{"id":264863,"date":"2018-09-26T16:47:16","date_gmt":"2018-09-26T14:47:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=264863"},"modified":"2018-09-26T16:57:50","modified_gmt":"2018-09-26T14:57:50","slug":"vorstellung-weissbuch-alterstraumatologie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/vorstellung-weissbuch-alterstraumatologie\/","title":{"rendered":"Vorstellung Wei\u00dfbuch Alterstraumatologie"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Weissbuch-Alterstraumatologie.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-264864\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Weissbuch-Alterstraumatologie-550x406.jpg\" alt=\"Weissbuch Alterstraumatologie\" width=\"484\" height=\"357\" srcset=\"https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Weissbuch-Alterstraumatologie.jpg 550w, https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Weissbuch-Alterstraumatologie-320x236.jpg 320w\" sizes=\"auto, (max-width: 484px) 100vw, 484px\" \/><\/a>Vorstellung Wei\u00dfbuch Alterstraumatologie \u00b7 <b>Unfallchirurgen und Altersmediziner fordern Unterst\u00fctzung bei der Therapie \u00e4lterer Sturzpatienten \u00b7 <\/b>Berlin, 26.09.2018: Die <a class=\"external-link-new-window\" title=\"http:\/\/www.dgu-online.de\/ In einem neuen Fenster \u00f6ffenen\" href=\"http:\/\/www.dgu-online.de\/\" target=\"_blank\">Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Unfallchirurgie<\/a> (DGU) und die <a class=\"external-link-new-window\" title=\"https:\/\/www.dggeriatrie.de\/ In einem neuen Fenster \u00f6ffenen\" href=\"https:\/\/www.dggeriatrie.de\/\" target=\"_blank\">Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Geriatrie<\/a> (DGG) haben heute auf einer Pressekonferenz in Berlin das <a class=\"external-link-new-window\" title=\"http:\/\/www.dgu-online.de\/fileadmin\/published_content\/5.Qualitaet_und_Sicherheit\/Alterstraumatologie\/Weissbuch_Alterstraumatologie_2018.pdf In einem neuen Fenster \u00f6ffenen\" href=\"http:\/\/www.dgu-online.de\/fileadmin\/published_content\/5.Qualitaet_und_Sicherheit\/Alterstraumatologie\/Weissbuch_Alterstraumatologie_2018.pdf\" target=\"_blank\">Wei\u00dfbuch Alterstraumatologie<\/a> vorgestellt. Es f\u00fchrt die wichtigsten Schritte einer guten Versorgung von \u00e4lteren Patienten mit Knochenbr\u00fcchen auf. <!--more-->Kern der Behandlungsempfehlungen ist die Zusammenarbeit von Unfallchirurgen und Altersmedizinern in einem multiprofessionellen Team. Damit l\u00e4sst sich laut einem aktuellen Studienergebnis die Sterblichkeit \u00e4lterer Patienten nach einem Oberschenkelhalsbruch um mehr als 20 Prozent senken. Daher fordern beide Fachgesellschaften unter anderem die \u00dcbernahme ihrer Empfehlungen in die Regelversorgung. \u201eAufgrund der demografischen Entwicklung und der damit verbundenen rasanten Zunahme von Altersbr\u00fcchen m\u00fcssen auch die Strukturen in der Alterstraumatologie mitwachsen\u201c, betont DGU-Pr\u00e4sident Professor Dr. Joachim Windolf, Direktor der Klinik f\u00fcr Unfall- und Handchirurgie der Universit\u00e4tsklinik D\u00fcsseldorf.<\/p>\n<p>Die H\u00fcftfraktur, auch Oberschenkelhalsbruch genannt, ist die mit Abstand am h\u00e4ufigsten im Krankenhaus behandelte Fraktur. Das Durchschnittsalter dieser Patienten liegt bei \u00fcber 82 Jahren. Der Unfall kann t\u00f6dlich enden: 10 Prozent der Patienten sterben innerhalb der ersten 30 Tage nach ihrem Sturz. Bis zu 20 Prozent verlieren ihre Selbstst\u00e4ndigkeit und m\u00fcssen im Folgejahr in eine Pflegeeinrichtung einziehen. \u201eDiese dramatische Mortalit\u00e4tsrate m\u00fcssen wir senken\u201c, sagt DGG-Past-President Professor Dr. J\u00fcrgen M. Bauer, \u00c4rztlicher Direktor am Agaplesion Bethanien Krankenhaus Heidelberg.<\/p>\n<p>Das Ergebnis der vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) gef\u00f6rderten Studie <a class=\"external-link-new-window\" title=\"https:\/\/www.gesundheitsforschung-bmbf.de\/de\/PROFinD-2-Osteoporotische-Frakturen-Praevention-und-Rehabilitation.php In einem neuen Fenster \u00f6ffenen\" href=\"https:\/\/www.gesundheitsforschung-bmbf.de\/de\/PROFinD-2-Osteoporotische-Frakturen-Praevention-und-Rehabilitation.php\" target=\"_blank\">\u201ePr\u00e4vention, Therapie und Rehabilitation osteoporotischer Frakturen in benachteiligten Populationen\u201c (PROFinD) <\/a>zeigt das enorme Verbesserungspotential f\u00fcr Deutschland: Arbeiten Unfallchirurgen, Altersmediziner (Geriater), Physiotherapeuten sowie Sozial- und Pflegedienst in einem Team zusammen, sinkt die Sterblichkeit um mehr als 20 Prozent. \u201eDiese multiprofessionelle Zusammenarbeit verbessert die \u00dcberlebensrate unsere Patienten drastisch\u201c, sagt Professor Dr. Clemens Becker, Chefarzt der Abteilung f\u00fcr Geriatrie und Klinik f\u00fcr Geriatrische Rehabilitation des Robert-Bosch-Krankenhauses Stuttgart.<\/p>\n<p>Aufgrund international vorliegender Erfahrungen haben die DGU und die DGG mit ihren Zertifizierungsinitiativen <a class=\"external-link-new-window\" title=\"http:\/\/www.alterstraumazentrum-dgu.de\/de\/startseite_atz.html In einem neuen Fenster \u00f6ffenen\" href=\"http:\/\/www.alterstraumazentrum-dgu.de\/de\/startseite_atz.html\" target=\"_blank\">AltersTraumaZentrum DGU<sup title=\"http:\/\/www.alterstraumazentrum-dgu.de\/de\/startseite_atz.html\">\u00ae<\/sup><\/a> (ATZ-DGU)\u00a0 und Alterstraumatologisches Zentrum DGG (atz-DGG) bereits seit 2014 damit begonnen, die im Wei\u00dfbuch Alterstraumatologie enthaltenen Empfehlungen umzusetzen. Aktuell sind bereits \u00fcber 100 Kliniken als Alterstraumazentrum zertifiziert. In diesen Kliniken werden unter anderem folgende Anforderungen erf\u00fcllt:<\/p>\n<div>\n<div class=\"content-element csc-frame-0\">\n<div>\n<div>\n<ul>\n<li>Versorgung des Knochenbruchs innerhalb von 24 Stunden<\/li>\n<li>Behandlung durch ein multiprofessionelles Team<\/li>\n<li>Behandlung nach genau festgelegten Therapiestandards<\/li>\n<li>Behandlung der Begleiterkrankungen<\/li>\n<li>Anwendung einer spezifischen auf das Alter der Patienten angepassten Schmerztherapie<\/li>\n<li>Anwendung spezieller schonender OP-Techniken, die eine unmittelbare Vollbelastung nach der Operation erlauben<\/li>\n<li>Durchf\u00fchrung einer fr\u00fchzeitigen Mobilisation, um einem weiteren Abbau des Allgemeinzustandes der Patienten entgegen zu wirken<\/li>\n<li>Durchf\u00fchrung einer intensiven Rehabilitation unmittelbar nach der Operation<\/li>\n<\/ul>\n<p>So soll verhindert werden, dass bei alten Menschen die OP-Strapazen zu einer Verschlechterung des ohnehin schon oftmals sehr eingeschr\u00e4nkten Allgemeinzustandes f\u00fchren und die Gefahr der dauerhaften Pflegebed\u00fcrftigkeit droht. \u201eNur durch eine strukturierte Versorgung k\u00f6nnen Patienten rasch operiert werden, gef\u00e4hrliche Medikamentenkombinationen vermieden und die Delirrate gesenkt werden. Unser Ziel ist, die Selbstst\u00e4ndigkeit und damit die Selbstbestimmung unserer Patienten zu erhalten\u201c, sagt Professor Dr. Ulrich Liener, Leiter der DGU-Arbeitsgemeinschaft Alterstraumatologie und Leiter der Klinik f\u00fcr Orthop\u00e4die und Unfallchirurgie Marienhospital Stuttgart.<\/p>\n<p>Die ATZ-DGU sind verpflichtet, ihre Daten in das <a class=\"external-link-new-window\" title=\"http:\/\/www.alterstraumazentrum-dgu.de\/de\/qualitaet_sicherheit\/alterstraumaregister_dgur.html In einem neuen Fenster \u00f6ffenen\" href=\"http:\/\/www.alterstraumazentrum-dgu.de\/de\/qualitaet_sicherheit\/alterstraumaregister_dgur.html\" target=\"_blank\">AltersTraumaRegister DGU<sup title=\"http:\/\/www.alterstraumazentrum-dgu.de\/de\/qualitaet_sicherheit\/alterstraumaregister_dgur.html\">\u00ae<\/sup><\/a> (ATR-DGU) einzupflegen. Das an die internationale Forschung angepasste ATR-DGU soll zuk\u00fcnftig zeigen, an welchen Stellen die Behandlungsqualit\u00e4t f\u00fcr die hochbetagten Unfallpatienten noch weiter verbessert werden kann.<\/p>\n<p>Aus den von Unfallchirurgen und Altersmedizinern gewonnenen Kenntnissen und den in die Zukunft gerichteten Vorleistungen ergeben sich vier Forderungen von DGU und DGG an den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) und die Leistungstr\u00e4ger:<b><br \/>\nBehandlung von Verletzungen im Alter durch ein multiprofessionelles Team zur Regelversorgung machen<\/b><br \/>\nDie gemeinsame Versorgung von Patienten durch Unfallchirurgen und Altersmediziner (Geriater) sowie das interprofessionelle Management verbessern nachweislich die Ergebnisse. Der entsprechende Mehraufwand durch diese ganzheitliche Versorgung, welcher sich direkt in der Verbesserung des Therapieerfolgs niederschl\u00e4gt, muss entsprechend verg\u00fctet werden.<b><br \/>\n<\/b><\/p>\n<p><b>Qualit\u00e4tssicherung und Forschung f\u00f6rdern durch nationales Fraktur-Register<\/b><br \/>\nRelevante Altersverletzungen m\u00fcssen in einem nationalen Register erfasst werden. So k\u00f6nnen Versorgungsprozesse ausgewertet und der Therapieerfolg dargestellt werden. Nur ein unabh\u00e4ngiges nationales Register erlaubt auf der Basis von wissenschaftlichen Daten die Weiterentwicklung der Behandlungsverfahren und den Vergleich von Behandlungsergebnissen.<\/p>\n<p><b>Knochenbr\u00fcche vermeiden durch Sekund\u00e4rpr\u00e4vention<\/b><br \/>\nDie hohe Anzahl von Altersbr\u00fcchen muss durch eine konsequentere medikament\u00f6se Osteoporose-Therapie gesenkt werden. Denn der \u00fcberwiegende Teil der Patienten mit einem H\u00fcftbruch hat bereits in den Jahren zuvor eine Fraktur erlitten, die durch Osteoporose bedingt ist. Dazu m\u00fcssen Strukturen geschaffen werden, die die fl\u00e4chendeckende Sekund\u00e4rpr\u00e4vention unmittelbar nach dem ersten Bruch sicherstellen.<\/p>\n<p><b>Behandlungsergebnis verbessern durch geriatrische Fr\u00fchrehabilitation<\/b><br \/>\nDie geriatrische Fr\u00fchrehabilitation verbessert nachweislich das Behandlungsergebnis. Die aktuelle Rechtsprechung des Bundessozialgerichtes (Urteil B1 KR 19\/17 R\u00a0 vom 19.12.2017) gef\u00e4hrdet die fr\u00fchrehabilitative Komplexbehandlung durch nicht praktikable und medizinisch unangemessenen Vorgaben. Um eine einschneidende Verschlechterung der medizinischen Versorgung und Erh\u00f6hung der Mortalit\u00e4t zu vermeiden, sind Korrekturen der Vorgaben notwendig.<br \/>\nDie Bereitstellung geriatrischer Versorgungstrukturen in der Medizin fordert auch die Gerontologin Prof. Ursula Lehr, ehemalige Direktorin des Instituts f\u00fcr Gerontologie der Universit\u00e4t Heidelberg und stellvertretende Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO). Sie sagt: \u201eDie interdisziplin\u00e4re Behandlung, wie sie in den alterstraumatologischen Zentren durchgef\u00fchrt wird, muss zur Regelversorgung werden.\u201c<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorstellung Wei\u00dfbuch Alterstraumatologie \u00b7 Unfallchirurgen und Altersmediziner fordern Unterst\u00fctzung bei der Therapie \u00e4lterer Sturzpatienten \u00b7 Berlin, 26.09.2018: Die Deutsche Gesellschaft<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":264864,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[20],"tags":[20517],"class_list":["post-264863","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-besondere-neuigkeiten","tag-vorstellung-weissbuch-alterstraumatologie"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/264863","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=264863"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/264863\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":264866,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/264863\/revisions\/264866"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/264864"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=264863"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=264863"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=264863"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}