{"id":263634,"date":"2018-08-27T10:47:21","date_gmt":"2018-08-27T10:47:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/prognos-studie-zur-rentenpolitik-der-groko-was-kosten-die-rentenversprechen-nach-2025-2\/"},"modified":"2018-08-27T10:47:21","modified_gmt":"2018-08-27T10:47:21","slug":"prognos-studie-zur-rentenpolitik-der-groko-was-kosten-die-rentenversprechen-nach-2025-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/prognos-studie-zur-rentenpolitik-der-groko-was-kosten-die-rentenversprechen-nach-2025-2\/","title":{"rendered":"Prognos-Studie zur Rentenpolitik der #GroKo: Was kosten die Rentenversprechen nach 2025?"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Seit Urzeiten tr\u00e4umen Menschen davon, in ihre  Zukunft blicken zu k\u00f6nnen. Mit sehr \u00fcberschaubaren Fortschritten. Bei der Rente ist es allerdings bis zu einem gewissen Ma\u00dfe m\u00f6glich. Jahr  f\u00fcr Jahr teilt die Rentenkasse den Beitragszahlern mit, wie hoch  deren Altersrenten voraussichtlich ausfallen werden. Mit der  verbleibenden, bzw.<!--more--> entstehenden Unsicherheit wird gerne Politik  gemacht. In der Rentendebatte wird aber meist nur diskutiert, wer  mehr bekommen soll und viel zu wenig dar\u00fcber, wer am Ende draufzahlen muss.     Die sogenannte doppelte Haltelinie (mindestens 48 Prozent  Rentenniveau, h\u00f6chstens 20 Prozent Beitrag) w\u00fcrde im Jahr 2025  zus\u00e4tzliche Steuergelder von 17 Milliarden Euro erfordern. 2030 w\u00e4ren bereits 46 Milliarden Euro und 2040 sogar 118 Milliarden Euro n\u00f6tig.  Das ergeben Berechnungen des Prognos Instituts im Auftrag der  Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Zur besseren  Vergleichbarkeit hat Prognos alle Euro-Betr\u00e4ge in aktuellen Preisen  berechnet. W\u00e4hrend alle derzeitigen Rentenbezieher und rentennahen  Jahrg\u00e4nge zu den eindeutigen Profiteuren einer Festschreibung des  Rentenniveaus geh\u00f6ren, m\u00fcssten heutige Berufseinsteiger, Kinder und  vor allem k\u00fcnftige Generationen mit empfindlichen Einkommenseinbu\u00dfen  rechnen.     Zieht man von den h\u00f6heren Auszahlungen die h\u00f6heren Beitrags- und  Steuerbelastungen ab, zahlt der heute 17-J\u00e4hrige f\u00fcr die doppelte  Haltelinie im Schnitt \u00fcber 9.000 Euro drauf, w\u00e4hrend ein heute  50-J\u00e4hriger fast 33.000 Euro zus\u00e4tzlich bek\u00e4me. Den gr\u00f6\u00dften Teil der  insgesamt n\u00f6tigen Zusatzausgaben von 1.313 Milliarden Euro m\u00fcssten  aber k\u00fcnftige Generationen tragen. Sie m\u00fcssten zusammen 1.127  Milliarden Euro mehr einzahlen, als sie rausbek\u00e4men.     &#8222;Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat im Interview mit der  BILD-Zeitung gesagt, ein 17-J\u00e4hriger m\u00fcsse sich darauf verlassen  k\u00f6nnen, im Alter eine anst\u00e4ndige Rente zu erhalten. Wenn Herr Scholz  das ernst meint, muss er seine Forderung nach einer doppelten  Haltelinie sofort zur\u00fccknehmen. Der 17-J\u00e4hrige h\u00e4tte dann unterm  Strich 9000 Euro mehr. Wir m\u00fcssen die Fakten akzeptieren: In Zukunft  wird es mehr Rentner und weniger Beitragszahler geben. Ehrliche  Rentenpolitik sorgt f\u00fcr einen gerechten Ausgleich der Folgen. Eine  doppelte Haltelinie, aber auch die zus\u00e4tzliche M\u00fctterrente, spaltet  die Generationen in Gewinner und Verlierer. Das muss verhindert  werden&#8220;, so INSM-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Hubertus Pellengahr.     Auch das kurz vor der Beschlussfassung stehende Rentenpaket von  Bundessozialminister Hubertus Heil hat eine finanzielle Unwucht zu  Lasten j\u00fcngerer Generationen. Studienautor Dr. Stefan Moog (Prognos  Institut) kommt zu dem Schluss: &#8222;Das Rentenpaket 2018 f\u00fchrt nicht nur kurz- und mittelfristig zu einer Belastung der Beitrags- und  Steuerzahler, sondern auch langfristig. Die Gewinner des Rentenpakets 2018 sind die Geburtsjahrg\u00e4nge bis 1974. Diese erhalten unter dem  Strich zus\u00e4tzliche Leistungen im Gegenwert von 343 Mrd. Euro. Die  Verlierer sind hingegen die Jahrg\u00e4nge 1975 und j\u00fcnger. F\u00fcr diese  Jahrg\u00e4nge summiert sich die Mehrbelastung netto auf einen Betrag von  94 Mrd. Euro. Damit verbleibt eine Finanzierungsl\u00fccke zu Lasten  zuk\u00fcnftiger, noch nicht geborener Generationen in H\u00f6he von 248 Mrd.  Euro.&#8220;     Die INSM fordert daher, das &#8222;Rentenpaket 2018&#8220; zu stoppen, die  Ergebnisse und Vorschl\u00e4ge der Rentenkommission abzuwarten und die  politische Blockade eines steigenden Renteneintrittsalters  aufzugeben.     Die Studie sowie Tabellen zur Be-\/Entlastung der einzelnen  Jahrg\u00e4nge finden Sie unter www.insm.de.     Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft ist ein  \u00fcberparteiliches B\u00fcndnis aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.  Sie wirbt f\u00fcr die Grunds\u00e4tze der Sozialen Marktwirtschaft in  Deutschland und gibt Anst\u00f6\u00dfe f\u00fcr eine moderne marktwirtschaftliche  Politik. Die INSM wird von den Arbeitgeberverb\u00e4nden der Metall- und  Elektro-Industrie finanziert.    Pressekontakt: Pressesprecher INSM: Florian von Hennet, Tel. 030 27877-174;  hennet@insm.de  Original-Content von: Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/39474\/4044625\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (ots) &#8211; Seit Urzeiten tr\u00e4umen Menschen davon, in ihre Zukunft blicken zu k\u00f6nnen. Mit sehr \u00fcberschaubaren Fortschritten. 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