{"id":262583,"date":"2018-08-06T15:11:56","date_gmt":"2018-08-06T15:11:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/esa-beauftragt-ohb-mit-studie-zur-hera-asteroidenmission-ohb-konzern-baut-aktivitaeten-im-bereich-schutz-der-erde-vor-gefahren-aus-dem-all\/"},"modified":"2018-08-06T15:11:56","modified_gmt":"2018-08-06T15:11:56","slug":"esa-beauftragt-ohb-mit-studie-zur-hera-asteroidenmission-ohb-konzern-baut-aktivitaeten-im-bereich-schutz-der-erde-vor-gefahren-aus-dem-all","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/esa-beauftragt-ohb-mit-studie-zur-hera-asteroidenmission-ohb-konzern-baut-aktivitaeten-im-bereich-schutz-der-erde-vor-gefahren-aus-dem-all\/","title":{"rendered":"ESA beauftragt OHB mit Studie zur HERA-Asteroidenmission \/ OHB-Konzern baut Aktivit\u00e4ten im Bereich Schutz der Erde vor Gefahren aus dem All"},"content":{"rendered":"<p>Bremen (ots) &#8211; Die OHB System AG, ein Tochterunternehmen des  Bremer Raumfahrt- und Technologiekonzerns OHB SE, wurde von der  Europ\u00e4ischen Weltraumorganisation ESA als Generalunternehmer f\u00fcr eine Studie zur Asteroidenmission HERA ausgew\u00e4hlt. Der Auftrag hat ein  Volumen von 4,5 Mio.<!--more--> Euro und erweitert die laufenden Aktivit\u00e4ten des OHB-Konzerns im Bereich des Schutzes der Erde vor Gefahren aus dem  Weltraum.     Ziel der HERA-Studie ist es, eine detaillierte Missionsdefinition  f\u00fcr eine Sonde durchzuf\u00fchren, die auf den Zwillings-Asteroiden  &#8222;Didymos&#8220; fliegt. Der Satellit wird seine physikalischen  Eigenschaften an der Oberfl\u00e4che und unter der Oberfl\u00e4che analysieren  und seine Dynamik nach einem Einschlag mit enormer Geschwindigkeit  untersuchen. Die HERA-Mission ist der europ\u00e4ische Beitrag zu einer  gemeinsamen, aber gestaffelten planetarischen Verteidigungsmission  mit der NASA. HERA soll insbesondere den Einschlagkrater auf dem  kleineren der beiden Asteroiden (genannt &#8222;Didymoon&#8220;) untersuchen, den der NASA-Satellit DART zur\u00fcckgelassen hat, der mit einer fr\u00fcheren  Mission 2021 gestartet werden soll.     Nach Angaben der Wissenschaftler wird der Aufprall Didymoon um  etwa einen halben Millimeter pro Sekunde verlangsamen. HERA soll  detaillierte Informationen \u00fcber die Bahnver\u00e4nderungen von Didymoon  liefern und diese mit der Asteroidenzusammensetzung sowie der  Oberfl\u00e4chen- und Innenstruktur in Beziehung setzen. Mit diesem  Experiment wird eine praktikable Methode zur Ablenkung von Asteroiden von ihrem Kollisionskurs mit der Erde untersucht und die Ergebnisse  dieser internationalen Zusammenarbeit k\u00f6nnten von Didymos auf andere  Asteroiden \u00fcbertragen werden. Der Start der HERA-Mission ist derzeit  f\u00fcr Ende 2023 geplant.     Asteroidenforschung ist unerl\u00e4sslich     Didymos, das Ziel der Mission, hat einen Hauptk\u00f6rper von 780  Metern Durchmesser; er wird von einem Mond umkreist, der &#8222;Didymoon&#8220;  genannt wird und 160 Meter misst, was ungef\u00e4hr der Gr\u00f6\u00dfe der Gro\u00dfen  Pyramide von Gizeh entspricht. Fliegt ein solches Gestein auf die  Erde zu, h\u00e4tte ein Treffer schwerwiegende Folgen auf regionaler Ebene und beispiellose sozio\u00f6konomische Auswirkungen auf globaler Ebene. Um ihre Umlaufbahn mit einem &#8222;Schubs&#8220; effektiv ver\u00e4ndern zu k\u00f6nnen, muss die Wissenschaft jedoch zun\u00e4chst mehr \u00fcber diese Himmelsk\u00f6rper  erfahren. &#8222;Es ist wichtig zu wissen, welche Auswirkungen ein Aufprall genau auf die Umlaufbahn eines Asteroiden hat. Wir wissen noch sehr  wenig \u00fcber diese K\u00f6rper&#8220;, sagt Marc Scheper, Leiter der  OHB-Abteilungen Raumtransport, Robotische Missionen und Exploration.  &#8222;Nur wenn wir genau wissen, wie sich ein Asteroid zusammensetzt,  k\u00f6nnen wir wirksame Abwehrma\u00dfnahmen ergreifen, wenn ein solches  Objekt eines Tages tats\u00e4chlich mit der Erde kollidiert.&#8220;     Wertvolle Vorarbeiten f\u00fcr die AIM-Studie     Das OHB hat bereits in den Jahren 2015-2017 durch seine Arbeit in  einer fr\u00fcheren Studie zur Asteroidenabwehr &#8211; AIM (Asteroid Impact  Mission) &#8211; wertvolle Erkenntnisse auf diesem Gebiet gewonnen. Wie  wichtig das HERA-Projekt f\u00fcr die Zukunft der Erde und der Menschheit  insgesamt ist, zeigen einige Zahlen: Experten gehen davon aus, dass  90 Prozent aller sehr gro\u00dfen Asteroiden, die die Zivilisation  zerst\u00f6ren, bekannt sind. Allerdings gelten nur wenige Prozent der  kleineren Asteroiden als identifiziert. Und Experten sprechen von  Kolossen mit bis zu 500 Metern Durchmesser &#8211; solche Geschosse k\u00f6nnen  ganze Regionen ausl\u00f6schen. Zum Vergleich: Der Asteroid, der am 30.  Juni 1908 \u00fcber Tunguska in Sibirien explodierte und jeden Baum auf  einer Fl\u00e4che von 2.000 Quadratkilometern knickte, hatte einen  Durchmesser zwischen 30 und 80 Metern. Seine Sprengkraft wird auf die von 1.400 Hiroshima-Bomben gesch\u00e4tzt.     Weitere OHB Projekte zum Schutz der Erde     &#8222;Es ist also sehr wichtig, dass wir weitere Beobachtungssysteme  installieren&#8220;, sagt OHB-Projektleiter Scheper. Die ESA wird schon  bald auf das Fly-Eye-Teleskop zur\u00fcckgreifen k\u00f6nnen, das 2019 in  Sizilien nur zu dem Zweck installiert werden wird, sogenannte &#8222;Near  Earth Objects&#8220; aufzusp\u00fcren beziehungsweise zu beobachten. Dieses  Teleskop wird federf\u00fchrend von dem OHB-Tochterunternehmen OHB Italia  gebaut. Sollte sich das Fly-Eye bew\u00e4hren, ist ein weltweites Netzwerk solcher Teleskope geplant, um die Erde vor Bedrohungen aus dem All zu sch\u00fctzen.     Das Expertenteam von Marc Scheper arbeitet aktuell auch an einer  Studie zur besseren Vorhersage sogenannter Space Weather Effects. Die Studie &#8222;Lagrange-Mission&#8220; wurde im Rahmen des ESA-Programms &#8222;Space  Situational Awareness&#8220; ausgeschrieben. Das Auftragsvolumen liegt bei  3,3 Mio. EUR. Die OHB System AG f\u00fchrt dabei Untersuchungen f\u00fcr eine  Mission zum &#8222;Lagrange-Punkt 5&#8220; durch &#8211; von dort aus soll ein  m\u00f6glicher Satellit die Fr\u00fcherkennung von Sonnenst\u00fcrmen verbessern und helfen, sensible Infrastruktur im All sowie auf der Erde vor den  energiereichen Partikeln aus dem All zu sch\u00fctzen.     &#8222;Die OHB-Gruppe ist in mehreren unterschiedlichen Bereichen mit  laufenden Projekten besch\u00e4ftigt, die alle zum Ziel haben, die Erde  vor m\u00f6glichen Gefahren aus dem All zu sch\u00fctzen&#8220;, sagt Marco Fuchs,  Vorstandsvorsitzender der OHB SE. &#8222;Ich bin sehr stolz, dass wir mit  der vielseitigen Kompetenz innerhalb der Gruppe im Bereich der  Raumfahrtsysteme und der Exploration einen wichtigen Beitrag zum  Schutz der Zivilisation leisten k\u00f6nnen. Die Gefahr durch Asteroiden  oder andere Himmelsk\u00f6rper, die gro\u00dfen Schaden auf der Erde anrichten  k\u00f6nnen, ist vielen Menschen nach wie vor nicht bewusst. Mit unseren  Aktivit\u00e4ten, etwa mit dem Bau des Fly-Eye Teleskops oder den Studien  im Zusammenhang mit HERA oder dem Weltraum-Wetter leistet OHB  wichtige Beitr\u00e4ge zum Schutz der Erde.&#8220;    Pressekontakt: G\u00fcnther H\u00f6rbst Leiter Unternehmenskommunikation Karl-Ferdinand-Braun-Str. 8 28359 Bremen 0421\/20209438 guenther.hoerbst@ohb.de  Original-Content von: OHB SE, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/69441\/4027698\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bremen (ots) &#8211; Die OHB System AG, ein Tochterunternehmen des Bremer Raumfahrt- und Technologiekonzerns OHB SE, wurde von der Europ\u00e4ischen<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-262583","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/262583","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=262583"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/262583\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=262583"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=262583"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=262583"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}