ma\u00dfnahmen zur  Umsetzung des Klimaschutzplans 2050 durch ein Klimaschutzgesetz.     Auch europa- und weltpolitisch gebe es unw\u00e4gbare Risiken, die mit  erheblichen wirtschaftlichen Gefahren verbunden seien: insbesondere  der drohende finanzielle Kollaps Italiens, der Brexit, die Politik  Russlands, die auch Unsicherheiten in Energiefragen schaffe, sowie  die Politik des amerikanischen Pr\u00e4sidenten gegen offene M\u00e4rkte und  freien Handel.     Der BVK-Vorsitzende stellt fest, dass der Kalkmarkt 2017 stabil  gewesen sei. Wenn man aber das Wirtschaftswachstum in Deutschland von 2,2 % daneben stelle, so m\u00fcsse man feststellen, dass sich ein Trend  der vergangenen Jahre verstetigt habe. &#8222;Wir profitieren nicht mehr  1:1 von der wirtschaftlichen Gesamtentwicklung&#8220;, so Schaefer.     Anschlie\u00dfend stellt er die aktuellen Zahlen der Kalkindustrie vor. Bei den ungebrannten Produkten repr\u00e4sentiert der BVK ca. 15% der  deutschen Kalkindustrie, bei den gebrannten Erzeugnissen nahezu 100%.     Der Marktabsatz bei den ungebrannten Kalkprodukten betrug im Jahr  2017 ca. 18,3 Mio.t und ist gegen\u00fcber dem Vorjahr um 1,2%  angestiegen.     Hauptabnehmer von ungebrannten Produkten der Mitglieder des BVK  ist das Baugewerbe. In dieses Verbrauchssegment konnten 2017 ca. 7,1  Mio.t  geliefert werden. Das Ergebnis des Jahres 2017 ist damit  signifikant besser (+3,7%) als noch im Jahr davor.     Unver\u00e4ndert sind die Lieferungen von ungebrannten Produkten f\u00fcr  Umweltschutzanwendungen. Dieses Verbrauchssegment hat sich stabil um  ca. 2,1 Mio.t entwickelt.     Die Lieferungen von ungebrannten Produkten f\u00fcr industrielle  Anwendungen sind gegen\u00fcber 2016 leicht im Minus (-1,2%). Die  Lieferungen an die Eisen- und Stahlindustrie erreichten \u00fcber 3 Mio.t.     Die Verk\u00e4ufe von gebrannten Produkten im Jahr 2017 sind nahezu  konstant geblieben. Insgesamt haben die Mitglieder des BVK ca. 6,3  Mio.t gebrannte Produkte verkaufen k\u00f6nnen. Das entspricht einem  leichten Zuwachs um 0,1%.     Bei dem Hauptabnehmer der Kalkprodukte, der Eisen- und  Stahlindustrie, ist ein leichter Zuwachs um 0,7% auf nunmehr mehr als 2,2 Mio.t zu berichten. Der Industrieabsatz insgesamt hat sich  gegen\u00fcber dem Vorjahr ebenfalls leicht verbessert (+1,1%).     Die Lieferungen f\u00fcr Umweltschutzanwendungen sind weiter deutlich  r\u00fcckl\u00e4ufig. Insgesamt konnten f\u00fcr dieses Verbrauchssegment nur noch  ca. 1,2 Mio.t verkauft werden. Das entspricht einem R\u00fcckgang um fast  5%. Alleine f\u00fcr die Luftreinhaltung konnten nur noch 770 Tsd.t  geliefert werden. Das entspricht einer Einbu\u00dfe um 8,4%. Zunehmend  spielt der R\u00fcckgang bei der Braunkohleverstromung hier eine  entscheidende Rolle.     Zufrieden kann die deutsche Kalkindustrie dagegen mit den  Lieferungen an die Baustoffindustrie sein. Insgesamt konnte ein Plus  von fast 3% erreicht werden. Das entspricht einer Liefermenge von  mehr 900 Tsd.t, wobei der Hauptteil dieser Lieferungen zur  Herstellung von Wandbaustoffen ben\u00f6tigt wird.     \u00dcberproportional positiv entwickelt haben sich die Lieferungen von gebrannten Kalkprodukten zum Einsatz im Stra\u00dfen- und Wegebau. In  diesem Verwendungsbereich konnten 381 Tsd.t eingesetzt werden &#8211;  entsprechend einem Plus von fast 9%.     Schaefer betont die grundlegende Bedeutung mineralischer Rohstoffe f\u00fcr die industrielle Wertsch\u00f6pfung und den Erhalt des Wohlstandes.  Auch die Energiewende &#8211; getragen von einer breiten Mehrheit der  Bev\u00f6lkerung &#8211; sei ohne mineralische Rohstoffe aus Deutschland nicht  umsetzbar.     Sand und Kies seien bereits knapp, der Bedarf sei aktuell gr\u00f6\u00dfer  als der genehmigte Abbau. &#8222;Um es ganz deutlich zu sagen, wir haben in Deutschland keinen Mangel an mineralischen Rohstoffvorkommen. Wir  haben nur einen Mangel an genehmigten Abbaufl\u00e4chen. Planungs-,  Umwelt- und Naturschutzrecht wird immer komplexer und erfordert  langwierige und aufwendige Genehmigungsverfahren. Leider m\u00fcssen wir  zudem feststellen, dass sich manche Naturschutzverb\u00e4nde und lokale  B\u00fcrgerinitiativen vor Ort nur noch f\u00fcr Ihre Einzelinteressen stark  machen&#8220;, gibt der BVK-Vorsitzende zu bedenken.     Ein weiteres zentrales Thema werde zus\u00e4tzliche Anstrengungen  erfordern, die Reduzierung von CO2-Emissionen. Die Branche m\u00fcsse  verst\u00e4rkt an eigenen Initiativen und l\u00f6sungsorientierten Ans\u00e4tzen  arbeiten.     Der Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Bundesverbandes Martin Ogilvie legt  der Mitgliederversammlung den Gesch\u00e4ftsbericht 2017\/2018 vor und  erl\u00e4utert die im vergangenen Gesch\u00e4ftsjahr geleistete Arbeit sowie  die aktuellen Kernarbeitsfelder. Insbesondere geht er auf die  Vernetzung des Verbandes ein. So entstand im Netzwerk mit dem BDI die Studie &#8222;Klimapfade f\u00fcr Deutschland&#8220;. Die Studie berechnet in drei  Szenarien m\u00f6gliche Wege zur Erreichung der Klimaziele der  Bundesregierung &#8211; 80% bzw. 95% CO2-Minderung 2050 gegen\u00fcber 1990 und  veranschaulicht die damit einhergehenden Ma\u00dfnahmen und Kosten.     Weiterhin stellt Ogilvie die Biodiversit\u00e4tsdatenbank der  Steine-Erden-Industrie vor, die zum Ziel hat, einen bundesweiten  \u00dcberblick \u00fcber die Biodiversit\u00e4t in den Abbaust\u00e4tten zu gewinnen.     Schlie\u00dflich geht er auf die vorwettbewerbliche  Gemeinschaftsforschung ein, die als wichtiger Innovationstreiber  fungiere und stellt das laufende Projekt der CO2-W\u00e4sche mit  Kalksteinmehl am Kraftwerk Wilhelmshafen vor.     Der stellvertretende Vorsitzende des Bundesverbandes der Deutschen Kalkindustrie, Dr. Burkhard Naffin, \u00fcbernimmt die Ehrung der Gewinner des diesj\u00e4hrigen Arbeitssicherheitswettbewerbs der Branche. Der  mittlerweile seit mehr als 30 Jahren durchgef\u00fchrte Wettbewerb des BVK hat eine \u00fcberaus wichtige Funktion: Er soll die Unternehmen  motivieren, bestm\u00f6glich sichere Arbeitspl\u00e4tze zur Verf\u00fcgung zu  stellen und er soll die Mitarbeiter zu sicherheitsbewusstem Verhalten am Arbeitsplatz anhalten.     Die Goldurkunde in diesem Jahr geht an den Vorjahressieger, das  Werk Flandersbach der Lhoist-Gruppe.     Die n\u00e4chste Jahreshauptversammlung wird vom 13.-14. Juni 2019 in  Leipzig stattfinden.    Pressekontakt: Haben Sie Fragen? Wir stehen gerne zur Verf\u00fcgung: Martin Ogilvie &#8211; Telefon 0221\/934674-12 &#8211; eMail:  martin.ogilvie@kalk.de  Original-Content von: Bundesverband der deutschen Kalkindustrie e.V., \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/50389\/3972946\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lindau (ots) &#8211; Auf der Jahrestagung des Verbandes analysiert der BVK-Vorsitzende Dr. Kai Schaefer die aktuelle politische und wirtschaftliche Entwicklung.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-259562","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/259562","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=259562"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/259562\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=259562"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=259562"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=259562"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}