{"id":261236,"date":"2018-07-16T17:01:00","date_gmt":"2018-07-16T17:01:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/exklusiv-ard-kontraste-gestohlene-krebsmedikamente-aus-griechenland-widerspruechliche-aussagen-des-brandenburger-gesundheitsministeriums-cdu-gesundheitspolitiker-nowka-fordert-aufklaerung\/"},"modified":"2018-07-16T17:01:00","modified_gmt":"2018-07-16T17:01:00","slug":"exklusiv-ard-kontraste-gestohlene-krebsmedikamente-aus-griechenland-widerspruechliche-aussagen-des-brandenburger-gesundheitsministeriums-cdu-gesundheitspolitiker-nowka-fordert-aufklaerung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/exklusiv-ard-kontraste-gestohlene-krebsmedikamente-aus-griechenland-widerspruechliche-aussagen-des-brandenburger-gesundheitsministeriums-cdu-gesundheitspolitiker-nowka-fordert-aufklaerung\/","title":{"rendered":"exklusiv: ARD-Kontraste: Gestohlene Krebsmedikamente aus Griechenland &#8211; Widerspr\u00fcchliche Aussagen des Brandenburger Gesundheitsministeriums \/ CDU-Gesundheitspolitiker Nowka fordert Aufkl\u00e4rung"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Nach der Kontraste-Berichterstattung \u00fcber in  Griechenland gestohlene und in Deutschland in den Handel gebrachte  Krebsmedikamente verwickelt sich das f\u00fcr die Arzneimittelaufsicht  zust\u00e4ndige Gesundheitsministerium in Brandenburg in Widerspr\u00fcche.<!--more--> Das Ministerium hatte erkl\u00e4rt, erst durch die Anfrage des  ARD-Politikmagazins Kontraste in der vergangenen Woche erfahren zu  haben, dass es sich um gestohlene Medikamente handelt. Es h\u00e4tten  vorher keine Hinweise vorgelegen, &#8222;&#8230;dass mit Arzneimitteln, die  Gegenstand von Straftaten geworden sind oder die in ihrer Qualit\u00e4t  beeintr\u00e4chtigt sind, gehandelt wurde&#8220;, so das Ministerium. Kontraste  liegt jedoch ein E-Mail-Verkehr zwischen der griechischen  Arzneimittelbeh\u00f6rde EOF und dem Brandenburger Landesamt f\u00fcr  Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) vor. Daraus  ergibt sich, dass die griechische Beh\u00f6rde bereits am 27. M\u00e4rz 2017  darauf hingewiesen hatte, dass die fraglichen Medikamente nur f\u00fcr den Krankenhausgebrauch vorgesehen waren und nicht in Umlauf h\u00e4tten  gebracht werden d\u00fcrfen. &#8222;Es ist ein Indikator, dass diese Produkte  illegal aus dem Krankenhaus entnommen worden sind&#8220;, schrieb die  griechische Beh\u00f6rde an das LAVG.      Zudem hatte die zust\u00e4ndige Staatsanwaltschaft in Potsdam die Firma Lunapharm, \u00fcber die die Medikamente gehandelt worden waren, bereits  im November 2017 im Rahmen von Ermittlungen wegen Hehlerei und  Verst\u00f6\u00dfen gegen das Arzneimittelgesetz durchsucht. Kontraste hatte am vergangenen Donnerstag berichtet, dass in Griechenland von 2013 bis  Anfang 2017 teure Krebsmedikamente aus Krankenhausapotheken gestohlen und durch ein international t\u00e4tiges kriminelles Netzwerk illegal nach Deutschland exportiert wurden. Darunter sind sensible  Krebsmedikamente, die durchgehend ordnungsgem\u00e4\u00df gelagert, gek\u00fchlt und transportiert werden m\u00fcssen. Wird das unterlassen, k\u00f6nnen die  Medikamente ihre Wirkung teilweise oder ganz verlieren. Dies h\u00e4tte  f\u00fcr die Behandlung von Krebspatienten gravierende Folgen. Die  griechische Polizei sagte hierzu in einer Pressekonferenz Anfang Mai  2018: &#8222;Die R\u00e4umlichkeiten, in denen die Medikamente beschlagnahmt  wurden, waren ungeeignet, sodass diese Medikamente gef\u00e4hrlich f\u00fcr die \u00f6ffentliche Gesundheit sind.&#8220; Es gibt noch weitere Ungereimtheiten.  Gegen\u00fcber dem ARD-Politikmagazin Kontraste hatte das Brandenburger  Gesundheitsministerium zudem erkl\u00e4rt, das LAVG habe im Rahmen einer  Kontrolle bei dem unter Verdacht stehenden Pharmagro\u00dfh\u00e4ndler  Lunapharm eine unangemeldete Stichprobe der Medikamente genommen.  Nach Recherchen von Kontraste wurde die Stichprobe jedoch nicht  unangemeldet durchgef\u00fchrt. Kontraste liegen E-Mails vor, die belegen, dass die Probenentnahme mit Ank\u00fcndigung erfolgte und auch nur  sogenannte R\u00fcckstellmuster umfasste.      F\u00fcr den renommierten Pharmakologen Prof. Dr. Bernd M\u00fchlbauer  reicht das nicht aus. Er sieht darin eine Pflichtverletzung seitens  der Beh\u00f6rde. &#8222;Bei Verdacht auf Verst\u00f6\u00dfe gegen das Arzneimittelgesetz  muss die \u00dcberwachungsbeh\u00f6rde unverz\u00fcglich und mit allen  kriminaltechnischen Mitteln vorgehen, um Schaden f\u00fcr Leib und Leben  der Patienten abzuwenden. Eine vorher angek\u00fcndigte Untersuchung eines R\u00fcckstellungsmusters ist dann keineswegs ausreichend, da hierdurch  nicht festgestellt werden kann, was letztlich an die Kliniken und  Praxen f\u00fcr ihre Patientinnen und Patienten ausgeliefert wurde. Ein  Unterlassen der erforderlichen Ma\u00dfnahmen verletzt die staatliche  F\u00fcrsorgepflicht, auf die sich \u00c4rzte, Apotheker sowie die von ihnen  betreuten Patientinnen und Patienten vorbehaltslos verlassen k\u00f6nnen  m\u00fcssen.&#8220;      Auch Raik Nowka, gesundheitspolitischer Sprecher der CDU im  Brandenburger Landtag, \u00fcbt Kritik. &#8222;Die Gesundheitsministerin tr\u00e4gt  die Verantwortung f\u00fcr die gesundheitliche Unversehrtheit der  Brandenburger, daran muss sie sich messen lassen und dementsprechend  muss sie handeln. Ich erwarte von Ministerin Golze, dass sie die  \u00d6ffentlichkeit vollumf\u00e4nglich dar\u00fcber aufkl\u00e4rt, wer wann \u00fcber was  informiert war und ob Patienten durch die illegalen Medikamente in  Gefahr gebracht wurden.&#8220;    Pressekontakt: Rundfunk Berlin-Brandenburg Kontraste Das Magazin aus Berlin Telefon: +49 30 97993 22800 Telefax: +49 30 97993 22809 kontraste@rbb-online.de  http:\/\/www.rbb-online.de\/kontraste\/  Original-Content von: Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb), \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/51580\/4009910\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Nach der Kontraste-Berichterstattung \u00fcber in Griechenland gestohlene und in Deutschland in den Handel gebrachte Krebsmedikamente verwickelt sich<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-261236","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/261236","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=261236"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/261236\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=261236"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=261236"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=261236"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}