{"id":261758,"date":"2018-07-25T14:06:55","date_gmt":"2018-07-25T14:06:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/ovid-bedauert-eugh-entscheidung-zu-neuen-zuechtungsmethoden\/"},"modified":"2018-07-25T14:06:55","modified_gmt":"2018-07-25T14:06:55","slug":"ovid-bedauert-eugh-entscheidung-zu-neuen-zuechtungsmethoden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/ovid-bedauert-eugh-entscheidung-zu-neuen-zuechtungsmethoden\/","title":{"rendered":"OVID bedauert EuGH-Entscheidung zu neuen Z\u00fcchtungsmethoden"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Genom-Editierung ist Gentechnik, sagt der  Europ\u00e4ische Gerichtshof. Das ist keine gute Nachricht f\u00fcr den  Agrarstandort Europa.<!--more-->     Heute hat der Europ\u00e4ische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg  entschieden, dass die neuen biotechnologischen Z\u00fcchtungsmethoden wie  CRISPR-Cas9 dem EU-Gentechnikrecht unterliegen und die mit diesen  Verfahren hergestellten Produkte grunds\u00e4tzlich als gentechnisch  ver\u00e4nderte Organismen (GVO) einzustufen sind. &#8222;Damit verlieren  wissenschaftliche Bewertungen als Grundlage f\u00fcr rechtliche und  politische Entscheidungsprozesse weiter an Bedeutung. Das ist keine  gute Nachricht f\u00fcr Pflanzenz\u00fcchter, Landwirte und Unternehmen der  Wertsch\u00f6pfungskette. Europa koppelt sich dadurch vom technologischem  Z\u00fcchtungsfortschritt ab, der bereits global beachtliche Erfolge  erzielt&#8220;, so Jaana Kleinschmit von Lengefeld, Pr\u00e4sidentin von OVID  Verband der \u00f6lsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland.     Kleinschmit von Lengefeld weiter: &#8222;Die deutsche \u00d6lm\u00fchlenindustrie  bedauert die Entscheidung des Gerichts. Damit ger\u00e4t der freie  Agrarhandel, der ohnehin bereits unter zunehmenden tarif\u00e4ren  Eingriffen leidet, noch mehr unter Druck. Das Urteil erschwert  au\u00dferdem den Handel mit wichtigen Importrohstoffen f\u00fcr die Agrar- und Ern\u00e4hrungswirtschaft in Europa, da die neuen Verfahren bereits in den USA und weiteren M\u00e4rkten au\u00dferhalb der EU zum Einsatz kommen und dort jeweils einzelfallbezogene Entscheidungen im Hinblick auf artfremden  Gentransfer relevant sind&#8220;. In der Regel ist solche Importware von  konventionell erzeugten Produkten nicht zu unterscheiden und  R\u00fcckschl\u00fcsse auf die angewandte Z\u00fcchtungsmethode im Nachhinein nicht  m\u00f6glich.     Mit Genom-Editierung wie CRISPR-Cas9 k\u00f6nnen DNA-Bausteine in der  Zelle punktuell und damit gezielt ver\u00e4ndert werden. Das Ergebnis kann dem der zuf\u00e4lligen Mutation in der Natur entsprechen oder das einer  herk\u00f6mmlichen Z\u00fcchtung sein, sodass sich so ver\u00e4nderte Organismen  nicht mehr eindeutig einer Z\u00fcchtungsmethode zuordnen lassen. Anders  als bei der klassischen Gentechnik werden in der Regel keine  artfremden Gene \u00fcbertragen. Entgegen dem EuGH-Urteil best\u00e4tigten  bereits 2012 das Bundesamt f\u00fcr Verbraucherschutz und  Lebensmittelsicherheit (BVL) sowie das Joint Research Centre, ein  wissenschaftliches Beratergremium der EU-Kommission, dass die neuen  Z\u00fcchtungsmethoden in den meisten F\u00e4llen nicht der Gentechnik  zuzuordnen sind.    Pressekontakt: Maik Heunsch Am Weidendamm 1A, 10117 Berlin Tel: 030\/726257 presse@ovid-verband.de  Original-Content von: OVID, Verband der \u00f6lsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland e.V., \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/77329\/4017796\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Genom-Editierung ist Gentechnik, sagt der Europ\u00e4ische Gerichtshof. 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