{"id":264226,"date":"2018-09-10T18:17:36","date_gmt":"2018-09-10T18:17:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/politik-wirtschaft\/unwissenheit-und-verjaehrung-auftakt-im-musterprozess-gegen-volkswagen\/"},"modified":"2018-09-10T18:17:36","modified_gmt":"2018-09-10T18:17:36","slug":"unwissenheit-und-verjaehrung-auftakt-im-musterprozess-gegen-volkswagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/unwissenheit-und-verjaehrung-auftakt-im-musterprozess-gegen-volkswagen\/","title":{"rendered":"Unwissenheit und Verj\u00e4hrung \/ Auftakt im Musterprozess gegen Volkswagen"},"content":{"rendered":"<p>Braunschweig (ots) &#8211; Mehr als 2000 Anleger, darunter viele  institutionelle Investoren, fordern rund 9,5 Milliarden Euro vom  VW-Konzern. Sie wollen Schadensersatz f\u00fcr die Kursverluste und den  Wertverlust beim Weiterverkauf der Aktien, der sie traf nachdem der  Abgas-Skandal publik wurde.<!--more-->     Die Verfahren, bei denen die mzs Rechtsanw\u00e4lte mehrere Hundert  entt\u00e4uschte Anleger vertritt, ruhen bis zum Ausgang des Prozesses,  der am heutigen Montag vor dem OLG Braunschweig begonnen hat und als  Kapitalanleger-Musterverfahren gef\u00fchrt wird.     In dem Mammutprozess, der zun\u00e4chst 13 Prozesstage bis Dezember  2018 im Congress Saal der Stadthalle Braunschweig umfasst, wird es  vor allem darum gehen, herauszufinden, was wer und vor allem wann  \u00fcber die Abgas-Manipulationen wusste.     Dr. Thomas Meschede, Fachanwalt f\u00fcr Bank- und Kapitalmarktrecht  der mzs Rechtsanw\u00e4lte, hat den ersten Prozesstag live als Vertreter  zahlreicher Beigeladenen verfolgt.     Etwa die H\u00e4lfte der Anspr\u00fcche sind verj\u00e4hrt     Eine bedeutsame Mitteilung machte das Gericht gleich zu Beginn:  Schadensersatzanspr\u00fcche f\u00fcr Aktion\u00e4re, die bis zum 9. Juli 2012  get\u00e4tigt wurden, sind nach &#8218;vorl\u00e4ufiger W\u00fcrdigung&#8216; verj\u00e4hrt.     Das hei\u00dft: Nach der ersten Einsch\u00e4tzung des Senats k\u00f6nnten somit  gut ein Drittel bis die H\u00e4lfte der Schadensanspr\u00fcche in H\u00f6he von  insgesamt rund 9 Milliarden Euro verj\u00e4hrt sein. &#8222;Es galt damals die  Verj\u00e4hrungsfrist f\u00fcr Schadensersatzanspr\u00fcche von drei Jahren nach  Zeichnung &#8211; kenntnisunabh\u00e4ngig. Das \u00e4nderte sich erst 2015&#8220;,  erl\u00e4utert Dr. Meschede. Die Einsch\u00e4tzung des Gerichts sei daher nicht \u00fcberraschend gewesen &#8211; aber dennoch nicht minder \u00e4rgerlich f\u00fcr die  betroffenen Kl\u00e4ger.     Insider-Information erst ab Mai 2014     Eine weitere bedeutsame Feststellung des Gerichts kam gleich zu  Beginn: Eine ad-hoc bekanntzugebende Insider-Information k\u00f6nne nach  vorl\u00e4ufiger Auffassung des Gerichts erst ab Ver\u00f6ffentlichung der  ICCT-Studie im Mai 2014 zu erkennen sein. Denn bis dahin sei aus  Sicht von VW kaum davon auszugehen gewesen, dass die  Abgas-Manipulationen \u00fcberhaupt aufgedeckt werden w\u00fcrde. Schlie\u00dflich  gab es bis dahin noch kaum Testm\u00f6glichkeiten des Stickoxidaussto\u00dfes  im Fahrbetrieb. Damit habe das Thema noch keine Kursrelevanz  besessen.     &#8222;Diese Feststellung wird noch f\u00fcr Diskussionsstoff sorgen&#8220;, ist  sich Dr. Meschede sicher. &#8222;Dass die Feststellung einer  Ver\u00f6ffentlichungspflicht f\u00fcr den Zeitraum vor Bekanntwerden der  ICCT-Studie schwierig werden k\u00f6nnte, war uns allerdings von  vornherein klar. Schlie\u00dflich wurden die Abweichungen des  Stickoxid-Aussto\u00dfes zwischen Testbetrieb und Fahrbetrieb erst nach  diese Studie Gegenstand der Untersuchungen der US-amerikanischen  Beh\u00f6rden.&#8220;     Verz\u00f6gerung des Verfahrens     F\u00fcr Verz\u00f6gerung sorgt das Fehlen der Stellungnahme der ebenfalls  verklagten Porsche SE.     &#8222;Die Stellungnahme fehlt noch, da Porsche erst im Juni dieses  Jahres als Musterbeklagte in das Verfahren eingetreten ist&#8220;,  erl\u00e4utert Meschede. Das Verfahren startet also bereits mit der  Ank\u00fcndigung, dass es sich im Ablauf verz\u00f6gern wird, da Porsche  zun\u00e4chst noch seine Stellungnahme zu den Vorw\u00fcrfen der Musterklage  bei Gericht abgeben muss.     \u00dcber die mzs Rechtsanw\u00e4lte GbR     mzs Rechtsanw\u00e4lte, D\u00fcsseldorf, ist eine der gr\u00f6\u00dften Fachkanzleien  f\u00fcr Bank- und Kapitalmarktrecht in Deutschland. Im Jahr 1954 von  Rechtsanwalt Anton Werner Kortl\u00e4nder gegr\u00fcndet, wird die Kanzlei seit 2011 von den Rechtsanw\u00e4lten Gustav Meyer zu Schwabedissen, Martin  Wolters, Dr. Jochen Strohmeyer, Dr. Thomas Meschede und Arne Podewils LL.M. gef\u00fchrt. Derzeit beraten 10 Anw\u00e4lte, darunter 8 Fachanw\u00e4lte f\u00fcr Bank- und Kapitalmarktrecht, Finanzdienstleister, Anleger und  Vertriebe. 2016 und 2017 wurden die Kanzlei und Rechtsanwalt Gustav  Meyer zu Schwabedissen pers\u00f6nlich vom US-Verlag &#8222;Best Lawyer&#8220; in die  Liste der &#8222;Besten Anw\u00e4lte Deutschlands&#8220; im Bereich Kapitalmarktrecht  aufgenommen.     Weitere Informationen zu mzs Rechtsanw\u00e4lte finden Sie unter  www.mzs-recht.de.    Pressekontakt: Dr. Thomas Meschede Rechtsanwalt Fachanwalt f\u00fcr Bank- und Kapitalmarktrecht  mzs  Rechtsanw\u00e4lte  Goethestra\u00dfe 8-10 40237 D\u00fcsseldorf Telefon: +49 (0) 211 69002 0 Durchwahl: +49 (0) 211 69002 68 Telefax: +49 (0) 211 69002 91 E-Mail: meschede@mzs-recht.de web: www.mzs-recht.de  Original-Content von: mzs Rechtsanw\u00e4lte, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/116203\/4057602\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Braunschweig (ots) &#8211; Mehr als 2000 Anleger, darunter viele institutionelle Investoren, fordern rund 9,5 Milliarden Euro vom VW-Konzern. 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