{"id":261930,"date":"2018-07-27T16:38:17","date_gmt":"2018-07-27T16:38:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/cep-netzdg-ist-nur-der-erste-schritt-im-kampf-gegen-extremismus-bericht-der-tech-unternehmen-zeigt-dass-politischer-druck-wirkt-cep-sieht-weiterhin-defizite-bei-facebook-youtube-und-twitter\/"},"modified":"2018-07-27T16:38:17","modified_gmt":"2018-07-27T16:38:17","slug":"cep-netzdg-ist-nur-der-erste-schritt-im-kampf-gegen-extremismus-bericht-der-tech-unternehmen-zeigt-dass-politischer-druck-wirkt-cep-sieht-weiterhin-defizite-bei-facebook-youtube-und-twitter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/cep-netzdg-ist-nur-der-erste-schritt-im-kampf-gegen-extremismus-bericht-der-tech-unternehmen-zeigt-dass-politischer-druck-wirkt-cep-sieht-weiterhin-defizite-bei-facebook-youtube-und-twitter\/","title":{"rendered":"CEP: &#8222;NetzDG ist nur der erste Schritt im Kampf gegen Extremismus&#8220; \/ Bericht der Tech-Unternehmen zeigt, dass politischer Druck wirkt &#8211; CEP sieht weiterhin Defizite bei facebook, YouTube und Twitter"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; YouTube, Facebook und Twitter legten heute zum  ersten Mal offizielle Zahlen dar\u00fcber vor, wie viele Inhalte sie in  den ersten sechs Monaten dieses Jahres aufgrund von Beschwerden im  Rahmen des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes (NetzDG) sperrten oder  entfernten.<!--more--> Die Berichte der Netzwerkbetreiber legen allerdings nahe, dass die derzeitige Fassung des NetzDG im Kampf gegen Extremismus nur ein erster Schritt ist, und dass mehr eigene Anstrengungen von  Facebook, YouTube und anderen n\u00f6tig sind.     DAS DEUTSCHE NETZDG IST EIN WICHTIGER SCHRITT IN DIE RICHTIGE  RICHTUNG      Die Entscheidung der Bundesregierung den Kampf gegen Hassreden und Aufstachelung zur Gewalt durch regulatorische Ma\u00dfnahmen zu  versch\u00e4rfen, kam zu einer Zeit, als L\u00e4nder auf der ganzen Welt  erkannten, dass Selbstregulierung nicht funktioniert und st\u00e4rkere  gesetzliche Ma\u00dfnahmen n\u00f6tig sind.     Das NetzDG ist ein begr\u00fc\u00dfenswerter und wichtiger Schritt im Kampf  gegen Extremismus und Hass. Die Bem\u00fchungen der Bundesregierung um  mehr Transparenz und Verantwortung m\u00fcssen gelobt werden und sind ein  positives Beispiel f\u00fcr andere europ\u00e4ische L\u00e4nder.     TERRORISTISCHER CONTENT GEDEIHT WEITERHIN ONLINE     In den j\u00fcngsten Berichten gab YouTube an, auf Grundlage von  214.827 Beschwerden nach dem NetzDG 58.297 Inhalte entfernt zu haben, w\u00e4hrend es bei Facebook lediglich 1704 gemeldete Inhalte waren, von  denen 362 gel\u00f6scht oder gesperrt wurden.     Diese Angaben erkl\u00e4ren jedoch nicht, warum extremistisches und  terroristisches Material auf den Plattformen verbleibt.  Untersuchungen des Counter Extremism Project (CEP) zeigen zum  Beispiel, dass dieser gef\u00e4hrliche Content nach wie vor in hoher  Anzahl auf Facebook verbreitet wird und von Nutzern mit nur wenigen  Klicks aufgerufen werden kann (Zuckerberg&#8217;s 99% Myth Exposed).  Gravierende Defizite von YouTube im Umgang mit extremistischen  Inhalten der Terrororganisation &#8222;Islamischer Staat&#8220; (IS) wurden  k\u00fcrzlich von CEP aufgedeckt. Zwischen dem 8. M\u00e4rz und 8. Juni 2018  f\u00fchrte CEP zusammen mit Dr. Hany Farid, dem weltweit f\u00fchrenden  Experten f\u00fcr digitale Forensik und Hashing, eine Studie durch, um  besser zu verstehen, wie IS-Inhalte auf YouTube hochgeladen werden,  wie lange sie online bleiben und wie viele Aufrufe diese Videos  erhalten. Hierf\u00fcr f\u00fchrte CEP eine begrenzte Suche nach einem kleinen  Set von nur 229 zuvor identifizierten IS-Videos durch. Die Ergebnisse der Studie zeigen deutlich, dass obwohl die meisten der  identifizierten Videos relativ schnell entfernt werden, sie trotzdem  tausende Mal angesehen werden. Dar\u00fcber hinaus werden bekannte  IS-Videos wieder und wieder neu hochgeladen.     Vom 8. M\u00e4rz bis 8. Juni 2018 f\u00fchrte das Counter Extremism Project  (CEP) eine Studie durch, um besser zu verstehen, wie IS-Inhalte auf  YouTube hochgeladen werden, wie lange sie online bleiben und wie  viele Aufrufe diese Videos erhalten. Um dies zu erreichen, f\u00fchrte CEP eine begrenzte Suche nach einem kleinen Satz von nur 229 zuvor  identifizierten IS-Videos durch. Diese terroristischen Videos stellen nur einen Bruchteil des auf der Plattform verf\u00fcgbaren extremistischen Materials dar. http:\/\/ots.de\/FK31Zn     SCHLUSSFOLGERUNG     &#8222;Die von YouTube vorgelegten Zahlen zeigen, dass das NetzDG,   durch die F\u00f6rderung von Transparenz und Verantwortung, im Kampf gegen Online-Extremismus die richtigen Anreize liefern kann: In der ersten  Jahresh\u00e4lfte wurden auf Grundlage des NetzDG fast doppelt so viele  terroristische oder verfassungswidrige Inhalte entfernt, wie auf  Basis der Community-Richtlinien des Unternehmens (2168 zu 1157). Dies zeigt deutlich, dass gerade in Bezug auf extremistische Inhalte die  aktuellen Moderationsmechanismen von YouTube unzureichend sind und  das regulatorische Ma\u00dfnahmen wie das NetzDG dringend ben\u00f6tigt  werden,&#8220; sagt David Ibsen, Executive Director des CEP.     Das Counter Extremism Project (CEP) ist eine \u00fcberparteiliche,  internationale Non-Profit-Organisation, die das Ziel verfolgt, der  Bedrohung durch extremistische Ideologien entgegenzuwirken und  demokratisch-pluralistische Akteure zu st\u00e4rken. Geleitet wird die  Organisation von einer renommierten internationalen Gruppe von  ehemaligen Politikern und Diplomaten. CEP deckt finanzielle Netzwerke auf und \u00fcbt Druck auf Internetfirmen und Social-Media-Plattformen  aus, um so den Narrativen von Extremisten und ihren  Rekrutierungstaktiken im Internet entgegen zu wirken.    Pressekontakt: Counter Extremism Project (CEP) Email: berlin@counterextremism.com Web: www.counterextremism.com  Original-Content von: Counter Extremism Project, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/126166\/4019985\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; YouTube, Facebook und Twitter legten heute zum ersten Mal offizielle Zahlen dar\u00fcber vor, wie viele Inhalte sie<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-261930","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/261930","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=261930"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/261930\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=261930"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=261930"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=261930"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}