{"id":260435,"date":"2018-07-04T13:01:22","date_gmt":"2018-07-04T13:01:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/das-bueroflaechenangebot-sinkt-weiter-auf-breiter-front-anhaltend-hohe-nachfrage-2\/"},"modified":"2018-07-04T13:01:22","modified_gmt":"2018-07-04T13:01:22","slug":"das-bueroflaechenangebot-sinkt-weiter-auf-breiter-front-anhaltend-hohe-nachfrage-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/das-bueroflaechenangebot-sinkt-weiter-auf-breiter-front-anhaltend-hohe-nachfrage-2\/","title":{"rendered":"Das B\u00fcrofl\u00e4chenangebot sinkt weiter auf breiter Front &#8211; Anhaltend hohe Nachfrage"},"content":{"rendered":"<p>Frankfurt (ots) &#8211; Historisches Debakel bei der Fu\u00dfball-WM,  ausufernder Handelsstreit, immense Uneinigkeiten innerhalb der  Regierungskoalition und innerhalb der EU. Diese Schlagzeilen  bestimmten das Ende des zweiten Quartals des Jahres 2018. Ein Jahr,  das zu Beginn noch vor \u00f6konomischer Kraft strotzte und mit positiven  Wachstumsraten aufwartete. Das hat sich ge\u00e4ndert.<!--more--> Nicht nur die  aktuelle Lage wird von den Unternehmen im j\u00fcngsten ifo-Index und im  ZEW-Index, der auf den niedrigsten Stand seit November 2012 gefallen  ist, schlechter beurteilt, auch die Wirtschaftsforschungsinstitute  haben ihre konjunkturellen Erwartungen f\u00fcr Deutschland im laufenden  Jahr zum Teil deutlich nach unten korrigiert. Das BIP soll laut  Consensus Economics um 2,1% wachsen (nach 2,4% im letzten Quartal)  und f\u00fcr 2019 sieht das Institut ein Wachstum von unter 2%. Den  signifikantesten Einfluss auf das reduzierte Wachstum hat die  r\u00fcckl\u00e4ufige Exportt\u00e4tigkeit. Da ein Ende des Handelskonfliktes mit  den USA aktuell nicht abzusehen ist, werden die Verunsicherung der  Unternehmen und die Marktturbulenzen st\u00e4ndige Begleiter im weiteren  Jahresverlauf sein. Positive Signale werden dessen ungeachtet nach  wie vor vom Arbeitsmarkt gesendet. Die Arbeitslosenquote ist im Mai  weiter auf 5,2% gesunken. An der sich weiter \u00f6ffnenden Schere  zwischen Arbeitskr\u00e4ftebedarf und Fachkr\u00e4fteangebot hat sich  grunds\u00e4tzlich nichts ge\u00e4ndert. Die prinzipiell erfreuliche Situation  auf dem Arbeitsmarkt st\u00e4rkt den privaten Konsum, der immer mehr zur  tragenden S\u00e4ule der deutschen Konjunktur wird. Daran \u00e4ndern auch die  nach dem Ausscheiden bei der WM nun zu erwartenden Umsatzeinbu\u00dfen in  der Gastronomie nichts.     Umsatzvolumen wieder deutlich stabilisiert &#8211; flexible  B\u00fcrofl\u00e4chenbetreiber expandieren weiter     &#8222;Die von uns zum Ende des ersten Quartals thematisierte Frage nach &#8218;Trendwende oder Zwangspause?&#8216; beim Vermietungsvolumen l\u00e4sst sich  drei Monate sp\u00e4ter mit &#8218;Zwangspause&#8216; beantworten. Der Umsatz in den  sieben B\u00fcro-Hochburgen hat sich wieder deutlich stabilisiert und  liegt mit 1,83 Mio. m\u00b2 auf einem nahezu identischen Niveau mit dem  Vorjahr&#8220;, so Timo Tschammler, CEO JLL Germany. Tschammler weiter:  &#8222;Die fundamentalen Arbeitsmarktdaten sind nach wie vor intakt und  ungeachtet der politischen Turbulenzen und der konjunkturellen  Volatilit\u00e4ten suchen die Unternehmen nach wie vor h\u00e4nderingend nach  Fachpersonal. Diese Suche ist nicht immer von Erfolg gekr\u00f6nt. So  bleiben manche Expansionspl\u00e4ne in der Schublade und in der Folge wird ein m\u00f6glicher Umzug aufgeschoben. Und selbst wenn ein Umzug anvisiert und geplant ist, l\u00e4sst sich dieser angesichts des weiter  voranschreitenden Mangels an geeigneten B\u00fcrofl\u00e4chen nicht immer  realisieren. Beides sind Gr\u00fcnde daf\u00fcr, warum wir die aktuelle Lage  weiterhin als Zwangspause charakterisieren.&#8220;     Umsatzspitzenreiter zum Halbjahr 2018 ist wieder M\u00fcnchen mit rund  468.000 m\u00b2 vermieteter Fl\u00e4che und einem Plus von 12 % gegen\u00fcber dem  Vergleichswert aus 2017, gefolgt von Berlin mit 391.000 m\u00b2. In der  Hauptstadt macht sich die Knappheit besonders bemerkbar. Der Mangel  an Fl\u00e4chen sorgte f\u00fcr einen R\u00fcckgang des Umsatzes von mehr als 8 % im Einjahresvergleich. Die st\u00e4rksten Einbu\u00dfen musste allerdings Hamburg  mit fast 23 % hinnehmen, das dickste Plus notiert zur Jahresmitte in  K\u00f6ln mit einem Sprung von 35 % auf fast 124.000 m\u00b2.     Am Ergebnis der Nettoabsorption, die in den Monaten April bis Ende Juni gegen\u00fcber dem Vorquartal deutlich zugelegt hat und summiert f\u00fcr  das Halbjahr ein Volumen von 232.000 m\u00b2 ausweist, wird deutlich, dass sich an der grunds\u00e4tzlichen Expansionsfreude vieler Unternehmen  nichts ge\u00e4ndert hat: &#8222;Wenn sie umziehen, werden h\u00e4ufig gr\u00f6\u00dfere  Fl\u00e4chen als vorher angemietet&#8220;, so Tschammler.     &#8222;Ein weiterer relevanter Aspekt des aktuellen Vermietungsmarktes  ist die anhaltend sehr expansive Nachfrage von Flexible Office  Space-Betreibern speziell in den sieben Hochburgen. Dabei beobachten  wir, dass der Expansionsdrang der Betreiber immer mehr auch auf  offene Ohren bei den Eigent\u00fcmern von B\u00fcrofl\u00e4chen st\u00f6\u00dft. Damit stehen  diese neuen flexiblen Arbeitsplatz-Modelle im Wettbewerb zu den  &#8222;normalen&#8220; anzumietenden Fl\u00e4chen und Nutzer sehen sich insbesondere  angesichts der aktuellen Fl\u00e4chenknappheit vor der Frage, welches  Konzept ihnen welche M\u00f6glichkeiten und Vorteile er\u00f6ffnet&#8220;, betont  Helge Scheunemann, Head of Research JLL Germany. In den Big  7-Standorten gibt es zum Halbjahr rund 430 er\u00f6ffnete und fast 60  geplante Flexible Office Space-Standorte von insgesamt fast 240  Betreibern. Nach Er\u00f6ffnung aller Standorte werden dann nahezu 77.000  Arbeitspl\u00e4tze auf 764.000 m\u00b2 B\u00fcrofl\u00e4che zur Verf\u00fcgung stehen. Im  laufenden Jahr d\u00fcrfte das Volumen des Vorjahres mit einer  Gesamtfl\u00e4che von 120.000 m\u00b2 deutlich \u00fcbertroffen werden. Damit steigt auch der Anteil am gesamten Umsatzvolumen. Nachdem 2017 rund 250.000  m\u00b2 an Flexible Office Space-Betreiber vermietet wurden, bewegt sich  der Umsatz es in den ersten sechs Monaten 2018 bereits bei knapp  116.000 m\u00b2. Das entspricht einem Anteil am gesamten Umsatzvolumen in  den Big 7 von ca. 6 %. Besonders stark agieren die Betreiber aktuell  in Frankfurt und M\u00fcnchen. Allein auf diese beiden Hochburgen  entfallen fast 70.000 m\u00b2 des Umsatzvolumens. Die gr\u00f6\u00dften Abschl\u00fcsse  in diesem Segment wurden durch Design Offices mit 14.000 m\u00b2 in  M\u00fcnchen und weiteren 8.600 m\u00b2 in Hamburg sowie durch WeWork ebenfalls in M\u00fcnchen mit 11.600 m\u00b2 registriert.     &#8222;F\u00fcr das zweite Halbjahr rechnen wir mit einer Fortsetzung des  florierenden B\u00fcrofl\u00e4chenmarktes bei einer anhaltend hohen Nachfrage  und einer hohen potenziellen Umzugsbereitschaft der Unternehmen sowie einer sich weiter prek\u00e4r versch\u00e4rfenden Angebotsseite. Unsere  Umsatzprognose f\u00fcr das Gesamtjahr haben wir leicht auf knapp 3,9 Mio. m\u00b2 erh\u00f6ht, das Volumen des Vorjahres wird aber aller Voraussicht nach nicht erreicht werden&#8220;, so Timo Tschammler.     Dynamik beim Leerstandsabbau h\u00e4lt unvermindert an     Die \u00fcber die Big 7 kumulierte Leerstandsquote reduzierte sich  erneut innerhalb der letzten drei Monate um 20 Basispunkte auf nun  4,3 %. &#8222;Wenn dieses Tempo so aufrecht erhalten bleibt, w\u00e4re der  komplette Leerstand in den sieben Hochburgen in rund f\u00fcnf Jahren  verschwunden. Das ist sicher unrealistisch. Aber wenn man bedenkt,  wie lange Neubauprojekte von der Planung bis zur Realisierung  ben\u00f6tigen, wird schon deutlich, dass wir es nach wie vor mit einem  signifikanten Mangel an guten Fl\u00e4chen zu tun haben. Das kurzfristig  zur Verf\u00fcgung stehende Angebot an B\u00fcrofl\u00e4che ist mit Leerstandsquoten von \u00fcber 7 % nur noch in D\u00fcsseldorf und in Frankfurt als ausreichend  zu beschreiben. In allen anderen Hochburgen liegen die  Leerstandsquoten zwischen 4,6 % in Hamburg und 2,3 % in Stuttgart&#8220;,  so Scheunemann. Eine Trendwende w\u00e4re nur bei einem Anstieg von  Neubaufl\u00e4chen realistisch. Dies sei allerdings nicht der Fall, denn  die vollen Auftragsb\u00fccher der Bauunternehmen lassen kaum Spielraum  f\u00fcr neue Auftr\u00e4ge. &#8222;Damit schiebt sich eine Investitionswelle  zeitlich immer weiter, verbunden mit einer gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen  Ungewissheit, wann geplante Projekte tats\u00e4chlich auch in Bau gehen  k\u00f6nnen&#8220;, so Tschammler. Scheunemann erg\u00e4nzt: &#8222;Bis Ende des Jahres  erwarten wir ein weiteres Absinken der Leerstandsquote auf 4,2 %. F\u00fcr Nutzer, die umziehen oder expandieren m\u00f6chten, schr\u00e4nkt sich die  Auswahl an Bestandsfl\u00e4chen insofern weiter ein. F\u00fcr sie bleibt der  Abschluss in einer Projektentwicklung oder sie weichen zumindest  tempor\u00e4r in eine Coworking- oder Business Center-Fl\u00e4che aus.&#8220;     Neubauvolumen 2018 mit 1 Mio. m\u00b2 nur 5% \u00fcber F\u00fcnfjahresschnitt     Im ersten Halbjahr 2018 wurden aggregiert \u00fcber alle sieben  Hochburgen hinweg knapp 329.000 m\u00b2 B\u00fcrofl\u00e4che fertiggestellt. Das  sind fast 20 % weniger als noch vor einem Jahr. Lediglich in zwei  St\u00e4dten nahmen die Neubauten zu: in D\u00fcsseldorf um fast 18 %, in  M\u00fcnchen um fast 57 %. Gerade am Beispiel der bayerischen  Immobilienhochburg wird deutlich, dass der starke relative Anstieg  t\u00e4uscht und das Missverh\u00e4ltnis von Angebot und Nachfrage weiterhin  vorhanden ist. Letztendlich kamen nur 63.500 m\u00b2 Neubaufl\u00e4chen auf den Markt, das Leerstandsvolumen sank aber im gleichen Zeitraum um 11 %.      Im zweiten Halbjahr 2018 d\u00fcrften in den Big 7 weitere rund 674.000 m\u00b2 Neubaufl\u00e4che hinzukommen. Das w\u00fcrde das Jahresvolumen im Vergleich zu den bisherigen Erwartungen noch einmal leicht reduzieren auf dann  knapp \u00fcber eine Million Quadratmeter. &#8222;Insgesamt also viel zu wenig,  zumal von den im Bau befindlichen Fl\u00e4chen mit Fertigstellung 2018  rund 38 % allein auf M\u00fcnchen entfallen&#8220;, so Helge Scheunemann. Noch  entscheidender f\u00fcr die Gesamtbeurteilung sei die Tatsache, dass nur  141.000 m\u00b2 (21 %) noch frei zur Verf\u00fcgung stehen.      &#8222;Die zeitlichen Verschiebungen von Projekten haben den Effekt,  dass aus derzeitiger Sicht die Fertigstellungszahlen im n\u00e4chsten Jahr deutlich nach oben gehen sollten. Aktuell stehen f\u00fcr 2019 mehr als  1,9 Mio. m\u00b2 in der Pipeline. Das w\u00e4re das gr\u00f6\u00dfte Volumen der  vergangenen 10 Jahre. Ob diese Fl\u00e4chen im n\u00e4chsten Jahr tats\u00e4chlich  realisiert werden, bleibt abzuwarten und h\u00e4ngt nicht zuletzt auch von den Ressourcen und Kapazit\u00e4ten der Bauunternehmen ab&#8220;, betont Timo  Tschammler.     Mietpreisanstieg gewinnt an Breite     Das Missverh\u00e4ltnis aus Angebot und Nachfrage ist der ideale  N\u00e4hrboden f\u00fcr weiteres Mietpreiswachstum in nahezu allen  B\u00fcro-Hochburgen. Am st\u00e4rksten f\u00e4llt das Wachstum in den beiden  St\u00e4dten mit den geringsten Leerst\u00e4nden aus: Berlin liegt mit fast 13  % Plus bei der Spitzenmiete im 12-Monatsvergleich vor Stuttgart mit  fast 7 %.     Der JLL-Spitzenmietpreisindex f\u00fcr die Big 7 hat Ende Juni 2018  197,9 Punkte erreicht und damit den h\u00f6chsten Wert seit dem dritten  Quartal 2001. Im Einjahresvergleich ergibt sich damit ein Plus von  4,4 %. Bis Ende des Jahres rechnen wir mit einem weiteren Anstieg im  Index auf dann 201,7 Punkte, entsprechend einem Plus auf Jahressicht  von 3,7 %. &#8222;Neben den Top-Lagen entfaltet sich auch in weiteren  Teilm\u00e4rkten innerhalb der Hochburgen eine entsprechende Nachfrage,  die zu Mietpreissteigerungen f\u00fchrt. Teilweise weichen B\u00fcronutzer  aufgrund der in den Innenst\u00e4dten und CBDs gestiegenen Mietpreise auf  periphere Lagen aus, zumal dort auch die Verf\u00fcgbarkeit von Fl\u00e4chen  gr\u00f6\u00dfer ist. F\u00fcr die B\u00fcrom\u00e4rkte ist eine breiter angelegte  Nachfrageverteilung zweifellos f\u00f6rderlich, auch wenn eine derartige  Ausweichbewegung nicht f\u00fcr alle Nutzergruppen gleicherma\u00dfen in Frage  kommt&#8220;, betont Tschammler.    Pressekontakt: Dorothea Koch, Tel. 069 2003 1007, dorothea.koch@eu.jll.com  Original-Content von: Jones Lang LaSalle SE (JLL), \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/62984\/3988595\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frankfurt (ots) &#8211; Historisches Debakel bei der Fu\u00dfball-WM, ausufernder Handelsstreit, immense Uneinigkeiten innerhalb der Regierungskoalition und innerhalb der EU. 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